Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona in Deutschland: RKI berichtigt Infektionszahlen deutlich - Münchner Arzt äußert große Sorge

In Bayern wird eine unbekannte Corona-Mutation entdeckt, es gibt Verwirrung um die Covid-19-Neuinfektionen. Wirkt der Lockdown? Alle News rund um das Coronavirus in Deutschland.

  • Das Coronavirus* fordert Deutschland weiter heraus. Eine Chance auf Normalität scheint kaum in Sicht.
  • Die Corona-Fallzahlen sind weiter auf einem hohen Niveau, doch die Zahl der Infektionen* geht nach unten (Update vom 19. Januar, 9.39 Uhr). Auch nach der Panne beim RKI (Update vom 18. Januar, 19.15 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 19. Januar finden Sie hier.

Update vom 19. Januar, 9.39 Uhr: In Deutschland gibt es derzeit 288.400 aktive Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Das aktuelle Niveau ist das niedrigste seit dem 19. November, twittert Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft von der Welt. „Die Zahl der aktiven Corona-Fälle erreichte ihren Rekord am Heiligabend (377.266)“ , so Gersemann. In seinem täglichen „Corona-Screencast“ bei der Welt ordnet Gersemann die Corona-Fallzahlen ein. Sein Fazit am Dienstag: „Der Lockdown wirkt.“

Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland bleibt indes angespannt. 4.925 Covid-19-Patient:innen müssen aktuell intensivmedizinisch behandelt werden (Vortag: 5003). 2.860 davon müssen künstliche beatmet werden (Vortag: 2.869). Das geht aus dem DIVI-Intensivregister hervor. Aktuell sind demnach 3.642 Intensivbetten frei. In Berlin sind fast 72 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Fällen belegt, von den 1.178 Intensivbetten sind nach den DIVI-Daten noch 147 frei. Obendrein kann in Berlin eine Notfallreserve von zusätzlich 363 Betten innerhalb von sieben Tagen aufgestellt werden.

Update vom 19. Januar, 8.20 Uhr: „Eine Lehre aus den vergangenen Monaten ist, dass man einen Lockdown nicht zu früh aufheben darf“, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Er hält den strengen Lockdown trotz leicht sinkender Corona-Zahlen weiter für nötig*. „Da muss man bei der Stange bleiben, sonst ist die ganze Mühe umsonst gewesen“, so Wendtner.

Corona in Deutschland: RKI meldet 11.369 Neuinfektionen - 989 neue Todesfälle

Update vom 19. Januar, 6.40 Uhr: Nach der Datenpanne am Montagmorgen hat das RKI am Abend die Infektionszahlen deutlich berichtigt. Am Dienstagmorgen, dem Tag des Corona-Gipfels*, meldet das RKI nun 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Hinzu kommen 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Während die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche (12.802 Corona-Fälle) gesunken ist, stieg die Zahl der Corona-Toten um 108.

7-Tage-Inzidenz liegt bei 131,5

Die deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz lag am Dienstagmorgen bei 131,5. Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 83,2. Bei den aktuellen Zahlen ist zu beachten, dass die Daten Nachmeldungen enthalten können. Am Montag hatten laut RKI manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: RKI berichtigt Infektionszahlen nach Corona-Panne

Update vom 18. Januar, 21.35 Uhr: Wie lange hält die Immunität nach einer Infektion mit dem Coronavirus* an? Wissenschaftler aus der Schweiz und den USA machen jetzt Hoffnung (siehe Link).

Update vom 18. Januar, 19.15 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Montagabend die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland vom Vortag korrigiert, nachdem es am Morgen eine Panne bei der Übertragung der Daten gegeben hatte.

Heißt: Die Gesundheitsämter Bayern und Rheinland-Pfalz lieferten bereinigte Zahlen nach. Bayern meldete nunmehr 1445 Neuinfektionen mit Corona statt der 269 gemeldeten Fälle vormittags. Rheinland-Pfalz übermittelte 471 neue Covid-19-Fälle.

Damit stieg die Gesamtzahl der Neuinfektionen auf knapp 8800, nachdem diese zuvor bei 7174 lag. Noch immer wird allerdings darauf hingewiesen, dass es wegen der Feiertage rund um den Jahreswechsel und mehr Corona-Tests danach Schwankungen geben kann.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Mehr als 1,13 Millionen Menschen gegen Corona geimpft

Update vom 18. Januar, 19 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland voran - wenn auch weiterhin nur schleppend.

Die Zahl derjenigen, denen die erste Impfdosis gespritzt wurde, erhöhte sich laut RKI bis Montagmittag um 31.152 auf nun 1.139.297. Die Impfquote für die Erstimpfungen lag bundesweit bei 1,4 Prozent.

Update vom 18. Januar, 18.50 Uhr: Welche Auswirkungen hat der harte Corona-Lockdown in Deutschland auf Kinder*? Forscher liefern gesundheitliche Erkenntnisse, die Sorgen machen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Corona-Mutationen breiten sich in Schleswig-Holstein aus

Update vom 18. Januar, 15.58 Uhr: Corona-Mutationen breiten sich offenbar auch in Schleswig-Holstein weiter aus. Nach einem bestätigten Fall im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurden neue Fälle bekannt.

Wie der NDR berichtet, in Flensburg und Dithmarschen. Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) soll bereits „eine Vielzahl von Fällen einer Corona-Mutation“ bestätigt haben. Um welche Mutation es sich in Flensburg handle, werde nach ihren Angaben noch geprüft. Proben seien deswegen an die Berliner Charité geschickt worden.

Bei dem bestätigten Corona-Mutationsfall im Kreis Rendsburg-Eckernförde soll sich eine Frau, laut NDR, auf einer Dienstreise in Spanien mit der Mutation aus Großbritannien angesteckt haben.

Corona in Deutschland - Virologin schlägt Alternative zu FFP2-Masken vor

Update vom 18. Januar, 14.35 Uhr: In Bayern ist die FFP2-Maske in Bussen und Bahnen um beim Einkaufen seit diesem Montag bereits Pflicht. Eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht steht beim Corona-Gipfel am Dienstag zur Debatte. Eine Virologin bringt nun eine Alternative ins Gespräch, wie Merkur.de* berichtet, die auch besser als einfache Alltagsmasken schützt.

Update vom 18. Januar, 13.32 Uhr: In einem Keller in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei ein Treffen zum Haareschneiden aufgelöst. Nach einem Hinweis ertappten die Beamten 20 Menschen, die keinen Sicherheitsabstand einhielten und keinen Mund-Nasen-Schutzmasken trugen.

Abgeschnittene Haare auf dem Boden und Friseurbedarf - Polizei löst Treffen beim Haareschneiden auf

„Auf dem Boden lagen abgeschnittene Haare und auf den Tischen war Friseurbedarf vorzufinden“, teilt die Polizei am Montag mit. Außerdem entdeckten die Einsatzkräfte „diverse Drogen“. Drei Menschen wurden vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen alle Anwesenden leitete die Polizei nach eigenen Angaben Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung ein.

Corona in Deutschland: Polizei sprengt Hochzeitsfeier mit 60 Gästen

In Gelsenkirchen (NRW) sprengte die Polizei eine Hochzeitsfeier mit rund 60 Gästen. Ein Zeuge hatte die Polizei am Sonntag gegen 17 Uhr alarmiert „nachdem sie eine größere Anzahl feiernder Personen bemerkt hatte“. Die Beamten lösten die Hochzeitsgesellschaft in einer Wohnung in Schalke-Nord auf. Allen Anwesenden sei einen Platzverweis erteilt worden. Zudem stellte die Polizei nach eigenen Angaben Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung aus.

Corona in Deutschland: Mehr als 170 Personen feiern Gottesdienst - ohne Masken und Abstand

Update vom 18. Januar, 12.29 Uhr: Einen massiven Verstoß gegen die Corona-Regeln deckte die Polizei in Berlin auf: Mehr als 170 Personen einer kleinen Kirchengemeinde feierten gemeinsam Gottesdienst.

Am Sonntag gegen 19.45 Uhr stießen die Beamten in einem Saal der Gemeinde - im Stadtteil Gesundbrunn - auf 170 Erwachsene und weitere Kinder. Laut einer Polizeisprecherin hätten die Gläubigen weder Masken, noch Abstände eingehalten. Ebenso wenig gab es eine Anwesenheitsliste und ein Corona-Hygienekonzept.

Nach Corona-Gottesdienst in Berlin: Polizei stellt über 100 Anzeigen aus

Die Erklärung des Pfarrers: Eigentlich sei ein Gottesdienst im kleinen Kreis geplant gewesen. Die Zahl der Besucher sei dann jedoch gestiegen. Mehr als 100 Personen erwarten nun Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

Corona in Deutschland: RKI meldet gigantisches Absacken der Fallzahlen in Deutschland - und gesteht jetzt Panne

Update vom 18. Januar, 10.33 Uhr: Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf eine RKI-Sprecherin berichtet, sind die vom Institut gemeldeten Fallzahlen für Deutschland am Montag fehlerhaft.

Innerhalb eines Tages seien 7.141 gezählt worden, hieß es am Montagmorgen noch vom Robert-Koch-Institut. Dies sei der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober gewesen. Außerdem seien 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Im Lagebericht vom Sonntagabend machte das RKI noch große Hoffnung auf Corona-Besserung in Deutschland: „Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren.“

Diese Hoffnung droht nun zunichte zu sein, denn die Daten sind laut dem Bericht unvollständig! Man prüfe derzeit, was der Grund für die wenigen Meldungen etwa aus Bayern oder Rheinland-Pfalz seien, sagte eine Sprecherin des Instituts demnach am Morgen. Auch Schleswig-Holstein meldete auffällig niedrige Zahlen.

Covid-19 Lage in DeutschlandRKI-Fallzahlen Montag, 18. Januar 2021RKI-Fallzahlen Montag. 11. Januar
Neue Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden7. 141 neue Corona-Infektionen12.497 neue Corona-Infektionen
Corona-Todesfälle214 weitere Todesfälle343 weitere Todesfälle
aktive Corona-Fälle in Deutschland302.300 aktive Corona-Fälle334.800 aktive Corona-Fälle
Unvollständige Daten?Die Daten werden laut RKI überprüftFür das Bundesland Brandenburg lagen am 11. Januar keine Daten vor.

Corona-Mutationen: Spahn ordnet gezielt Suche nach Virus-Varianten an

Update vom 18. Januar, 10.08 Uhr: Die festgestellten Corona-Mutationen fordern Deutschland weiter heraus. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigt an, dass alte Corona-Proben vom Dezember sequenziert werden sollen. Besonders, wenn ein Kontakt zu Großbritannien bei einer Infektion bestanden habe.

Obendrein sollen Sars-CoV-2-Viren jetzt vermehrt sequenziert und dann an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt werden. Das bundesweite Netzwerk von Laboren reiche bei der aktuellen Lage nicht aus festzustellen „wo bekannte und unbekannte Virus-Mutation auftauchen“, betont Spahn. Fünf Prozent aller Corona-Proben sollen in Zukunft Gen-Sequenziert werden, das regle nun eine neue Verordnung. Die Labore bekommen laut Spahn eine Aufwandsentschädigung.

„Wir wollen wissen, wie stark das Virus unterwegs ist und wie es sich verändert“, sagt Spahn in seinem Statement vor der Presse. Um sich ein besseres Bild zu machen, gebe es nun diese Verordnung.

Die Corona-Mutationen, die in Deutschland entdeckt wurden, stammen aus „Reisetätigkeiten aus Großbritannien und Südafrika“, so Spahn.

Update vom 18. Januar, 9.32 Uhr: Die Corona-Fallzahlen am Montag liegen erfahrungsgemäß niedriger als an anderen Wochentagen. Doch das Robert-Koch-Institut (RKI) hat nach eigenen Angaben den niedrigsten Corona-Anstieg seit drei Monaten verzeichnet (siehe auch Update vom 18. Januar, 6.40 Uhr). Am 20. Oktober 2020 lagen die Corona-Fallzahlen auf diesem Niveau.

Die Zahlen scheinen zu sinken, das ist gut

Gesundheitsminister Jens Spahn

Die Zahlen scheinen zu sinken, das ist gut“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag im ARD-“Morgenmagazin“. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus wirkten. „Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen und hin müssen.“ Weitere Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie seien gefordert.

Der Gesundheitsminister bestätigte vor dem nächsten Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern am Dienstag, dass auch Ausgangssperren im Gespräch sind. Diese seien „offenkundig Teil der Debatte“. Dies sei ein Synonym dafür, dass im privaten Bereich die Kontakte so weit wie möglich reduziert werden sollten. Spahn rief die Bürger auf, harte Maßnahmen mitzutragen: „Jetzt noch einmal zwei bis drei Wochen alle zusammen.“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder wollen am Dienstag (19. Januar) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Im Gespräch sind eine Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis in den Februar, aber auch weitere Verschärfungen der Maßnahmen.

Unbekannte Virus-Mutation in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) entdeckt

Update vom 18. Januar, 8.50 Uhr: Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen wurde eine neue Mutation des Coronavirus* entdeckt. Eine, die bisher nicht einmal den Experten im Labor des bekannten Virologen Christian Drosten in der Berliner Charité bekannt war.

„Zero Covid“ - Leipziger Epidemiologe hält Ziel für „nicht machbar“

Update vom 18. Januar, 8.25 Uhr: Prof. Markus Scholz, Epidemiologe an der Uni Leipzig, hält das Ziel der Initiative „Zero Covid“, die Corona-Infektionen durch einen kompletten Shutdown auf null zu drücken, für nicht realisierbar. Es sei nicht machbar, dass es wirklich gar keine Kontakte mehr gibt, sagte Scholz der dpa. Bestimmte Grundversorgungen müsse es einfach geben.

Es habe zudem noch nirgendwo geklappt, das Coronavirus binnen zwei Wochen auszurotten - auch nicht in China, wo es Anfang 2020 härteste Beschränkungen gegeben hatte. Für den Corona-Hotspot Sachsen prognostizierte Scholz, der Zielwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz könne mit den aktuellen Regeln bis frühestens Ende Februar erreicht werden. Das sei der beste Fall - in den die Auswirkungen der Virus-Mutation aus Großbritannien noch nicht eingerechnet seien, erklärte der Epidemiologe. Welche Gefahr von der Mutation tatsächlich ausgehe, lasse sich noch nicht genau sagen.

Corona in Deutschland: RKI meldet überraschende neue Zahlen

Update vom 18. Januar, 6.40 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - laut RKI der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober. Zudem wurden in den vergangenen 24 Stunden 214 neue Corona-Todesfälle verzeichnet. Dieser Wert war seit dem 14. Dezember nicht mehr so niedrig. Allerdings gilt zu beachten, dass an Montagen die erfassten Fallzahlen meist geringer sind, weil am Wochenende unter anderem weniger getestet wird.

  • 7.141 neue Corona-Neuinfektionen und 214 weitere Todesfälle sind binnen 24 Stunden dem RKI gemeldet worden.
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in Deutschland 2.040.659 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.
  • Bisher starben 46.633 Menschen mit oder an einer Coronainfektion.
  • Derzeit gibt es etwa 302.300 aktive Corona-Fälle in Deutschland, schätzt das RKI. 1.691.700 gelten als „Covid-19-Genesene“.

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren“, erklärte das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Montagmorgen deutschlandweit bei 134,4. Die höchsten Inzidenzen haben derzeit Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6.

Corona in Deutschland: R-Wert springt nach oben

Update vom 17. Januar, 20.57 Uhr: Der R-Wert in Deutschland macht zum dritten Mal in Folge einen Sprung nach oben. Am Sonntag stieg er nun wieder über die wichtige Grenze von 1. Laut aktuellem Lagebericht des RKI liegt er bei 1,07 (Vortag 0,99). Immerhin der 7-Tage-R-Wert bleibt mit 0,93 darunter.

Die Todeszahlen bleiben weiterhin bedrückend. 317 Menschen verstarben von Samstag auf Sonntag nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Damit liegt die insgesamte Zahl der Todesopfer in Deutschland bei 46.819. Neuinfektionen verzeichnet das Robert-Koch-Institut 12.860.

Corona in Deutschland: Nochmal zwei Monate Lockdown? Experte erklärt heftige Prognose

Update vom 17. Januar, 16.48 Uhr: Die Corona-Zahlen müssten deutlich sinken, Testungen intensiv betrieben und die Impfungen akzeptiert sowie erfolgreich durchgeführt werden, mahnt Epidemologe Hajo Zeeb.

Ansonsten bleibe der Lockdown noch lange Zeit notwendig, erklärt der Professor vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung bei ntv. „Da gerade der letzte Teil (Impfen, d.R.) noch dauert nach den letzten Nachrichten, gehe ich mindestens von weiteren sechs bis acht Wochen aus.“ Nur bei einer klar erkennbaren Trendwende der Infektionszahlen könne überhaupt über Lockerungen diskutiert werden, sagt er, „aber immer mit vorsichtigen und gut monitorierten Lockerungen.“

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht aktuelle Infektionszahlen - Weitere Maßnahme offenbar im Gespräch

Update vom 17. Januar, 13.45 Uhr: Das RKI vermeldet am Sonntag 13.882 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden sowie 445 Covid-19-Tote. Damit haben sich bislang 2.033.518 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt, 46.419 sind an den Folgen gestorben. Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz, die nach den Vorstellungen der Politiker für weitgehende Lockerungen auf 50 gesenkt werden soll, beträgt 136. Den höchsten Wert weist Thüringen mit 274,3 auf, vor Sachsen (252,6) und Sachsen-Anhalt (225,7). Auf zweistellige Werte kommen Schleswig-Holstein (86,2), Bremen (86,3) und Niedersachsen (91,5).

Update vom 17. Januar, 10.35 Uhr: Die FFP2-Maskenpflicht in Einzelhandel und ÖPNV in Bayern war offenbar nur der Anfang. Wie die Bild berichtet, prüft auch die Deutsche Bahn, ob eine Vorgabe für Angestellte und Reisende in den Zügen umsetzbar ist. Demnach habe das Unternehmen bis April bereits zehn Millionen Masken bestellt. Für Kunden könnten die neuen Pflichtbekleidungen an Service Points zum Kauf angeboten werden, aber nicht in den Zügen selbst. Übrigens plane die Bahn mit einem Stückpreis von 1,59 Euro - im Kauf wohlgemerkt.

Es werde auch darüber nachgedacht, das aktuelle Fahrplanangebot „runterzufahren“. Auf der Streichliste ganz oben stehen internationale Streckenverbindungen in Hochrisikogebiete. Auch Kurzarbeit ist nicht ausgeschlossen.

Update vom 16. Januar, 21.42 Uhr: „Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht vom Samstagabend. Die deutschen Gesundheitsämter hatten dem RKI 18.678 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636, wie das RKI am Samstag bekannt gab.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Samstag bei 0,95 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass 100 Infizierte
rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Coronavirus in Deutschland: Polizei in Mannheim löst gleich zwei Geburtstagspartys auf

Update vom 16. Januar, 17.06 Uhr: In Mannheim hat die Polizei am vergangenen Freitag eine Geburtstagsparty mit 27 Gästen aufgelöst. Zeugen war ein reges Besucheraufkommen im Treppenhaus aufgefallen, daraufhin hatten sie die Beamten verständigt. Bei ihrem Eintreffen stießen die Polizisten in der 4-Zimmer-Wohnung neben den Veranstaltern auf 27 Gäste, darunter auch fünf Kinder. Nachdem Platzverweise ausgesprochen wurden, verließen die Besucher die Feier. Sie müssen sich nun wegen Verstöße gegen die Corona-Verordnung verantworten.

Doch die Beamten in Mannheim waren am Freitagabend ganz schön unterwegs. Denn im Stadtteil Käfertal musste eine zweite Geburtstagsparty mit insgesamt 23 Personen aufgelöst werden. Gefeiert wurde in einer Zweizimmer-Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Auch in diesem Fall wurden Platzverweise ausgesprochen und Anzeigen erstattet.

Corona in Deutschland: Zahl der Infizierten weiterhin hoch, aber wieder mehr freie Intensivbetten

Update vom 16. Januar, 14.43 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus liegen die Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle nach wie vor hoch. Aber wie viele Corona*-Infizierte müssen aktuell intensiv-medizinisch behandelt werden? Über den Berg sind die Krankenhäuser auch in Deutschland noch lange nicht. Aber: „Die Richtung stimmt!“ bestätigte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx im Welt-Interview. Zum ersten Mal seit dem 19. Dezember liegen die Zahlen aktuell unter 5000 Intensiv-Patient:innen.

Gegenüber der Funke Mediengruppe brachte Marx am Freitag eine mögliche Zielmarke als Bedingung für Lockerungen ins Spiel. Diese dürften erst kommen, wenn sich die Lage deutlich entspannt hätte. „Die Zahl der intensivmedizinisch versorgten Covid-19-Kranken muss dafür bundesweit stabil und klar unter 1000 Patienten liegen.“

Corona in Deutschland: Zahlen knacken Millionen-Marke - Lauterbachs Beobachtungen führen zu Triage-Debatte

Erstmeldung vom 16. Januar: Berlin - Die Gemeinden meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag rund 18 678 neue Coronavirus-Infektionen. Das sind in etwa 6.000 Fälle weniger als am vergangenen Samstag. Am Vortag lagen die Neuinfektion mit 22 368 Fällen noch höher, die Zahlen sinken. Derweil erreicht die Zahl der gesamten Corona-Fälle in Deutschland eine neue Marke: Inzwischen waren seit Beginn der Pandemie nämlich offiziell über zwei Millionen Menschen infiziert.

Auch die bisherigen Todesfälle verdeutlichen das Ausmaß der Pandemie: Seit Beginn sind in Deutschland 45 974 Menschen an einer Infektion mit Sars-CoV-2* gestorben. Ein Twitter-Nutzer verdeutlicht das Ausmaß dieser Zahl. Er schreibt am Freitag: Jetzt ist die Zahl der Toten höher als die Zahl der Einwohner von Oberursel in Hessen. Ich hoffe, durch dieses Beispiel wird die Zahl der bisher Verstorbenen etwas greifbarer!“ Die am Samstag dem RKI* gemeldeten 980 Corona*-Toten der letzten 24 Stunden erreichen nicht den Höchstwert der letzten Tage. (Donnerstag: 1244)

Die Zahlen der Todesfälle und Infektionen wirken oft zu abstrakt um die Pandemie wirklich zu begreifen, betonte der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Er erklärte der dpa, dass häufig erst an einer persönlichen Lebensgeschichte oder einem Todesfall im eigenen Umfeld erfahrbar werde, „dass es hier wirklich um Leben und Tod geht, um persönliche Schicksale, um Hoffen und Bangen, Sehnsucht und Angst“.

Coronavirus in deutschen Pflegeheimen - Findet eine „Triage“ außerhalb der Intensivstation statt?

Am Samstag stieß dabei auf Twitter ein Clip von Karl Lauterbach eine Diskussion zu Leben und Tod an. Das Video vom Donnerstag wurde unter dem Stichwort der Triage geteilt und debattiert. Zu Gast bei Maybrit Illner, betonte der SPD-Politiker: „Die Menschen, die jetzt auf der Intensivstationen um ihr Leben ringen: Das ist traurigerweise selten jemand, der aus dem Pflegeheim kommt. Diese Menschen kommen großenteils gar nicht mehr in die Intensivstation. Die sterben in den Pflegeheimen.“ Würden die Menschen aus den Pflegeeinrichtungen noch alle auf die Intensivstationen kommen, so Lauterbach, wären die Intensivstationen schon längst überlaufen. Selbst bei bester Versorgung seien Menschen dort gestorben. Statt um ältere Menschen kämpfe man deswegen um Baby-Boomer mit Risikoerkrankungen. Lauterbach deutet eine Triage schon in den Einrichtungen an.

Während sich viele Nutzer hinter die Aussage des SPD-Politikers stellen, relativieren einige auch, seine Aussage mit dem Begriff „Triage“ gleichzusetzen. Viele Betroffene würden bereits versterben bevor sie es in ein Krankenhaus schaffen oder auf eine Behandlung verzichten: „Ich denke, da werden auch Patientenverfügungen eine große Rolle spielen. Wenn ein Mensch über 80 keine lebensverlängernden Maßnahmen wünscht, hat das nichts mit Triage zu tun“, so eine Twitter-Nutzerin.

Klar ist, die Situation bleibt weiterhin angespannt, sinkende Zahlen sorgen noch immer nicht für eine Erleichterung. Weiterhin werden neue Verschärfungen für den Corona-Lockdown* in Deutschland erwartet. Auch eine Simulation zeigt, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen könnten. Um den Überblick im Infektionsgeschehen zu verbessern, sollen Coronavirus-Schnelltests* in Zukunft auch von Zahnärzten und Apotheken durchgeführt werden dürfen. Das geht aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. (vs) *Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Michael Sohn

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