„Hätte er lieber Vanille gehabt?“

Mann sofort verhaftet, weil er Polizei DIESES Teil aus Schokolade schickte

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Was hat es mit dem Schoko-Streit im US-Bundesstaat Texas auf sich?

Freudig nimmt ein Polizist in Texas einen Geschenkkarton im Revier an. Als er die schokoladige Überraschung öffnet, veranlasst er die Verhaftung des Absenders.

Texas - Es scheint ein ganz normaler Tag für den Polizisten Tracy Chance in seinem Sheriff-Büro im US-Bundesstaat Texas zu werden. Und: Chance bekommt ein Geschenk. Unter den Blicken seiner Kollegen liefert man ihm einen Geschenkkarton. Gespannt öffnet der Polizist die Box. Doch was er dann sieht, ist heftig. Die Überraschung im Geschenk bleibt aus. Stattdessen starrt ihn dieses Riesen-Teil aus der Schachtel an. Sofort leitet der Texaner rechtliche Schritte wegen der „besonderen Lieferung“ ein.

Versendet hat die Überraschung der Amerikaner Thomas Roy Gourneau. Er wollte anonym dem Ex-Ehemann seiner ehemaligen Freundin eine süße Versuchung schicken. Doch in einem Polizeirevier bleibt eine Sendung meist nicht lange anonym. Damit hatte Gourneau nicht gerechnet, als er das Paket versendet. Auch zwei Jahre nach dem „Scherz“ schlägt sich der Mann mit den Konsequenzen herum. Als der Polizist Tracy Chance das Päckchen erhält, vermutet er schon, dass der Ex seiner Ex hinter dem Prank steckt. Chance kramt die Finanzunterlagen von Gourneau heraus, um zu beweisen, dass Thomas Roy Gourneau der Absender ist. Im Dezember 2018 nimmt man Gourneau wegen Belästigung fest. Damals kauft sich der Verhaftete für 2500 Dollar Kaution aus dem Gefängnis frei.

Mann schickt Polizei Schokolade und landet im Gefängnis 

Aber warum will Chance den Absender seines Geschenks hinter Gittern sehen? Obwohl sich in dem Karton weder Waffen noch Drohungen, sondern Süßigkeiten befinden, ist der Beamte richtig sauer. Man hat ihm ein riesiges Schokoladen-Glied geschickt. Aber damit nicht genug der Anfeindung: Im Inneren der Verpackung steht noch ein fieser Spruch. Nun ziehen die beiden Streithähne vor Gericht. Gourneau könnten noch sechs Monate im Gefängnis und weitere 2000 Dollar Geldstrafen drohen. 

Gourneaus Anwalt Cody Cleveland äußert sich gegenüber der texanischen Tageszeitung Waco Tribune-Herald zu dem Vorfall: "Ich denke nur, weil dieser Typ für das Büro des Sheriffs arbeitet und ihm der Schokoladen-Schlingel im Büro des Sheriffs zugestellt wurde, war es für ihn einfach, durch den Flur zu gehen und einen Kollegen dazu zu bringen, den Fall zu untersuchen." Außerdem fragt sich der Anwalt, was Tracy Chance vor Gericht aussagen wird: „War die Größe schuld? Oder hätte er lieber Vanille statt Schokolade gehabt? Ich weiß nicht. Aber er wird es der Jury erzählen und ihnen erklären, warum er das für ein Verbrechen hält. [...] Sie haben ihn beschuldigt, weil er einen Schokoriegel verschickt hat.“

Polizei geht gegen Sendung von Schoko-Schlingel vor

Womöglich ist Tracy Chance wegen der Schoko-Überraschung besonders aufgebracht, weil dieser nur den Höhepunkt vorangegangener Belästigungen darstellt. Ein Sprecher des Bezirksstaatsanwalts sagte, dass das Senden des Schokoladenstücks nicht das erste Mal gewesen sei, dass Gourneau Chance belästigt habe. Gourneau habe eine "lange Geschichte unzulässiger Kommunikation mit dem Opfer". In der Strafanzeige gegen der 43-Jährigen heißt es, er habe mehrfach versucht, Chance "zu belästigen, zu ärgern, zu alarmieren, zu missbrauchen, zu quälen oder in Verlegenheit zu bringen".

Welchem Schokoladen-Anbieter der Mann genau sein Vertrauen schenkte, ist nicht bekannt. Einige Unternehmen versenden anonyme Schokoladen-Schweinereien an jeden ausgewählten Empfänger. Jedoch ist im Haftungsausschluss der Website vermerkt, dass die Produkte nicht böswillig verwendet werden dürfen. Vice.com weißt auf Folgendes hin: „Bitte senden Sie Ihre Schokoladen-Überraschung respektvoll und verantwortungsbewusst. Bitte.“

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