Urlaub trotz Coronavirus? 

Sommerurlaub 2020 in Gefahr: Regierung verlängert Reisewarnung für etliche Länder

Für Reisen innerhalb der EU gilt ab dem 15. Juni nur noch ein Reisehinweis. Für 160 andere Länder wurde die Reisewarnung wegen des Coronavirus aber verlängert.

  • Die bis zum 14. Juni geltende Reisewarnung wegen des Coronavirus soll für 160 Länder bis Ende August verlängert werden.
  • Damit wird von einem Sommerurlaub in diesen Ländern dringend abgeraten.
  • Für die EU-Staaten und wenige andere gilt ab dem 15. Juni nur noch ein Reisehinweis, wodurch ein Urlaub dort möglich ist.
Wie sieht es nun mit dem Sommerurlaub aus? Können wir trotz Coronavirus* wegfahren oder bleibt es bei Urlaub an Ost- und Nordsee*? Diese Fragen stellen sich gerade viele. Für EU - Staaten gilt ab dem 15. Juni nur noch ein Reisehinweis, für 160 andere Länder wurde die Reisewarnung bis Ende August verlängert, wie RUHR24.de* berichtet (alle Service-Themen bei RUHR24.de*).

Staatenverbund

Europäische Union

Einwohnerzahl

447,1 Mio.

Bevölkerungsdichte

102 Einwohner pro km²

Index der menschlichen Entwicklung

0.899 (2017)

Mitgliedstaaten

27 Mitgliedstaaten

Gründung

1. November 1993, Maastricht, Niederlande

Gründer

Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg

Reisewarnung für 160 Länder wegen Coronavirus verlängert: Und der Sommerurlaub?

Indem die Bundesregierung die bisher nur bis zum 14. Juni angesetzte Reisewarnung, für 160 Staaten verlängert, bringt sie Klarheit in die Sommerurlaubsplanung. Bis zum 31. August wolle man vor einer Reise in 160 Länder weiterhin warnen.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur erfahren haben will, soll ein Kriterienkatalog allerdings die Möglichkeit von Ausnahmen bieten. Etwa anhand des Ausmaßes des Infektionsgeschehens, der Situation und Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie der Verlässlichkeit der Daten eines Landes soll beurteilt werden, ob man die Reisewarnung lockern könne.

Weltweite Reisewarnung wegen des Coronavirus gilt noch bis zum 14. Juni

Im März schien es, als ob es für den Sommerurlaub in diesem Jahr kaum noch eine Chance geben würde. Am 17. März sprach Deutschlands Außenminister Heiko Maas eine weltweite Reisewarnung für Touristen für alle rund 200 Länder der Welt aus. Wegen der Coronavirus-Pandemie.

Eine Warnung, die die komplette Welt betrifft, hatte es zuvor noch nie gegeben, vor allem nicht wegen einer Pandemie. Bisher wurden Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt nur für Länder ausgesprochen, in denen eine Gefahr für Leib und Seele bestand, etwa Kriegsgebiete.

Reisewarnung und Reisehinweise wegen des Coronavirus: Was bedeutet das für den Sommerurlaub?

Bis zum 14. Juni wurde diese Reisewarnung angesetzt. Am 3. Juni wurde dann bekannt gegeben, dass man die Reisewarnung ab dem 15. Juni für ausgewählte Länder in einen Reisehinweis ändern will. Diese Reiselockerung betrifft die 26 Länder der Europäischen Union sowie Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, Island, Norwegen die Schweiz und Liechtenstein.

Heiko Maas erklärte, dass man sich innerhalb der EU dennoch eng miteinander abstimmen möchte und Empfehlungen von der individuellen Situation vor Ort abhängig mache. Doch was bedeuten diese Reisewarnungen, Hinweise und Lockerungen nun für den Sommerurlaub?

Sommerurlaub in EU-Staaten möglich: Aber mit Einschränkungen

Ein Sommerurlaub innerhalb der EU ist mit der Lockerung der Reisewarnung nicht mehr ausgeschlossen, sondern möglich. Ab dem 15. Juni soll auch die Einreise aus anderen EU-Staaten quasi wieder so ablaufen, wie vor der Coronavirus-Pandemie. Innenminister Horst Seehofer erklärte, dass man die Binnenkontrollen bis zum 15. Juni runterschrauben möchte.

Gleichzeitig rief Maas jedoch auch ins Gedächtnis, dass es jetzt auf "die Eigenverantwortung des Einzelnen" ankomme. Mit der Freiheit, die man nach den Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie zurückbekommt, müsse man verantwortungsvoll umgehen. Es werde nicht der gleiche Urlaub sein, wie noch vor einem Jahr.

Sommerurlaub trotz Coronavirus? Die Verlängerung der Reisewarnung für 160 Länder bringt Klarheit.

Hygienemaßnahmen und sonstige Regelungen müssten weiterhin beachtet werden - auch im Urlaub. Um es leichter zu machen, sich für oder gegen einen Urlaub zu entscheiden, wolle man zu jedem Land die bestmöglichen verfügbaren Informationen bereitstellen.

Verlängerte Reisewarnung für 160 Länder lässt Sommerurlaube platzen

Klar ist auch: Eine zweite Rückholaktion von Urlaubern, die wegen des Coronavirus in einem anderen Land gestrandet sind, werde es nicht geben.

Und ein Urlaub in den 160 Ländern, für die die Reisewarnung noch weiterhin bis Ende August gelten wird? Tja, von Einreisen in diese Länder allein aus touristischen Gründen wird weiterhin abgeraten.

Dies betrifft auch Urlaubsländer, die bei den Deutschen sehr beliebt sind, wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien. Die Verlängerung der Reisewarnung in diese Länder stellt nicht nur einen herben Rückschlag für alle die dar, die sich schon am Strand in diesen Ländern gesehen haben, sondern besonders auch für die Tourismusbranche an diesen Orten, die wohl mit einem deutlich eingeschränkten Betrieb rechnen muss.

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az

Rubriklistenbild: © Steve Parsons/Philipp Herder/dpa; Collage: RUHR24

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