Verständliche Entscheidung

Dunkles Familiengeheimnis! Opa braucht Niere - doch Enkelin lehnt ab

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Eine Enkelin verweigerte ihrem Opa eine Spenderniere - aus gutem Grund.

Sie möchte ihrem Großvater ihre Niere nicht spenden. Ihr Chef kann das nicht verstehen. Viele Facebook-Nutzer hingegen schon - weil sie ihre Geschichte kennen.

USA - Eine junge Frau aus den USA lässt sich als Organspenderin registrieren. Zunächst scheint dieser Umstand nichts Besonderes zu sein. Doch erstaunlich ist der Tag, den die 16-Jährige gewählt hat, um sich einen Organspende-Ausweis zuzulegen. Es ist genau der Tag, an dem ihr Opa stirbt. Zufall ist das Aufeinandertreffen der beiden Ereignisse nicht. Denn der alte Mann hätte ein Spenderorgan gebraucht. Doch seine Enkelin entscheidet sich bewusst dagegen, ihrem Opa ein Organ zu spenden. Noch mehr überrascht, was die 16-Jährige nun mit ihrer Niere vorhat: Sie möchte ihr Organ an einen völlig Fremden spenden. Doch warum möchte die Frau absolut jedem helfen, Hauptsache es ist nicht ihr eigener Großvater? 

Enkelin sagt für jemanden, wie ihren Opa züchtet sie keine Niere 

Den schockierenden Grund nennt die Teenagerin in einer Facebook-Gruppe mit dem Titel „I dream of being this pretty“ (auf Deutsch: Ich träume davon, so schön zu sein). In dieser geschlossenen Gruppe erklärt sie ihre Entscheidung in einem schriftlichen Statement: „Mein Großvater starb, als ich 16 war, weil ich ihm keine Niere gegeben habe. Ich war die einzig mögliche Spenderin. Ich habe mich geweigert, weil er im Klan war und Kinder missbraucht hat, und ich züchte keine Organe für Klan-Mitglieder und Pedos.“

Ehrlich erklärt die junge Frau, welcher Mensch ihr Großvater offenbar war: Ein Mitglied des Ku-Klux-Klans, ein rassistischer Geheimbund im Süden der Vereinigten Staaten. unilad.co.uk berichtet darüber. Zudem soll der Opa Kinder missbraucht haben. All das war für die Enkelin einfach zu viel. Vor allem zu viel, um sich für den alten Mann die Bauchdecke aufschneiden zu lassen. 

Opa braucht Spenderniere - Chef von Enkelin versteht Verweigerung nicht

Anschließend erklärt die Dame ihr weiteres Vorgehen nach dem Tod des ungeliebten Verwandten: „Ich habe mich am Tag seines Todes als Lebendspender registriert und spende stattdessen nächstes Jahr an einen völlig Fremden. Mein Chef hat gesagt, ich sei nicht ganz dicht deswegen.“

In den Kommentaren unter dem Post der Amerikanerin pflichten viele Facebook-Nutzer der Entscheidung gegen eine Spende für den Ku-Klux-Klan-Opa bei. So schreibt jemand beispielsweise: „Das ist deine Niere, also machst du damit, was du willst. Es gibt keinen Grund, deine eigene Lebenserwartung für eine schlechte Person zu verkürzen.“ Derselben Meinung ist auch ein weiterer User: „Vielen Dank, dass du als Lebendspender dein Organ für jemanden aufhebst, der es wert ist. Du wirst schließlich eine riesige Narbe haben.“

Die meisten der etwa 9.500 Menschen, die in Deutschland aktuell auf der Warteliste für Spenderorgane stehen, hoffen auf eine Niere. 2018 gab es in Deutschland 955 postmortale Organspender. Das entspricht 11,5 Spendern je eine Million Einwohner, wie organspende-info.de berichtet. Am häufigsten wird in Deutschland die Niere transplantiert. Von den 2.291 Nieren, die 2018 transplantiert wurden, waren 638 eine Lebendorganspende.

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