Perverser Nachbar

Perverser Zahnarzt! Was Mediziner heimlich mit Patientinnen macht, ist absolut abstoßend

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Wie krank kann ein Mensch sein? 

Ein Kölner Zahnarzt treibt über Jahrzehnte ein perverses Spiel: Er filmt seine Nachbarinnen im Schlafzimmer und beim Umziehen. Doch er dringt noch weiter in die Privatsphäre der Frauen ein.

Köln - Die eigenen vier Wände sind für die meisten ein Ort der Sicherheit, des Abschaltens und vor allem der Privatsphäre. Ob man sich umzieht oder Besuch empfängt - zu Hause sieht keiner, was man tut. Außer man wird gefilmt. Von einem Nachbarn. Nackt. Was sich ein Zahnarzt in Köln-Ehrenfeld erlaubt hat, definiert die Verletzung von Privatsphäre nochmal neu. Über Jahrzehnte hinweg filmt er mehrere Frauen in seinem Wohnhaus - keine der 69 gefilmten Frauen ahnt etwas.

Köln: Zahnarzt besitzt auch Kinderpornografie

Eine Sonderermittlungsgruppe stieß auf den perversen Mediziner, als sie das Netz nach Besitzern von Kinderpornografie durchforstete. Auch dazu hatte der Zahnarzt eine Neigung. Ohne diese hätte Tom S. (Name geändert) sein Spiel womöglich noch Jahre weiter getrieben. So kam die Polizei dem Täter über die Spezialeinheit auf die Schliche. Einmal ins Visier der Ermittler geraten, kommt es zur Wohnungsdurchsuchung in Köln. Neben einer vielteiligen technischen Ausrüstung finden die Polizisten etliche Videos. Darauf zu sehen sind die weiblichen Nachbarn im Haus und von Gegenüber.

Köln: 40-Jähriger filmt nackte Nachbarinnen

Auf den Bändern sind die Frauen nackt im Badezimmer, beim Anziehen oder beim Sex im Schlafzimmer zu sehen. Möglich machten diese Aufnahmen die Spezialkonstruktionen, die der Zahnarzt für seine Spionage errichtet hatte. Spiegel und Videokameras hat der 40-Jährige am Fenster seiner Wohnung angebracht, um die Bewohnerin im Haus Gegenüber aufzunehmen. Seine Stative, Objekte und Geräte stellte die Polizei bei der Wohnungsdurchsuchung im Januar 2018 sicher, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Köln: Diese Tat des Mediziners schockt die Polizei zutiefst

Und als wäre der Besitz von Kinderpornographie und das Filmen der nackten Nachbarinnen nicht genug, setzt der Zahnarzt ein weiteres Vergehen auf seine Liste: Hausfriedensbruch. Allerdings bricht der Mann nicht in Wohnungen ein, um Geld und Schmuck zu stehlen. Er will noch mehr von seinen Kölner Opfern sehen. Der 40-Jährige bohrt Löcher in die Wände und installiert Kameras in den Zimmern der Frauen, die er schon aus der Ferne gefilmt hatte. Zum Teil filmte sich der Mediziner auch selbst dabei, wie er im Schlafzimmer Sexspielzeug der Frauen aus den Schubladen holte und sich dabei vergnügte. Seine Dateien speichert Tom S. auf dem Rechner. In chronologischer Reihenfolge. Jedem seiner Filme gibt der Arzt einen Titel: „Knackarsch“, „Schamhügel“, „Quarkbeutel“, „Stute“ zählen laut dem Kölner Stadt-Anzeiger noch zu den harmloseren Beispielen. Drei Tage und Nächte in Dauerschleife brauchten Polizisten, um das Material zu sichten.

Zahnarzt filmt Frauen heimlich beim Liebesspiel - aber ein Detail schockt Polizei zutiefst

Köln: Zahnarzt schämt sich für seine Taten

„Ich schäme mich zutiefst. Meine Sexualität hat sich nur auf den Voyeurismus beschränkt,“ gesteht der 40-Jährige vor Gericht. In einer Beziehung sei der Zahnarzt noch nie gewesen. Mit gesenktem Blick betritt der Täter am Dienstag, den 23. Juli, mit seinem Anwalt den Gerichtssaal in Köln. Vor dem Amtsgericht wurde ihm der Prozess gemacht. Angeklagt ist der 40-Jährige wegen Hausfriedensbruch, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches und Besitz von Kinderpornografie. 

Tom S. ist den Tränen nahe und läuft rot im Gesicht an, als die Staatsanwältin die Anklagepunkte in Köln vorliest. das Privatleben des Täters lief seit jeher schief, wie er erzählt. der Vater war distanziert, die Mutter Alkoholikerin. in der Schule war Tom S. schon immer ein Außenseiter gewesen. Nur beruflich sieht er einen Lichtblick mit seinem Job als Zahnarzt.

Köln: Anklägerin setzt geforderte Strafe durch

Die Frau, die den Arzt am Ende anklagte, spricht von einer „menschen- und frauenverachtenden Haltung“, die der Voyeur durch die Taten gezeigt habe. Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten fordert die Anklägerin. Dieser Forderung kommt das Gericht in Köln nach. „Sie haben den Opfern enormen Schaden zugefügt und unglaubliche Male Grenzen überschritten“, begründen die Juristen das Urteil. Mittlerweile macht der Verurteile eine Therapie.

Ein Student stürzt während einer Wandertour und setzt einen Notruf aus dem Abgrund ab - neun Tage später macht die Polizei den Horror-Fund, wie extratipp.com* berichtet.

* extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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