„Die Dynamik nimmt zu“

Corona in Deutschland: Regierung mahnt zur Wachsamkeit - Neue Regelungen für Reiserückkehrer?

Coronavirus in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen überschreitet erneut den Höchstwert seit April. Die Bundesregierung mahnt zur Wachsamkeit. Es soll neue Regelungen für Reiserückkehrer geben.

Update vom 6. Oktober, 7.20 Uhr: Am Dienstagmorgen gab das Robert-Koch-Institut* die Zahl der Corona-Neuinfektionen bekannt. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage wurde die Schwelle von 2600 überschritten. Der aktuelle Wert liegt bei 2639 Neuinfektionen.

Die Zahl der Todesfälle stieg auf 9546 an - 12 mehr als am Vortag. Das RKI schätzt, dass rund 265.000 Menschen die Infektion überstanden haben. Demnach gibt es derzeit 28.712 aktive Corona-Fälle in Deutschland. Die Reproduktionszahl* lag nach RKI-Schätzungen bei 1,21 - die Zahl stammt aus dem Lagebericht am Montag. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt mehr als eine weitere Person ansteckt.

Das sogenannte 7-Tage-R zeigt das Infektionsgeschehen über einen längeren Zeitraum - vor 8 bis 16 Tagen. Dieser Wert lag nach RKI-Schätzungen bei 1,08 und ist im Vergleich zum Vortag (1,14) etwas gesunken.

Corona in Deutschland: Wolfgang Schäuble erlässt Maskenpflicht im Bundestag

Update vom 5. Oktober, 18.20 Uhr: Hinsichtlich steigender Corona-Zahlen hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Gebäuden des Bundestages angeordnet. Das teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Schäuble habe sich zu der Anordnung entschieden, „weil die Entwicklung der Sars-CoV-2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen“ sei. Die Regel soll bereits ab Dienstag (6. Oktober) gelten.

Corona in Deutschland: Regierung mahnt zur Wachsamkeit - kommen neue Regelungen für Reiserückkehrer?

Update vom 5. Oktober, 16.23 Uhr: Die Bundesregierung hat erneut zur Wachsamkeit wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland aufgerufen. „Die Dynamik nimmt zu“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es sei nötig, sehr aufzupassen. Ziel sei weiterhin, die Fallzahlen so niedrig zu halten, dass die Gesundheitsämter Ketten von Infizierten nachvollziehen und unterbrechen könnten. Seibert verwies darauf, dass es aktuell in einigen Regionen und Ballungsräumen wie etwa in manchen Bezirken Berlins kritische Werte von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen gibt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kam am Montag erneut mit zuständigen Ministern im Corona-Kabinett zusammen. Beschlüsse seien nicht gefasst worden, sagte Seibert. Vorbereitet wurden demnach aber geplante Neuregelungen zu Tests und Reiserückkehrern aus dem Ausland, die Bund und Länder Ende August grundsätzlich vereinbart hatten.

Corona in Deutschland: Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten künftig zehn Tage?

Eine neue Muster-Quarantäneverordnung, die das Innenministerium erarbeitet, sieht vor, dass Einreisende aus Risikogebieten nach der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne gehen müssen. Wer einen negativen Test vorlegen kann, soll sie frühestens fünf Tage nach der Einreise verlassen dürfen. Zum 1. November sollen digitale Einreiseanmeldungen kommen, um Daten schneller an Gesundheitsämter weiterzuleiten. Das Gesundheitsministerium plant zum 15. Oktober neue Regeln zu Tests, die stärker auf Ältere und Vorerkrankte, Pflegeheime und das Gesundheitswesen ausgerichtet werden sollen. Als Ergänzung sollen auch Antigen-Schnelltests verstärkt eingesetzt werden.

Die Bundesregierung erläuterte, dass für die konkrete Ausgestaltung von Quarantäne-Vorgaben die Bundesländer jeweils eigene Regeln treffen. Dies gelte auch für innerdeutsche Reisen von Risikogruppen.

Corona in Deutschland: 16 Corona-Fälle nach Hochzeitsfeier in Lahr

Bei einer großen Hochzeit Ende September in Lahr mit rund 120 Personen haben sich mehrere Gäste mit dem Coronavirus
infiziert. Derzeit verfolgt das Gesundheitsamt des Ortenaukreises mehr als 240 Kontaktpersonen aus Lahr und Umgebung, die sich in Quarantäne begeben müssen. „Nach aktuellem Stand haben sich bisher 16 Gäste der Hochzeitsfeier mit dem Coronavirus infiziert“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamts, Evelyn Bressau am Montag. Einige der betroffenen Personen seien zusätzlich auf anderen Familienfeiern gewesen, was das Amt vor besondere Herausforderungen stelle. Laut eines Sprechers des Landratsamtes wird mit weiteren Infizierten gerechnet.

Corona in Seniorenheim in Marxzell: Zahl der Infizierten steigt auf 29

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Marxzell (siehe Update vom 4. Oktober, 22.16 Uhr) hat sich die Zahl der mit dem Virus Infizierten auf 29 erhöht. Ein weiterer Bewohner sei positiv getestet worden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Karlsruhe am Montag. Damit haben sich in dem bislang betroffenen Wohnbereich bis auf eine Ausnahme alle dort untergebrachten Senioren angesteckt. Die anderen Wohnbereiche sind den bisherigen Erkenntnissen zufolge weiterhin nicht betroffen. Alle 98 Bewohner sowie die 70 Mitarbeiter werden derzeit getestet. Ein Team des Gesundheitsamtes soll nun vor Ort untersuchen, wie es zu den Ansteckungen kommen konnte.

Corona in Deutschland: Gesundheitsminister Spahn über Entwicklung in Berlin besorgt

Update vom 5. Oktober, 13.20 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen aktuell weiter an, vor allem Berlin scheint den Zuwachs der Neuinfektionen nicht bremsen zu können. Vier Bezirke überschreiten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts den Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Gesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich über die Entwicklung in der Hauptstadt besorgt. Er könne nicht verstehen, dass große Partys möglich seien, wie er sie am Wochenende wieder auf Bildern gesehen habe, und dass es Restaurants gebe, wo man mit Maske angeguckt werde, als wäre man vom Mond, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin.

„Es liegt nicht an zu wenig Regeln. Es liegt eher an der Frage, wo werden welche Regeln durchgesetzt. Und da geht zumindest in manchen Bereichen dieser schönen Hauptstadt, glaube ich, noch mehr.“ Die Einstufung von bestimmten Berliner Bezirken als Risikogebiete, wie es Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz machen, sieht der Gesundheitsminister skeptisch. Er verstehe die Regelungen gut, die einige Bundesländer mit Blick auf den innerdeutschen Reiseverkehr hätten.

„Gleichzeitig müssen wir miteinander schauen in der aktuellen dynamischen Infektionslage, dass alles auch noch nachvollziehbar und ganz praktisch einhaltbar bleibt für die Bürgerinnen und Bürger.“ Es helfe auf Dauer nicht, Berlin in Bezirke zu unterteilen. „Das ist hier eine große, dynamische Stadt. Wir alle sind jeden Tag in verschiedenen Bezirken im Zweifel unterwegs. Ich wünsche mir sehr, dass es einen auf Gesamt-Berlin bezogenen Ansatz gibt“, sagte Spahn und appellierte dabei vor allem daran, dass in der Hauptstadt die geltenden Regeln eingehalten und durchgesetzt werden.

Das Coronavirus greift weiter um sich, die Zahl der Neuinfektionen steigt in ganz Europa an. Rechtsmediziner Michael Tsokos äußert nun eine traurige Beobachtung.

Corona in Deutschland: Sieben Kreise und kreisfreie Städte überschreiten wichtigen Grenzwert

Update vom 5. Oktober, 9.30 Uhr: Mit 414 Neuinfektionen meldet Nordrhein-Westfalen den höchsten Anstieg positiv getesteter Personen am Montag. Doch insgesamt sieben Kreise und kreisfreie Städte in Deutschland überschreiten aktuell den wichtigen Grenzwert von 50 infizierten Personen pro 100.000 Einwohner. Vier Bezirke Berlins sind davon betroffen, erst am Wochenende hatte ein Video aus der Hauptstadt für Aufsehen gesorgt. Den Grenzwert überschreiten ebenfalls die NRW-Städte Hamm und Remscheid und Vechta in Niedersachsen.

Doch auch Frankfurt am Main könnte den wichtigen Grenzwert schon bald überschreiten. Wie das RKI am Sonntag berichtet, liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt aktuell bei 47,7.

Corona in Deutschland: Robert-Koch-Institut meldet aktuelle Fallzahlen

Update vom 5. Oktober, 6.30 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen steigt in Deutschland weiter an, die Gesundheitsämter meldeten auch am Sonntag einen starken Zuwachs der Fallzahlen. Obwohl am Wochenende für gewöhnlich nicht alle Bundesländer aktuelle Zahlen melden, berichtete das Robert-Koch-Institut am Sonntag rund 2279 Fälle. Am Montag ist die Zahl der Neuinfektionen wieder etwas gesunken, doch auch an diesem Tag meldeten nicht alle Gesundheitsämter ihre aktuellen Corona-Zahlen.

Wie das RKI berichtet, wurden Sonntag rund 1382 offiziell positiv auf das Coronavirus getestet. Demnach haben sich laut RKI seit Beginn der Pandemie etwa 300.619 Menschen offiziell mit dem Coronavirus infiziert.

Corona in Deutschland: 18 Bewohner und Zehn Mitarbeiter in Seniorenheim infiziert

Update vom 4. Oktober, 22.16 Uhr: In einem Seniorenwohn- und Pflegeheim in Marxzell (Kreis Karlsruhe) haben sich 18 Bewohner und zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Einer der Bewohner sei gestorben, teilte der Kreis Karlsruhe am Sonntagabend mit.

Nun würden alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter getestet. „Das Infektionsgeschehen beschränkt sich bisher auf einen Wohnbereich, in dem 20 Seniorinnen und Senioren leben. Hinweise, dass sich die Infektion weiter in dem Heim verbreitet, gibt es bislang nicht“, sagte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Ulrich Wagner. Es müsse aber mit weiteren schweren Krankheitsverläufen gerechnet werden.

Corona in Deutschland: Lauterbach überrascht: „Quasi ganz Deutschland bald Risikogebiet“

Update vom 4. Oktober, 20.21 Uhr: Wird bald ganz Deutschland zum Risikogebiet auserkoren? Das hält zumindest SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für möglich. Der Bundestagsabgeordnete beobachte die derzeit stark steigenden Corona-Zahlen mit großer Sorge und befürchtet, dass „quasi ganz Deutschland ein Risikogebiet wird.“

Dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte er: „Ich gehe davon aus, dass wir die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche sehr bald in vielen Regionen in Deutschland überschreiten werden.“ Die bestehenden Quarantäneregelungen würden deshalb bald „kaum mehr Sinn machen“, meinte Lauterbach.

Lauterbach fordert deshalb „weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, etwa ein bundesweites Verbot von privaten Feiern mit mehr als 25 Personen. Auf öffentlichen Plätzen, wo man sich nahekommt und laut gesprochen wird, sollte es eine Maskenpflicht geben.“ Inwiefern der Gesundheitsexperte Recht hat mit seiner Prognose, wird sich zeigen. Fest steht, dass Deutschland im Moment weit entfernt von einem flächendeckendem Knacken der 50er-Marke ist. Laut aktuellem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts befinden sich lediglich sechs der 401 deutschen Stadt- und Landkreise in diesem Bereich.

Sieben-Tages-Inzidenz in Deutschland (Stand: 4. Oktober)

1. Stadt Hamm: 99,4

2. Stadt Remscheid: 58,6

3. Stadtkreis Berlin-Mitte: 57,4

4. Stadtkreis Berlin-Neukölln: 56,5

5. Stadtkreis Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg: 52,2

6. Landkreis Vechta: 50,1

Corona in Deutschland: Reproduktionszahl steigt von 1,10 auf 1,23

Update vom 4. Oktober, 17.33 Uhr: Neue Angaben vom Robert-Koch-Institut. Die Reproduktionszahl lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,23. Am Vortag wurde der R-Wert noch auf 1,10 taxiert. Das geglättete Sieben-Tage-R blieb konstant und stieg lediglich marginal von 1,13 auf 1,14.

Corona in Deutschland: Neue Zahlen vom RKI - 2279 Neuinfektionen

Update vom 4. Oktober, 8.35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut hat am Sonntag die aktuelle Zahl der Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 2279 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekannt gab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Obwohl am Wochenende nicht alle Zahlen gemeldet werden, knackt die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag erneut die 2000er-Grenze.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 299.237 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 4.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9529. Seit dem Vortag wurden 2 Todesfälle mehr gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,10 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Corona in Deutschland: Wichtiger Wert springt über kritische Grenze - Feier sorgt für Massenausbruch

Update vom 3. Oktober, 20.44 Uhr: Der Reproduktionszahl* - kurz R-Wert - springt über die kritische Grenze von 1,0 bei 1,10 (Vortag: 0,97), teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Lagebericht (3. Oktober) mit. Das 7-Tage-R schätzt das RKI auf 1,13 (Vortag: 1,08).

Aktuell ist laut RKI-Lagebericht ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Die aktuellen Corona-Hotspots in Deutschland sind demnach die Stadt Hamm (NRW), Remscheid und zwei Berliner Bezirke. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz über den Wert von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

  • Stadt Hamm (NRW) - 100,5
  • Berlin Neukölln (Berlin) - 56,5
  • Stadt Remscheid (NRW) - 55,9
  • Berlin Mitte (Berlin) - 55,5

Unter den Bundesländern hat Bremen die höchste 7-Tage-Inzidenz mit 34,8. Berlin folgt mit einem Wert von 33,4.

Corona in Deutschland: „Die Uhr tickt“ - Neuinfektionen in Berlin steigen

Update vom 3. Oktober, 15.26 Uhr: In Berlin herrscht Corona-Alarm. Fünf Bezirke gehören, laut RKI-Liste, zu den Top 10 Corona-Hotspots in Deutschland: Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und nun auch Tempelhof-Schöneberg. Eine Feier in einem Tempelhofer Festsaal hat zu einem der größten Corona-Ausbrüche seit mehreren Wochen in Berlin geführt, berichtet die Berliner Morgenpost. Mindestens 30 Personen der Gesellschaft haben sich demnach infiziert. Ob es sich um eine Hochzeit gehandelt hat, ist noch nicht sicher. Der Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg kratzt nach Angaben des Berliner Senats an der kritischen 50er-Grenze. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 46,7 (Stand: 3. Oktober, 15.47 Uhr). Das RKI weist in seinem Covid-19-Lageberichte (2. Oktober) einen Wert von 42,1 aus.

Im Berliner Bezirk Neukölln sind derzeit an 14 Schulen mindestens 25 Klassen vom Coronavirus betroffen und deswegen in Quarantäne, schreibt der Tagesspiegel. Auch Kindertagesstätten seien betroffen. Das Gesundheitsamt käme jetzt schon nicht mehr mit den Tests und der Nachverfolgung der Kontaktpersonen hinterher, sagte der Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) gegenüber der Zeitung. Der Bezirk erwäge deswegen eine Verschärfung der Quarantäne-Regeln für Schulen. Bei einem Corona-Fall in einer Klasse müssten dann alle Mitschüler 14 Tage in Isolation. Eine Verkürzung solle nicht mehr möglich sein.

Corona in Deutschland - „Die Uhr tickt“ - Alkoholverbot wegen Corona-Lage in Berlin gefordert

Angesichts eines rasanten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen fordert Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci für die Hauptstadt ein Ausschank- und Verkaufsverbot für Alkohol von 23 bis 06 Uhr. Dieses müsse für Restaurants, Bars, Clubs und Spätverkaufsstellen gelten, sagte die SPD-Politikerin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig erneuerte sie ihre Forderung nach weitergehenden Kontaktbeschränkungen: Begegnungen sollten auf zwei Haushalte oder fünf Personen begrenzt werden. Es sei Zeit für rasches Handeln. „Wir haben nicht die Zeit zu sagen, wir gucken mal. Die Uhr tickt“, sagte sie. Unterschiedliche Beschränkungen des Alkoholverkaufs gibt es auch schon in anderen Städten. 

Coronavirus in Deutschland: RKI meldet 2563 Corona-Neuinfektionen

Update vom 3. Oktober, 9.34 Uhr: Die Corona-Fälle in Deutschland bleiben weiter auf hohem Niveau. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb eines Tages liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen bei 2563. Damit bleibt der Wert nun schon zum dritten Mal in Folge über der Schwelle von 2.500 Fällen pro Tag. Bereits am Freitag meldeten die Gesundheitsämter 2.673 Neuinfektionen, am Tag zuvor waren 2.503 neue Fälle. Zuletzt hatten die Corona-Neuinfektionen Ende April die Schwelle von 2.500 überschritten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 296.958 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 3.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9527. Seit dem Vortag wurden 19 Todesfälle mehr gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,97 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Auch der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert, der sich auf einen längeren Zeitraum bezieht und daher weniger Schwankungen unterliegt, ist leicht angestiegen.. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,08 (Vortag: 1,05). Ein infizierter Mensch steckt somit etwas mehr als einen weiteren an.

Sowohl beim R-Wert als auch beim Sieben-Tage-R-Wert ist also ein Trend zu einer leichten Steigerung erkennbar.

Corona in Deutschland: Einzelne Länder starten in Herbstferien - Erstes Fazit zu Schulöffnung

Update vom 3. Oktober 2020, 09.27 Uhr: Die ersten Länder Deutschlands starten in der kommenden Woche in die Herbstferien. Ein erstes Fazit seit der Wiederöffnung der Schulen nach den coronabedingten Schließungen ergibt ein positives Bild: Der überwiegende Teil der Schulen in Deutschland hat den Betrieb trotz Corona wie geplant aufrechterhalten können. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kultusministerien der Länder und eine Auswertung aktuell zugänglicher Meldungen der Ministerien ergab, kommt es vereinzelt zwar zu deutlichen Einschränkungen für Tausende Schüler und Lehrer. Mit Blick auf die Gesamtzahl von rund 40.000 Schulen mit 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern, sind die Zahlen dennoch vergleichsweise überschaubar.

Coronavirus und Schulöffnungen: So viele Schüler und Lehrer waren in Quarantäne

Nach den aktuellsten zum Ende der Woche vorliegenden Daten der zuständigen Landesbehörden oder Kultusministerien der Länder, waren zuletzt knapp 40.000 Schüler und fast 4000 Lehrer wegen Infektionsfällen, Verdachtsfällen oder eigener Infektion in Quarantäne oder als Vorsichtsmaßnahme im Fernunterricht. Daneben meldeten Bundesländer, die keine Einzelzahlen zu Schülern veröffentlichen, insgesamt rund 700 Klassen oder Lerngruppen, die zuletzt nicht in der Schule waren. Komplett geschlossen waren den aktuellen Zahlen zufolge 23 Schulen.

Die Bundesländer erheben die Daten allerdings sehr unterschiedlich. Manche zählen Schüler und Lehrer in Quarantäne, manche erfassen die Zahl der Klassen oder Lerngruppen, die zu Hause unterrichtet werden, manche nur die Zahl der positiv Getesteten. Zudem werden die Daten in unterschiedlichem zeitlichen Abstand und zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben. Daher können bundesweit nur sehr grobe Aussagen getroffen werden.

Corona in Deutschland: Unterrichtsausfall an mehreren Schulen wegen mangelnder Desinfektion

Update vom 2. Oktober, 15.56 Uhr: An mehreren Schulen ist am Freitag in Dortmund der Unterricht ausgefallen, da sie offenbar nicht geputzt und desinfiziert wurden. Reinigungskräfte hatten am Mittwoch gestreikt. Wie der WDR berichtet, waren tausende Schüler betroffen. Der Präsenzunterricht konnte wegen der mangelnden Corona-Hygieneanforderungen nicht stattfinden. Aus Sicherheitsgründen mussten die Schüler zu Hause bleiben. Die Stadt Dortmund sei am Freitagmorgen davon überrascht gewesen, wie viele Schulen betroffen waren. Laut WDR sollen es mindestens zehn gewesen sein. Am Montag soll es mit dem Unterricht aber weitergehen.

Corona in Deutschland: Tragischer Todesfall nach Klinik-Aufenthalt

Update vom 2. Oktober, 15.37 Uhr: Eine Patientin ist in der Nacht zu Donnerstag in einem Krankenhaus in Lörrach (Baden-Württemberg) gestorben. Die 79-Jährige hatte sich bei ihrer Zimmernachbarin mit Corona angesteckt. Die Verstorbene befand sich bereits seit längerem im Krankenhaus, als eine andere Patientin (70) ins Zimmer kam, berichtet SWR.de. Die 70-Jährige hatte demnach nur eine Untersuchung und konnte die Klinik am nächsten Tag verlassen. Zu Hause entwickelte die entlassene Patientin Symptome und wurde daraufhin von ihrem Hausarzt positiv getestet.

Es sei ein Rätsel, wie sich die 79-Jährige im Zweibettzimmer anstecken konnte, sagte Bernhard Hoch, medizinischer Geschäftsführer der Klinik. „Das ist ein tragischer Fall und ein seltenes Phänomen, das mir zumindest aus Baden-Württemberg nicht bekannt ist“, so Wolf. Es gebe in der Klinik wegen der Abstandsregeln nur Zweibettzimmer, es herrscht Maskenpflicht und bei der Aufnahme werde gewissenhaft nachgefragt. Die 70-jährige Patientin habe bei ihrer Aufnahme keine Symptome gezeigt.

Norddeutsches Bundesland stuft Berliner Bezirk Mitte als Risikogebiet ein

Update vom 2. Oktober, 13.34 Uhr: Schleswig-Holstein stuft den Bezirk Berlin Mitte als Risikogebiet ein. Für Reisende aus deutschen Risikogebieten gilt dort offenbar eine 14-tägige Quarantänepflicht. Das norddeutsche Bundesland definiert den Berliner Bezirk Mitte als „Risikogebiet im Inland“. Der Berliner Senat dagegen behandelt Berlin als Ganzes.

Ändert sich etwa noch mehr bei den Quarantäne-Regeln in Deutschland? Ein brisanter Aktenvermerk deutet daraufhin.

Update vom 2. Oktober, 11.56 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat Test für einen Corona-Impfstoff von IDT Biologika* genehmigt. Bei dem Corona-Impfstoff handelt es sich um einen sogenannten Vektor-Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2. Der Impfstoff basiert auf einem Impfstoff gegen Pocken und wurde gemeinsam von einem Forscher-Team der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Philipps-Universität Marburg und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Auftrag für das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelt. Der Impfstoff wird jetzt in der ersten Phase (Phase I) der klinischen Prüfung auf Sicherheit, Verträglichkeit und auf seine spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht.

Corona: Das sind Deutschlands Risikogebiete

Update vom 2. Oktober, 9.23 Uhr: Die Stadt Hamm (NRW) gehört weiterhin zu den Corona-Hotspots in Deutschland. Die 7-Tage-Inzidenz liegt dort bei 94,4. Doch auch weitere Regionen überschreiten den kritischen Wert von 50 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb sieben Tagen:

Corona in Deutschland: Vier Regionen bei Inzidenz über dem kritischen Wert

  • Hamm (NRW) - 94,4
  • Remscheid (NRW) - 50,5
  • Berliner Bezirk Mitte - 52,6
  • Röhn-Grabfeld - 51,4

Über der Schwelle von 35 liegen derzeit 18 Regionen in Deutschland. In München ist die 7-Tage-Inzidenz gefallen und liegt derzeit laut RKI auf 36,6. Die bayerische Hauptstadt hat, wie *tz.de berichtet, auf die positiven Entwicklungen reagiert.

Die Corona-Lage muss sorgfältig beobachtet werden, schreibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht (1. Oktober). Die Corona-Patienten auf der Intensivstation nehmen zu. 362 Covid-19-Fälle müssen derzeit auf intensivmedizinisch behandelt werden, davon werden 193 beatmet.

RKI meldet mehr als 2600 Corona-Neuinfektionen - höchster Wert seit April

Update vom 2. Oktober, 8.05 Uhr: Wie das Robert-Koch-Institut* (RKI) am Freitagmorgen bekannt gab, meldeten die Gesundheitsämter 2673 neue Corona-Infektionen. Das ist der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte. Acht weitere Menschen sind dem RKI zufolge an den Folgen des Virus gestorben.

Ein leichter Anstieg ist auch bei den Patienten zu beobachten, die auf der Intensivstation behandelt werden. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit etwa 360 Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden beatmet. Das sind knapp 30 mehr als in der vergangenen Woche.

Coronavirus in Deutschland: Köln, Duisburg und Gelsenkirchen reißen Grenzwert

Update vom 1. Oktober, 20.55 Uhr: Nach Informationen von Focus Online haben die Gesundheitsämter der Bundesländer beim RKI 2589 neue Corona-Infektionen gemeldet. Allein in Nordrhein-Westfalen gebe es demnach 758 neue Fälle. 16 weitere Todesfälle seien zu beklagen. Weil Bayern einen Todesfall gestrichen hat, liegt die Gesamtzahl nun bei 9476. Der Freistaat steht bei 2661 - trauriger Spitzenwert unter den Bundesländern. Erfreulich: Die bundesweite Reproduktionszahl ist weiter gesunken auf nun 0,9.

In Köln (36,4), Duisburg (36,9), Gelsenkirchen (40,7) und dem Oberbergischen Kreis (35,6) wurde der Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Hier würden demnach Beschränkungen bei Feiern in Gaststätten und Zuschauerzahlen bei Fußballspielen greifen. Die beiden Hotspots Hamm (95,5) und Remscheid (59,5) liegen sogar über der zweiten Marke, dem Inzidenzwert von 50.

Coronavirus in Deutschland: Gibt es eine Änderung bei der Quarantäne-Pflicht?

Update vom 1. Oktober, 18.15 Uhr: Anscheinend will Innenminister Horst Seehofer eine deutliche Verkürzung der Quarantäne für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf den Weg bringen. Darüber berichtet das Nachrichtenportal ThePioneer, das sich auf einen Verordnungsentwurf des Innenministeriums bezieht. Es bleibt demnach bei der Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer aus Regionen, die vom RKI als Corona-Risikogebiete eingestuft werden. Diese soll künftig grundsätzlich zehn Tage nach Einreise umfassen - vier Tage weniger als bislang. „Ab dem fünften Tag in Absonderung besteht die Möglichkeit, durch ein negatives Testergebnis die Absonderung zu beenden“, heißt es demnach in dem Entwurf. „Der Test darf frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.“

Betroffene sollen die zuständige Behörde allerdings unverzüglich informieren müssen, sollten sie binnen zehn Tagen nach Einreise für Corona typische Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust haben. Die Musterverordnung des Gesundheitsministers soll als Empfehlung für die Länder dienen. (Anm. d. Red.: In einer ersten Version waren fälschlicherweise Jens Spahn und das Gesundheitsministerium genannt worden)

Coronavirus in Deutschland: Polizei sprengt Hochzeit mit 400 Gästen

Erstmeldung vom 1. Oktober: München - Die Corona-Fälle in Deutschland ziehen an. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat binnen weniger Tage die Schwelle von 2.500 überschritten. Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Institut* (RKI) 2.503 Corona-Infektionen gemeldet. Das waren 705 mehr als am Vortag. Zwölf Menschen starben.

Um die Corona-Pandemie zu bremsen, haben sich der Bund und die Bundesländer auf neue Corona-Regeln geeinigt, örtliche Maßnahmen, wie die Teilnehmerzahlen für private Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen zu beschränken und Bußgelder bei falschen Angaben in Kontaktlisten einzuführen. Weiter gilt neben den Abstands- und Hygienebestimmungen im Handel und im Nahverkehr bundesweit eine Maskenpflicht.

Hochzeitsfeier in Corona-Zeiten: Polizei in Bremen muss Feier mit 400 Gästen abbrechen (Symbolfoto).

Corona in Deutschland: Polizei löst Hochzeitsfeier mit 400 Gästen auf

Mit dem Coronavirus gehen jedoch viele ziemlich locker um. Gerade auf privaten Feiern sind Hygienevorschriften und Abstandsregeln zum Schutz vor einer Corona-Infektion offenbar schnell vergessen.

Eine Hochzeitsfeier mit 400 Gästen musste die Polizei in Bremen vorzeitig abbrechen. Ein Großteil der Feiernde habe die Abstandsregeln nicht eingehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. In dem Lokal sei die erlaubte Obergrenze von 250 Personen deutlich überschritten worden. Nachdem der Veranstalter und Polizei mehrmals vergeblich versuchten auf das Verhalten der Gäste einzuwirken, wurde die Hochzeitsparty beendet. Verstöße wurden dokumentiert und mehrere Anzeigen, laut Polizei, angefertigt. Die Polizei war von einem Anrufer am späten Dienstagabend via Notruf verständigt worden. Die Corona-Lage in Bremen ist ernst. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt bei 31,2, teilt das RKI am Donnerstag mit. Bremen als Bundesland verzeichnet damit den höchsten Wert und hat Berlin auf den zweiten Platz (7-Tage-Inzidenz: 29,4) verdrängt.

Corona in Deutschland: Illegale Partys und Familienfeiern - In Berlin grassiert das Virus

Der Leichtsinn im Umgang mit dem Coronavirus macht Berlin zu schaffen. Illegale Partys in Szenevierteln, aber auch Familienfeiern beschleunigen die Zahl der Corona-Infektionen. Besonders betroffen sind die Berliner Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln. Das Infektionsgeschehen bringt die Gesundheitsämter langsam an ihre Grenzen. Vor allem betroffen ist Friedrichshain-Kreuzberg. Beschränkungen für das öffentliche Leben dort gibt es derzeit nicht.

Aufgrund der Lage des Bezirks sei es auch schwer durchsetzbar. „Wären wir eine Kommune wie Garmisch-Partenkirchen, würden wir wohl ähnlich handeln“, sagte Knut Mildner-Spindler (SPD), Gesundheitsstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, wie der Tagesspiegel berichtet. Garmisch-Partenkirchen* (Bayern) hatte nach einem Corona-Ausbruch Massentests angeordnet und weitreichende Einschränkungen verhängt. München* (Bayern) hatte auf rasant steigende Infektionszahlen mit Kontaktbeschränkungen und einer Maskenpflicht in der Innenstadt reagiert.

In Friedrichshain-Kreuzberg ist eine Debatte um die Hilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise entbrannt. Der Berliner Bezirk (grün-linksalternativ geprägt) lehnt bisher den Einsatz von Soldatinnen und Soldaten im Gesundheitsamt kategorisch ab. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer reagierte verwundert. Auch Bundesminister Jens Spahn reagierte mit Unverständnis. In anderen Bezirken unterstützt die Bundeswehr die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung. In Friedrichshain-Kreuzberg lag der Wert in den vergangenen Tagen immer knapp unter der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Berlin-Mitte hat den Wert mit 56,7 bereits gerissen (Stand: 1. Oktober, 0 Uhr).

Corona: RKI meldet neue Fallzahlen

  • 291.722 Menschen in Deutschland haben sich nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, teilt das RKI am Donnerstag mit.
  • 9.500 Menschen starben demnach bisher an oder in Verbindung mit einer Coronainfektion.
  • Derzeit sind in Deutschland etwa 24.300 aktive Fälle bekannt.

Corona-Lage - „noch nicht dramatisch“ - Unikliniken melden steigende Patientenzahlen

Die deutschen Universitätskliniken melden wieder steigende Patientenzahlen auf den Intensivstationen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Situation sei „noch nicht dramatisch“, bedürfe aber einer „sehr ernsthaften Beobachtung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité, Heyo Kroemer demnach in Berlin bei der Vorstellung von Forschungsprojekten der Universitätskliniken zu Covid-19.

In den vergangenen zwei Wochen habe sich laut Kroemer in der Charité die Zahl der beatmeten Patienten von sechs auf 17 erhöht. Es sei „extrem wichtig, dass wir jetzt am Ball bleiben“, sagte er mit Blick auf Corona-Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln oder das Tragen von Masken. Die Zahlen zeigten, dass die Pandemie noch lange nicht überstanden sei. Bundesweit müssen 355 Covid-19-Patienten intensivmedizinische behandelt werden. 195 davon werden, nach RKI-Angaben beatmet (Stand: 30. September) (ml)*Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/Kay Nietfeld

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