Wer hat recht?

Gruppenvergewaltigung auf Mallorca? Zeuginnen stellen den Fall total anders dar

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Eine Gruppe junger Männer wird auf der Ferieninsel Mallorca beschuldigt, eine 18-Jährige aus Deutschland vergewaltigt zu haben. 

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an einer Deutschen auf Mallorca stellen Zeuginnen den Fall nun ganz anders dar.

Cala Ratjada/Mallorca - Viele Touristen verbringen ihren Urlaub regelmäßig auf der spanischen Ferieninsel Mallorca. Vor wenigen Tagen schockierte dann die Meldung über eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung, offenbar durch eine Gruppe junger Männer aus Deutschland. Zwei von ihnen sitzen seitdem auf Mallorca in Untersuchungshaft, zwei weitere wurden nach einer Anhörung wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, eine 18-Jährige auf ihrem Hotelzimmer vergewaltigt zu haben. Nun melden sich jedoch zwei Zeuginnen, sie nehmen die dringend Tatverdächtigen in Schutz.

Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Zeuginnen geben jungen Männern Alibi 

Noch immer ist unklar, was genau in dem Hotelzimmer in der Nacht auf den 4. Juli passiert ist. Die 18-Jährige erklärte am Morgen nach der mutmaßlichen Tat, von zwei der jungen Männer vergewaltigt worden zu sein. Die beiden anderen hätten zugesehen und die Tat sogar gefilmt. Am nächsten Morgen konnte die örtliche Polizei die fünf Deutschen am Flughafen von Palma aufhalten. Im Gespräch mit RTL erklären die beiden jungen Frauen nun jedoch, dass eine Gruppenvergewaltigung niemals passiert sein könnte. 

Die beiden jungen Frauen wollen vor der Kamera zwar nicht erkannt werden, sie erklären jedoch: „Es kann auf jeden Fall nicht wirklich stimmen. Weil zwei von ihnen waren mit mir und einer anderen Freundin noch am Strand bis ca. 4 Uhr morgens. Um 4:20 Uhr kam dann der Bus von denen.“ Eine der jungen Frauen erklärt: „Klar, wir hatten auch was getrunken. Aber als ich dann meinte, ich möchte nichts von ihm, hat er mich in Ruhe gelassen.“ Der nun dringend tatverdächtige Mann habe sie dann auch noch auf ihr Zimmer gebracht. 

Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung auf Mallorca? Zeuginnen stellen Fall anders dar 

Den anderen, ebenfalls dringend Tatverdächtigen, habe sie kurz darauf sogar in ihrem Zimmer übernachten lassen. „Er hat uns auch nicht angefasst oder uns belästigt. Er hat uns komplett in Ruhe gelassen und wurde am nächsten Morgen abgeholt von seiner Familie“, bekräftigen die beiden Mädchen. Ihre Aussagen bestätigten die Zeuginnen auch vor der Polizei. 

Direkt nachdem die Vergewaltigung passiert sein soll, habe die Frau ganz normal auf die beiden Mädchen gewirkt. Gegen 5.15 Uhr am frühen Morgen sei das Mädchen ihnen dann weinend entgegengekommen. „Ich habe gefragt, ob alles in Ordnung ist, sie meinte ja", erklären die beiden Mädchen vor der Kamera. 

Nun gibt es sehr unterschiedliche Aussagen zu einem Vorfall - handelte es sich um ein entsetzliches Verbrechen? Oder haben die Zeuginnen recht, und es stellte sich alles ganz anders dar? Eine heikle Ausgangslage, die nun von der Polizei geklärt werden muss, die weiter ermittelt.

Nur wenige Tage nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung soll erneut eine deutsche Touristin Opfer eines sexuellen Übergriffes geworden sein.

Unweit der Partymeile auf Mallorca wurde ein 19-Jähriger Opfer einer Vergewaltigung. Die beiden mutmaßlichen Täter sind noch unbekannt. In Mülheim an der Ruhr wurde eine 18-Jährige offenbar von mehreren Kindern und Jugendlichen vergewaltigt. Das Jugendamt zeigt sich nun hilflos. 

In Benidorm Spanien hat sich eine Gruppenvergewaltigung ereignet. Das Opfer identifiziert Täter über Social-Media. 

Wie soll man mit Straftätern umgehen, die juristisch gesehen noch Kinder sind? Zu leicht darf es sich die Politik bei der Frage nicht machen. Ein Kommentar von Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur*.

Schreck für Spanien-Urlauber: An der Costa Blanca wurden zwei Kinder durch Bisse im Wasser verletzt. Noch ist einiges rätselhaft an den Vorfällen.

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