Vergleichbare E-Mails

Nächste Bombendrohung: Weitere Moschee in Deutschland evakuiert - Ermittler stehen vor Rätsel

Die Polizei musste vier Moscheen in Nordrhein-Westfalen evakuieren.
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Die Polizei musste vier Moscheen in Nordrhein-Westfalen evakuieren.

Bombendrohungen in Essen, Unna und Hagen: Am Mittwoch wurden drei Moscheen evakuiert. Nun wurde auch in Bielefeld die Polizei alarmiert.

  • In Nordrhein-Westfalen mussten vier Moscheen evakuiert werden.
  • Glaubenshäuser in Essen, Unna, Hagen und Bielefeld erhielten Droh-Mails.
  • Die Polizei in Essen sperrte das Stadtgebiet um die Moschee.

Update 22. September 2020, 14.05 Uhr: Am Dienstag sorgte ein an Karl Lauterbach adressiertes Paket im Bundestag für einen Einsatz von Bombenentschärfern. Das Paket war in der Poststelle aufgefallen und hätte verdächtig gewirkt.

Update vom 13. Februar, 7.45 Uhr: In Nordrhein-Westfalen hat es eine weitere Bombendrohung gegen eine Moschee gegeben. Wie die Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, ging am Vorabend eine anonyme E-Mail bei einer Moschee in Bielefeld ein. In dieser sei mit einer Sprengstoffexplosion gedroht worden. Die Moschee wurde daraufhin geräumt.

Eine Durchsuchung mit Sprengstoffhunden sei jedoch ergebnislos verlaufen, teilte die Polizei mit. Es wurden demnach keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Der Staatsschutz der Polizei Bielefeld nahm die Ermittlungen zur Bombendrohung in Bielefeld auf, wie owl24.de* berichtet.

Am Mittwoch waren bei drei Moscheen in Essen, Unna und Hagen ähnliche Drohungen per E-Mail eingegangen. Auch in diesen Fällen wurde Entwarnung gegeben. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist Teil der Ermittlungen.

Bombendrohung: Drei deutsche Moscheen evakuiert - Polizei musste Stadtgebiet sperren

Essen - Drei Moscheen in Nordrhein-Westfalen mussten evakuiert werden. Es seien in Unna, Hagen und Essen „inhaltlich vergleichbare“ Mails eingegangen, berichtete die Polizei Dortmund.

Bombendrohung: Moscheen in Hagen, Unna und Essen evakuiert

In diesen Nachrichten wurde mit Sprengattentaten innerhalb und außerhalb der Gebäude gedroht. „Die betroffenen Gebäude sind evakuiert worden, es ist niemand zu Schaden gekommen. Auch Straßen im Umfeld der Moscheen sind abgesperrt worden, um eine mögliche Gefährdung von Bürgerinnen und Bürgern zu verhindern“, berichteten die Beamten. 

Nach Drohung gegen Moschee: Polizei sperrt Stadteil

Vor allem in Essen nahm der Polizeieinsatz größere Ausmaße an. Nach etwa einer Stunde konnten die Einsatzkräfte aber glücklicherweise keinen Fund vermelden und die Öffnung der Vollsperrung in die Wege leiten. 

Bombendrohungen gegen Moscheen: Gibt es einen Zusammenhang mit München?

Es ist nicht das erste Mal, das muslimische Glaubensgemeinschaften per Mail bedroht werden. Zuletzt ereignete sich ein solcher Vorfall im Juli 2019 in München. Dort erhielten zwei Moscheen Drohnachrichten. 

Damals konnten die Nachrichten der rechtsextremen Gruppierung „Blood & Honour“ zugeordnet werden. Die Generalanwaltschaft München bestätigte die Beteiligung der Neonazi-Gruppe und konnte die Tat so dem rechten Milieu zuschreiben. 

Nazi-Gruppierung drohte Moslems in München: Waren auch in NRW Rechtsextreme am Werk?

Ob die Drohungen in Nordrhein-Westfalen ebenfalls einer rechten Gruppierung oder doch einer Einzelperson anzulasten sind, ist noch nicht geklärt. Nach Sicherung der Gefahrenlage wird die Polizei Dortmund die Ermittlungen aufnehmen. 

Das erinnert erneut stark an den Juli vergangene Jahres. Nach den Münchner Drohungen erhielt die Ditib-Zentralmoschee in Köln auch eine ebensolche Mail. Die Polizei vermutete auch hier ein rechtsextremes Motiv und forschte nach etwaigen Zusammenhängen mit den Münchner Vorfällen. Welche Beweggründe hinter den Drohungen in Essen, Unna und Hagen stecken, muss noch ermittelt werden. 

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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