News-Ticker

Corona in Österreich: Grenze zu Deutschland besonders betroffen, Tausende Fälle gemeldet - selbst am Sonntag

Österreich reagiert in der Coronavirus-Pandemie auf die steigenden Corona-Zahlen mit strikten Covid-19-Beschränkungen. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

Update vom 25. Oktober, 13.22 Uhr: Österreich bleibt von der Krise nicht verschont. Nach dem Rekordanstieg mit mehr als 3.000 Neuinfektionen am Samstag, bleiben die Corona-Zahlen weiterhin hoch. Am Sonntag wurden weitere 2.782 neue Fälle gemeldet. Allerdings wird am Wochenende üblicherweise weniger getestet beziehungsweise gemeldet. Die Zahl der Infektionen in Wien hat sich laut oe24.at in den vergangenen 24 Stunden um 686 Fälle erhöht.

Update vom 25. Oktober, 9.36 Uhr: Österreich hat am Samstag erneut einen Corona-Neuinfektions-Rekordwert verzeichnet (3614 Fälle binnen 24 Stunden) - und ab diesem Sonntag gelten daher deutlich strengere Restriktionen in dem Land. Einen Überblick über diese finden Sie in unserem Update vom 22. Oktober, 22 Uhr (siehe unten).

Die Sieben-Tage-Inzidenz* liegt in Österreich mittlerweile bei 172,1 (zum Vergleich: In Deutschland beträgt sie laut RKI aktuell 68,4). Besonders stark betroffen sind die an Deutschland grenzenden österreichischen Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg.(siehe Update vom 23. Oktober, 12.42 Uhr).

Ein wenig vergessen wird in der Corona-Krise oft die Kulturbranche (worauf die deutsche Band „Die Ärzte“ gerade in den „Tagesthemen“ der ARD aufmerksam machte) - und von den Verschärfungen bleibt die Szene auch in Österreich nicht verschont: Opern- oder Theaterbesucher müssen hier nun während der gesamten Vorstellung einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bisher durfte man die Maske am eigenen Platz ablegen.

Wiener Kaffeehauskultur in der Corona-Pandemie: Die österreichische Regierung verschärft die Maßnahmen wegen steigender Infektionszahlen erneut.

Corona in Österreich: Neu-Infektionen schießen massiv in die Höhe - neue Regeln ab Sonntag gültig

Update vom 24. Oktober, 17.25 Uhr: Die Corona-Zahlen schießen in Österreich weiter in die Höhe. Am Samstag wurden erstmals über 3000 neue Infektionen vermeldet. 3614 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden vermeldet das Portal oe24.at. Die meisten der neuen Fälle gibt es dabei erneut in der Hauptstadt Wien (970). Seit Beginn der Pandemie sind dadurch nun 78029 Personen mit Corona infiziert gewesen - 965 Menschen starben an den Folgen - 56971 sind wieder genesen. Aktuell befinden sich demnach 1177 Menschen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus - 175 von ihnen auf Intensivstationen. Zum Vergleich: In den Tagen zuvor waren innerhalb von 24 Stunden je knapp 2500 Menschen neu an dem Virus erkrankt.

Update vom 23. Oktober, 15.40 Uhr: Nachdem am Donnerstag 21 neue Gebiete (insgesamt 25) von der Ampel-Kommission auf rot gesetzt wurden, gilt nun ab Samstag in fast ganz Salzburg ein Veranstaltungsverbot. Auch bereits bewilligte Veranstaltungen sind betroffen. Ausnahmen gelten nur für bundesweite oder internationale Sportveranstaltungen im Spitzensport. Die Stadt Salzburg selbst ist bislang nicht betroffen. Ihre Corona-Ampel zeigt noch die Farbe orange. Am Sonntag treten zudem die bundesweiten, neuen Regelungen in Kraft (Update 22. Oktober, 22 Uhr).

Corona in Österreich: Neuer Anstieg der Zahlen - Hauptstadt weiterhin mit höchsten Neuinfektionen

Update vom 23. Oktober, 14.30 Uhr: Österreich verzeichnet erneut einen Anstieg der Corona-Fallzahlen. oe24 berichtet von 2.571 (Vortag: 2435) Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Mit 615 (Vortag: 659) Neuinfizierten und sechs Toten, führt Wien weiterhin die Liste innerhalb des Landes an.

Freitag, 23. Oktober, nach BundesländernNeuinfektionen mit dem Coronavirus (registrierte Fälle)
Wien615
Oberösterreich552
Tirol449
Steiermark314
Niederösterreich257

Corona in Österreich: Erfolg der Maßnahmen hängt von regionalen Unterschieden ab

Update vom 23. Oktober, 12.41 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Was waren die wichtigsten Erkenntnisse? Die Vorsitzende der Ampel-Kommission betont, dass auf regionale Umstände geachtet werden müsse.

So waren Ende August in Vorarlberg große Feiern im Gastrobereich ein Verbreitungsgrund. Die Gastro-Cluster seien durch die Maßnahmen erfolgreich bekämpft worden. Kritisch wäre jedoch eine Verlagerung der Feiern in den Freizeitbereich. So lasse sich nur regional bestimmen, ob Maßnahmen wirken und welche weiteren Einschränkungen nötig seinen. Ebenso gilt es für die vorgelagerte Sperrstunde in Wien, die von vielen kritisiert wird.

Corona in Österreich: Anschober reagiert auf SPÖ-Kritik - „Sorgen sind unangebracht“

Update vom 23. Oktober, 12.20 Uhr: Die Teilnehmer der Pressekonferenz sehen die Kontaktverfolgung als wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie. Diese Maßnahme werde, anders als in den Niederlanden, wo die Kontaktverfolgung bereits aufgegeben wurde, nicht aufgegeben. Lediglich müsste das Personal aufgestockt werden.

Ebenso sieht es beim Personal der Krankenhäuser aus. Nicht die Intensivbetten seien entscheidend, die ausreichend zur Verfügung ständen, sondern das Personal in den Spitälern. Hier bezieht sich der Gesundheitsminister auch auf die Kritik der SPÖ. Diese prangerte die Kürzungen im Gesundheitswesen an. Anschober betont: „Sorgen sind unangebracht.“ Die Zahlen seien rein formal. Es wäre jedoch garantiert, dass kein Euro in der Pandemie im Gesundheitswesen „weggespart“ werde. Es gäbe bereits Schlussgespräche, welchen Budgetausgleich es aufgrund der reduzierten Einnahmen geben müsse. Es werde keine Zusatzbelastungen für Patienten und sogar eine Qualitäts-Verbesserung geben, so der Minister.

Österreich: Kritik an neuen Corona-Maßnahmen - doch rote Gebiete weiterhin unter Kontrolle

Update vom 23. Oktober, 12.04 Uhr: Immer wieder gibt es auch Kritik an den neuen Maßnahmen der österreichischen Regierung. Neben der verspäteten Rechtskräftigkeit, sehen manche die Alkohol-Einschränkungen kritisch. Laut der neuen Verordnung dürfen alkoholische Getränke nach der Sperrstunde nur noch außerhalb eines Umkreises von 50 Metern von Gaststätten konsumiert werden. Der Gesundheitsminister erklärt dies damit, dass Feiern häufig nach der Sperrstunde vor den Gaststätten weitergehen. Kritisch sehen manche dies jedoch in kleineren Orten. Dort wäre diese Maßnahme einem Alkoholverbot gleichzusetzen. Der Gesundheitsminister verweist hier auf regionale Bestimmungen.

Auch ein Abschnitt in der 1-Meter-Regel wirft Fragen auf. Denn die Verordnung enthält einen Absatz, dass die Maßnahme „nicht unter Wasser“ gilt, so oe24. Der Grund der Anmerkung wird nicht klar.

Update vom 23. Oktober, 11.43 Uhr: Österreich hat am Donnerstag 21 neue Gebiete durch die Ampel-Kommission auf Stufe rot gesetzt. Die Vorsitzende der Kommission erklärte nun jedoch, dass in den Großteilen der roten Gebiete die Inzidenzwerte zwar sehr hoch seinen, die Cluster der Neuinfektionen jedoch gut kontrollierbar. Durch eine hohe Testrate könnten Infektionen schnell erkannt werden. Die Testrate führe zudem auch zu höheren Raten, als im Frühjahr.

Corona in Österreich: Gesundheitsminister spricht von „sehr sehr ernster“ Lage in der Pressekonferenz

Update vom 23. Oktober, 11.31 Uhr: Rudolf Anschober spricht erneut die neuen Maßnahmen der Regierung an. Grundsätzlich gelten weiterhin natürlich die Basismaßnahmen, Abstand und Hygiene. Auch die Corona-App sei erfolgreich. Während die Effektivität in Deutschland angezweifelt wird, habe die App bereits 1100 rote Warnungen ausgegeben. Er hoffe jedoch auf weitere Installationen und mehr Menschen, die sich beteiligen.

In den neuerdings 25 Rote-Ampelbezirken werden neue regionale Maßnahmen geplant werden (Update 9.40 Uhr). Die Bundesmaßnahmen, die nun beschlossen werden, werden am Sonntag in Kraft treten. Die verzögerte Rechtskräftigkeit der Neuerungen, die von vielen kritisiert wird, erklärt der Gesundheitsminister mit den „umfassenden Eingriffen“, die nun für manche Personengruppen auftreten.

Update vom 23. Oktober, 11:15 Uhr: Der Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht nun live in der Pressekonferenz. Die Lage sei „sehr sehr ernst“, betont der Politiker und die Pandemie noch nicht am Höhepunkt. Die Regierung versuche jedoch einen erneuten Lockdown zu verhindern. Die Chancen dafür stehen gut, so der Minister. Denn die Maßnahme, wäre die letzte, die wahrgenommen werden solle. Auch in den Krankenhäusern sei die Lage noch stabil. Die Auslastung der Intensivbetten steige, doch es sei Luft nach oben. Aktuell liegt die Auslastung bei 12 Prozent.

Corona in Österreich: SPÖ kritisiert Maßnahmen der Regierung - „Anschlag auf die Spitäler“

Update vom 23. Oktober, 11:10 Uhr: Am Donnerstag hat die Regierung neue Maßnahmen vorgestellt, nun kommt Kritik von der SPÖ. Die Epidemiologin und SPÖ-Politikerin Pamela Rendi-Wagner kritisiert die Kürzungen im Gesundheitssystem. „Wir sind mitten in einer 2. Welle“, so die Politikerin. In dieser Zeit dürfte man die Gelder nicht kürzen. Es wäre ein „Anschlag auf die Spitäler“ und ein „gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Österreicher. Auch Politiker Thomas Szekeres betonte, Österreich habe „noch ein gutes Gesundheitssystem“, doch die Gelder müssten von den Einnahmen entkoppelt werden, um weiter problemlos handeln zu können.

Update vom 23. Oktober, 9.40 Uhr: Nachdem in Österreich zahlreiche neue Maßnahmen beschlossen wurden (Update 22. Oktober, 22 Uhr), hat am Donnerstag auch die Corona-Ampel-Kommission erneut neue Einstufungen beschlossen. Bereits vergangene Woche waren die vier Gebiete Innsbruck Stadt und Land, Hallein und Wels auf rot geschaltet worden. Nun wurden 21 weitere Bezirke auf Rot gestellt, wie oe24 berichtet.

Es handelt sich um fünf Gebiete in Niederösterreich, sieben in Oberösterreich, vier in Salzburg, fünf Bezirke in Tirol, sowie zwei in der Steiermark und ein Tal in Vorarlberg. Diese Gebiete kommen teils auf eine 7-Tage-Inzidenz von über 200. Wien bleibt mit einem Wert von 163 derzeit bei orange.

Österreich: Neue Corona-Regelungen in Österreich - Kurz trifft überraschende Entscheidung

Update vom 23. Oktober, 6.32 Uhr: Jetzt sollen die strikten neuen Corona-Regeln in Österreich (einen Überblick über sie liefert das vorherige Update) überraschenderweise doch erst ab diesem Sonntag gelten. Das gab das österreichische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend bekannt. Die Regierung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte ursprünglich angekündigt, dass die strengeren Maßnahmen schon ab diesem Freitag gelten sollten.

Ein Klebestreifen im Kassenbereich einer österreichischen Seilbahn fordert zur Einhaltung des Abstandes ein - die Zahl der Corona-Fälle in dem Land steigt weiter an.

Update vom 22. Oktober, 22 Uhr: Sie ist tatsächlich da - die neue Corona-Verordnung Österreichs. Mit mehrstündiger Verspätung hat das österreichische Gesundheitsministerium an diesem Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr die neuen Regeln und Vorschriften für die Alpenrepublik veröffentlicht.

Wir fassen die wichtigsten Punkte aus den neuen Maßnahmen gegen das Coronavirus aus einem Bericht des Nachrichtenportals oe24.at zusammen:

  • Mund-Nasen-Schutz: Mundschutzmasken müssen künftig auch bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen drinnen und draußen sowie zum Beispiel in Unterführungen getragen.
  • Mundschutzmasken: Der Mund-Nasen-Schutz muss zudem künftig verbindlich eng anliegen und verpflichtend in U-Bahn-Stationen (und nicht nur den Wagons), an Bahnsteigen, Haltestellen, Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden.
  • Gesichtsvisiere: Zum 7. November werden die umstrittenen Face Shields* nicht mehr als Corona-Schutz akzeptiert.
  • Verschärfte Abstandsregeln: Auch im Freien ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.
  • Gastronomie: An Tischen dürfen nur noch bis zu sechs Personen sitzen. Kneipen, Bars und Restaurants müssen ferner einen Covid-19-Beauftragten bestellten. Nach der Sperrstunde dürfen alkoholische Getränke nur noch im Umkreis von 50 Metern zu den Lokalen konsumiert werden.
  • Veranstaltungen: Events im Freien, zum Beispiel Spiele der österreichischen Bundesliga, werden trotz zugewiesener Sitzplätze auf 1500 Zuschauer und Besucher beschränkt. Im Inneren auf 1000 Personen.

Die meisten der Corona-Maßnahmen sollen Sonntagnacht, 0 Uhr (25. Oktober), in Kraft treten.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Anschober kritisiert deutsche Risikogebiets-Einstufung

Update vom 22. Oktober, 20.50 Uhr: Österreichs Gesundheitsminister Rudolf „Rudi“ Anschober hat sich verärgert darüber gezeigt, dass Nachbar Deutschland acht von neun Bundesländern der Alpenrepublik zu Corona-Risikogebieten erklärt hat.

„Ich bin persönlich kein Freund der inflationären Reisewarnungen, weil uns das in Europa nicht weiterbringt“, sagte der Grünen-Politiker bei einer Pressekonferenz in Wien. Einzig Kärnten gilt aus deutscher Perspektive derzeit nicht als Covid-19-Risikogebiet.

Corona-Risikogebiete laut RKILandeshauptstadtEinwohner Bundesland (circa)
WienWien1,9 Millionen
NiederösterreichSt. Pölten1,68 Millionen
OberösterreichLinz1,49 Millionen
SteiermarkGraz1,25 Millionen
TirolInnsbruck760.000
SalzburgSalzburg560.000
VorarlbergBregenz400.000
BurgenlandEisenstadt295.000

Update vom 22. Oktober, 19 Uhr: Corona-Alarm an den Grenzen zwischen Österreich und Deutschland. Insbesondere in den Grenzregionen zwischen Baden-Württemberg sowie Bayern und ihren österreichischen Nachbarn steigt die 7-Tage-Inzidenz an Coronavirus-Neuinfektionen schier ungebremst.

So wies Tirol zuletzt einen Wert von 177,7 auf, Vorarlberg kam auf einen Wert von 200,4 - nirgends war die 7-Tage-Inzidenz jedoch höher als in Salzburg (227,5), das nur knapp 30 Kilometer vom deutschen Corona-Hotspot Berchtesgadener Land entfernt liegt.

Ausblick auf Lindau: die Pfänderbahn an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland.

Am Bodensee liegen indes das bayerische Lindau (rund 25.000 Einwohner) und die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz (ca. 30.000 Einwohner) in direkter Nachbarschaft - über die B31 sind es gerade mal 15 Kilometer.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Wien wieder mit den meisten Corona-Neuinfektionen

Update vom 22. Oktober, 18 Uhr: Die Hauptstadt bleibt ein Corona-Hotspot in Österreich. So wurden an diesem Donnerstag die meisten Neuinfektionen mit dem heimtückischen Coronavirus einmal mehr in Wien gemeldet.

Donnerstag, 22. Oktober, nach BundesländernNeuinfektionen mit dem Coronavirus (registrierte Fälle)
Wien659
Oberösterreich471
Niederösterreich403
Tirol338

Update vom 22. Oktober, 17.45 Uhr: Die neue Corona-Verordnung Österreichs ist noch nicht raus, da sickern schon erste Details durch. Und die haben es in sich.

Wie das Nachrichtenportal oe24.at berichtet, sollen in der Alpenrepublik die umstrittenen Gesichtsvisiere verboten werden, die sogenannten „Face Shields“. Ferner soll wieder die Abstandsregeln von einem Meter wieder eingeführt werden.

Im Entwurf des Gesundheitsministeriums aus Wien heißt es demnach: „Beim Betreten öffentlicher Orte im Freien ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.“ Bundesgesundheitsminister Rudolf „Rudi“ Anschober (Die Grünen) bestätigte diesen Passus bereits als „rechtsverbindliche Vorgabe“.

Bundesgesundheitsminister Österreichs: Rudolf „Rudi“ Anschober.

Es wird spektakulär: So dürfen Getränke nach der Sperrstunde im Umkreis von 50 Meter rund um Lokale, Bars, Kneipen, Wirtshäuser und Restaurants nicht mehr konsumiert werden.

Mehr noch! Die Maskenpflicht soll ab Freitag auch für Mannschaftssportarten gelten. oe24.at zitiert aus dem Entwurf aus dem Gesundheitsministeriums: „Bei der Ausübung von Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt.“

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Neuer Rekord bei Corona-Infektionen

Erstmeldung vom 22. Oktober: Wien - Österreich, der 22. Oktober: Im ganzen Land wurden dem Gesundheits- und Innenministerium zufolge binnen 24 Stunden 2435 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert - ein neuer Rekordwert. 

Die 7-Tages-Inzidenz* lag in der Hauptstadt Wien bei 163,4. Weitere Hotspots: Niederösterreich (107,8), Oberösterreich (132,3), Tirol (177,7), Vorarlberg (200,4) und Salzburg (227,5) - also fast alle Bundesländer.

1002 Infizierte in dem 8,8-Millionen-Einwohner-Land befinden sich demnach aktuell in der Klinik, 161 von ihnen auf Intensivstationen. Weitere Zahlen liefert das österreichische Corona-Dashboard.

Vor diesem Hintergrund berichtet das Nachrichtenportal oe24.at, dass die Kommission für die österreichische Corona-Ampel* erwägt, 21 weitere Bezirke auf die Alarmstufe „Rot“ zu schalten. Stand Donnerstag, 22. Oktober, waren vier Bezirke in dieser Warnstufe kategorisiert.

Coronavirus in Österreich: Kurz-Regierung beschließt striktere Corona-Maßnahmen

Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hatte am Donnerstag die Liste der Risikogebiete in Europa erneut deutlich ausgeweitet - aus Österreich sind nun acht von neun Bundesländern betroffen. Nur Kärnten gilt nicht als Risikogebiet. 

Aufgrund der Infektionslage hat Österreichs Regierung diese Woche weitere Corona-Beschränkungen beschlossen: Von Freitag (23. Oktober) an soll die Teilnehmerzahl bei öffentlichen Veranstaltungen weiter begrenzt werden.

Unter freiem Himmel dürfen statt bisher 3000 maximal 1500 Menschen zusammenkommen, in Innenräumen gilt eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern. Für Großveranstaltungen gilt eine Maskenpflicht und ein Bewirtungsverbot.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat wegen der Corona-Infektionslage in dem Land strengere Restriktionen verkündet.

Coronavirus in Österreich: Kanzler Kurz warnt vor „6000 Neuinfektionen pro Tag“

Die neuen Einschränkungen betreffen unter anderem die österreichische Fußball-Bundesliga und Einrichtungen wie die Staatsoper. Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze dürfen laut der Nachrichtenagentur APA künftig in Innenräumen höchstens sechs Menschen zusammenkommen und draußen maximal zwölf.

Bei höheren Teilnehmerzahlen muss die Veranstaltung den Behörden gemeldet werden. „Das gilt überall“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz laut APA. „Das betrifft das Restaurant genauso wie den Yoga-Kurs.“

Kurz mahnte die Bürger eindringlich, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. Die nächsten Monate würden ein „rot-weiß-roter Kraftakt“, sagte der Kanzler mit Bezug auf Österreichs Landesfarben.

„Wenn der Trend so weitergeht, haben wir 6000 Neuinfektionen pro Tag im Dezember“, warnte Kurz. (dpa/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe / POOL / AFP

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