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Coronavirus in Frankreich: Kind stirbt an Covid-19 - Was verkündet Macron am Montag?

Frankreich leidet unter der Coronavirus-Pandemie. Inzwischen scheint die Lage unter Kontrolle. Am Montag will Präsident Emmanuel Macron eine mit Spannung erwartete Rede halten.

München/Paris - Die Corona-Pandemie trifft Europa hart. Wirtschaftlich und gesellschaftlich. Vor allem in Spanien und Italien war Lage auf dem Kontinent dramatisch, inzwischen aber hat sich die Situation dort einigermaßen beruhigt. Die Zahl der Infizierten geht zurück, zudem werden immer weniger Todesfälle gemeldet.

Doch nicht nur in Südeuropa war die Lage brenzlig, auch in Frankreich breitet sich das Virus aus. Besonders betroffen ist dort die Region Grand Est. Aber auch dort hat man die Lage offenbar weitestgehend unter Kontrolle. 

Coronavirus in Frankreich: Kind stirb an Covid-19 - Macron-Rede am Montag mit Spannung erwartet

Forscher des Institute for Health and Evaluation, der University of Washington in Seattle, berechneten nun für mehrere Staaten, wie es weitergehen könnte. Demnachhat Frankreich den Höhepunkt der Todeswelle hinter sich. Dennoch seien dort bis August noch insgesamt über 15.700 Todesopfer zu befürchten. 

Am Freitag wurde besonders tragischer Fall aus Frankreich bekannt. Dort ist ein an Covid-19 erkranktes Kind auf der Intensivstation gestorben. Das Kind sei jünger als zehn Jahre gewesen, die Todesursache erscheine aber „vielfältig“, sagte Gesundheitsdirektor Jerome Salomon am Freitagabend.

Die Zahl der Menschen, die in Krankenhäusern gestorben seien, ist bis Freitag innerhalb von 24 Stunden um 554 Fälle auf 8598 gestiegen. Hinzu kommen 433 weitere Fälle innerhalb eines Tages in Alters- und Pflegeheimen. Hier liegt die Gesamtzahl bei knapp 4600. Damit hat die Zahl der Toten fast die Marke von 13.200 Fällen erreicht.

Coronavirus in Frankreich: Was wird Präsident Marcon der Nation am Montag mitteilen?

Coronavirus - Frankreich

„Nur gemeinsam werden wir das Virus besiegen. Zu Hause zu bleiben bedeutet, gegen das Virus vorzugehen, gegen die Krankheit vorzugehen, Leben zu retten. Seit einigen Tagen sehen wir die ersten Auswirkungen der Eindämmung“, sagte Salomon. Derzeit würden gut 7000 Menschen auf Intensivstationen behandelt - das sind etwas weniger als am Vortag.

Zur Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Kampf gegen die Covid-19-Krankheit schreibt die italienische Zeitung Corriere della Sera am Samstag: „Am Montagabend wird Präsident Emmanuel Macron in einer neuen, mit Spannung erwarteten Rede zu den Franzosen sprechen, nachdem er am 16. März, dem Vorabend der Ausgangsbeschränkungen, eine ‚Wir sind im Krieg‘-Ansprache gehalten hatte. Es wird ein wichtiger Moment werden, in dem Macron vorbereiten wird, wie es in Frankreich nach der Epidemiezeit weitergehen soll und die Zustimmung sowie Unterstützung der Bürger dafür suchen dürfte.

Die Französische Regierung tritt zurück. Präsident Emmanuel Macron möchte seine Politik neu ausrichten.

smk/AFP/dpa

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Rubriklistenbild: © dpa / Gonzalo Fuentes

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