Besserung in Sicht?

Coronavirus: Hohe Temperaturen im Frühling mit Auswirkungen auf Covid-19

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Virologe Christian Drosten ist nicht davon überzeugt, dass die hohen Temperaturen gegen das Coronavirus helfen werden.

Bringen höhere Temperaturen und der Frühling Abhilfe im Kampf gegen Covid-19? Die These ist umstritten. Es gibt rund um das Coronavirus und Frühling mehrere Meinungen.

  • Der Frühling wird in der kommenden Woche endgültig in Deutschland und NRW ankommen.
  • Könnten damit auch die Coronaviren sterben, ähnlich wie bei den Grippeviren?
  • Meteorologen und Virologen sind sich darüber nicht einig.

Dortmund - Die kommende Woche wird es endlich richtig frühlingshaft in Deutschland und NRW. Es werden Temperaturen bis 22 Grad erwartet. Das hat auch Auswirkungen auf das Coronavirus*, wie RUHR24.de* berichtet.

Coronavirus in Deutschland sorgt für lange Pause des öffentlichen Lebens

Seit vielen Wochen hält uns das Coronavirus in Atem. Mittlerweile sind so gut wie alle Geschäfte geschlossen, und das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen.

Wenn es nach dem Virologen Alexander Kekulé geht, könnte das aber wohl möglich bald schon ein Ende haben. Das gute Wetter könnte jetzt für uns der größte Verbündete im Kampf gegen das Coronavirus sein, wegen dem Ärzte und Pfleger in NRW zur Arbeit verpflichtet werden sollen*.

Meteorologen und Virologen sehen Frühling im Kampf gegen das Coronavirus als Chance an

"Wenn es warm wird, werden die Coronaviren normalerweise schwächer und die Krankheit schwächt sich ab. Der Sommer könnte unser bester Verbündeter sein", so der Virologe bei der ARD

Auch Wetterexperte Dominik Jung ist der Meinung, dass die Sonne den Coronavirus in die Karten spielt. "Die Ausbreitung könnte durch das sonnige Wetter und die steigenden Temperaturen etwas gebremst werden. Bei trockener Luft breitet sich das Virus auch nicht so gut aus, bei feuchter Luft lagert es sich eher an Partikeln in der Luft an und wird weitertransportiert", so der Meteorologe gegenüber Bild.

Coronavirus im Frühling: Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin ist skeptisch

Doch dieser Meinung ist nicht jeder. Virologe Christian Drosten von der Charité in Berlin schaut eher skeptisch auf die Prognosen. Zwar würden die Wärme und die UV-Strahlung dafür sorgen, dass die Viren gestoppt werden, allerdings sei das vor allem bei Influenza-Viren der Fall und nicht bei den Coronaviren.

Auch der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nicht Institut für Tropenmedizin in Hamburg sieht die Hoffnungen der Leute skeptisch. "Das Influenzavirus ist ein ganz anderes Virus als das Coronavirus. Nur weil eine normale Grippewelle bei höheren Außentemperaturen abebbt, muss das nicht auch auf das Coronavirus zutreffen. Das Wetter mag vielleicht einen kleinen Einfluss haben, aber es ist unwahrscheinlich, dass das Coronavirus plötzlich weg ist, nur weil es ein paar Grad wärmer wird."

Robert-Koch-Institut hält sich zum Coronavirus im Frühling bedeckt

Das Robert-Koch-Institut hat dieselbe Meinung, wie der Hamburger Virologe. Allerdings würden noch keine konkreten Erkenntnisse vorliegen, wie das Wetter das Coronavirus beeinflussen kann, so das Institut auf Nachfrage von Bild.

Allerdings sollte man besonders ein Fakt nicht außer Acht lassen: Wenn das Wetter frühlingshaft, mit viel Sonne und hohen Temperaturen, wird, lockt das die Leute nach draußen.

Die Ansteckungsgefahr vom Coronavirus steigt im Frühling

Die Parks werden wieder voller und die Seen, wie der Phoenix See in Dortmund*, laden zu einem Spaziergang ein. Dabei steigt wieder die Ansteckungsgefahr, da oftmals nicht der nötige Sicherheitsabstand zu anderen Personen eingehalten wird oder eingehalten werden möchte. Aqua

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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