Dutzende Bewohner und Pflegekräfte infiziert

Corona in Würzburger Seniorenheim: Drei weitere Bewohner gestorben - insgesamt 20 Todesfälle in der Region

In einem Würzburger Seniorenheim starben bis Sonntag 13 Menschen an den Folgen des Coronavirus. Nun kommen drei weitere Corona-Tote hinzu.

  • In einem Würzburger Seniorenheim starben 13 Menschen an den Folgen des Coronavirus.
  • Am Mittwoch (25. März) und Freitag (27. März) gaben die Verantwortlichen eine Pressekonferenz.
  • Hier finden Sie unseren Wegweiser zur Berichterstattung und die Corona-News aus Deutschland*. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*.

Update vom 2. April: Das Coronavirus hat auch die Alten- und Pflegeheim in Bayern erreicht. Die Lage dort werde mit jedem Tag angespannter - nun wird Alarm geschlagen.*

Update vom 1. April: Auch in einem Seniorenheim im Landkreis Donau-Ries sind neun Bewohner gestorben.* Grund soll das Coronavirus sein.

Coronavirus in Würzburger Seniorenheim: Drei weitere Menschen gestorben

Update vom 31. März 2020, 20.17 Uhr: In dem Würzburger Seniorenheim „Hans-Sponsel-Haus“ sind erneut drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Dabei handele es sich um zwei 87 und 91 Jahre alte Frauen sowie um einen 84-jährigen Mann, teilte der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Dienstag mit. Alle drei Bewohner hätten demnach unter schweren Vorerkrankungen gelitten.

Damit sind im Raum Würzburg insgesamt 20 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, 16 davon im Altenpflegeheim St. Nikolaus, die anderen vier in der AWO-Einrichtung. 

In dieser seien seit dem Tod eines Bewohners am vergangenen Freitag alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet worden. Derzeit sind dort 36 Bewohner mit dem Erreger infiziert. Neun positiv getestete Mitarbeiter befinden sich den Angaben zufolge in häuslicher Quarantäne. Drei Testergebnisse stünden noch aus.

Coronavirus in Würzburg: Erneut drei Corona-Tote in Seniorenheim St. Nikolaus

Update von 19.49 Uhr: Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind nun erneut drei mit Covid-19 infizierte Menschen gestorben. Dabei handele es sich um Frauen im Alter von 105 und 94 Jahren sowie einen 88 Jahre alten Mann, teilte das Würzburger Landratsamt am Montagabend mit. 

Demnach hätten alle drei unter schweren Vorerkrankungen gelitten. Erst am Abend zuvor hatte das Heim den Tod eines 80-jährigen Mannes gemeldet. Insgesamt sind im Raum Würzburg nun 17 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben, ein Großteil davon in der Senioreneinrichtung. Die übrigen positiv auf das Coronavirus getesteten Bewohner des Heims wurden am Wochenende auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert. 

Update von 10 Uhr: Auf der Pressekonferenz in Würzburg wurden die Ängste der Bevölkerung angesprochen. Gleichzeitig versicherte der Direktor der Uni Würzburg, Georg Ertl, dass die Krankenhäuser gut vorbereitet seien.

Coronavirus in Würzburg: „Die Krankenhäuser hier sind an und für sich sehr gut aufgestellt“

Update von 9.45 Uhr: Nun spricht Georg Ertl, der Direktor der Uni Würzburg. „Die Krankenhäuser hier sind an und für sich sehr gut aufgestellt“, versichert er. 80 Intensivbetten könnten auf 160 hochgebracht werden. Das könnte auch nötig sein, denn die „Welle kommt langsam auf uns zu.“

Update von 9.39 Uhr: Johann Löw, Leiter des Gesundheitsamtes, übernimmt. Er spricht auch über die Situationen in den Heimen. Alle Heimbewohner und Mitarbeiter seien gestern untersucht worden. Die Ergebnisse dieser Tests müssen nun abgewartet werden.

Update vom 30. März, 9.35 Uhr: Erneut gibt es in Würzburg eine Pressekonferenz. Landrat Eberhard Nuß berichtet von der aktuellen Corona-Situation. „Die Ängst in der Bevölkerung nehmen zu“, erklärt der 66-Jährige. Es gebe ein Bürgertelefon. Was die Leute dort erleben sei „Emotion pur“, so Nuß.

Coronavirus in Würzburger Seniorenheim: 13. Bewohner stirbt

Update vom 29. März, 21.24 Uhr: Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Sonntagabend mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben. 

In der Region Würzburg sind damit 14 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, 13 davon waren im Seniorenheim St. Nikolaus wohnhaft. Am Freitagabend starb ein 57-Jähriger in einem Würzburger Seniorenzentrum der AWO.

Coronavirus in Würzburg: Weiteres Seniorenheim betroffen

Update vom 29. März, 16.54 Uhr: Eine weiteres Seniorenheim in Würzburg ist vom neuartigen Coronavirus betroffen. Ein positiv auf Sars-CoV-2 getesteter Bewohner einer AWO-Einrichtung sei gestorben, teilte das Seniorenzentrum am Sonntag mit. Der 57-jährige Mann habe zahlreiche Vorerkrankungen gehabt. Ob die Virusinfektion zum Tod geführt habe, sei noch unklar. Sie sei erst nach dem Ableben des Mannes festgestellt worden.

In der AWO-Einrichtung wurden den Angaben zufolge unterdessen alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter auf das Virus untersucht. Sieben Beschäftigte und neun Bewohner seien positiv getestet worden. Die Mitarbeiter kamen in Quarantäne, die Bewohner wurden isoliert. Wie das Virus trotz Besuchsverbots in die Einrichtung gelangte, ist wie auch beim Seniorenheim St. Nikolaus bisher unklar.

Corona in Würzburger Seniorenheim:  Mittlerweile zwölf Tote - Bürgermeister mit dringlichem Appell

Update vom 28. März, 20.10 Uhr:  Zwölf Todesfälle gibt es im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus bereits - und der Kampf um das Leben von den weiteren mit dem Coronavirus infizierten Bewohnern weiter. Sie werden in separate Stationen gebracht, allerdings nicht evakuiert.

Die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Menschen sollen auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert werden, teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, mit. Das sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es.

Die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung, sagte Schuchardt. Er appellierte an Unternehmen „und an die Allgemeinheit“, weiter zu helfen. Es gebe ein großartiges Engagement in der Würzburger Bevölkerung. So nähten einige Unternehmen Atemmasken und Schutzkleidung, ein Farbenhersteller habe nicht benötigte Schutzmasken zur Verfügung gestellt.

Inzwischen sind den Angaben zufolge alle 161 meist hochbetagten und teils demenzkranken Bewohner sowie alle Mitarbeiter der Einrichtung auf das Coronavirus getestet worden; 44 Bewohner und 32 Mitarbeiter waren positiv. Alle drei Tage sollen die Tests wiederholt werden.

Alle infizierten Bewohner werden nun auf zwei bis drei Stationen gebracht. Bewohner, die nicht positiv getestet sind, bleiben auf ihren bisherigen Stationen. Gegen eine Evakuierung des Heims habe gesprochen, dass beim Transport der hochbetagten, infizierten Menschen eine neue Infektionsgefahr entstanden wäre, so Schuchardt.

Der ärztliche Leiter des Krisenstabs, Michael Schwab, sagte, bei der Komplett-Testung des Heims seien auch völlig unauffällige Bewohner positiv gewesen. Auch habe sich gezeigt, dass es bei der Krankheit häufig nach sieben Tagen zu einem weiteren Schub komme.

Corona in Würzburger Seniorenheim: Nun gibt es zwölf Tote - Gesundheitsamt zieht Konsequenzen

Update, 18.01 Uhr: Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. Wie das Landratsamt am Freitag (27. März) mitteilte, starben damit bislang zwölf Bewohner an Covid-19. Viele davon waren über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Details zu dem neuerlichen Todesfall wurden nicht bekanntgegeben. 

Die Einrichtung ist seit Wochen ein Schwerpunkt bei Todesfällen in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern. Inzwischen sind nach Angaben der Stadt alle zumeist hochbetagten Bewohner sowie sämtliche Mitarbeiter der Einrichtung auf das Coronavirus getestet worden, davon 44 Bewohner und 32 Mitarbeiter positiv. Alle drei Tage sollen die Tests wiederholt werden.

Corona-Ausbreitung in Würzburger Seniorenheim: Elf Tote - Gesundheitsamt zieht Konsequenzen

Update von 12.50 Uhr: Das Coronavirus versetzt auch den Landkreis München in den Ausnahmezustand. In einem Pflegeheim gab es einen Toten*,  17 sind infiziert.

Update von 12.03 Uhr: Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit.

Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung zusammen mit einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen.

Coronavirus in Würzburger Pflegeheim: Die Pressekonferenz zum Nachlesen

Update von 12.05 Uhr: Die Pressekonferenz in Würzburg ist beendet.

Update von 11.40 Uhr: Das wichtigste Fazit der Pressekonferenz in Würzburg: Es wird keine Evakuierung geben. Positiv getestete Bewohner werden auf zwei bis drei Stationen separiert.

Coronavirus in Würzburger Pflegeheim: Entscheidung über Evakuierung gefallen

Update von 11.31 Uhr: Nun spricht Johann Löw, der Leiter des Gesundheitsamtes. 44 Bewohner wurden positiv getestet, 45 negativ. 32 Mitarbeiter seien bislang positiv getestet worden.

Das Heim wird versuchen, alle positiv getesteten Bewohner auf zwei bis drei Stationen zu verbringen. Bewohner, die nicht positiv getestet sind, bleiben auf den normalen Stationen.

Update von 11.24 Uhr: Schwab appelliert: Es müsse personelle Unterstützung geben, alle arbeiten am Limit. 

Update von 11.21 Uhr: Schwab hat eine gute Nachricht: Sechs von zwölf Bewohnern mussten ins Krankenhaus, konnten aber mittlerweile zurückverlegt werden, da es ihnen besser gehe.

Update von 11.17 Uhr: “Mit Kenntnis um die Ausdehnung und die diffuse Verteilung im Hause“ sei schließlich eine Entscheidung gefallen. Diese sei rein medizinisch. 

Michael Schwab, Facharzt für Innere Medizin und Altersmedizin, erläutert die Entscheidung. Viele der Bewohner seien dement. Schwab erklärt, dass im Heim geordnete Verhältnisse herrschen, die Hygiene ist gewährleistet. Dadurch ist sichergestellt, dass mit den Bewohnern ein sicherer Austausch stattfinden kann.

Coronavirus in Würzburger Seniorenheim: Hälfte der Bewohner infiziert

Update von 11.09 Uhr: Die Testressourcen seien bereitgestellt worden, zeigt sich Schuchardt zufrieden. „Gestern haben wir dann auf Grundlage der Testergebnisse eine Entscheidung treffen können“. Rund die Hälfte der Bewohner in St. Nikolaus ist infiziert, wie Schuchardt berichtet. Es wurde lange debattiert, welche Strategie weitergeführt werden soll. Am Ende sei es eine medizinische Entscheidung, die die Leitung des Gesundheitsamtes treffen müsse. 

Schuchardt erklärt nun das Für und Wider bei der Entscheidung. Argumente für das Verlegen seien, einzelne positive Fälle aus dritten Einrichtungen aufnehmen zu können. Personal für negative Bereiche sei auch leichter zu gewinnen. Außerdem schaffe man eine „kontaminierte“ Einrichtung, wo Personal frühzeitig eingesetzt werden könne.

Es gibt jedoch auch Vorteile einer Nicht-Verlegung. Das Transportrisiko entfalle, bei Hochbetagten könne eine Verlegung zu Verwirrtheit und auch zu „Mortalität“ führen, wie Schuchardt ausführt. Auch gäbe es keinen organisatorischen Aufwand, das Virus könne sich durch den Transport nicht ausbreiten, der Rettungsdienst würde durch eine Nicht-Verlegung weniger belastet.

Update von 11.05 Uhr: Drei feste Hausärzte stehen mittlerweile in dieser Einrichtung zur Verfügung, wie der Würzburger Oberbürgermeister weiter berichtet.

Bewohner sind meistens weit unter einem Jahr in der Einrichtung, viele sind dement. Sie dürften nicht fixiert werden, wie Schuchardt weiter erklärt. 

Corona-Krise in Bayern: Elf Tote in Würzburger Pflegeheim

Update von 11.03 Uhr: Die Einrichtung St. Nikolaus sei als erste so stark betroffen. Mittlerweile gebe es aber laut Schuchardt auch andere Fälle, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen.

Update von 11.02 Uhr: Würzburg sei laut Bürgermeister Christian Schuchardt zwar kein Corona-Hotspot, das Bürgerspital sei aber „schwer getroffen“ worden. Ein weiterer Bewohner von St. Nikolaus sei verstorben, wie gestern bekannt wurde. Damit steigt die Todeszahl auf elf.

Update vom 27. März, 10.19 Uhr: Elf Bewohner starben in einem Würzburger Seniorenheim an den Folgen des Coronavirus. Um elf Uhr wird es eine weitere Pressekonferenz geben, die Sie hier im Live-Ticker verfolgen können. 

Coronavirus in Würzburger Seniorenheim: Elfte Person stirbt an den Folgen des Virus

Update von 19.23 Uhr: Traurige Meldung aus Würzburg: Ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, seien damit bislang elf Bewohner zu Tode gekommen. Zwischenzeitlich seien alle Bewohner des Heims sowie das gesamte Pflegepersonal getestet worden. Eine Entscheidung über eine mögliche Evakuierung oder eine andere Trennung der gesunden von erkrankten Bewohnern sei noch nicht getroffen worden.

Coronavirus: 29 Bewohner von Altenheim positiv getestet

Update von 13.38 Uhr: Von 149 Heimbewohnern seien insgesamt 29 positiv getestet worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). Er ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates des Würzburger Bürgerspitals ist, zu dem die Einrichtung gehört. Von den 86 Mitarbeitern seien 33 positiv getestet. Angefragte Sanitäter der Bundeswehr stünden nicht als Aushilfen zur Verfügung, sagte Schuchardt am Mittwoch in der Stadt.

Unterdessen sind auch im Landkreis Fürth Corona-Fälle in Seniorenheimen bekannt geworden. Vier Bewohner aus einer Einrichtung in Roßtal seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort sei auch Pflegepersonal betroffen, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. In einer weiteren Einrichtung in Langenzenn sei ein Heimbewohner positiv getestet worden.

Das Thema dürfte auch heute Abend ab 20.15 Uhr in der ProSieben Sendung „Coronavirus: Deutschland fragt“ Thema sein. Zu Gast ist unter anderem Markus Söder. Wir berichten im Live Ticker.

Coronavirus in Würzburger Seniorenheim: Bewohner werden getestet

Update von 11.30 Uhr: In Bayern sind inzwischen 7289 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Es gebe 41 Todesfälle, sagte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Mittwochvormittag in Würzburg. Zehn Todesfälle gab es in einem Würzburger Seniorenheim. Wie sich das Virus dort ausgebreitet habe, sei noch unklar.

Alle Bewohner und Mitarbeiter der Senioreneinrichtung St. Nikolaus werden nun auf das Coronavirus getestet. Die Testkapazitäten seien am Dienstag eingetroffen, es sei sofort mit den Tests begonnen worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Schuchardt ist auch Stiftungsratsvorsitzender des Würzburger Bürgerspitals, zu dem das St.-Nikolaus-Heim gehört. 

Coronavirus in Würzburg: Bundeswehr kann Seniorenheim nicht aushelfen

Inzwischen wird auch die Stiftungsdirektorin Annette Noffz auf eine mögliche Infektion getestet, wie Schuchardt mitteilte. Ein Ersatz von Mitarbeitern durch Sanitätspersonal der Bundeswehr, wie ursprünglich angedacht, sei nicht möglich. Das Bundeswehrpersonal stehe nicht zur Verfügung, sagte Schuchardt.

Noch keine Entscheidung sei darüber getroffen worden, ob positiv auf das Coronavirus getestete Heimbewohner künftig anderweitig untergebracht werden sollen. In der Diskussion sei, sie in sukzessive leergezogenen Einrichtungen unterzubringen.

Corona in Pflegeheim: Auch zahlreiche Mitarbeiter infiziert

Mitarbeiter müssten trotz Schutzkleidung und Vorgaben dicht an die Bewohner heran, um Lebensmittel zu bringen, Medikamente zu geben oder Reinigung vorzunehmen, wie OB Christian Schuchardt auf der Pressekonferenz erklärte. Deshalb können Mindestabstände dort nicht eingehalten werden.

Von 149 Bewohnern wurden mittlerweile 29 positiv getestet. Alle waren hochbetagt und hatten Vorerkrankungen. Auch zahlreiche Mitarbeiter wurden positiv getestet.

Corona in Seniorenheim: Die Pressekonferenz zum Nachlesen

Update 10.56 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. „Bleiben Sie bitte gesund“, heißt es zum Abschluss.

Update 10.48 Uhr: Mittlerweile gebe es 7289 bestätigte Fälle in Bayern. Viele würden die Maßnahmen schon gut umsetzen und halten sich an die Vorgaben der Regierung. Einige hätten den Ernst der Lage allerdings noch nicht erkannt.

Update 10.41 Uhr: „Wir rechnen nach wie vor mit dem Anstieg“, sagt Ertl mit Blick auf neue Coronavirus-Infektionen. Viele große Kliniken hätten aktuell noch Kapazitäten frei, deshalb sei es gerechtfertigt, sich solidarisch mit Europa zu zeigen und auch Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen. „Das würde andere Länder nicht komplett entlasten“, so Ertl, aber für Europa sei es ein gutes Signal.

Coronavirus in Bayern: „Die größten Probleme sind bei der Schutzkleidung“

Update 10.39 Uhr: „Es ist nicht so, dass man als jüngerer Mensch geschützt sei, vor einem schweren Corona-Verlauf“, betont Ertl. Auch jüngere Menschen müssten teilweise beatmet werden.

„Die größten Probleme sind bei der Schutzkleidung, was das Material betrifft“, führt Ertl auf Nachfrage aus. Die Masken seien dabei besonders wertvoll. „Die Lösung, die ich sehe, wird jetzt von der bayerischen Landesregierung durchgeführt“, so Ertl. Es gebe einen Austausch zwischen den bayerischen Kliniken, dies werde nun koordiniert.

Coronavirus in Würzburg: 27 Klinikmitarbeiter positiv getestet

Update 10.35 Uhr: 27 Mitarbeiter wurden mittlerweile positiv getestet. Das sei ein positiver Wert, wenn man bedenke, dass es über 6000 Mitarbeiter gebe. Ungeschützter Kontakt habe aber glücklicherweise zu keiner Infektion geführt, so Ertl.

Update 10.33 Uhr: Die Klinik ist mit Material bis zu zehn Tagen ausgestattet. Aktuell komme es noch nach. „Wie wird es sein, wenn hier vielleicht ähnliche Zustände eintreten, wie ich es heute aus Straßburg berichtet bekommen habe?“, fragt Ertl. Dort musste stündlich ein Patient zur Beatmung aufgenommen werden. Dies sei eine große Herausforderung für ein Krankenhaus.

„Die Belastung ist hoch beim Personal“, so Ertl. Man warte nun auf die „Corona-Flut“. Es gäbe auch einen Stab, der sich um psychische Belastungen bei Mitarbeitern, Patienten oder dem Personal kümmere.

Coronavirus in Würzburg: Zahlreiche Intensivbetten in Krankenhaus noch frei

Update 10.30 Uhr: Nicht notwendige Operationen werden verschoben. „Aber eine wichtige Botschaft an die Bevölkerung: Alles medizinisch Notwendige wird getan. Es wird nicht auf Kosten von Covid ein Patient, der medizinische Maßnahmen braucht, darunter leiden“, versichert Ertl.

Auf den Intensivstationen gebe es noch 40 Prozent freie Betten, so Ertl. Durch Umorganisation könne man insgesamt bis zu 160 freie Betten schaffen.

Update 10.28 Uhr: „Wir trennen Covid-Patienten schon vor der Tür in der Notaufnahme, wenn der Verdacht besteht. Wir sind jetzt viel stärker geschärft, am Anfang sind uns schon Covid-Patienten durch die Lappen gegangen“, so Ertl. Dadurch habe für Personal die Gefahr bestanden, sich zu infizieren.

Update 10.23 Uhr: Nun spricht Professor Georg Ertl, der ärztliche Direktor des Würzburger Universitätsklinikums. Am wichtigsten sei nun, die Epidemie einzugrenzen. Die Teststelle könne bis zu 200 Tests pro Tag durchführen - sofern die Abstrichmaterialien vorhanden seien. Es sei kürzlich eine neue Lieferung eingetroffen.

Coronavirus in Würzburger Pflegeheim: Menschen bieten sich als Helfer an

Update 10.21 Uhr: Es haben sich zahlreiche Personen gemeldet, die helfen wollen. Doch „es hat keinen Sinn Helfer zu holen, die noch nicht so funktionieren können“, sagt Löw. Zusätzliche Leute werden jedoch gebraucht, bestätigt er. Es habe aber „keinen Sinn, dass ich Helfer habe, die nicht wissen, was sie machen sollen“, erläutert er.

Update 10.18 Uhr: Viele Aspekte sprechen für eine Evakuierung, viele dagegen, so der Leiter des Gesundheitsministers. Eine Separierung von Infizierten und Nicht-Infizierten hinzukriegen, sei ideal. Doch die Frage ist, wie man das hinbekomme. Denn man habe keine Krankenhaus-Ausstattung, sondern eine Pflegeheim-Ausstattung, das seien andere Strukturen. „Es ist extrem schwierig“, so Löw. „Das ist nicht so einfach hinzukriegen.“

Update 10.13 Uhr: Nach OB Christian Schuchardt spricht nun der Leiter des Würzburger Gesundheitsamts. Alle Toten hatten starke Vorerkrankungen. „Wir veranlassen gezielt Tests, aber ressourcenorientiert“, erklärt Johann Löw.

Coronavirus in Würzburger Pflegeheim: OB versichert Versorgung mit Materialien

Update 10.05 Uhr: Das komplette Pflegeheim wird aktuell getestet, so Schuchardt.

Update 10.04 Uhr: „Wir werden sicherstellen, dass genügend Material und Schutzausrüstung vorhanden sein wird“, versichert Schuchardt. Zuvor hatte Chefarzt Michael Schwab gewarnt, dass das Material nur noch wenige Tage reiche.

Update 9.58 Uhr: „Es hätte auch jede andere Einrichtung treffen können“, meint OB Schuchardt. Es war Pech, dass es dieses Seniorenheim getroffen habe. Aktuell sei noch nicht klar, wie das Coronavirus in die Pflegeeinrichtung gekommen sei, ob über Angehörige, Mitarbeiter oder anderweitig.

Coronavirus in Würzburger Pflegeheim: Mindestabstände können nicht eingehalten werden

Update 9.55 Uhr: Mitarbeiter müssten trotz Schutzkleidung und Vorgaben dicht an die Bewohner heran, um Lebensmittel zu bringen, Medikamente zu geben oder Reinigung vorzunehmen, wie es weiter heißt. Deshalb können Mindestabstände dort nicht eingehalten werden, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Nachdem der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen wurde, wurden neue Maßnahmen für die Einrichtung festgelegt. Beispielsweise wurde Chefarzt Michael Schwab permanent an die Einrichtung abgeordnet. 

Update 9.51 Uhr: Am vergangenen Montag sei ein weiterer Patient gestorben, heißt es auf der Pressekonferenz. Von 149 Bewohnern wurden 29 positiv getestet. Mittlerweile gibt es 10 Tote zu beklagen. Alle waren hochbetagt und hatten Vorerkrankungen.

42 Fachkräfte und 44 Hilfskräfte waren in der Einrichtung im Einsatz, davon wurden 33 positiv getestet.

Coronavirus in Bayern: Neun Tote in Seniorenheim - Leitung schlägt Alarm

Erstmeldung vom 25. März, 9.40 Uhr

Würzburg - Neun Menschen sind in einem Seniorenheim in Würzburg an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Universitätsklinikum Würzburg hat das Heim in Schutz genommen. „Die Infektionswelle hat die Altenpflegeeinrichtung getroffen, als Covid-19 in Deutschland noch eine Rarität war“, heißt es in einer Mitteilung vom Samstagabend. Alle hygienisch notwendigen Maßnahmen würden ergriffen - „aber natürlich ist der Kampf der Ärzte und des Pflegepersonals gegen die Krankheit in einem Pflegeheim noch weitaus schwieriger als in den rund um die Uhr mit ärztlichem und pflegerischem Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten Kliniken“.

Doch immer noch ist die Situation mehr als schwierig - das Seniorenheim wartet weiter auf dringend benötigte Schutzausrüstung und personelle Unterstützungen. Die Stiftung Bürgerspital, zu der das Heim gehört, schlägt nun gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR) Alarm. Die vorrätige Schutzausrüstung reiche „nur noch wenige Tage“. Chefarzt Michael Schwab von der Stiftung Bürgerspital sagte, der Nachschub stocke aktuell. Es sei in den letzten Tagen keine neue Schutzausrüstung eingetroffen, obwohl „alle erdenklichen Quellen angezapft“ wurden.

Neun Coronatote in Würzburger Pflegeheim: Leitung schlägt Alarm

„Die Mitarbeiter kommen definitiv an ihre Grenzen“, so die Abteilungsleiterin Senioreneinrichtungen der Stiftung Bürgerspital, Elisabeth Richter, gegenüber dem BR. 40 Pflegekräfte seien noch immer in häuslicher Quarantäne. Bisher sei „keine externe Unterstützung eingetroffen“, so Schwab. Alle vorhandenen Pflegekräfte arbeiten „absolut am Limit“. Der Chefarzt zeigt sich beeindruckt, wie das Personal es schaffe, „trotz der Umstände so etwas wie geordnete Verhältnisse“ beizubehalten. Aber er warnt: „Lange schafft das unser Personal alleine nicht mehr. Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir auch Auszeiten zum Durchschnaufen gewähren müssen.“

Coronavirus in Würzburger Pflegeheim: Verantwortliche gehen an die Öffentlichkeit

Am heutigen Mittwoch wollen die Verantwortlichen an die Öffentlichkeit gehen. Neben dem ärztlichen Direktor des Würzburger Universitätsklinikums, Professor Georg Ertl, werden unter anderem auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und Landrat Eberhard Nuß (CSU) Stellung beziehen.

Der erste Coronavirus-Fall in Deutschland wurde Ende Januar in München registriert. Das scheint lange her. Virologe Prof. Alexander Kekulé warnte schon damals vor einer Corona-Krise*.

Die Corona-Krise bestimmt den Alltag der Menschen - auch in Bayern. Viele machen sich Sorgen und greifen zu „Hamsterkäufen“ - ein Discounter-Riese hat jetzt ein Zeichen gesetzt.

In Bayern verunglückte ein Wanderer in der Nähe von Traunstein. Darauf folgte eine dramatische Rettung, bei der die Einsatzkräfte auch wegen des Coronavirus ein Risiko eingehen mussten*.

Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen kam es in einem Seniorenzentrum in Murnau zu einem Corona-Ausbruch*. Zwei Patienten befinden sich in einer Klinik.

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mit dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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