Lebend gefunden

Hündin verläuft sich in verschneiten Gebirge - und wird nach zwei Wochen lebend gefunden

Ein Mann trägt eine Labrador-Hündin auf seinem Rücken.
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Das Wanderer-Paar trug die Hündin den Berg runter.

Bei einem Wanderausflug verliert eine irische Familie ihre Hündin und trauert nach fehlgeschlagener Suche um sie. Doch die Hündin schafft es wie durch ein Wunder zwei Wochen in den eisigen Bergen zu überleben.

Irland - Es ist wohl eine ganze Menge Glück zusammen gekommen, als Hündin Harley in den frostigen Wicklow Bergen lebendig gefunden werden konnte. Durch eine Zufallsbegegnung konnte die vermisste Hündin wieder an ihre Besitzer übergeben werden.

Alles begann zwei Wochen zuvor, als Erina O‘Shea Goetelen mit ihrer Familie und den beiden Hündinnen Harley und Neesha eine Wanderung in die irischen Wicklow Berge unternahm. Doch dass dieser Ausflug Richtung Lugnaquilla traurig enden sollte, wusste die Familie bis dato nicht.

Hündin Harley: Zwei Wochen lang alleine in den Bergen

Der Schnee war frisch gefallen und wirkte auf die beiden Hunde sehr verlockend, sie wollten darin spielen. Ihre Familie ließ sie gewähren und löste die Hunde von ihren Leinen, sodass sie im Schnee herumtollen konnten. Doch die beiden kamen nicht mehr zurück, wie irelandbeforeyoudie.com berichtet.

Die beiden Hündinnen liefen eifrig einem Reh hinterher. „Mein Mann und meine beiden Kinder versuchten, ihnen hinterherzulaufen, aber sie waren zu schnell. Dann haben sie sie in Richtung Wald aus den Augen verloren“, erklärte die Besitzerin laut theanimalrescuesite.com.

Also wartete die Familie erstmal und hoffte, dass die beiden Hündinnen zum Auto zurücklaufen würden - doch das passierte nicht. Dann kam die Familie auf die Idee, eine Drohne für die Suche einzusetzen. Und es half: Hündin Neesha konnte gefunden werden. Von Harley fehlte jede Spur. Es vergingen zwei Wochen und die Familie der Hündin hatte bereits die Hoffnung aufgegeben.

Denn in den eisigen Felslandschaften war die Labrador-Hündin auf sich allein gestellt und konnte kaum überleben. Dann geschah das, was wohl niemand für möglich gehalten hätte. Das Paar Jean-Francois Bonnet und Ciara Nolan war im selben Gebiet auf Wanderung wie die Familie Goetelen zuvor. Sie schafften es bis zum Gipfelplateau und waren überwältigt, als sie dort eine einsame Hündin entdeckten. Es war Harley. „Ich konnte nicht aufhören zu weinen, als wir sie fanden. Sie konnten nicht einmal stehen, so schwach war sie“, sagte Nolan.

Wanderer: Hündin war „wie versteinert und eiskalt“

Sofort beschlossen sie, die Hündin mit nach unten zu nehmen, bevor es zu spät für das Tier war. „Sie war wie versteinert und eiskalt. Sie hatte nicht einmal mehr die Kraft zu bellen oder zu stehen“, sagte Nolan. Weil die Hündin zu kraftlos war, um zu laufen, deckte das Paar das Tier mit ihrer Ersatzkleidung zu und trug sie den Berg hinunter - ganze fünf Stunden durch eisiges und rutschiges Terrain.

Bei sich zu Hause wärmten sie die alte Hündin und gaben ihr Futter. Zudem riefen sie bei einer Tierrettungsorganisation an, die ihnen half Harleys Familie zu finden. Während dieser zwei harten Wochen hat die Hündin laut independent.co.uk ein Drittel ihres Körpergewichts verloren und eine Dermatitis entwickelt. Jedoch verbessert sich Harleys Zustand von Tag zu Tag. *FR ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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