News-Ticker zur Pandemie

Corona in Österreich: Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne möglich - Kostenlose Tests für Gäste

Sebastian Kurz bei einem Pressestatement des bayerischen Ministerpräsidenten und des österreichischen Bundeskanzlers im Hofgarten der Staatskanzlei in München.
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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hofft auf eine Rückkehr zur „Normalität“ im Sommer. (Archivbild)

In Österreich stehen in dieser Woche weitere Öffnungsschritte an. Zeitgleich wird die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne ermöglicht. Der News-Ticker.

  • Die Einreise aus Deutschland ist ab Mittwoch ohne Quarantäne möglich. Zudem werden kostenlose Corona-Tests für ausländische Gäste zur Verfügung gestellt. (siehe Update vom 18. Mai, 12.50 Uhr)
  • Die Corona-Lage* in Österreich scheint sich zu entspannen. Am Montag wurden erstmals seit Mitte September weniger als 500 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. (siehe Update vom 17. Mai, 12.05 Uhr)
  • Am Mittwoch (19. Mai) stehen in Österreich Öffnungsschritte an. (siehe Erstmeldung)
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Lage in Österreich wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 18. Mai, 12.50 Uhr: Um den Tourismus im Land anzukurbeln, bietet Österreich ab nächster Woche kostenlose Corona-Tests auch für ausländische Gäste an. Diese Möglichkeit werde in öffentlichen Test-Straßen, Apotheken oder auch direkt im Hotel oder im Gasthaus bestehen, erklärte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Dienstag in Wien. Jeder Wirt, jedes Hotel, jeder Betrieb könne Selbsttests für Gäste anbieten. Das solle auch spontane Restaurantbesuche ermöglichen. Der Vor-Ort-Test gelte in diesem Fall aber auch nur für die Dauer des Aufenthalts im Lokal. „Es liegt in der Entscheidung des Lokalbetreibers, ob er diese Tests anbietet“, so Köstinger.

In Österreich öffnen am Mittwoch (19. Mai) nach sieben Monaten Lockdown die Gastronomie, die Hotellerie, die Kultur und viele Sportstätten. Zugleich entfällt für viele Länder - darunter auch Deutschland - die Quarantänepflicht bei Einreise. Allerdings müssen die Einreisenden getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen sein.

Corona in Österreich: Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne möglich

Update vom 17. Mai, 21.43 Uhr: Österreich erlaubt ab Mittwoch die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Das erklärte der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe allerdings der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung, wie auch wa.de* berichtet. „In vielen Staaten gehen die Infektionszahlen zurück, daher können wir parallel zu den Öffnungsschritten im Land auch Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich umsetzen“, sagte Mückstein. Als Impfnachweis würden die Impfstoffe anerkannt, die von der EU-Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden seien oder den entsprechenden Prozess der Weltgesundheitsorganisation erfolgreich durchlaufen hätten.

Die Quarantäne bei Einreise entfällt auch für Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien, Schweiz, Tschechien und Ungarn. Für Regionen mit Virusvarianten oder Hochinzidenzgebiete würden weiterhin strengere Regeln gelten. Falls ein Test nicht vorgelegt werden könne, müsse dieser innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemacht werden. Vor jeder Einreise sei weiter eine elektronische Registrierung nötig.

Corona in Österreich: Gastro-Zutritt auch für Erstgeimpfte - Kurz macht Hoffnung

Update vom 17. Mai, 12.50 Uhr: Am Mittwoch (19. Mai) stehen große Öffnungsschritte für die Gastronomie und Hotellerie in Österreich bevor. Bei einer Pressekonferenz am Montag bezeichnete Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) den 19. Mai als „Startpunkt für unseren Kampf zurück zur Normalität“. Man habe die dritte Welle in der Alpenrepublik „sehr gut bewältigt“, bilanzierte er. Die Infektionszahlen sinken, die Zahl der Geimpften nimmt weiter zu.

Kurz erklärte, er gehe nicht davon aus, dass durch die Öffnungen in Gastronomie und Kultur „im großen Stil Ansteckungen stattfinden werden“. Zwar sei es möglich, dass durch die Lockerungen die Infektionszahlen wieder steigen, allerdings werde es nicht mehr zu einer Überlastung der Intensivstationen kommen, so der Kanzler.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erklärte auf der Pressekonferenz, sie verspüre eine „unglaubliche Dynamik und Vorfreude“ unter den Gastronomen und Hoteliers. „Wir können in einen wunderbaren Sommer hineinstarten“, zeigte sie sich hoffnungsfroh. Das Thema Sicherheit sei allerdings weiterhin entscheidend. Das stellte auch Niederösterreichs Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) klar: „Allen ist bewusst: Sicherheit ist das oberste Gebot.“ Er sei überzeugt, dass sich sowohl Gäste als auch Gastgeber an die vorgeschriebenen Corona-Maßnahmen halten werden.

Corona in Österreich: Erstmals seit September weniger als 500 Neuinfektionen an einem Tag

Update vom 17. Mai, 12.05 Uhr: Zum ersten Mal seit Mitte September des vergangenen Jahres wurden in Österreich wieder weniger als 500 Corona-Neuinfektionen an nur einem Tag gemeldet. Damals waren es 382 neue Fälle, am Montag (17. Mai) meldeten die Behörden nun insgesamt 476 Neuinfektionen an einem Tag. Im Vergleich zur Vorwoche (820 neue Fälle) ist das ein deutlicher Rückgang der Corona-Zahlen. Die 7-Tage-Inzidenz sank ebenfalls und liegt nun knapp unter 64. Zudem wurden innerhalb eines Tages lediglich sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in Österreich gemeldet.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den einzelnen Bundesländern:

  • Oberösterreich: 104
  • Wien: 96
  • Steiermark: 89
  • Niederösterreich: 56
  • Tirol: 51
  • Vorarlberg: 38
  • Kärnten: 23
  • Salzburg: 12
  • Burgenland: 7

Corona in Österreich: „Ausgangslage für Öffnungen noch besser als erwartet“

Erstmeldung vom 17. Mai: Wien - „Die Ausgangslage für die Öffnungen ist noch besser als erwartet“, kommentierte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die aktuelle Corona-Lage im Nachbarland. „Die Kurve der Corona-Infizierten zeigt steil nach unten, die Kurve der Geimpften steil nach oben“, fasste er die Situation zum Start der Öffnungswoche zusammen.

Nach mehr als einem halben Jahr dürfen am Mittwoch (19. Mai) Gastronomie, Kulturbetriebe und Sportstätten wieder mit Einschränkungen öffnen. Einige Lokale melden bereits, dass sie für die ersten Tage bereits komplett ausgebucht sind. In der Gastronomie gilt für den Zutritt unter anderem die sogenannte „3-G-Regel“. Heißt: Eintritt nur für getestete, genesene oder gegen Corona geimpfte Personen.

Zu den „Geimpften“ zählen in Österreich im Zuge der „3-G-Regel“ auch Erstgeimpfte bereits ab dem 22. Tag nach dem ersten Stich, allerdings nur für drei Monate ab dem Zeitpunkt der Impfung. Durch die zweite verabreichte Impfdosis wird der Gültigkeitszeitraum der Corona-Impfung* für den Eintritt, unter anderem in Restaurants und Hotels, um weitere sechs Monate verlängert.

Corona in Österreich: Mehr als 3 Millionen Menschen geimpft - Kurz erwartet „Normalität“ im Sommer

Inzwischen haben in der Alpenrepublik mehr als drei Millionen Menschen zumindest eine Erstimpfung gegen das Coronavirus* erhalten. Aus dem Bundeskanzleramt in Wien hieß es zuletzt, dass jeder im Land, der eine Corona-Impfung bekommen möchte, bis Juni auch geimpft sein werde. Wenn man davon ausgehe, dass zwei Drittel der Bevölkerung impfwillig seien, hätten bereits 60 Prozent derer, die eine Corona-Impfung* möchten, diese auch erhalten.

Besonders erfreulich sei in Österreich* der Impffortschritt bei den Risikogruppen. „Bis Ende der Woche ist damit zu rechnen, dass neben Vorarlberg auch Burgenland, Oberösterreich und Tirol bereits zwei Drittel der über 50-jährigen geimpft haben werden“, berichtete Kurz*. Der Bundeskanzler zeigte sich optimistisch, dass sich der positive Trend der Corona-Lage in der Alpenrepublik weiter fortsetzt „und wir im Sommer wieder zur Normalität zurückkehren können“.

Corona in Österreich: Erste Daten zu Infektionen trotz Impfung

Bei einer Sitzung der österreichischen Ampel-Kommission wurden von der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) nun erstmalig valide Daten präsentiert, wie viele Personen sich trotz Corona-Impfung mit dem Virus infiziert haben. Das berichtet unter anderem der Kurier. Allerdings gebe es genaue Zahlen vorerst nur für das Bundesland Vorarlberg. Demnach sind dort 93,4 Prozent der 27.600 Corona-Infizierten* nicht geimpft gewesen. Lediglich 0,5 Prozent der Infizierten, also insgesamt 138 Personen, steckten sich mehr als drei Wochen nach der Erstimpfung an. Nach der Zweitimpfung waren es sogar nur noch 0,16 Prozent der Infizierten, also 44 Personen in Vorarlberg.

Weitere Bundesländer führten ebenfalls eigene Erhebungen durch, allerdings mit anderen Maßstäben. Laut Kurier kündigte die österreichische Impfkoordinatorin Katharina Reich in der Sitzung der Ampel-Kommission jedoch schon bald validere Daten für ganz Österreich in diesem Zusammenhang an. Dann soll es eine Verschneidung der Daten aus dem Melderegister für Corona-Infektionen und der Impfdaten geben. (ph) *Merkur.de und wa.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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