Chaos in drei Ländern

Massive Unwetter treffen Südeuropa: Sturm und Überschwemmungen - Zahl der Todesopfer steigt

Im Süden Europas toben Unwetter. Durch die schweren Unwetter steigt die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf neun.

  • In Italien, Frankreich, Spanien und Portugal wüten erneut Unwetter.
  • Es gibt starke Regen- und Schneefälle und Straßen müssen gesperrt werden.
  • Ein Autofahrer stirbt in Italien. Auch in Frankreich, Spanien und Portugal kommen Menschen ums Leben.  

Update vom 23. Dezember, 11.54 Uhr: Nach dem Durchzug des Wintersturms „Fabien“ sind in Südfrankreich weiter Tausende Haushalte ohne Strom. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika, wo am Wochenende starke Regenfälle niedergegangen waren, blieb der Flughafen von Ajaccio wegen Überflutung geschlossen, wie die Behörden am Montag berichteten.

Und auch die Lage in Venedig scheint sich nicht weiter zu entspannen. Weite Teile des historischen Zentrums der Lagunenstadt standen am Montagvormittag unter Wasser. Der Pegel erreichte um 09.45 Uhr nach offiziellen Angaben einen Höchststand von 144 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel. Er blieb damit leicht niedriger als befürchtet. Über mögliche Schäden war zunächst noch nichts bekannt.

Massive Unwetter treffen Südeuropa: „Alarmstufe Rot“ ausgelöst - Zahl der Todesopfer steigt 

Update vom 23. Dezember, 10.42 Uhr: In Frankreich, Spanien und Portugal haben bis in den Sonntag hinein erneut schwere Unwetter gewütet. In Spanien gab es nach Behördenangaben einen weiteren Toten. Die Zahl der Opfer stieg damit seit Donnerstag auf neun, als erst der Sturm "Elsa" und dann "Fabien" auf Land trafen. Züge, Flüge und Fähren fielen aus. In Frankreich waren am Sonntag 80.000 Haushalte ohne Strom.

Ein Fischer sei am Morgen in Katalonien gestorben, nachdem er wegen starker Winde ins Wasser gefallen war, teilte die Regionalverwaltung von Katalonien am Sonntag mit. In der spanischen Hauptstadt Madrid starb nach Angaben der Behörden am Samstag eine 32-jährige Südkoreanerin, die von einem herunterfallenden Gebäudeteil getroffen worden war.

In Andalusien kam ein Mann ums Leben, dessen Auto nahe der Stadt Huescar in der Provinz Granada von einem über die Ufer getretenen Fluss mitgerissen wurde. Bereits am Freitag war ein 68-jähriger Surfer aus den Niederlanden in der südwestlichen Provinz Huelva ertrunken.

Auf dem Mittelmeer nahe der südfranzösischen Hafenstadt Marseille wurde weiterhin ein Mann vermisst, der am Freitag von einem Segelschiff ins Meer gestürzt war. Ein weiterer mit ihm verunglückter Mann konnte von den Einsatzkräften gerettet werden.

Die Behörden riefen für Korsika und das Département Alpes-Maritimes an der Côte d'Azur am Sonntag die Alarmstufe Rot aus. Sie rechnen weiterhin mit Böen von 100 bis 110 Stundenkilometern an der Küste von Antibes bis Nizza.

Massive Unwetter treffen Südeuropa: Venedig wieder überflutet - Todeszahlen steigen weiter

Update vom 23. Dezember, 7.51 Uhr: Venedig ist wieder überflutet - und die Zahl der Opfer der schweren Unwetter in Südeuropa steigt: In Spanien und Portugal starben seit Mittwoch mindestens sieben Menschen, in Italien kamen drei Menschen ums Leben. 

Im italienischen Badeort Lignano unweit von Venedig kam es jetzt zu einem Wetterphänomen, das man dort nicht alle Tage sieht.

In Venedig stieg erneut das Hochwasser. In der Lagunenstadt wurde am Sonntag ein Wasserstand von 120 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel gemessen. Ein Drittel der Stadt waren überflutet. Ab 140 Zentimetern gilt der Wasserstand als außergewöhnlich. Venedig leidet noch immer unter den Folgen des Hochwassers, das Mitte November fast das ganze historische Zentrum überflutet hatte. Damals erreichte das Wasser 187 Zentimeter über dem normalen Meeresspiegel.

Unwetter in Südeuropa: Video zeigt drastisches Ausmaß

Update vom 22. Dezember 2019: In Italien, Frankreich, Spanien und Portugal haben am Samstag erneut schwere Unwetter gewütet. In Spanien gab es nach Behördenangaben drei Tote, in Frankreich einen Vermissten. Auch in Italien ist jetzt ein Mann gestorben. In Portugal sollen zwei Menschen ums Leben gekommen sein. In allen vier Ländern gab es Unwetterwarnungen. Züge, Flüge und Fähren fielen aus.

Heftige Schnee- und Regenfälle haben in Italien ein Wetterchaos verursacht und mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Ein Autofahrer in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten des Landes wurde getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Straße fuhr, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete.

Demnach hatte der Mann noch den Rettungsdienst anrufen können, wurde aber später mit seinem Auto in die Fluten gerissen. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

Massives Unwetter in Italien: Venedig hat erneut mit extremem Hochwasser zu kämpfen

In Venedig stand das Hochwasser am Samstagmorgen 1,20 Meter über dem normalen Meeresspiegel. Damit waren rund 30 Prozent der Stadt unter Wasser. Am Sonntag und Montag sollte das Hochwasser auf bis zu 1,30 Meter ansteigen und fast die Hälfte der Stadt bedecken.

Die Lagunenstadt leidet noch immer unter den Folgen des katastrophalen Hochwassers, das am 12. November fast das ganze historische Zentrum überflutet und enorme Schäden angerichtet hatte. Damals war das Wasser auf 1,87 Meter über den normalen Meeresspiegel gestiegen.

Wegen heftiger Schnee- und Regenfälle im Val Gardena oder Grödnertal in Südtirol musste unterdessen das Ski-Abfahrtsrennen der Herren abgesagt werden, wie die Organisatoren mitteilten. Der Zivilschutz gab am Samstag mehrere Regen- und Erdrutsch-Warnungen heraus. Sie betrafen Teile der Lombardei, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, die Toskana, Umbrien, Lazio, Kampanien und Sardinien.

Unwetter in Italien, Frannkreich und Spanien - Mehrere Menschen sterben 

In der spanischen Hauptstadt Madrid starb nach Angaben der Behörden eine 32-jährige Südkoreanerin, die von einem herunterfallenden Gebäudeteil getroffen worden war. In Andalusien kam ein Mann ums Leben, dessen Auto nahe der Stadt Huescar in der Provinz Granada von einem über die Ufer getretenen Fluss mitgerissen wurde. Bereits am Freitag war ein 68-jähriger Surfer aus den Niederlanden in der südwestlichen Provinz Huelva ertrunken.

Ungewöhnliches Unglück im Zentrum von Madrid, Spanien: Eine Passantin ist in der spanischen Hauptstadt von herabfallenden Fassadenstücken erschlagen worden.

Auf dem Mittelmeer nahe der südfranzösischen Hafenstadt Marseille wurde am Samstag weiterhin ein Mann vermisst, der am Freitag von einem Segelschiff ins Meer gestürzt war. Ein weiterer mit ihm verunglückter Mann konnte von den Einsatzkräften gerettet werden.

Unwetter in Frankreich - knapp 100.000 Menschen ohne Strom

Nachdem gerade erst der Sturm „Elsa“ über Westeuropa gezogen war, folgte am Samstag das Sturmtief „Fabien“ - mit Sturmböen von bis zu 170 Stundenkilometern in Galicien im Nordwesten Spaniens. An der gesamten Küste Galiciens und im benachbarten Asturien galt wegen des starken Winds und hoher Wellen die höchste Alarmstufe Rot. Tausende Haushalte in Galicien waren ohne Strom. Flüge wurden gestrichen oder zu anderen Flughäfen umgeleitet. In Portugal wurde der Zugverkehr zwischen Lissabon und Porto eingestellt, weil die Gleise überflutet waren.

Unwetter: „Fabien“ und „Elsa“ verwüsten Teile Frankreichs, Spaniens und Italiens

In Frankreich wurden in Socoa an der Atlantikküste Sturmböen von bis zu 148 Stundenkilometern gemessen. Für die Insel Korsika warnte der Wetterdienst sogar vor Sturmböen von bis zu 180 Stundenkilometern. In 18 Départements wurde die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen. Zwischen Bordeaux, Toulouse und Hendaye fuhren keine Züge. In Südfrankreich sind derzeit rund 95.000 Haushalte ohne Strom. 

An der Atlantikküste habe der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern erreicht, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Sonntag. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika trat nach starken Regenfällen unter anderem der Fluss Gravona über die Ufer und überflutete zahlreiche Straßen sowie das Rollfeld des Flughafens der Stadt Ajaccio. Ein Behördensprecher sprach von einer „Jahrhundertflut“. Alle Flughäfen der Insel wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, der Fährverkehr wurde bereits zuvor eingestellt.

Extreme Unwetter in Italien, Frankreich und Spanien hinterlassen massive Schäden

An der Côte d'Azur meldeten die Behörden im Département Alpes-Maritimes rund 150 Feuerwehreinsätze sowie mehrere Schlammlawinen bei Menton nahe der italienischen Grenze. Zahlreiche Straßen waren gesperrt. Am Flughafen von Nizza mussten Reisende nach einer teilweisen Schließung am Freitag auch am Samstag mit Verspätungen rechnen.

Wie die Polizei mitteilte, wurde zudem ein seit Anfang Dezember vermisster Mann am Freitag tot aus einem Bach nahe Mandelieu-la-Napoule westlich von Cannes geborgen. Die Zahl der bei den jüngsten Unwettern in Frankreich umgekommenen Menschen stieg damit auf insgesamt 14 Tote in einem Monat.

Wieder kämpft Venetien mit Hochwasser und starken Regenfällen. Venedig leidet noch immer unter dem Hochwasser von November 2019.

Unwetter in Italien: Ein Mensch stirbt in den Fluten

Meldung vom 21. Dezember 2019: Rom - Heftige Schnee- und Regenfälle haben in Italien ein Wetterchaos verursacht und mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Ein Autofahrer in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten des Landes wurde getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Straße fuhr, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete.

Unwetter Italien: Ein Mann stirbt in den Fluten

Demnach hatte der Mann noch den Rettungsdienst anrufen können, wurde aber später mit seinem Auto in die Fluten gerissen. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

In Venedig stand das Hochwasser am Samstagmorgen 120 Zentimeter über dem normalen Meeresspiegel. Damit waren rund 30 Prozent der Stadt unter Wasser. Am Sonntag und Montag sollte das Hochwasser auf bis zu 130 Zentimeter ansteigen und fast die Hälfte der Stadt bedecken.

Venedig leidet noch unter Hochwasser vom November

Die Lagunenstadt leidet noch immer unter den Folgen des katastrophalen Hochwassers, das am 12. November fast das ganze historische Zentrum überflutet und enorme Schäden angerichtet hatte. Damals war das Wasser auf 187 Zentimeter über den normalen Meeresspiegel gestiegen. Der Markusplatz stand unter Wasser und es wurde damals der Notstand ausgerufen.

Unwetter Italien: Mehrere Regen und Erdrutsch-Warnungen

Wegen heftiger Schnee- und Regenfälle im Val Gardena oder Grödnertal in Südtirol musste unterdessen das Ski-Abfahrtsrennen der Herren abgesagt werden, wie die Organisatoren mitteilten. Der Zivilschutz gab am Samstag mehrere Regen- und Erdrutsch-Warnungen heraus. Sie betrafen Teile der Lombardei, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, die Toskana, Umbrien, Lazio, Kampanien und Sardinien.

Auch New York wird von Unwetter heimgesucht. Hier zieht ein apokalyptischer Sturm hinweg. Mit starken Windböen muss außerdem ebenso in Deutschland gerechnet werden. Diese könnten Schnee in gewissen

Teilen mit sich bringen. 

Das waren die Unwetter im November in Italien:

Sturmtief Gloria wütet an der Mittelmeerküste von Südfrankreich bis an die Costa del Sol, sowie die Balearen und Kanaren. Im Inneren von Spanien gibt es ein Schneechaos.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Bob Edme

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