Vermisstenfall Maddie

Video zeigt Christian B. lachend in seinem Wohnwagen – kurz vor Maddie McCanns Verschwinden

Neu aufgetauchte Aufnahmen von Christian B. sorgen für Schaudern: Sie zeigen den Mordverdächtigen, er lacht und scherzt – nur kurze Zeit später wird Maddie McCann vermisst.

  • Der Fall der vermissten Madeleine „Maddie“ McCann hat erneut rasant an Fahrt aufgenommen.
  • Auch in Braunschweig hatte Christian B. eine Kleingartenparzelle.
  • Ein neues Video zeigt den Mordverdächtigen kurze Zeit vor dem Vermisstenfall.

Update vom Montag, 03.08.2020, 13.59 Uhr: Ein neu aufgetauchtes Video des mordverdächtigen Christian B. im Fall Maddie McCann sorgt für Aufsehen und Schaudern. Die Aufnahmen, die der britischen „Daily Mail“ vorliegen, zeigen Christian B. in seinem VW-Wohnmobil. Es ist das Fahrzeug, mit dem er nur drei Wochen später Maddie McCann verschleppt haben soll.

Maddie McCann: Neue Aufnahmen von Christian B. aufgetaucht – er lacht und scherzt in die Kamera

Mit an Bord des Wohnwagens: Drei deutsche Touristen, die Christian B. dem Bericht nach von Portugal nach Spanien gebracht haben soll. Die Aufnahmen entstanden wohl am 30.03.2007, der Mordverdächtige lacht und scherzt in Richtung der Kamera.

Einer der Urlauber zeigt sich gegenüber der Zeitung entsetzt: „Es macht mich krank zu glauben, dass das kleine Mädchen einen Monat später im selben Van verschleppt wurden könnte.“ Für ihn war Christian B. ein normaler junger Mann gewesen. Die Urlauber hatten sich damals einfach gefreut, dass er sie in seinem Wohnmobil nach Spanien brachte.

In diesem Wohnwagen von Christian B. wurde das Video aufgenommen

Mit dem Wissensstand von heute fällt die Beurteilung jedoch ganz anders aus: „Es macht einem Angst zu wissen, dass er der Vergewaltiger einer älteren Frau ist und es gezielt auf Kinder abgesehen hat. Wir konnten nicht wissen, dass er in Wahrheit so ein Monster ist.“

Fall Maddie McCann: Christian B. besaß weitere Kleingartenparzelle in Braunschweig

Update vom Donnerstag, 30.07.2020, 13.43 Uhr: Nach Angaben der „Bild“-Zeitung hat Christian B., der Verdächtige im Vermisstenfall Maddie McCann, auch eine Kleingartenparzelle in Braunschweig besessen. Vereinsmitglieder zeigten sich über seinen kurzfrisitigen Auszug dort. Ob die Parzelle in Braunschweig mit dem Verschwinden von Maddie McCann in Zusammenhang steht, ist noch unklar. Bisher hat es dort keine Untersuchungen der Polizei gegeben.

Zu den Untersuchungen in der ehemaligen Parzelle von Christian B. in Hannover haben sich die Behörden noch nicht geäußert. Am Donnerstag wurden die Grabungen dort nicht weiter geführt.

Polizei findet bisher unbekannten Keller in Parzelle von Christian B.

+++ 13.45 Uhr: Bei ihren Grabungen in einer Kleingartenanlage in Hannover im Fall Maddie ist die Polizei auf einen bisher unbekannten Keller gestoßen. Das meldet die „Bild“-Zeitung. Demzufolge dauern die Grabungen weiterhin an. Ob in dem Keller etwas gefunden wurde, ist noch unklar.

Die Grabungen hatten am Dienstag (28.07.2020) begonnen und stehen laut Staatsanwaltschaft Hannover im Zusammenhang mit der Vermissten Maddie McCann und den Ermittlungen gegen Christian B. B. steht im Verdacht, mit dem Verschwinden von Maddie zu tun zu haben. Das Mädchen wird seit 2013 vermisst. Damals war sie aus dem Hotelzimmer ihrer Eltern verschwunden.

Weitere Grabungen im Fall Maddie bei Hannover

Update vom Mittwoch, 29.07.2020, 11.15 Uhr: Im Fall von Maddie McCann und dem des Mordes verdächtigten Christian B. wird am Mittwoch die Durchsuchung eines Schrebergartens bei Hannover fortgesetzt. Nach Baumrodungen hat die Polizei auch Fundamente entfernen lassen. Es soll weiter in die Tiefe gegraben werden. Auch ein Spürhund der Polizei ist bei der Suche im Einsatz.

Wonach genau die Polizei sucht, oder welche Verbindung zwischen dem Kleingarten und dem Verdächtigen Christian B. besteht, gab die Polizei nicht bekannt. Die Parzelle soll laut einem Nachbarn schon länger unbenutzt sein.

Maddie McCann: Durchsuchung in einem Schrebergarten bei Hannover

Update vom Dienstag, 28.07.2020, 14.00 Uhr: Ermittler durchsuchen in Fall „Madeleine McCann“ einen Schrebergarten bei Hannover. Der Einsatz stehe im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen Mordes gegen den verdächtigen 43-jährigen Christian B., sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag. Weitere Einzelheiten, beispielsweise was genau in dem Kleingarten gesucht werde, gab die Staatsanwaltschaft bisher nicht bekannt.

Über den Polizeieinsatz, bei dem auch ein Bagger zum Einsatz kam und einige Bäume gerodet wurden, hatte zuerst die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Maddi McCann im Supermarkt gesehen? „Ich bin mir sicher“, sagt eine Frau

Update vom Sonntag, 26.07.2020, 12.50 Uhr: Die portugiesische Lehrerin Maria will Maddie McCann in einem Supermarkt erkannt haben. Sie soll dabei Deutsch gesprochen haben. Das berichtet „Der Westen" und nimmt dabei Bezug auf ein Interview, dass die Frau in einem portugiesischen Fernsehsender gegeben hat.

Marie will Maddie vor drei oder vier Jahren in einem Supermarkt in Albufeira, rund 45 Autominuten von Praia da Luz entfernt, gesehen haben. Doch warum ist sich die Frau so sicher, dass es sich bei den Mädchen um die vermisste Maddie handelt? Laut ihrer Aussage aufgrund eines sogenanntes Kolobom, eine angeborene Spaltbildung im Bereich des rechten Auges. „Da war ein Mädchen rechts neben mir, dass mit einem anderen Deutsch sprach. Als ich in ihre Augen schaute, war ich mir sicher, was ich sah“, sagte sie in dem Interview.

Maddie McCann wird bereits seit 2007 vermisst.

Lehrerin will Maddie McCann gesehen haben

Das Mädchen, das die pensionierte Lehrerin beschreibt, soll damals 13 oder 14 Jahre alt gewesen sein, was auf Maddie McCann zutreffen könnte. Denn sie wäre heute 17 Jahre alt. „Leider realisierte ich erst einige Sekunden, nach dem sie den Supermarkt verlassen hatten, wem ich das Gesicht zu ordnen konnte.“

Doch Maria teilte ihre Beobachtungen nicht direkt mit der Polizei, sie berichtete erst nach den Enthüllungen um den verdächtigen Christian B. davon.

Fall Maddie McCann: Weiterer schlimmer Verdacht gegen Christian B.

Update vom Mittwoch, 22.07.2020, 20.25 Uhr: Die Polizei in Den Haag sieht Parallelen im Fall Maddie und dem Fall eines vor 25 Jahren in den Niederlanden verschwundenen Jungen. Sie hat den Verdacht, dass Christian B., der Madeleine „Maddie“ McCann entführt und getötet haben soll, mit beiden Delikten in Verbindung stehen könnte. Es gebe Ähnlichkeiten zum Fall des 2007 in Portugal verschwundenen britischen Mädchens, teilte ein Sprecher mit.

Das Coldcase-Team der Den Haager Polizei habe den nie gelösten Fall des siebenjährigen Jaïr nun den Kollegen in Niedersachsen präsentiert. Die Staatsanwaltschaft von Braunschweig ermittelt im Fall Maddie gegen den 43-jährigen Deutschen.
Die Den Haager Polizei untersucht nach eigenen Angaben, ob der Deutsche auch etwas mit dem Verschwinden des niederländischen Jungen zu tun hat. Einzelheiten nannte der Polizeisprecher jedoch nicht. Der Siebenjährige verschwand 1995 nach einem Tag am Nordseestrand in der Nähe der Stadt Monster bei Den Haag.

Bewegung im Fall Maddie: Christian B. soll vor Zeugen geprahlt haben

Update vom Mittwoch, 22.07.2020, 10:16 Uhr: Die Ermittler im Fall der vermissten Maddie stehen offenbar kurz vor einem Durchbruch. Ein Zeuge soll bei den Behörden angerufen haben und den Hauptverdächtigen Christian B. mit seiner Aussage schwer belastet haben.

Maddie vermisst: Zeuge belastet Christian B. bei der Polizei

Wie die britische Tageszeitung „The Sun“ berichtet, hat der Vater einer Ex-Freundin von Christian B. Kontakt zur Polizei augenommen. Er habe den 43-Jährigen persönlich vor ein paar Jahren - also vor dem Verschwinden von Maddie - kennengelernt. Christian B. habe ihm seinen Wohnwagen gezeigt und damit angegeben, was er alles damit schmuggeln könne. Als Beispiele soll Christian B. „Drogen und kleine Kinder" genannt haben.

Das aber machte den Zeugen offenbar nicht stutzig, auch wenn er gegenüber der „Sun“ reumütig einräumt: „Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß. Ich hätte ihn mit meinen Händen erwürgt.“

Update vom Dienstag, 21.07.2020, 14.09 Uhr: Christian B., der Hauptverdächtige im Fall der vermissten Maddie, hat in der Nacht, in der das Mädchen verschwand, womöglich einen Anruf eines deutschen Pädophilen erhalten. Der britische Investigativjournalist und ehemalige Polizist Mark Williams-Thomas hat eigenen Angaben zufolge herausgefunden, dass Christian B. 2007 einen 30-minütigen Anruf von einer Nummer erhalten hat, die in Verbindung mit einem deutschen Pädophilen gebracht wird. Das sagte er der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“.

Es soll sich um eine Person handeln, die in Deutschland im Darknet operiert und dort mit anderen Material über Kindesmissbrauch ausgetauscht hat. „Die Frage, die jetzt beantwortet werden muss, ist, ob der Verdächtige diese Nummer 2007 benutzt hat“, sagte Williams-Thomas.

Dem Bericht zufolge hat Williams-Thomas bei seinen Recherchen im Fall Maddie mit Menschen zusammengearbeitet, die online Pädophile verfolgen. Er habe seine Ergebnisse den deutschen und britischen Ermittlern weitergegeben.

Update vom Donnerstag, 16.07.2020, 17.47 Uhr: Noch immer suchen die Ermittler nach Spuren der seit 2007 vermissten „Madeleine" Maddie McCann. Hauptverdächtiger in dem Fall ist Christian B., der aktuell wegen einer anderen Strafe in Kiel im Gefängnis sitzt. Da B. bereits zwei Drittel seiner Haft wegen eines Drogendeliktes abgesessen hat, beantragte er eine Freilassung auf Bewährung.

Doch auch das Landgericht Braunschweig hatte den 43-jährigen Hauptverdächtigen im Dezember 2019 wegen Vergewaltigung einer 72-jährigen US-Amerikanerin rund eineinhalb Jahre vor dem Verschwinden Maddies in Portugal zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Verurteilte legte dagegen Revision ein. Der Bundesgerichtshof leitete daraufhin den Revisionsantrag an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) weiter. In Freiheit könnte der mehrfach vorbestrafte 43-Jährige kommen, wenn das noch nicht rechtskräftiges Vergewaltigungsurteil aufgehoben wird, etwa weil der EuGH den deutschen Prozess zur Tat in Portugal für nicht rechtens erklärt.

Maddie McCann: Liefert „Aktenzeichen XY“-Zuschauer den entscheidenden Hinweis?

Update vom Mittwoch, 15.07.2020, 11.58 Uhr: Im Fall der vermissten Madeleine „Maddie“ McCann könnte der Hinweis eines „Aktenzeichen XY... ungelöst“-Zuschauers im Juni zielführend sein, sagte Moderator Rudi Cerne der „Bild“. Dabei geht es um eine portugiesische Telefonnummer, deren Besitzer ausfindig gemacht werden soll. Es sei noch sehr vage, dennoch gebe es Möglichkeiten, die Herkunft des Anrufs zu bestimmen, erklärt Cerne.

Die Leiche des Mädchens wurde bislang noch nicht gefunden. Gegen den Verdächtigen Christian B. besteht laut Cerne momentan zwar ein Tatverdacht, jedoch kein dringender. Beweise fehlten noch. Eine „Aktenzeichen XY“-Sendung im kommenden August soll die Hinweise im Fall „Maddie“ wieder thematisieren, so Cerne.

Fall Maddie McCann: Polizei in Portugal sucht nach ihrer Leiche

Update vom Montag, 13.07.2020, 17:51 Uhr: Die Polizei sucht weiterhin nach den sterblichen Überresten von Madeleine „Maddie“ McCann. In dem kleinen Örtchen Vila do Bispo im Südwesten Portugals wurden laut portugiesischen Medien in diesem Zusammenhang bereits drei Brunnen abgesucht. Zwölf Stunden soll die Suche laut der englischen Zeitung „Sun“ gedauert haben. Spuren wurden dort jedoch nicht gefunden.

Anwohner hatten die Suche an den drei Bewässerungsbrunnen, die seit Jahren stillgelegt sind, mitbekommen. Gegenüber „Bild.de“ äußerten sie sich dazu: „15 Feuerwehrmänner und Polizisten kamen. Ich habe gesehen, wie Taucher mit Taschenlampen in den Brunnen gelassen wurden. Wer da reinfällt, kommt nie wieder raus.“

Die Ermittler seien auf den Ort gekommen, weil Christian B. dort von Zeugen an einem Strand gesehen wurde, der in der Nähe der drei Brunnen liegt. Ebenfalls soll er vor 13 Jahren nur 15 Minuten entfernt in Praia de Luz gelebt haben. Dort war „Maddie“ 2007 verschwunden. Laut dem portugiesischen TV-Sender „RTP“ hatte die Polizei auch ein Paar befragt, die zum Zeitpunkt des Verschwindens von Madeleine in der Nähe von Christian B. gelebt haben. Dabei sollen die Ermittler „fundamentale Beweisstücke“ entdeckt haben. Auch weitere Brunnen sollen laut britischen Medien nun abgesucht werden.

Fall Maddie McCann: Portugiesische Polizei sucht nach Leiche in Brunnen

Update vom Sonntag, 12.07.2020, 12:57 Uhr: In den drei Brunnen in der portugiesischen Gemeinde Vila do Bispo sind laut Medienberichten keine Spuren des britischen Mädchens Madeleine „Maddie“ McCann entdeckt worden. Über den dortigen Einsatz der portugiesischen Polizei hatte unter anderem die Zeitung „Expresso“ unter Berufung auf einen Augenzeugen berichtet. Der TV-Sender RTP und andere portugiesische Medien berichteten unter Berufung auf Polizeikreise ähnlich. Ob es sich um einen Teil der Routine bei den Ermittlungen handelte oder ob es einen konkreten Hinweis gab, eventuell sogar aus Deutschland, der die Ermittlungsbehörden zu den Brunnen führte, wurde nicht bekannt.

Die Ermittler in Deutschland sind inzwischen überzeugt, dass das Madeleine McCann tot ist. Zu dieser Annahme äußern sich die Behörden in Portugal nicht. Die britische Polizei geht weiter von einem Vermisstenfall aus. Bei den Ermittlungen zum Fall hat die portugiesische Polizei nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen unter anderem auch zahlreiche Bewohner der Region befragt. Portugiesische Medienberichte, wonach man dabei Indizien für eine mutmaßliche Verwicklung des verdächtigen Deutschen gesammelt habe, hat die portugiesische Kripo bislang nicht kommentiert.

Fall Maddie McCann: Polizei sucht nach ihrer Leiche in Brunnen in Portugal

Update vom Samstag, 11.07.2020, 14.20 Uhr: Nach Angaben der portugiesischen Tageszeitung Correio da Manhã hat die portugiesische Polizei in den vergangenen Wochen drei Brunnen an der Algarve-Küste nach der Leiche von Maddie McCann abgesucht. Demnach befinden sich die Brunnen im Bereich des Ortes Vila do Bispo, rund 16 Kilometer entfernt von Praia da Luz, wo Maddie am 03. Mai 2007 verschwand. Wie Correio da Manhã weiter berichtet, waren an der Suche auch Spezialkräfte der Feuerwehr und Taucher beteiligt. Bisher verlief die Suche allerdings erfolglos.

VermisstenfallMadeleine McCann
Ort (vermisst in)Luiz, Portugal
Startdatum (vermisst seit)3. Mai 2007
Einstellung der Ermittlungen Juli 2008
Wiederaufnahme der Ermittlungen2012

Die Ermittler gehen der Vermutung nach, dass der Deutsche Christian B. die kleine Maddie McCann nach ihrer Ermordung in einem Brunnen versteckt hat. Vila do Bispo ist über die Nationalstraße N125 mit Praia da Luz verbunden und daher schnell und einfach zu erreichen. Bisher bestreitet Christian B. jeglich Beteiligung an dem Verschwinden von Maddie McCann. Sicher scheint nur, dass sich der verurteile Sexualstraftäter Christian B. im Jahr 2007 ohne festen Wohnsitz an der Algarve aufgehalten hat.

Erneut schwere Anschuldigungen gegen Christian B. im Fall Maddie McCann

Update vom Dienstag, 07.07.2020, 10.43 Uhr: Hat der Deutsche Christian B. die kleine Maddie McCann entführt und getötet? Dieser Frage spüren internationale Ermittler noch immer nach. Während der Verteidiger des Verdächtigen eine Vorverurteilung seines Mandanten beklagt, melden sich nämlich immer wieder mögliche Zeugen mit teils schweren Anschuldigungen zu Wort. So gaben nun etwa mehrere Eltern beim portugiesischen TV-Sender RTP an, Christian B. habe ihre Kinder sexuell missbraucht.

Im Zuge der weltweiten Berichterstattung wollen die Portugiesen von der Algarve das Gesicht des inhaftierten 43-Jährigen wiedererkannt haben. Möglich ist das, weil viele Medien inzwischen unverpixelte Bilder von Christian B. zeigen – trotz der rechtlich geltenden Unschuldsvermutung im Fall Maddie McCann.

Fall Maddie McCann: Christian B. soll Kinder auf Spielplatz in Portugal belästigt haben

In Interviews innerhalb der halbstündigen TV-Show behaupten die Eltern nun, Christian B. habe sich 2017 auf einem Spielplatz im portugiesischen São Bartolomeu de Messines vor vier Kindern entblößt und selbst befriedigt. Die Kinder seien Mädchen gewesen, alle jünger als 14 Jahre, heißt es. Dem Bericht zufolge soll die Polizei den Deutschen sogar festgenommen haben. Der Fall soll aber strafrechtlich nicht weiter verfolgt worden sein.

Bekannt ist, dass der verurteilte Sexualstraftäter Christian B. vor und nach dem Verschwinden der damals dreijährigen Maddie McCann in Portugal lebte. Das war im Mai 2007. Zurzeit sitzt er wegen eines Drogendelikts in Deutschland im Gefängnis. Die Ermittlungen gegen ihn laufen auf Hochtouren.

Fall Maddie: Christian B. soll kurz vor ihrem Verschwinden eine schreckliche Ankündigung gemacht haben

Update vom Montag, 06.07.2020, 10.59 Uhr: Immer mehr Details zum Fall Maddie McCann und dem Verdächtigen Christian B. kommen ans Licht. So soll B. einen Tag vor dem Verschwinden der damals Dreijährigen eine schreckliche Ankündigung gemacht haben.

„Ich werde etwas Schlimmes tun!“, soll Christian B. gegenüber seiner deutschen Bekannten am 2. Mai 2007 gesagt haben. Das berichtet „Bild.de“ unter Berufung auf einen Beitrag des portugiesischen Fernsehsenders „RTP“. B. soll zudem 22 Jahre lang in Portugal gelebt haben. In dieser Zeit sei er in seinem Camper auch viel durch Europa gereist. Den VW-Bus habe er laut dem Bericht einem deutschen Mechaniker abgekauft, der in Portugal einen illegalen Schrottplatz betrieben haben soll.

Der 70-jährige Schrotthändler sei außerdem die einzige Person, die Christian B. im portugiesischen Gefängnis besucht haben soll. B. soll damals wegen des Diebstahls von Sprit inhaftiert worden sein. Zwischen April und Dezember 2006 habe er deshalb in dem Gefängnis eingesessen.

Maddie McCann: Anwalt von Christian B. greift Staatsanwaltschaft an

+++ Sonntag, 05.07.2020, 17.37 Uhr: Das Vorstrafenregister des im Fall Maddie McCann Verdächtigen Christian B. beinhaltet nicht nur Drogendelikte, sondern auch sexuellen Missbrauch. Als Christian B. erst 17 Jahre alt war, soll er ein damals sechs Jahre altes Mädchen in Bayern missbraucht haben. Dafür hat er eine 14-monatige Gefängnisstrafe verbüßt. Wie die „Bild“ berichtet, gibt es nun neue, schreckliche Vorwürfe gegen den Tatverdächtigen Christian B.

2017 soll B. sich abermals des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht haben. Die „Bild“ berichtet, dass Eltern von mutmaßlichen Missbrauchsopfern im portugiesischen Fernsehen erklären, es sei Christian B. gewesen, der im Jahr 2017 vier minderjährige Mädchen sexuell belästigte. Der Verdächtige im Fall Maddie soll sich an einem Kinderspielplatz in der Nähe seines damaligen Wohnortes Foral herumgeschlichen und sich vor den Augen der Kinder selbst befriedigt haben. Ob Christian B. deswegen angeklagt wurde, ist ungewiss, angeblich habe die portugiesische Polizei den Mann jedoch festgenommen.

Fall Maddie: Anwalt von Christian B. attackiert die Staatsanwaltschaft

+++ 16.42 Uhr: Der Anwalt des Verdächtigen im Fall Maddie, Christian B., hat nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig scharf kritisiert. „Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben“, sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher dem Sender RTL/n-tv. Auf den beweisgestützten Verdacht der Staatsanwaltschaft sei er sehr gespannt. „Ich halte diese Aussage der Staatsanwaltschaft Braunschweig für unheimlich gewagt.“

Fülscher verteidigt Christian B. zusammen mit dem Hamburger Rechtsanwalt Johann Schwenn. Fülscher sagte, Christian B. sei völlig anders als in der Öffentlichkeit dargestellt. „Ich erlebe ihn als sehr ruhigen und freundlichen Gesprächspartner.“ Sein Mandant wolle auf sein Anraten hin weiter keine Angaben zu den Vorwürfen im Fall Maddie machen.

Rätselhafter Anruf im Fall Maddie: BKA erhält vielversprechenden Hinweis

+++ 12.04 Uhr: Im Fall Maddie sind während der TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF bereits 16 neue Hinweise eingegangen. Einer davon war wohl besonders vielversprechend und hatte mit der vom BKA gesuchten portugiesischen Handynummer zu tun.

Alfred Hettmer vom LKA München erklärte: „Darunter befand sich ein Hinweis auf einen möglichen Ansatz, die Handynummer zu ermitteln. In Portugal besteht die Möglichkeit, das Handy an den Multibanker-Automaten aufzuladen.“ Vielleicht hätten Banken damals eine solche Registrierung der Handynummer vorgenommen.

Rätselhafter Anruf im Fall Maddie: Das BKA sucht jetzt eine bestimmte Handynummer

+++ Donnerstag, 02.07.2020, 10.18 Uhr: Mehr als 800 Hinweise sind im Fall der vermissten Maddie McCann seit Anfang Juni beim Bundeskriminalamt (BKA) eingegangen. Das sagte BKA-Ermittler Christian Hoppe in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Das Verschwinden der damals dreijährigen Maddie war am Mittwochabend (01.07.2020) zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Thema in der TV-Sendung. Einige Hinweise seien jetzt schon als weiterführend für die Ermittlungen zu bezeichnen, sagte Hoppe.

Der 43 Jahre alte Christian B. wird verdächtigt, das Mädchen im Mai 2007 entführt zu haben. Er steht unter Mordverdacht, die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt. Auf seine Spur kamen die Ermittler nach eigenen Angaben schon durch einen Hinweis nach einer ZDF-Sendung zum Fall Maddie im Oktober 2013.

Fall Maddie: BKA sucht Nutzer von portugiesischer Handynummer

Am 3. Mai 2007 soll der Verdächtige zu einer „tatrelevanten“ Zeit im portugiesischen Praia da Luz mit dem Handy telefoniert haben. Die Fahnder sind daher immer noch auf der Suche nach der Nutzerin oder dem Nutzer der portugiesischen Handynummer +351 912 730 680, die am Mittwoch auch bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF eingeblendet wurde. BKA-Ermittler Hoppe rief alle Zuschauer, die bis Juni 2007 Kontakt zu portugiesischen Telefonnummern hatten, dazu auf, in ihren alten Handys, Telefonbüchern oder Rechnungen nach der Nummer zu suchen. Auf Nachfrage wollte er sich nicht dazu äußern, ob die vorliegenden Indizien gegen den 43-jährigen Christian B. im Fall Maddie bereits für eine Anklage ausreichen.

Fall Maddie: Rudi Cerne im Gespräch mit einem Ermittler vom BKA. 

Aktenzeichen XY im ZDF zum Fall Maddie: Verdächtiger Christian B. erhielt rätselhaften Anruf

Erstmeldung vom Mittwoch, 01.07.2020, 14.17 Uhr: Mainz – Der Fall Maddie McCann ist an diesem Mittwoch (01.07.2020) um 20.15 Uhr erneut Thema bei der TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF. In einer Liveschalte mit Christian Hoppe vom Bundeskriminalamt (BKA) geht es um die Frage, wem die Nummer einer portugiesischen Prepaid-Karte gehört, mit der der Tatverdächtige Christian B. im Mai 2007 Kontakt hatte.

Im Interview mit „focus.de“ sagte ZDF-Moderator Rudi Cerne: „Ich (...) bin sehr gespannt auf das, was das BKA am Mittwoch berichten und fragen wird.“ Die Sendung vor einem Monat habe ein gewaltiges Echo ausgelöst. Fast 1000 Hinweise aus der Bevölkerung seien bei den BKA-Ermittlern eingegangen. „Ich habe den Eindruck, dass da jetzt was Wichtiges passiert“, führte Cerne aus.

Aktenzeichen XY … ungelöst
Erstausstrahlung: 20. Oktober 1967
Jahr(e): seit 1967
Ausstrahlungsturnus: zwölfmal jährlich; (mittwochs, 20:15 Uhr)
Produktion: Martin Groß
Sender: ZDF
Präsentiert von: Eduard Zimmermann, Peter Nidetzky

Fall Maddie McCann: ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ wichtig für Ermittler

Anfang Juni hatte der Fall Madeleine „Maddie“ McCann rasant an Fahrt aufgenommen. Seit 13 Jahren gilt das damals dreijährige britische Mädchen als vermisst. Maddie war im Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Die verzweifelte Suche der Eltern erfuhr eine beispiellose mediale Aufmerksamkeit. Weltweit nahmen Menschen Anteil am Schicksal der Familie. Aber obwohl das Arzt-Ehepaar Gary und Kate McCann die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seiner Tochter nie aufgab, wurde es mit der Zeit leise um den Fall Maddie – bis zum 3. Juni 2020.

An einem Mittwochabend ließ das BKA in Wiesbaden die Bombe platzen und verkündete, dass man gegen einen 43-jährigen  Deutschen aus Braunschweig ermittle. Die Staatsanwaltschaft ist sich mittlerweile sicher, dass Christian B. Maddie McCann entführt und getötet hat. Schon am Tag nach dieser spektakulären Enthüllung rief der BKA-Beamte Christian Hoppe in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ die Zuschauer auf, sich mit Hinweisen zu melden. Etliche folgten diesem Aufruf.

„Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF: TV zu rätselhaftem Anruf im Fall Maddie McCann

In den Wochen darauf meldeten sich über die Medien Bekannte, Nachbarn und die Ex-Freundin des Verdächtigen Christian B. zu Wort. Der TV-Sender RTL zeigte eine ganze Spezial-Sendung zu Maddie McCann, in der Insider über den schon mehrfach wegen Sexualstraftaten an Kindern vorbestraften Häftling auspackten.  Derzeit sitzt dieser wegen Drogenhandels im Gefängnis. Ein Verfahren wegen der Vergewaltigung einer damals 72-jährigen US-Amerikanerin steht kurz vor dem Abschluss. Christian B. soll sich an der Frau vergangen haben – in demselben Ort, in dem etwa anderthalb Jahre später Maddie McCann entführt wurde. Zwischen 1995 und 2007 soll der Tatverdächtige regelmäßig an der Algarve im Süden Portugals gelebt haben, wo Maddie sein Opfer geworden sein soll.

Bei der TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“, die ab 20.15 Uhr im ZDF zu sehen sein wird, geht es nun um einen Telefonanruf, den Christian B. am Abend von Maddie McCanns Verschwinden erhalten haben soll. Die Nummer +351 912 730 680 mit portugiesischer Ländervorwahl soll den Tatverdächtigen kontaktiert haben. Der Anruf wurde in der Region um Praia de Luz entgegengenommen. Die Ermittler glauben, der Anrufer könne ein wichtiger Zeuge sein. Sie wollen bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ außerdem auf die neuesten Entwicklungen in dem Fall Maddie eingehen. Und vielleicht bewahrheitet sich die Prognose von Moderator Rudi Cerne ja und der entscheidende Hinweis geht endlich ein. (ag/kke)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Metropolitan Police/dpa

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