News-Ticker

Corona in Niedersachsen: Erneute Verstöße gegen Vorschriften in Bar und Restaurants

Corona in Niedersachsen: Neue Fallzahlen veröffentlicht, Verfahren gegen einen Restaurant-Besitzer in Delmenhorst, Bar-Besitzer in Lüneburg drohen Bußgelder wegen Missachten der Auflagen.

  • In Niedersachsen gibt es bisher 11.620 Corona-Fälle und 580 Todesfälle in Folge einer Corona-Infektion (Stand: 26.05.2020).
  • Das Kontaktverbot* wurde bis zum 5. Juni verlängert aber gelockert.
  • Weitere Corona-Lockerungen in Niedersachsen treten ab dem 11. Mai in Kraft.
  • Coronavirus in Niedersachsen*: Hier geht es zum alten News-Ticker.
  • Update vom Dienstag, 26.05.2020, 15.41 Uhr: Die Polizei hat eine Bar in der Innenstadt von Lüneburg vorläufig geschlossen, die massiv gegen Corona-Auflagen verstoßen haben soll. Dem Wirt drohe nun ein fünfstelliges Bußgeld, berichtete die Lüneburger "Landeszeitung" in ihrer Dienstagausgabe. 

    Die von Nachbarn alarmierte Polizei hätte am Samstag vor und in der Gaststätte rund 100 Gäste gezählt, hieß es weiter. Mindestabstände seien nicht eingehalten worden, eine Gästeliste sei nicht geführt worden, sagte dazu ein Sprecher der Polizei am Dienstag. 

    "Das war eine Gefahren abwehrende Maßnahme", erklärte er zur vorläufigen Schließung. Weil statt Speisen das Trinken im Vordergrund stehe, hätte die Bar nach Einschätzung des Kreises laut Zeitungsbericht zudem gar nicht öffnen dürfen. "Wir haben extra jeden zweiten Tisch gesperrt, um die Abstände wahren zu können", sagte der Geschäftsführer der Bar der "Landeszeitung" zu den Vorwürfen. 

    Es habe aber in dem engen Lokal ein Kommen und Gehen auch von Gästen gegeben, die sich draußen aufhielten. "Wir haben immer wieder versucht, sie zu disziplinieren, aber das war nicht einfach", wurde der Mann zitiert.

    Corona in Niedersachsen: Neue Fallzahlen und weitere Corona-Todesopfer

    Update vom Dienstag, 26.05.2020, 14.27 Uhr: Vier weitere Menschen mit einer Corona-Infektion sind in Niedersachsen gestorben. Das teilte die Landesregierung am Dienstag mit. Demnach sind derzeit insgesamt 580 Corona-Todesopfer offiziell in Niedersachsen gemeldet. Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen ist im Vergleich zum Montag um 48 Fälle gestiegen. Damit haben sich bis Dienstag, 26.05.2020, in Niedersachsen insgesamt 11.620 Menschen mit Corona infiziert. 

    Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt derzeit bei 10.075 Menschen. Das sind 86,7 Prozent der Infizierten. In Kliniken in Niedersachsen müssen 396 Corona-Patienten derzeit stationär behandelt werde. 81 Personen liegen auf der Intensivstation. 38 Patienten benötigen eine künstliche Beatmung.

    Corona in Niedersachsen: Restaurant in Delmenhorst verstößt gegen Corona-Auflagen

    Update vom Montag, 25.05.2020, 14.43 Uhr: In einem Restaurant in Delmenhorst im Norden von Niedersachsen wurde am Wochenende offenbar gleich mehrfach gegen die Corona-Auflagen verstoßen. Das teilte die Polizei am Montag mit. 

    Damit wird im Abstand weniger Tage bereits der zweite Fall eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz in einem Restaurant in Niedersachsen bekannt. 

    Der Polizei zufolge sollen sich in Delmenhorst über 40 Gäste in einer Feiergesellschaft aufgehalten haben. Weder der Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen, noch der vorgeschriebene Abstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sei eingehalten worden. 

    Das Personal habe darüber hinaus die Personalien der Gäste nicht vollständig dokumentiert. Dies ist zur Rückverfolgung von möglichen Infektionen Vorschrift. 

    Die Polizei forderte den Betreiber auf, die Veranstaltung aufzulösen und leitete ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein. Dem Betreiber droht jetzt ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro, wie die Polizei mitteilte. 

    Der Vorfall sollte aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen „nachdenklich stimmen“, ließ die Polizei verlauten. Nach einer geschlossenen Feier am 15. Mai in einem Restaurant im niedersächsischen Kreis Leer wurden über 100 Corona-Infektionen bei den Gästen nachgewiesen.

    Corona in Niedersachsen: Zwei neue Todesfälle

    Update vom Montag, 25.05.2020, 13.55 Uhr: Die Landesregierung gibt die neuen Corona-Fallzahlen bekannt: In Niedersachsen gibt es aktuell 11.572 Corona-Infizierte (Stand 25.05.2020, 13 Uhr). Es gibt zudem zwei neue Todesfälle. Somit steigt die Zahl auf 576 an. Genesen sind bisher 10.037 Personen.

    Corona in Niedersachsen: Zahl der Infizierten nach Restaurantbesuch steigt

    Update vom Sonntag, 24.05.2020, 15.50 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch nach einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer in Niedersachsen ist die Zahl der infizierten um eine weitere Person gestiegen. Das teilte ein Sprecher des Landkreises Leer mit. Eine weitere Person aus einem anderen Landkreis habe sich in der Folge angesteckt. Damit sind in dem Fall 12 Corona-Infektionen bestätigt. 

    Bei einer Wiedereröffnung eines Lokals in Moormerland am 15. Mai in geschlossener Gesellschaft hatten sich mehrere Menschen mit Corona infiziert. Für 106 Menschen wurde bis Sonntagmittag häusliche Quarantäne angeordnet.

    Dem Gaststättenbesitzer droht wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. Das berichtete der NDR. Zeugen berichten, dass die Abstandsregeln von Gästen nicht eingehalten wurden und sich Personen mit Handschlag begrüßt haben. Außerdem soll der Gastwirt nicht wie vorgeschrieben alle Gäste mit Namen in eine Liste eingetragen haben.

    Corona in Niedersachsen: Gaststättenverband fordert Aufklärung

    Mittlerweile äußerste sich auch der Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen (Dehoga) und forderte den Landkreis dazu auf, für Klarheit zu sorgen. 

    Der Gastwirt sagte gegenüber der dpa, dass er nicht wisse, ob sich die Personen in seinem Restaurant angesteckt haben oder schon vorher. Der Landkreis prüft, ob das Restaurant gegen die Corona-Regeln verstoßen hat.

    "Wichtig ist jetzt, dass der Landkreis Leer den Infektionsfall in dem meldenden Restaurant lückenlos aufklärt, um genaue Kenntnis von den Ursachen der Infektionskette herzustellen", sagte der Präsident des Dehoga Niedersachsen, Detlef Schröder. Der Verband betonte, dass "Gastwirte und ihre Gäste nur gemeinsam die strengen Vorgaben der gesetzlichen Abstands- und Hygieneregeln umsetzen können".

    Corona in Niedersachsen: Fallzahlen am Sonntag

    Update vom Sonntag, 24.05.2020, 15.50 Uhr: Wie das Land Niedersachsen mitteilt, sind in der Region bislang insgesamt 11.563 bestätigte Covid-19-Fälle (+34 im Vergleich zu gestern) registriert. 574 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben.

    Derzeit werden 385 mit dem Coronavirus infizierte Patientinnen und Patienten in niedersächsischen Kliniken behandelt: Davon liegen 301 Erwachsene und ein Kind auf Normalstationen. 83 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 42 Erwachsene beatmet werden.

    Die geschätzte Zahl der Genesenen beträgt 10.003.

    Corona-Ausbruch in Niedersachsen: Wurden Corona-Auflagen missachtet?

    Update vom Sonntag, 24.05.2020, 09.24 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem Restaurant in Niedersachsen prüft der Landkreis Leer nun Hinweise auf mögliche Regelverstöße. „Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist“, so Landrat Matthias Groote (SPD). Das Ordnungsamt muss nun klären, ob dies der Fall war.

    Bis Samstag (23.05.2020) wurde bei zehn Menschen, die bei der Wiedereröffnung des Lokals in Moormerland zu Gast waren, das Coronavirus nachgewiesen. In der Folge hat sich zudem eine weitere Person aus einem anderen Landkreis angesteckt.

    Rund 70 Frauen und Männer befinden sich dadurch in häuslicher Quarantäne. Beim Gesundheitsamt haben sich inzwischen weitere Menschen gemeldet, die ebenfalls in besagtem Restaurant waren, jedoch nicht auf der Gästeliste standen. Dabei sei eine solche Dokumentation laut Corona-Auflagen Pflicht, so der Landkreis Leer.

    Corona in Niedersachsen: Mehrere Demonstrationen am Samstag

    Update vom Samstag, 23.05.2020, 19.42 Uhr: In mehreren Städten in Niedersachsen hielten Demonstranten am Samstag wieder Kundgebungen gegen die Corona-Beschränkungen ab.

    In Hannover kamen laut Polizeiangaben rund 130 Demonstranten zusammen. Dabei sollen sich spontan rund 30 Personen zu einer Gegendemonstration zusammengefunden haben. Kurz zuvor hatte es bereits eine Demonstration gegen die EU-Flüchtlingspolitik mit 220 Teilnehmern in der Landeshauptstadt gegeben. 

    In Braunschweig demonstrierten rund 100 Menschen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen, wie die Polizei mitteilte. Ebenso viele Menschen sollen zu Gegendemonstrationen zusammengekommen sein. Die Polizei bezeichnete die Demonstrationen als „friedlich“.

    Gleichzeitig kamen in Braunschweig rund 20 Anhänger der Partie „die Rechte“ zusammen. Die Gegendemonstrationen bestanden aus weit mehr Personen. Auch diese Demonstrationen liefen laut der Polizei friedlich ab.

    Auch in Göttingen kamen laut Polizei rund 30 Menschen auf dem Marktplatz zusammen, um gegen die Corona-Beschränkungen zu protestieren. 50 Menschen versammelten sich zu einer Gegendemonstration. Dabei kam es zu Provokationen aus dem Lager der Gegendemonstranten. Die Polizei trennte die beiden Demonstrationen deshalb räumlich. Insgesamt sei die Demonstration aber friedlich verlaufen. 

    Corona in Niedersachsen: Reaktionen auf den Corona-Ausbruch in einem Restaurant in Leer

    Update vom Samstag, 23.05.2020, 16.12 Uhr: Nach den neuen Corona-Fällen nach einer Restaurant-Wiedereröffnung im Kreis Leer sieht Carola Reimann, Gesundheitsministerin von Niedersachsen, keinen Grund, um vom Lockerungskurs abzuweichen: „Nach ersten Erkenntnissen ist das Infektionsgeschehen nicht auf einen normalen Restaurantbesuch zurückzuführen, stattdessen wurde dort offenbar eine private Party gefeiert“, so Reimann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

    Niedersachsens Gesundheitsministerin meinte zudem, dass die Corona-Lockerungen stets mit einem gewissen Risiko verbunden seien. Der betroffene Gaststätten-Besitzer betont, habe man an jenem Abend sämtliche Abstands- und Hygieneregeln eingehalten.

    Der Landrat von Leer, Matthias Groote (SPD), warnte hingegen die Bürger des Landkreises: „Dieser Ausbruch führt uns deutlich vor Augen: Corona ist nicht vorbei, das Virus kann sich jederzeit weiter verbreiten“.

    Auf Twitter veröffentlichte der Landkreis ein Video, in dem Groote darüber spricht, dass die Zahl der Quarantäne-Fälle „extremst“ ansteigen werde, da die aktuellen Fälle „im Rahmen eines Zusammentreffens“ entstanden seien.

    Corona in Niedersachsen: Land gibt neue Fallzahlen bekannt

    Update vom Samstag, 23.05.2020, 14.38 Uhr: Das Land Niedersachsen hat neue Fallzahlen veröffentlicht. Demnach sind derzeit (23.05.2020) offiziell 11.529 Menschen mit Corona infiziert. Das sind 73 Patienten mehr als am Freitag.

    Seit Freitag, 22.05.2020 wurden auch zwei neue Todesfälle bestätigt. Demnach sind in Niedersachsen bislang 574 Corona-Patienten gestorben. Die geschätzte Anzahl der Genesenen beträgt in Niedersachsen aktuell 9955 Fälle. Damit haben sich 86,3 Prozent aller Patienten von ihrer Corona-Infektion wieder erholt. 

    Von den aktuell Erkrankten werden 397 stationär in Kliniken in Niedersachsen behandelt. Davon 78 auf der Intensivstation. 41 Patienten werden künstlich beatmet.

    Corona in Niedersachsen: Mehrere Menschen in einem Lokal im Landkreis Leer infiziert - 50 Menschen in Quarantäne

    Update vom Samstag, 23.05.2020, 11.02 Uhr:Wenige Tage nach der Wiedereröffnung vieler Restaurants in Niedersachsen scheinen sich nun mindestens sieben Menschen in einem Lokal im Landkreis Leer mit Corona infiziert zu haben. Mehr als 50 Personen sollen sich nun vorsorglich in Quarantäne begeben.

    „Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal“, so der Landkreis Leer am Freitag (22.05.2020). Sollte sich das bestätigen, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall von in Restaurants verbreitenen Corona-Infektionen seit Wiedereröffnung der Gaststätten und Cafés.

    „Es ist ein Ausbruch mit gleichzeitig mehreren Infizierten und vielen Kontakten“. Entsprechend aufwendig sei nun die Nachverfolgung der Infizierten in Leer, so das Gesundheitsamt, dem die sieben positiven Befunde, die miteinander zusammenhingen, von Dienstag bis Freitag mitgeteilt worden waren.

    Wie der Landkreis Leer mitteilte, waren zuvor mehr als eine Woche lang keine bestätigten Neuinfektionen gemeldet worden.

    Corona in Niedersachsen: Stufe drei der Lockerungen ab Montag

    Update vom Freitag, 22.05.2020, 21.20 Uhr: Bei der Live-Pressekonferenz der Landesregierung von Niedersachsen an diesem heutigen Freitag erläuterte Claudia Schröder, die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, wie das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem Coronavirus geplant ist. Der 5-Stufen-Plan des Landes wird ihrer Aussage nach weitergeführt. Das bringt für einige Lebensbereiche in Niedersachsen weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit sich.

    Corona in Niedersachsen: Das sind die neuen Fallzahlen

    Update vom Freitag, 22.05.2020, 14.10 Uhr: Wie das Land Niedersachsen mitteilt, sind bislang in der Region insgesamt 11.456 bestätigte Covid-19-Fälle (plus 57 im Vergleich zu gestern) registriert worden. 572 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 405 mit dem Coronavirus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 327 Erwachsene und zwei Kinder auf Normalstationen. 76 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 42 Erwachsene beatmet werden.

    Corona in Niedersachsen: Neues zum Vorgehen und den Lockerungen rund um das Coronavirus

    Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten zu den Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Nach der Corona-Pause gibt es in Niedersachsen weitere Lockerungen, denn viele Strände und Wanderwege haben wieder geöffnet.

    Mehr noch, um 14.30 Uhr findet eine Pressekonferenz der Landesregierung von Niedersachsen zum weiteren Corona-Vorgehen statt, über die wir live berichten.

    Corona in Niedersachsen: Weitere Infizierte in Fleischerei-Betrieb

    Update vom Donnerstag, 21.05.2020, 20.31 Uhr: In dem Fleischerei-Betrieb in Dissen bei Osnabrück (Niedersachsen) wurden weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Bei der ersten Testreihe von Anfang dieser Woche wurde bereits bei 92 Personen ein positiver Befund festgestellt.

    Nun kamen weitere 54 Mitarbeiter hinzu. Der Landkreis Osnabrück teilte mit, dass 38 Infizierte sich bereits in Quarantäne befanden und 16 weitere diesen Schritt nun ebenfalls vollziehen müssen. Die Gesamtanzahl der Corona-Infizierten im Zusammenhang mit dem Fleischerei-Betrieb stieg somit auf 146.

    Der Betrieb wurde laut dem Landkreis nun für zunächst zwei Wochen geschlossen. Eine genehmigte Not-Zerlegung bereits geschlachteter Sauen sei bis zum Mittwochabend abgeschlossen worden hieß es. Niedersachsen will landesweit alle rund 23.700 Beschäftigten in den 183 Betrieben der fleischverarbeitenden Industrie auf das Covid-19-Virus testen lassen.

    Corona in Niedersachsen: Das sind die Fallzahlen für die Region

    Update vom Donnerstag, 21.05.2020, 15.49 Uhr: In Niedersachsen gibt es derzeit 11.399 bestätigte Corona-Fälle, teilte das Land mit. Das sind 71 mehr als im Vergleich zum Vortag (20.05.2020). 570 Menschen sind nach einer Corona-Infektion verstorben. Das sind fünf Menschen mehr als am Dienstag (19.05.2020). Die geschätzte Zahl der vom Coronavirus Genesenen in Niedersachsen liegt bei 9.768. 

    In Kliniken in Niedersachsen werden nach Angaben des Landes derzeit 418 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 338 Erwachsene und ein Kinder auf Normalstationen. 79 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 42 Erwachsene beatmet werden.

    Corona-Beschränkungen an Vatertag in Niedersachsen: Polizeipräsident appelliert an Vernunft der Bürger

    Update vom Donnerstag, 21.05.2020, 11.23 Uhr: Damit sich auch am Vatertag die Bürger an die Corona-Beschränkungen halten, appeliert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen* und die Polizeidirektion Göttingen an die Vernunft der Bürger.

    „Es spricht natürlich nichts gegen einen Ausflug am Vatertag, aber dieser sollte unbedingt unter Beachtung der ‚Corona-Regeln‘ stattfinden, sodass alle Menschen in Niedersachsen einen friedlichen, sonnigen Himmelfahrtstag genießen können“, macht Niedersachsens GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schliff deutlich. Einsatzkonzepte seien entsprechend an die Pandemie-Situation angepasst.

    Corona in Niedersachsen: Corona-Pause in Schwimmbädern hält an

    Update vom Mittwoch, 20.05.2020, 21.18 Uhr: Nach der Corona-Pause fand bei den Samtgemeinderats-Mitgliedern Dransfeld in Niedersachsen* zum ersten Mal seit dem 19. März eine Ratssitzung statt: Themen an diesem Abend waren die Kita-Gebühren, das Erlebnisbad und Ernennungen und Ehrungen bei den Feuerwehren.

    Auch wenn es in den kommenden Tagen immer wärmer wird und die Meteorologen sogar sommerliche Temperaturen vorhersagen, wird es für die Menschen in der Samtgemeinde Dransfeld wegen derCorona-Krise vorerst nichts mit einem Besuch in ihrem Erlebnis-Freibad.

    Corona in Niedersachsen: Vatertag trotz Pandemie? Das ist erlaubt

    Update vom Mittwoch, 20.05.2020, 17.30 Uhr: Der Feiertag Christi Himmelfahrt oder auch Vatertag wird traditionell für Treffen und Ausflüge in der Natur genutzt. Der Landkreis Göttingen in Niedersachsen weist jedoch darauf hin, dass die Regeln zur Corona-Krise* auch an diesem Feiertag (21.05.2020) gelten. 

    Auch die Polizei und das Ordnungsamt in Willingen in Hessen appellieren an die Menschen. Die Partys zum Vatertag finden nicht  wie gewohnt statt. Allerdings könnten Personen aus zwei Familienständen in Willingen einen schönen Tag haben, erklärt Arndt Brüne, Vorsitzender der Gastro-Sparte im Verein „Aktives Willingen“.

    Sogenannte Vatertagstouren sind angesichts der Corona-Pandemie nur im Rahmen der geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln möglich. Körperliche Kontakte zu Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, müssen auf ein Minimum beschränkt werden.

    Corona in Niedersachsen: Mindestabstand muss eingehalten werden

    Kontakte in der Öffentlichkeit zu Personen sind nur erlaubt, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Bei körperlicher Betätigung oder Sport gilt ein Abstand von zwei Metern. 

    Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit sind grundsätzlich auf zwei Personen beziehungsweise auf Personen aus maximal zwei Haushalten begrenzt. Wer den notwendigen Abstand beachtet und sich verantwortungsbewusst verhält, kann den Vatertagsausflug trotz Corona genießen.

    Corona in Niedersachsen: Aktuelle Fallzahlen

    Update vom Mittwoch, 20.05.2020, 13.45 Uhr: In Niedersachsen gibt es derzeit 11.328 bestätigte Corona-Fälle, teilte das Land mit. Das sind 61 mehr als im Vergleich zum Vortag (19.05.2020). 565 Menschen sind nach einer Corona-Infektion verstorben. Das sind acht Menschen mehr als am Dienstag (19.05.2020). Die geschätzte Zahl der vom Coronavirus Genesenen in Niedersachsen liegt bei 9569. 

    In Kliniken in Niedersachsen werden nach Angaben des Landes derzeit 416 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 337 Erwachsene und ein Kinder auf Normalstationen. 78 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 39 Erwachsene beatmet werden.

    Corona in Niedersachsen: Hier gibt es medizinische Beratung für alle ohne Papiere

    Update vom Mittwoch, 20.05.2020, 9.30 Uhr: Für Flüchtlinge und andere benachteiligte Menschen während der Corona-Krise gibt es in Göttingen in Niedersachsen* Beratungs- und Hilfsangebote. Diese stellen Aktivisten des Göttinger Wohnprojektes „Our House OM10“.

    Dabei gibt es in Zeiten von Corona einmal wöchentlich medizinische Beratung für Menschen ohne Aufenthaltspapiere, Frauen und Personen mit psychischen Problemen. Zusätzlich gibt es eine Sozialberatung und eine Beratung zur Erwerbsarbeit. 

    Corona in Niedersachsen: Unterstützung für Menschen ohne Papiere

    „Wir sind mit den verschiedenen Anlaufstellen in Kontakt und können so eine Brücke zu den professionellen Angeboten bilden“, erklärte die Initiative. Das Gebäude für die Beratung in Göttingen in Niedersachsen, ein ehemaliges Gewerkschaftshaus, würde genug Platz für Gesprächsrunden zu zweit oder maximal zu dritt bieten. Auch der nötige Abstand während Corona könne eingehalten werden.

    Corona in Niedersachsen: Blutkonserven werden knapp

    Update vom Dienstag, 19.05.2020, 20.41 Uhr: In Niedersachsen und anderen Bundesländern werden die Blutkonserven knapp. Weil aufgrund der Corona-Krise Blutspenden nur in eingeschränktem Maße durchgeführt werden können, kommt es langsam zu Engpässen in Kliniken und Arztpraxen. Das gaben die Landesverbände des DRK-Blutspendedienstes von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen- Oldenburg und Bremen in einem Schreiben bekannt, berichtet die Braunschweiger Zeitung.

    Laut dem Schreiben könne der DRK-Blutspendedienst erst im Juni wieder ausreichend Spende-Termine anbieten. Derzeit können in den Spendelokalen in Niedersachsen und anderen Bundesländern aufgrund der Corona-Abstandsregen nur die Hälfte der üblichen Spender betreut werden.

    Corona in Niedersachsen: Betrieb in einigen Lokalen vorrübergehend eingestellt

    Blutspender müssen während und nach der Spende auf Liegen ruhen. Ein Lokal mit üblicherweise 8 Liegen habe demnach zurzeit nur für vier Liegen Platz. Einige Lokale seien so eng, dass sie den Betrieb vorrübergehend komplett einstellen mussten.

    Der Chefarzt des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin am Klinikum Braunschweig, Henk Garritsen, sagte der Braunschweiger Zeitung: "Momentan erhalten wir etwa 40 Prozent der angeforderten Menge." Man stehe im Austausch mit anderen Kliniken, um die Verschiebung von Operationen zu vermeiden.

    Corona in Nieddersachsen: Blutkonserveren nur begrenzt verfügbar

    Das Schreiben des DRK-Blutspendedienstes wirbt bei 330 Einrichtungen um Verständnis, dass Blutkonserven nur im „begrenztem Maß“ geliefert werden können. Aus vielen Krankenhäusern, heißt es in dem Brief, gebe es Anfragen, "die weit über das übliche Maß hinausgehen".

    Corona in Niedersachsen: Fallzahlen am Dienstag

    Update vom Dienstag, 19.05.2020, 14.22 Uhr:In Niedersachsen gibt es derzeit 11.267 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 74 mehr im Vergleich zum gestrigen Montag (18.05.2020). 557 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben. Das sind sieben Menschen mehr als am Montag (18.05.2020)

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 461 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 365 Erwachsene und zwei Kinder auf Normalstationen. 94 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 44 Erwachsene beatmet werden.

    Corona in Niedersachsen: Klage gegen Landesregierung

    Update vom Dienstag, 19.05.2020, 11.35 Uhr: In Niedersachsen wollen FDP und Grüne die Landesregierung vor dem Staatsgerichtshof verklagen. Das kündigten die Oppositionsparteien am Dienstag (19.05.2020) in Hannover an. Die Landesregierung habe den Landtag in der Corona-Krise ungenügend infomiert. 

    Ziel ist es mit einem Eilantrag die grundlegenden Informationsrechte des Landtags wieder sicherzustellen. Seit Beginn der Corona-Krise erlasse die Landesregierung im Wochentakt Erlassungen, die teilweise massiv in die Grundrechte der Bevölkerung eingreife. Erst kurz vor Inkrafttreten der neuen Regelungen werde der Landtag informiert.

    Corona in Niedersachsen: Gastronomiebranche benötigt Hilfe 

    Update vom Dienstag, 19.05.2020, 10.36 Uhr: Die Gastronomie- und Hotelleriebranche in Niedersachsen trifft die Corona-Krise mit voller Wucht. Dringend wird nun um Unterstützung gebeten. Gastronom und Hotelier Olaf Feuerstein aus Niedersachsen fordert: „Wir brauchen ein Hilfspaket“. Durch die Öffnung der Restaurants und Hotels nach der Corona-Pause sei in Niedersachsen noch lange nicht alles in Ordnung. Die Auslastung sei zu gering. Die Erlöse können die Kosten nicht decken. 

    Corona in Niedersachsen: Rat der Stadt Göttingen bringt Hilfspaket auf den Weg

    Update vom Montag, 18.05.2020, 16.56 Uhr: Der Rat der Stadt Göttingen (Niedersachsen) hat bei seiner Sitzung am Freitag (15.05.2020) in der Göttinger Lokhalle einen Corona-Hilfsfond auf den Weg gebracht. Der soll helfen finanzielle Härten in den Bereichen Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport auszugleichen. Bedarfsgerechte Einzelförderungen sollen bis maximal 5000 Euro möglich sein. Ausgestattet wird der Corona-Hilfsfonds Göttingen (Niedersachsen) zunächst mit 250 000 Euro. 

    150 000 Euro stellt die Stadt aus ihrem Etat bereit, weitere 100 000 Euro kommen aus der „Göttinger milde Stiftung“. Damit die Betroffenen und Antragsteller schnell und unbürokratisch das Geld aus dem Fonds erhalten können, werde die Stadt „ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickeln“, wie es heißt.

    Corona in Niedersachsen: Neue Infizierten-Zahlen

    Update vom Montag, 18.05.2020, 15.52 Uhr: Derzeit gibt es in Niedersachsen 11.193 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 34 mehr als am gestrigen Sonntag (17.05.2020). 550 Menschen sind nach einer Corona-Infektion verstorben. Das sind zwei mehr als am gestrigen Sonntag (17.05.2020). 9.478 Personen haben sich schätzungsweise wieder von der Krankheit erholt.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 419 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 336 Erwachsene auf Normalstationen. 83 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 49 Erwachsene beatmet werden.

    Corona in Niedersachsen: Fälle bei Fleisch-Betrieb häufen sich

    Update vom Montag, 18.05.2020, 12.00 Uhr Uhr: In Dissen bei Osnabrück (Niedersachsen) setzt ein Fleisch-Betrieb ab Montag (18.05.2020) wegen einem massiven Corona-Ausbruch vorerst die Produktion aus. Wie der Landkreis Osnabrück am Sonntagabend (17.05.2020) mitteilte, hatten Corona-Tests gezeigt, dass unter den Mitarbeitern des Fleisch-Betriebs in Niedersachsen 92 Infizierte sind. Betroffene Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen werden daher in Quarantäne geschickt.

    Corona in Niedersachsen: Demonstrationen gegen die Einschränkungen

    Update vom Sonntag, 17.05.2020, 18.33 Uhr: In Niedersachsen  haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen gegen die coronabedingten Einschränkungen protestiert. In Hannover gab es zwei coronakritische Demonstrationen mit insgesamt etwa 350 Teilnehmern, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. 

    Rund 75 Menschen kamen zu einer weiteren Demonstration für die Wiedereröffnung der Fitnessstudios. Alle Demos seien friedlich verlaufen, sagte der Sprecher. Das Motto der Kundgebung der Organisation Freiheit und Grundrechte, zu der rund 300 Menschen kamen, lautete: "Konstruktiver Umgang mit der Coronakrise". 

    Corona in Niedersachsen: Mehrere Demos gegen Corona-regeln verliefen freidlich

    An einer Gegendemo nahmen etwa 130 Menschen teil. Die Polizei erinnerte die Teilnehmer via Twitter an die Pflicht, Masken zu tragen. In Braunschweig verlief eine Anti-Corona-Demonstration am Samstag mit etwa 300 Teilnehmern "komplett störungsfrei", wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Gegner der Demo hatten einen Infostand aufgebaut.

    Corona in Niedersachsen: Städtetag fordert Teststrategie vom Land

    Der Niedersächsische Städtetag verlangt von der Landesregierung eine umfassendeCorona-Teststrategie. "Gerade ältere Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie die dort tätigen Mitarbeiter müssen regelmäßig auf eine Corona-Infektion getestet werden", forderte Ulrich Mädge, Präsident des Niedersächsischen Städtetages, am Wochenende. 

    Diese Personengruppen seien besonders gefährdet, sagte Lüneburgs Oberbürgermeister. Der Vizepräsident des Städtetages und Oberbürgermeister von Salzgitter, Frank Klingebiel, plädierte dafür, bei den Tests an weitere Berufsgruppen zu denken. Das Personal von Kliniken und Rettungsdiensten sowie Erzieherinnen und Erzieher seien auch erheblichen Risiken ausgesetzt. 

    Corona in Niedersachsen: Viele Corona-Tote sind hochbetagte Pflegeheimbewohner

    Der Verband erwartet, dass die Krankenkassen die Kosten für die Testreihen übernehmen. Dafür müssten Regelungen geschaffen werden, hieß es. Alternativ sollten die Kosten aus dem Bundes- oder Landeshaushalt aufgebracht werden. Keinesfalls dürften die Kommunen auf ihnen hängenbleiben. Unter den mehr als 500 Menschen, die bisher in Niedersachsen mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, waren sehr viele hochbetagte Pflegeheimbewohner.

    Corona in Niedersachsen: das sind die aktuellen Fallzahlen vom Sonntag (17.05.2020)

    Update vom Sonntag, 17.05.2020, 16.02 Uhr: Auch am Sonntag hat die Landesregierung von Niedersachsen neue Corona-Fallzahlen veröffentlicht: Demzufolge sind in Niedersachsen bisher 548 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben (Stand 17.05.2020). Es gibt derzeit 11.159 bestätigte Covid-19-Fälle, das sind 12 mehr als am Vortag.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 427 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 338 Erwachsene und drei Kinder auf Normalstationen. 86 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 55 Erwachsene beatmet werden. Es wird geschätzt, dass 9.431 (84,5 %) der bis jetzt laborgemeldeten Erkrankten genesen sind. 

    Corona in Niedersachsen: Wenig Verständnis für Demonstrationen

    Update vom Sonntag, 17.05.2020, 07.50 Uhr: Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil hat wenig Verständnis für die Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen. „Ich nehme jede politische Meinungsäußerung ernst, aber in diesem Fall fällt es mir schwer, damit umzugehen“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“.

    „Die Fakten liegen so klar auf dem Tisch, dass man sich nicht ernsthaft darüber austauschen kann, ob Corona eine Verschwörung ist“, betonte Weil. Bei Regelverstößen im Rahmen der Demonstrationen setzt er auf ein maßvolles Vorgehen: „Der Staat darf nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, und er darf nicht auf jede Provokation eingehen.“

    Corona in Niedersachsen: Weitere Klassenstufen starten mit Präsenzunterricht

    Update vom Samstag, 16.05.2020, 21.23 Uhr: Am Montag heißt es wieder Schulbank drücken für weitere Schüler in Niedersachsen: Für die Klassen der Jahrgangsstufen 3, 9 und 10 startet der Präsenzunterricht nach der Corona-Pause

    Da die Schulen die Klassen wegen der Corona-Pandemie aber nur in halber Stärke unterrichten dürfen, bedeutet das einen Pendel-Unterricht im täglichen oder wöchentlichen Wechsel zwischen Zuhause und Schulgebäude. Zusätzlich gibt es seit den Osterferien bereits für die unterrichtsfreien Tage Online-Unterricht – Schulen versorgen so die Schüler mit Unterrichtsstoff und Aufgaben. Kultusminister Grant-Hendrik Tonne (SPD) bilanzierte: Der Zwei-Wochen-Rhythmus, in dem jeweils eine Hälfte einer Klasse in die Schule geht, habe sich bewährt und werde beibehalten.

    Corona in Niedersachsen: Mehrere große Demos gegen Corona-Regeln angekündigt

    Update vom Samstag, 16.05.2020, 19.15 Uhr: Gleich mehrere Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind für Sonntagnachmittag (ab 14 Uhr) in Hannover geplant. Unter dem Motto „Wiederherstellung der Grundrechte“ meldete eine Privatperson eine Corona-Kundgebung mit 500 Teilnehmern an, wie die Polizei mitteilte. 

    Ebenso viele erwartet der Initiator einer Demo für die Wiedereröffnung von Fitnessstudios. Daneben sind unter anderem die Kundgebungen „ImpfgegnerInnen nein Danke“, „Grundrechte und Verschwörungstheorien“ und „Konstruktiver Umgang mit der Corona-Krise“ geplant.

    Corona in Niedersachsen: Kritik am Schutzschirm für Kommunen

    Update vom Samstag, 16.05.2020, 17.44 Uhr: Angesichts der Corona-Krise will Bundesfinanzminister Olaf Scholz bis Jahresende einen Schutzschirm von fast 57 Milliarden Euro über die Gemeinden in Deutschland spannen. In Niedersachsen sind die Meinungen dazu gespalten.

    Der Städtetag von Niedersachsen jubelt und Verbandspräsident Ulrich Mädge betont: „Wenn diese Vorschläge umgesetzt werden, bedeutet dies für die niedersächsischen Kommunen einen finanziellen Befreiungsschlag“. Mädge zitiert eine aktuelle Schätzung, aus der hervorgeht, dass die niedersächsischen Kommunen im Jahr 2020 Steuerausfälle von rund 1,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr erwarten.

    Dagegen sieht der niedersächsische Finanzminister, Reinhold Hilbers, vor allem einen Aspekt kritisch. Die 50 Prozent Beteiligung der Länder empfindet er als nicht sinnvoll. „Sollte es so sein, dass der Bund einen Rettungsschirm für die Kommunen bereitstellen will und dafür nicht unerheblich Finanzmittel in die Hand nehmen möchte, begrüße ich das.“ Er wolle aber, dass die Länder ihre Kommunen spezifisch unterstützen könnten anstatt „sich pauschal mit der Hälfte beim Bund dranzuhängen.“

    Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen der Regierung

    Update vom Samstag, 16.05.2020, 14.07 Uhr: Die Corona-Krise hat auch Niedersachsen weiter fest im Griff, jetzt hat die Regierung die neuen Fallzahlen veröffentlicht (Stand 16.05.2020, 13.00 Uhr). Insgesamt sind 547 Menschen in Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben, das sind fünf mehr, als am Vortag (15.05.2020). Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich innerhalb von 24 Stunden auf 11.147 Fälle erhöht, ein Anstieg von 36 Infizierten.

    Momentan werden in Kliniken in Niedersachsen 442 Corona-Infizierte Menschen behandelt. 61 von ihnen müssen beatmet werden. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten. Mittlerweile gelten 84 Prozent der bisher gemeldeten Infektionsfälle in Niedersachsen als genesen. Von 11.147 haben sich folglich 9.361 nach einer Infektion mit dem Coronavirus wieder erholt.

    Corona in Niedersachsen: Mehr als 2000 Verstöße gegen Infektionsschutzgesetz

    Update vom Samstag, 16.05.2020, 09.47 Uhr: Nachdem die Corona-Krise die prekären Zustände an Schlachthöfen aufgedeckt hat, greift die Politik in Niedersachsen jetzt durch. Alle Schlachthof-Mitarbeiter, rund 10.000 Menschen, sollen auf das Coronavirus getestet werden, so das Sozialministerium Hannover. 

    Hintergrund der Reihentestungen war, dass es deutschlandweit zu massenhaft Corona-Infektionen an Schlachthöfen gekommen war. Es wurde publik, dass Subunternehmer die Werkvertragsarbeiter an den Schlachthöfen immer wieder hin und her verlegt hatten, teils auch in verschiedenen Bundesländern. In Verbindung mit dem engen Kontakt durch die Sammelunterkünfte der Arbeiter, hatte sich das Coronavirus schnell unter den Arbeitern verbreiten können. Niedersachsen hat diese Praxis, die Schlachthof-Mitarbeiter häufig zu verlegen, Anfang der Woche verboten.

    Corona in Niedersachsen: Mehr als 2000 Verstöße gegen Infektionsschutzgesetz

    Update vom Samstag, 16.05.2020, 08.46 Uhr: Seit Beginn der Corona-Beschränkungen vor knapp zwei Monaten sind in Niedersachsen mehr als 2000 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz registriert worden. Der Großteil davon sind Ordnungswidrigkeiten, aber auch über 400 Straftaten wurden in den vergangenen Wochen in Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz aufgenommen, wie ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

    Insbesondere junge Menschen hätten wiederholt gegen das Kontaktverbot verstoßen. Der Polizei ging im Zuge der ausgedehnten Kontrollen auch einiger Beifang ins Netz: Mehr als 9500 Ordnungswidrigkeiten hätten sich während der verstärkten Kontrollen summiert, berichtete der Sprecher. Es handele sich nicht ausschließlich um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

    So könne es etwa sein, dass eine Polizeistreife zur Corona-Kontrolle unterwegs war und einen Autofahrer mit Handy am Ohr erwischt hat. Die Akzeptanz der Maßnahmen bewertete das Ministerium insgesamt positiv. „Die Stimmungslage insgesamt in Niedersachsen kann als ruhig bezeichnet werden“, hieß es. Auch bei Demonstrationen werde meist ausreichend Abstand eingehalten, es gebe nur einzelne Ausnahmen.

    Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Das sind die neuen Fallzahlen

    Update vom Freitag, 15.05.2020, 20.05 Uhr: In Niedersachsen sind 542 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben, das Teilte die Landesregierung von Niedersachsen auf ihrer Homepage mit. Es gibt derzeit 11.111 bestätigte Covid-19-Fälle (+36 im Vergleich zum gestrigen Donnerstag (14.05.2020)) in Niedersachsen.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 451 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 355 Erwachsene und ein Kind auf Normalstationen.95 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 54 Erwachsene beatmet werden. Es wird geschätzt, dass 9.275 (83,5 %) der bis jetzt laborgemeldeten Erkrankten genesen sind. 

    Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Mindeststandards für Freibäder verlangt 

    Update vom Freitag, 15.05.2020, 12.09 Uhr: Angesichts der Lockerungen nach dem Corona-Stillstand haben kommunale Spitzenverbände in Niedersachsen klare Auflagen und Mindeststandards für die Öffnung von Freibädern verlangt. Diese müssten aber auch umsetzbar sein, schrieben der Niedersächsische Städtetag und der Städte- und Gemeindebund in einem Brief an Innenminister Boris Pistorius und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD). 

    Vom 25. Mai an dürfen die Freibäder in Niedersachsen gemäß dem Stufenplan unter Auflagen öffnen. Die Auflagen betreffen Personenzahl, Abstand und Hygiene. Dabei gehe es um Anforderungen an Personal und Besucher, die Einhaltung von Hygieneregeln, Abstandsregelungen im Kinder- und im Kleinkind-Becken, den Verkauf von Lebensmitteln und die Frage des Umgangs mit Risikogruppen. Einige Kommunen wollten mit Blick auf die Auflagen und daraus resultierende wirtschaftliche Sorgen ihre Freibäder in dieser Saison nicht öffnen, schrieben die Verbände.

    Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Sonderstellung der Inseln

    Update vom Freitag, 15.05.2020, 07.52 Uhr: Die Ostfriesischen Inseln haben eine Sonderstellung – die bedeutet in der Corona-Krise für die wieder erwünschten Urlaubsgäste in und um Niedersachsen* unterschiedliche Regeln. Diese werden auf Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge unterschiedlich ausgelegt -denn die Kommunen dürfen eigene Regeln für das Betreten der jeweiligen Insel aufstellen.

    So sind zum Beispiel auf Juist Kontrollen ankommender Gäste geplant, sie müssen eine Buchung für mindestens sieben Tage (sechs Übernachtungen) vorweisen können. „Das ist kein Zwangsaufenthalt“, erklärte Bürgermeister Tjark Goerges (parteilos). „Das Ziel ist es, das Rotationsgeschehen gering zu halten.“

    Corona in Niedersachsen: Freiwilligkeit bei Impfungen

    Update vom Donnerstag, 14.05.2020, 20.10 Uhr: Fieberhaft wird weltweit nach einem Impfstoff gegen das neuartigeCorona-Virus gesucht. Dabei wird aber auch Kritik immer lauter. Es wird von Zwangsimpfungen gesprochen und auch die Idee eines „Immunitätsnachweises“ wird kritisiert.

    Eine Impfpflicht wird es nicht geben* und auch der Immunitätsnachweis ist erst mal vom Tisch. Bei Sorgen um Einschränkungen der Grundrechte gibt der Politikwissenschaftler Dr. Wolfgang Schroeder, der an der Universität Kassel (Nordhessen) forscht, Entwarnung.

    Die Kritik an einem solchen Ausweis basiere auf verschiedenen Argumenten: Erstens bestünden Zweifel in Bezug auf den Datenschutz. Zudem gebe es eine berechtigte Sorge, dass ein solcher Nachweis zu einer Art Zwei-Klassen-Gesellschaft führen könnte. Beim Thema Impfungen setze der Staat auf Freiwilligkeit, sagt der Wissenschaftler weiter. 

    Corona in Niedersachsen: Häftling mit Virus infiziert 

    Update vom Donnerstag, 14.05.2020, 16.45 Uhr: In Niedersachsen gibt es nun auch den ersten Fall, bei dem ein Häftling in einer Justizvollzugsanstalt positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Es handele sich um einen Gefangenen der JVA Vechta, der in einer offenen Vollzugseinheit in Delmenhorst untergebracht und dort nun isoliert worden sei, teilte das Justizministerium am Donnerstag (14.05.2020) in Hannover mit. 

    Der Mann sei Freigänger und gehe einer Erwerbstätigkeit außerhalb der JVA nach. Der Arbeitgeber habe ihn zuvor informiert, dass ein Kollege an Covid-19 erkrankt sei. In der Abteilung Delmenhorst sind zwölf Gefangene in drei Wohngruppen untergebracht und acht Bedienstete im Einsatz. Alle wurden getestet. Bis zur Vorlage der Ergebnisse bleiben die Gefangenen in Quarantäne in ihren Hafträumen und die Bediensteten in häuslicher Quarantäne. Alle Gefangenen und Bediensteten seien wohlauf und zeigten keine einschlägigen Symptome, hieß es.

    Corona in Niedersachsen: Land veröffentlicht aktuelle Fallzahlen

    Update vom Donnerstag, 14.05.2020, 13.55 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die neuen Corona-Fallahlen mitgeteilt: Demnach gibt es 11.075 bestätigte Corona-Infektionen (Stand 14.05.2020). Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl um 62 gemeldete Fälle gestiegen. Auch die Zahl der Todesfälle nach einer Corona-Infektion ist um 11 Fälle gestiegen und liegt mittlerweile bei 537. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 9154. 

    Corona in Niedersachsen: Unis legen Fokus auf digitale Lehrangebote

    Update vom Donnerstag, 14.05.2020, 10.22 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie liegt der Fokus bei den Universitäten in Niedersachsen aktuell noch auf digitalen Lehrangeboten. Viele Studenten lernen von zuhause aus. Dementsprechend bleiben auch Mensen und Cafeterien geschlossen. Das hat Auswirkungen auf Studentenwerke.

    Auch Die Türen des Zentralmensa-Gebäudes der Universität Göttingen* sind zu. Das Studentenwerk arbeitet auf Sparflamme. Viele Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. In der BaföG-Stelle und im Sozialdienst wird jedoch noch gearbeitet, um Studenten zu helfen, die ebenfalls zu kämpfen haben.

    Corona in Niedersachsen: Landtag würdigt Einsatz der Medien in der Corona-Krise

    Update vom Mittwoch, 13.05.2020, 21.29 Uhr: In der Corona-Krise sind verlässliche und unabhängig geprüfte Informationen und Nachrichten besonders wichtig. Abgeordnete aller Fraktionen im Landtag von Niedersachsen haben am Mittwoch die Bedeutung sorgfältig recherchierter Nachrichten betont und lobten den Einsatz der Medien in diesen Krisenzeiten. 

    Die Abgeordneten zeigten sich besorgt, über die sich in der Corona-Krise verschlechternden Arbeitsbedingungen für Medienschaffende und Journalisten. Denn in der Krise würden Anzeigen und Aufträge für regionale Zeitungen, Privatsender und freie Journalisten wegbrechen. 

    Die Grünen hatten das Thema auf die Tagesordnung gesetzt und forderten, wirtschaftliche Hilfe auch für Medien zugänglich zu machen. Die anderen Fraktionen schlossen sich dieser Forderung nicht an. 

    "Gerade die privaten Medien sind massiv betroffen, wegbrechende Werbeeinnahmen schlagen massiv ins Kontor", sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) dem Radiosender Antenne Niedersachsen. "Wir müssen dafür sorgen, dass Entlastung geschaffen werden kann." 

    Laut Althusman müsse es das Ziel sein, die Vielfalt der Medienbranche zu erhalten. "Ich hoffe, dass wir etwas Entlastung für die privaten Medien in Niedersachsen bekommen." Möglicherweise könnten die Gebühren der Bundesnetzagentur oder die Miete für Sendetürme ermäßigt oder erlassen werden.

    Corona in Niedersachsen: Keine Alleingänge in Sachen Quarantänepflicht für Einreisende 

    Update vom Mittwoch, 13.05.2020, 18.55 Uhr: Das Land Niedersachsen will in der Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus dem Ausland keinen Sonderweg in Deutschland gehen. Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen hatte die Quarantäne-Pflicht vor kurzem aufgehoben. 

    Die Landesregierung will mit weiteren Lockerungen aber noch abwarten. Die Beratungen von Bund und Ländern zur Fortdauer und Form einer Quarantänepflicht für aus dem Ausland Einreisende sollen zunächst abgewartet werden. Das sagte ein Sprecher des Sozialministeriums Niedersachsen. 

    Das Gericht hat die in der niedersächsischen Corona-Verordnung festgeschriebene Pflicht außer Kraft gesetzt, sich nach einem mehr als zweitätigen Aufenthalt im Ausland in Quarantäne zu begeben. 

    Bundesinnenminister Horst Seehofer empfahl den Ländern am Mittwoch indes, die bislang geltenden Regel, dass auch wer aus einem europäischen Nachbarland einreist, für zwei Wochen in Quarantäne muss, aufzuheben. Nur noch Menschen, die aus Nicht-EU-Ländern einreisen sollen verpflichtend in die Quarantäne gehen.

    Corona in Niedersachsen: Bauhandwerk boomt

    Update vom Mittwoch, 13.05.2020, 16.35 Uhr: Das Bauhandwerk in Südniedersachsen mit seinen rund 6000 Mitarbeitern boomt – trotz Corona*. Banken dagegen spüren eine erste Zurückhaltung beim Abschluss neuer Baufinanzierungen.

    „Das Bauhandwerk erwirtschaftet derzeit die Steuern, mit denen der Staat die Rettungsschirme und Nothilfen finanziert“, meint Göttingens Kreishandwerksmeister Christian Frölich. Die Kollegen auf dem Bau arbeiteten trotz der Corona-Pandemie unverändert unter Hochdruck.

    Corona in Niedersachsen: Das sind die Fallzahlen der Region

    Update vom Mittwoch, 13.05.2020, 14.02 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die neuen Coronavirus-Zahlen mitgeteilt: Demnach gibt es 11.013 bestätigte Corona-Infektionen (Stand 13.05.2020). Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl um 64 gemeldete Fälle gestiegen. Auch die Zahl der Todesfälle nach einer Corona-Infektion ist um acht Fälle gestiegen und liegt mittlerweile bei 526. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 9059.

    Corona in Niedersachsen: Urlaub trotz Virus möglich

    Zudem wurde die Quarantänepflicht in Niedersachsen ausgesetzt. Damit ist ein Urlaub im Ausland trotz Corona möglich: Das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen hatte die generelle Quarantänepflicht zum Schutz gegen die Ausbreitung von Corona ausgesetzt. Demnach müssen Menschen, die aus dem Ausland ins Land einreisen, nicht mehr 14 Tage in Quarantäne bleiben.

    Corona in Niedersachsen: Maskenhalter aus dem 3D-Drucker

    Update vom Mittwoch, 13.05.2020, 11.21 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie gilt immer noch bundesweit die Maskenpflicht, auch in Niedersachsen.* Da die Gummibänder der Masken ursprünglich nicht für den Dauergebrauch ausgelegt sind, zeichnet sich vor allem bei medizinischem Personal eine Nebenerscheinung ab: Die Gummibänder der Masken drücken unangenehm hinter den Ohren. Die Folge sind oftmals wunde Stellen.

    Corona in Niedersachsen: Psychologe prophezeit neue Ängste in der Krise

    Update vom Dienstag, 12.05.2020, 16.59 Uhr: Werden die Lockerungen in der Corona-Krise zur Gefahr? Werden die Menschen nun leichtsinnig und strömen in Massen in Geschäfte und Restaurants? Nein, glaubt der Angstforscher Borwin Bandelow aus Göttingen (Niedersachsen). „Es wird weiterhin sehr gesittet und diszipliniert zugehen“, sagt der Psychologe. Es könne allerdings zu neuer Angst kommen. 

    Corona in Niedersachsen: Nicht alle Restaurants öffnen wieder

    Update vom Dienstag, 12.05.2020, 15.49 Uhr: Seit Montag (11.05.2020) darf die Gastronomie in Niedersachsen wieder öffnen. Betreiber von Restaurants, Gaststätten und Cafés hatten nach siebenwöchiger Zwangspause wegen Corona sehnlichst darauf gewartet. Da aufgrund der Corona-Pandemie jedoch strenge Auflagen herrschen, werden manche Betriebe vorerst nicht wieder öffnen.

    Corona in Niedersachsen: Zahlen am Dienstag - Neue Todesfälle

    Update vom Dienstag, 12.05.2020, 15.01 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die neuen Zahlen mitgeteilt: Demnach gibt es 10.949 bestätigte Corona-Infektionen (Stand 12.05.2020). Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl um 34 gemeldete Fälle gestiegen. Auch die Zahl der Todesfälle nach einer Corona-Infektion ist um 8 Fälle gestiegen und liegt mittlerweile bei 518. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 8945. 

    Corona in Niedersachsen: Finanzminister will weiteren Nachtragshaushalt vorlegen 

    Update vom Dienstag, 12.05.2020, 13.27 Uhr: Angesichts der Belastungen der Corona-Krise will Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers im Juni einen weiteren Nachtragshaushalt vorlegen. Der zu Beginn der Krise beschlossene Nachtragshaushalt von 1,4 Milliarden Euro sei nach zwei Monaten nahezu aufgebraucht, sagte der CDU-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" am Dienstag (12.05.2020). "Wir haben für Hilfen im Medizinbereich sowie für Wirtschaftshilfen jetzt schon mehr ausgegeben als zunächst eingeplant war und werden einen zusätzlichen Finanzbedarf haben." Gleichzeitig sinken seinen Worten zufolge die Einnahmen. 

    Dem Bericht zufolge rechnet Hilbers damit, dass die für Ende der Woche erwartete Steuerschätzung Mindereinnahmen in Milliardenhöhe ausweist. Der Bund rechne derzeit mit Steuerausfällen von 33 Milliarden Euro. "Wir sind in der Regel mit einem Zehntel dabei", sagte der Minister gegenüber dem Blatt. Schon jetzt komme es wegen Steuerstundungen zu Mindereinnahmen von einer Milliarde Euro. Laut Hilbers müssten vermutlich zusätzliche Kredite aufgenommen werden. 

    Knapp 600 Millionen Euro seien laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur für die Unterstützung der Wirtschaft ausgegeben worden, weitere 300 Millionen Euro seien reserviert für Aufwendungen nach dem Infektionsschutzgesetz - etwa für Erstattungsleistungen bei Verdienstausfällen wegen der Kinderbetreuung. "Da zeichnet sich schon ab, dass wir damit nicht auskommen werden, sondern zusätzlichen Bedarf haben", sagte Hilbers. 400 Millionen Euro seien für Beschaffungen im medizinischen Sektor.

    Corona in Niedersachsen: Einreisen wird wieder leichter

    Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die generelle Quarantänepflicht für Menschen außer Vollzug gesetzt, die aus dem Ausland ins Land einreisen. Das teilte die Justizbehörde am Montagabend (11.05.2020) mit. Die Richter gaben damit dem Eilantrag des Eigentümers einer Ferienhausimmobilie in Schweden statt.

    Der Senat setzte einen Paragrafen der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vom 8. Mai einstweilig außer Vollzug. Er unterwirft aus dem Ausland Einreisende grundsätzlich einer Quarantänepflicht. Der Beschluss vom 11. Mai ist unanfechtbar, wie es hieß. Ein Argument der Richter: Das Infektionsschutzgesetz lasse eine Regelung durch Rechtsverordnung nur zu, wenn bestimmte Voraussetzungen vorlägen.

    Corona in Niedersachsen: Bürgermeisterwahlen unter besonderen Bedingungen 

    Update vom Dienstag, 12.05.2020, 07.39 Uhr:

    Viele Gemeinden in Niedersachsen müssen sich wegen der Corona-Krise auf Bürgermeisterwahlen unter ungewöhnlichen Bedingungen einstellen. So läuft nicht nur der Wahlkampf mangels Publikumsveranstaltungen ganz anders als sonst, sondern die Stimmabgabe darf auch auf eine Briefwahl beschränkt werden, wie das Innenministerium in Hannover erläutert.

    Die am 7. Juni geplante Wahl in Uslar im Kreis Northeim in Südniedersachsen wurde aus organisatorischen Gründen abgesagt. Einen neuen Termin gibt es noch nicht. Dies kann problematisch werden, denn nach Ablauf der Amtszeit treten Bürgermeister automatisch in den Ruhestand, wenn sie nicht wiedergewählt wurden. Eine Verlängerung ist unmöglich.

    Corona in Niedersachsen: Ausnahme beim Thema Amtszeit?

    Um bei außergewöhnlichen Ereignissen wie der Corona-Epidemie künftig Ausnahmen bei der Amtszeit machen zu können, soll deswegen nun das Kommunalwahlrecht kurzfristig ergänzt werden, hieß es aus dem Innenministerium.

    Eigentlich ist die Briefwahl nach deutschem Wahlrecht grundsätzlich nur als Ergänzung zur Urnenwahl zulässig. Wenn die Wahlvorbereitungen aber abgeschlossen sind und der Urnengang aus Infektionsschutzgründen nicht möglich ist, kann die Wahl auf die Briefwahl beschränkt werden. Ansonsten kann eine Wahl nach dem Infektionsschutzgesetz abgesagt werden, wenn sie über Monate ausgeschlossen erscheint. Die Entscheidung dafür treffen die Kommunen in eigener Verantwortung.

    Corona in Niedersachsen: Freischaffende in der Krise

    Update vom Montag, 11.05.2020, 21.01 Uhr: Künstler arbeiten häufig in prekären Arbeitsverhältnissen. Die Corona-Krise trifft Freischaffende daher ganz besonders stark. Der Verein „Kultur unterstützt Stadt“ (KUNST) aus Göttingen in Niedersachsen appelliert jetzt an die Politik für mehr Unterstützung für Kulturschaffende. 

    Vor allem Soloselbstständige Künstler und Kreative, die keinem Ensemble angehören, stehen laut dem Verein vor großen Problemen. „Freie Künstler und Kulturschaffende leisten einen wichtigen Beitrag zum reichhaltigen und vielfältigen kulturellen Leben in der Gesellschaft“, sagt der Vorstand des Vereins. 

    Weil bis zum August Großveranstaltungen verboten sind, können viele Künstler nichts mehr verdienen. Der Verein will jetzt selbst Spenden sammeln und hofft auf Unterstützung aus der Politik. 

    Corona in Niedersachsen: Diebe stehlen hunderte Masken aus Keller

    Update vom Montag, 11.05.2020, 16.14 Uhr: In Göttingen wurden aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Grone mehrere Hundert FFP2-Atemschutzmasken gestohlen.

    Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Samstag (09.05.2020). Nach derzeitigem Ermittlungsstand brachen die Diebe die Türverriegelung des Kellerabteils auf, in dem die Masken, welche aufgrund der Corona-Pandemie derzeit sehr gefragt sind, lagerten.

    Nach Angaben des Eigentümers waren diese Masken zum Weitervekauf bestimmt. Sachdienliche Hinweise können an diePolizei Göttingen (Niedersachsen) unter der Telefonnummer 0551/491 2115 weitergeleitet werden.

    Corona in Niedersachsen: Gastronomen planen Protest-Aktion

    Update vom Montag, 11.05.2020, 15.35 Uhr: Trotz der angekündigten Wiederöffnung der Hotel- und Gaststättenbetriebe setzt die Branche ihre Corona-Proteste in Niedersachsen* fort.

    Unter dem Motto „Wir geben den Löffel ab“ beteiligten sich am 08.05.2020 Gastronomen, Hoteliers und Event-Veranstalter aus Hann. Münden (bei Göttingen) auf dem Rathausvorplatz erneut an der bundesweiten Aktion „Leere Stühle“.

    „Natürlich freuen wir uns alle riesig, dass wir wieder öffnen dürfen. Wir alle stellen die Corona-Pandemie nicht infrage“, so Restaurantbetreiber Antonio Iannibelli, doch die Einschränkungen stellen eine Rentabilität der Gastronomie infrage: „Viele Betriebe wissen nicht, wie sie die Umsetzung der Auflagen personell, finanziell und organisatorisch bewerkstelligen sollen“.

    Corona in Niedersachsen: Infektionsfälle steigen

    Update vom Montag, 11.05.2020, 14.04 Uhr: In Niedersachsen ist die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich angestiegen. Wie das Land in seiner täglichen Mitteilung berichtet, gibt es dezeit 10.915 bestätigte Corona-Fälle.

    Das sind 43 mehr als im Vergleich zu gestern. Die Zahl der bestätigten Todesfälle liegt mittlerweile bei 510.

    Corona in Niedersachsen: Startschuss für das Abitur

    Update vom Montag, 11.05.2020, 13.22 Uhr: Die wegen Corona verschobenen Abiturklausuren im Fach Geschichte haben heute in Niedersachsen begonnen. „Unser Eindruck war, dass die Schulen für den Prüfungsstart unter den schwierigen Bedingungen gut aufgestellt sind“, so Bianca Trogisch, Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg.

    Grant Hendrick Tonne (SDP), Kultusminister Niedersachsens, wünschte dem Abiturjahrgang 2020 mit circa 12.000 Prüflingen viel Erfolg. Da das diesjährige Abitur aufgrund der Corona-Krise unter besonderen Umständen stattfinden wird, habe man Zeitpuffer zur Extravorbereitung und Hygienemaßnahmen integriert, beronte Tonne.

    In Niedersachsen gibt es seit 2006 das Zentralabitur. Daber werden zum 15. Mal landesweit einheitliche schriftliche Prüfungsaufgaben gestellt. Am Dienstag geht es mit Mathe weiter, Latein steht für Samstag, den 30.05.2020, als letzte Prüfung auf dem Plan.

    Fahrschulen in Niedersachsen starten wieder nach Corona-Pause

    Update vom Montag, 11.05.2020, 12.44 Uhr: Nach einer achtwöchigen Corona-Zwangspause dürfen die Fahrschulen in Niedersachsen* seit Mittwoch wieder unterrichten – allerdings mit Einschränkungen.

    Für den Theorieunterricht gilt 1,5 Meter Mindestabstand zwischen allen Teilnehmern in den Klassenräumen sowie das Einhalten der allgemeingültigen Hygienevorschriften. Mund-und-Nase-Masken und Desinfektionsmittel stehen dafür bereit.

    Ab dem 13.05.2020 finden in Niedersachsen auch wieder Führerscheinprüfungen statt. Auf der Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes und nach Abschluss verschiedener Vorbereitungsarbeiten könne der Prüfbetrieb wieder anlaufen, teilt der TÜV-Nord mit.

    Corona in Niedersachsen: Auf dem Land lebt es sich entspannter

    Update vom Montag, 11.05.2020, 08.25 Uhr: Ein Forschungsinstitut erforscht das Leben auf dem Land in Niedersachsen. Während der Corona-Krise lebt es sich auf derm Land in Niedersachsen entspannter. Aber auch in den Dörfern wurde das soziale Leben während Corona eingeschränkt.

    Corona in Niedersachsen: Kontrollen auf Schlachthöfen in Niedersachsen

    Update vom Sonntag, 10.05.2020, 20:01 Uhr: Weil in zahlreichen Schlachthöfen in Deutschland die Zahl der Corona-Infektionen zu explodieren scheint, will der Kreis Osnabrück in Niedersachsen seine Kontrollen in Schlacht-Betrieben verstärken. Vor allem Sammelunterkünfte für Leiharbeiter sollen überprüft werden. Das kündigte der Landkreis Osnabrück an. 

    Bei Leiharbeitern von Schlachthöfen in Emsland in Niedersachsen sei das Virus bereits nachgewiesen worden. Jetzt wird überprüft, ob die Leiharbeiter Kontakt zu Mitarbeitern anderer Subunternehmen hatten. 

    Im Vergleich zu Erntehelfern aus dem Ausland seien die Mitarbeiter in Schlachthöfen aber einem geringeren Risiko ausgesetzt, ist der Mitteilung des Kreises Osnabrück zu entnehmen. Denn die Leiharbeiter leben meist länger in den Sammelunterkünften zusammen. „Also gelten für diesen Personenkreis auch nicht die Quarantäne-Regeln wie für die neu eingereisten Erntehelfer", heißt es in der Mitteilung. Genauere Angaben zum Ausmaß der künftigen Kontrollen in den Schlachthöfen wurden nicht gemacht.

    Die Sorge der Behörden im Kreis Osnabrück wird durch die vielen Corona-Infektionen in Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein genährt. In NRW wollen die Behörden aus Furcht vor weiteren Infektionen rund 20 000 Mitarbeiter in Schlacht-Betrieben testen lassen. Tests in dieser Größenordnung sind laut der Landesregierung in Niedersachsen aber nicht geplant.

    Corona in Niedersachsen: 12 000 Schüler beginnen verspätete Abi-Prüfungen

    Update vom Sonntag, 10.05.2020, 15.50 Uhr: Nach Angaben von dpa beginnen am Montag, 11.05.2020, die wegen des Coronavirus verschobenen Abiturprüfungen in Niedersachsen. Die Geschichtsklausuren sind als erstes dran. 

    Das Kultusministerium Niedersachsen teilte mit, dass rund 12.000 Schüler landesweit an den verschiedenen Schule ihre Abschlussarbeiten schreiben.

    Im Anschluss folgen die mündlichen Prüfungen. Die schriftlichen Abschlussprüfungen des Sekundarbereiches I etwa für den Hauptschul- oder Realschulabschluss sollen trotz Corona vom 20. bis 28.05.2020 stattfinden.

    Corona in Niedersachsen: Land teilt aktuelle Zahlen mit

    Update vom Sonntag, 10.05.2020, 13.25 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die neuen Zahlen mitgeteilt. Demnach ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen erneut gestiegen und liegt inzwischen bei 10.872 (Stand 10.05.2020). 

    Im Vergleich zum Vortag (09.05.2020) sind es 27 mehr. Die Zahl der Todesfälle nach einer Corona-Infektion bleibt unverändert bei 502. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 8823.

    Corona in Niedersachsen: Krise verstärkt Problem mit illegalen Müllkippen 

    Update vom Sonntag, 10.05.2020, 12.27 Uhr: Wilde Müllkippen sind ein dauerhaftes Problem. Dabei stellen Menschen Abfallsäcke an die Straße oder kippen Sperrmüll in den Wald. 

    Während der Corona-Pandemie haben einige Maßnahmen das Problem verstärkt, auch in Niedersachsen. "Wenn viele Menschen zu Hause sind, fällt mehr zu Hause an", erklärte der Teamleiter der Abfallfahndung, Andreas Hübner. 

    Corona in Niedersachsen: Wilde Müllkippen sind große Belastung für die Natur

    Auch die vorübergehende Schließung der Wertstoffhöfe würde zu mehr illegalen Müllkippen führen. Gegen die Verursacher geht die Stadt Hannover in Niedersachsen unermüdlich vor. 

    Vor allem für die Natur seien wilde Müllkippen eine Gefahr, insbesondere wenn Chemikalien austreten können. Im schlimmsten Fall könnte damit sogar der Boden und das Grundwasser verseucht werden. Aber auch Wildtiere können sich an weggeworfenen Dingen verletzten.

    Niedersachsen: Mehrere Demos gegen Corona-Maßnahmen

    Update vom Samstag, 09.05.2020, 20.21 Uhr: Am Samstag (09.05.2020) demonstrierten mehrere hundert Menschen auf mehreren Demos in der Landeshauptstadt von Niedersachsen gegen die Beschränkungen in der Corona-Pandemie. Die Polizei bestätigte zwei Versammlungen mit jeweils 450 und 320 Teilnehmern. Gleichzeit trafen sich rund 50 Menschen zu einer Gegendemo, so ein Polizeisprecher. 

    Laut den Demonstranten verstoßen die Maßnahmen in der Corona-Pandemie gegen die Grundrechte. Es sollen aber auch Impfgegner und Verschwörungstheoretiker unter den Demonstranten gewesen sein. 

    Corona in Niedersachsen: Viele Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten

    „Im Groben“ seien die Demonstranten laut dem Polizeisprecher dem Abstandgebot nachgekommen. Die Polizei habe viele Teilnehmer ermahnen müssen und leitete etliche Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. 

    Auch in Bremen trafen sich am Samstag Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Demonstranten wollten nach Angaben der Polizei sogar einen Autokorso mit rund 45 Fahrzeugen abhalten. Das soll aber durch Gegendemonstranten auf Fahrrädern verhindert worden sein. 

    Die Befürworter der Corona-Maßnahmen waren in Bremen in der Überzahl. Auf dem 300 versammelten sich auf dem Marktplatz, während 100 Gegner der Corona-Maßnahmen ihnen gegenüberstanden.

    Corona in Niedersachsen: Zahlen am Samstag

    Update vom Samstag, 09.05.2020, 13.57 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Das Land teilte mit, dass es derzeit 10.845 bestätigte Corona-Fälle gibt (Stand 09.05.2020).

    Im Vergleich zum Vortag (08.05.2020) sind es 63 mehr. Zudem gibt es zwei weitere Todesfälle nach einer Corona-Infektion zu beklagen. Damit steigt die Zahl auf 502. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 8762.

    Corona in Niedersachsen: Einfacher Test soll helfen Todesfälle zu verhindern

    Update vom Samstag, 09.05.2020, 11 Uhr: Corona in Niedersachsen: Ein einfacher Urintest soll laut Experten helfen, früh Warnzeichen für einen bevorstehenden schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung zu erkennen.

    Ein Expertenteam der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) fand heraus, dass die Ereignisse eine Nierenentzündung belegen, die ein Indikator für eine spätere schwere Covid-19-Erkrankung sein könnte. Daraus hat die UMG einen Handlungspfad für Corona entwickelt.

    Corona in Niedersachsen: Todesfälle könnten verhindert werden

    Mithilfe weniger Parameter kann, noch Tage bevor Lunge und andere Organe aufgrund des Coronavirus versagen, mit einer Behandlung begonnen werden, teilen die UMG-Wissenschaftler mit. Damit ließen sich bei vielen Corona-Erkrankten lebensbedrohliche Verschlechterungen und Todesfälle verhindern.

    Corona in Niedersachsen: Tests bei Mitarbeiterin von Schlachthöfen

    Update vom Freitag, 08.05.2020, 20 Uhr: Nach der Schließung eines Fleischbetriebs in Nordrhein-Westfalen wegen zahlreicher Coronavirus-Infektionen erwägt auch Niedersachsen flächendeckende Tests bei den Mitarbeitern von Schlachthöfen. Der Ansatz werde derzeit geprüft, teilte das Agrarministerium in Hannover am Freitag (08.05.2020) auf Anfrage der dpa mit. Das weitere Vorgehen werde mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt.

    Derzeit lägen „keine Hinweise auf Corona-Erkrankungen in Schlachtbetrieben oder anderen Lebensmittelunternehmen vor, die Auswirkungen auf die Versorgungssituation oder auf die Lieferketten in Niedersachsen“ haben, hieß es weiter. Für die Meldung von Infektionen und die Kontrolle der Schutzmaßnahmen seien die Gesundheitsämter der Kommunen zuständig.

    Corona in Niedersachsen: Regelungen werden ab Montag gelockert

    Update vom Freitag, 08.05.2020, 18.35 Uhr: Ab Montag, dem 11. Mai werden einige Corona-Regeln in Niedersachsen gelockert. Alle Geschäfte öffnen wieder. 

    Auch der Tourismus soll unter Auflagen wieder anlaufen. Die Gastronomie darf mit Einschränkungen ebenfalls wieder öffnen. In Schulen und Kitas soll langsam der Regulärbetrieb wieder starten.

    Corona in Niedersachsen: Landesregierung erwartet mehr Anstrengungen von Pflegeheimen

    Update vom Freitag, 08.05.2020, 16.11 Uhr: Niedersachsens Landesregierung erwartet von den Pflegeheimen in der Corona-Krise mehr Anstrengungen zur Rückkehr zum normalen Besucherverkehr. Sie müssten endlich entsprechende Konzepte mit den Gesundheitsämtern umsetzen, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Freitag.

    Seit dem 17.04.2020 dürften Alten- und Pflegeheime Besuche wieder zulassen, wenn Hygienekonzepte zur Verhinderung von Corona-Infektionen vorliegen. Nur wenige Heime hätten dies bislang getan. 

    Corona in Niedersachsen: Keine Besuche für Heimbewohner

    Sie kündigte an, dass in Niedersachsen anders als in anderen Bundesländern sogenannte Besuch-Tandems ab Montag noch nicht zugelassen seien. Dabei geht es darum, dass ein Heimbewohner von einer festen Person regelmäßig Besuch erhalten kann. 

    Grund für die Entscheidung sei, dass die meisten Heime noch keine dafür nötigen Hygienepläne vorgelegt hätten, sagte Schröder. “Uns ist ganz wichtig, dass die Heime sich jetzt auf den Weg machen und das prüfen.„

    Corona in Niedersachsen: Neuinfektion wieder stärker angestiegen

    Update vom Freitag, 08.05.2020, 14.29 Uhr: In Niedersachsen ist die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich angestiegen. Wie das Land in seiner täglichen Mitteilung berichtet, gibt es dezeit 10.782 bestätigte Covid-19-Fälle (Stand 08.05.2020). Das sind 125 mehr als im Vergleich zu gestern. Am Vortag lag das Niveau der Neuinfektionen bei ungefähr der Hälfte.

    Auch zehn weitere Todesfälle nach einer Corona-Infektion gibt es zu beklagen, damit steigt die Zahl auf 500. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 8639 (80,1 % der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle.)

    Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident besucht Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung

    Update vom Freitag, 08.05.2020, 09.57 Uhr: Auf der Suche nach Lösungen für die Corona-Krise sind die Forschungen des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in den Fokus gerückt. Die Wissenschaftler untersuchen unter anderem die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. 

    Am Freitag (10.30 Uhr) informieren sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) dort über die Projekte. Beim Besuch soll den beiden etwa eine App vorgestellt werden, die dabei helfen soll, die Verbreitung des Erregers zu stoppen.

    Corona in Niedersachsen: Strände in Cuxhaven öffnen wieder

    Update voCorona in Niedersachsen: Strände in Cuxhaven öffnen wiederm Donnerstag, 07.05.2020, 18.50 Uhr: Die Strände an Elbe und Außenweser im Kreis Cuxhaven in Niedersachsen werden am 14. Mai wieder für Tagestouristen geöffnet. Das derzeitige Verbot laufe am 13. Mai aus und werde nicht verlängert, sagte ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag (07.05.2020). Die Küstenorte waren seit kurz vor Ostern wegen der Corona-Krise den Einheimischen vorbehalten gewesen.

    Als erster Schritt der Lockerung dürfen nach einer Verordnung des Landes seit Mittwoch wieder Besitzer von Ferienwohnungen und Dauercamper anreisen. Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) begrüßte die Rückkehr erster Gäste. Grund für die Lockerngen sei die „gelebte Disziplin in den vergangenen Wochen“, sagte er nach Angaben der Stadt. 

    Corona in Niedersachsen: Das sind die aktuellen Fallzahlen

    Update vom Donnerstag, 07.05.2020, 13.55 Uhr: Die Zahlen der Corona-Infizierten in Niedersachsen steigt nur leicht an. Es gibt aktuell 10.657 bestätigte Fälle im Land, das sind 59 mehr als am Vortag (Stand 07.05.2020, 13 Uhr). Es gibt allerdings sieben neue Todesfälle. Diese Zahl steigt damit auf 490 Personen an.

    Es werden derzeit 571 Infizierte im Krankenhaus behandelt. Davon liegen 130 Personen auf der Intensivstation, wovon 82 beatmet werden müssen.

    Corona in Niedersachsen: Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiff infiziert

    Update vom Donnerstag, 07.05.2020, 13.06 Uhr: Die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ sollen in ein Krankenhaus gebracht werden. „Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt“, teilte Tui Cruises am Donnerstag mit. Den acht Patienten gehe es gut, sie seien ohne Symptome. 

    Die Ausschiffung und Fahrt in die Klinik nach Geestland im Kreis Cuxhaven (Niedersachsen) sei für diesen Donnerstag geplant. Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. Die Mitarbeiter werden demnach vom Psychosozialen Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut.

    Corona in Niedersachsen: Forscher finden Ansatz für Impfstoff

    Update vom Donnerstag, 07.05.2020, 11.13 Uhr: Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen in Niedersachsen haben einen Entdeckungen gemacht, die einen neuen Ansatz für einen Impfstoff und Wirkstoff gegen das Coronavirus geben.

    In ihrer aktuellen Studie geht es um Vorgänge bei der Infektion von Lungenzellen mit dem SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2). Die Hemmung eines Enzyms könnte eine SARS-CoV-2-Ausbreitung in der Lunge verhindern.

    Ministerpräsident äußert sich zu Lockerungen - Mahnt jedoch zur Vorsicht

    Update vom Donnerstag, 07.05.2020, 09.21 Uhr: Nach der Bund-Länder-Besprechung zum Coronavirus am Mittwoch (06.05.2020) äußerte sich auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zu sen Lockerungen. Eine der wichtigsten Neuerungen war eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen. So is es am Montag (11.05.2020) auch in Niedersachsen erlaubt, dass sich Angehörige von zwei Haushalten wieder in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Eine Obergrenze, wie viele Menschen aus zwei Haushalten sich nun treffen könnten, sei bisher nicht festgelegt, sagte Weil. Die Kontaktbeschränkungen gelten bundesweit noch bis zum 5. Juni. 

    Dennoch mahnt Weil weiterhin zur Vorsicht. „Jetzt sind wir in einer neuen Phase, die wird auch nicht leichter werden, vielleicht sogar komplizierter“, sagte Weil am Donnerstagmorgen dem Sender Antenne Niedersachsen. „Wir müssen weiter vorsichtig sein.“ Das gelte, bis es einen wirksamen Impfstoff gebe und genügend Menschen geimpft seien. „Der Alltag wird vorerst nicht derselbe sein.“ Für wie lange genau, lasse sich nicht sagen, da das Virus noch nicht bekannt sei. Möglicherweise habe man in einem Jahr immer noch mit der Corona-Epedimie zu tun.

    Corona in Niedersachsen: Stephan Weil äußert sich zu Lockerungen

    Update vom Donnerstag, 07.05.2020, 07.25 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil gab in der Pressekonferenz vom 06.05.2020 bekannt, dass das weitere Vorgehen in der Corona-Krise weiterhin teilweise auf Bundes- und teilweise auf Länderebene vollzogen wird. Ihm zufolge gibt es einige Grundpfeiler, die bundesweit gelten: der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Mund-Nasen-Bedeckung. Laut Weil wurde die „lange und intensive Frage der Kontaktbeschränkung“ ebenfalls besprochen.

    Bei diesem Aspekt wird es eine größere Änderung geben, wodurch sich voraussichtlich ab dem 11.05.2020 Mitglieder eines Hausstandes, mit den Mitgliedern eines anderen Hausstandes treffen können. Genauere Angaben dazu konnte und wollte der Ministerpräsident von Niedersachsen jedoch noch nicht machen. Diese sollen allerdings in den nächsten Tagen folgen.

    Corona in Niedersachsen: Steuereinnahmen stark geschrumpft

    Update vom Mittwoch, 06.05.2020, 21.55 Uhr: Wegen der Corona-Einschränkungen hat Niedersachsen im April diesen Jahres ein Drittel weniger Steuern eingenommen als ein Jahr zuvor. Das berichtet das Politikjournal „Rundblick Niedersachsen“ mit Berufung auf die Statistik der Steuereinnahmen für den vergangenen Monat. 

    Sie betragen demnach 1,01 Milliarden Euro - nach 1,6 Milliarden Euro im April 2019. Die Einkommens- und die Umsatzsteuer seien wegen der Restriktionen für den Einzelhandel regelrecht weggebrochen, hieß es. Die Umsatzsteuer-Einnahmen sanken demnach von rund einer Milliarde Euro (April 2019) auf 314 Millionen Euro. Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) sagte dem „Rundblick“: „Wir werden noch sehr viel drastischere Einnahmeausfälle erleben.“

    Corona in Niedersachsen: Drastische Einbußen bei den Steuereinnahmen

    Da die Umsatzsteuer zeitversetzt registriert werde, werde man erst in den kommenden Monaten die wirklichen Einbrüche verzeichnen. Wenn man die Berechnungen des Bundes zugrunde lege, die allerdings schon einige Wochen alt sind, könnte in Niedersachsens Kasse in diesem Jahr ein Betrag zwischen drei und vier Milliarden Euro fehlen, sagte der Minister. Das werde dann nicht allein über neue Kredite im Zuge der Konjunkturkomponente zu bewältigen sein. Neue politische Vorhaben der Koalition stünden deshalb unter dem Vorbehalt der Finanzierung.

    Corona in Niedersachsen: Das sind die aktuellen Fallzahlen

    Update vom Mittwoch, 06.05.2020, 16.43 Uhr:Das Land Niedersachsen gibt bekannt, dass derzeit 483 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben. Es gibt derzeit 10.598 bestätigte Covid-19-Fälle (+96 im Vergleich zu gestern) in Niedersachsen.

    In niedersächsischen Kliniken werden 634 mit dem Coronavirus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 496 Erwachsene und vier Kinder auf Normalstationen. 134 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 80 Erwachsene beatmet werden. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt laut dem Land Niedersachsen bei 8279 Personen.

    Corona in Niedersachsen: Pressekonferenz mit Update zu Lockerungen

    Die Themen Gastronomie, Tourismus, Schulöffnungen und Profi-Fußball während der Corona-Krise werden heute in einer Telefonkonferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wohl im Vordergrund stehen.

    Die Ergebnisse dieses Telefonats und das weitere Vorgehen in der Corona-Krise will der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil, in einer Pressekonferenz gegen 17 Uhr an die Öffentlichkeit weitergeben und erläutern.

    Corona in Niedersachsen: Museen dürfen wieder öffnen

    Update vom Mittwoch, 06.05.2020, 14.28 Uhr: Ab dem morgigen Donnerstag (07.05.2020) dürfen die Museen in Niedersachsen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Doch auch hier gelten strenge Hygienestandards und Abstandsregeln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nun hat der Museumsverband Niedersachsen und Bremen Handlungsempfehlungen zur Wiedereröffnung der rund 700 Häuser in beiden Bundesländern erarbeitet.

    „Die Öffnung ist nicht verpflichtend“, sagte Verbands-Geschäftsführer Hans Lochmann. Die Entscheidung liege in der Verantwortung des jeweiligen Trägers. „Erst wenn dieser sich gut gewappnet fühlt, sollte die Öffnung auch tatsächlich erfolgen“, riet er.

    Corona in Niedersachsen: Forschern gelingt wichtiger Durchbruch

    Update vom Mittwoch, 06.05.2020, 11.25 Uhr: Einen wichtigen Schritt in Richtung eines Corona-Medikaments sind Wissenschaftler in Niedersachsen gegangen: Die Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig konnten laut eigener Aussage Antikörper nachweisen, die das Virus am Eindringen in Zellen hindern.

    Die Forscher untersuchten dafür 6.000 verschiedene, künstlich hergestellte menschliche Antikörper und fanden mehr als 750 Antikörper, die an das Coronavirus andocken. Diese Fähigkeit ist nötig, um den Erreger erfolgreich bekämpfen zu können.

    Die Wirksamkeit der Antikörper soll nun an Zellkulturen getestet werden. Ziel der Wissenschaftler ist ein Arzneimittel zur akuten Behandlung von schwerkranken Corona-Patienten, so NDR.

    Corona in Niedersachsen: Bußgeld für Verstoß gegen Maskenpflicht steht fest

    Update vom Dienstag, 05.05.2020, 16.36 Uhr: Wer in Niedersachsen gegen die Maskenpflicht verstößt muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. Das gab die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung Niedersachsen, Claudia Schröder, am Dienstag bekannt. Bislang stand die Höhe des Bußgeldes nicht fest.

    In Niedersachsen gilt bis auf weiteres eine Maskenpflicht in Geschäften, öffentlichen Gebäuden, Bussen sowie Taxen. Zu Beginn der Maskenpflicht setzten die Bundesländer kein Bußgeld fest. In einigen Ländern wurde auf ein Bußgeld verzichtet.

    Corona in Niedersachsen: Neuer Schulalltag in der Krise 

    Update vom Dienstag, 05.05.2020, 15.59 Uhr: Seit einigen Tagen müssen viele Schüler in Niedersachsen wieder die Schulbank drücken. Für Schüler in Göttingen ist der Unterricht in der Corona-Krise allerdings nicht mit dem Schulalltag vor der Pandemie zu vergleichen. Die Klassen sind auf die Hälfte abgespeckt und neue Hygiene- und Verhaltensregeln müssen eingehalten werden. 

    Zeit sich auf die neunen Umstände vorzubereiten gab es für Lehrer und auch für die Schulträger in den Kommunen kaum. Sie bemängeln unter anderem eine mangelhafte Informationspolitik der Landesregierung und zu wenig Zeit für die Umstellungen.

    Corona in Niedersachsen: 6 weitere Todesopfer

    Update vom Dienstag, 05.05.2020, 14.52 Uhr: 6 weitere Corona-Patienten aus Niedersachsen sind verstorben. Laut der Landesregierung lang am Dienstag die Zahl der bekannten Todesfälle in dem Bundesland bei 474. Die Zahl der mit Corona infizierten Personen steigt im Vergleich zum Montag um 77 Fälle. Damit gibt es in Niedersachsen mittlerweile 10.502 bestätigte Corona-Infektionen.

    Die geschätzte Zahl der Genesenen Patienten liegt in Niedersachsen bei 8071. Damit haben sich rund 76,9 Prozent der erkrankten Patienten mittlerweile wieder erholt. 

    Derzeit werden 669 Corona-Patienten in Niedersachsen stationär im Krankenhaus behandelt. 145 Patienten müssen auf der Intensivstation betreut werden. 93 Personen werden künstlich beatmet.

    Corona in Niedersachsen: Fridays for Future demonstriert vor VW-Zentrale

    Update vom Dienstag, 05.05.2020, 13.40 Uhr:  Am Vormittag ist der „Autogipfel“ von Bundeskanzlerin Merkel gestartet. Die „Auto-Länder“ Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg fordern unter anderem eine Kaufprämie für neue Autos, um den durch die Corona-Krise gebeutelten deutschen Autoherstellern wieder auf die Beine zu helfen. Doch dagegen regt sich Widerstand. Unter anderem in Berlin und Wolfsburg in Niedersachsen gab es Demonstrationen von Umweltschützern. 

    In Wolfsburg versammelten sich Anhänger von Fridays for Future vor der Konzernzentrale von Volkswagen. "Mehr Autos zu finanzieren, ist nicht mit unseren Klimazielen vereinbar - eine neue Abwrackprämie wäre verheerend“, erklärten die Organisatoren. Derweil demonstrierten Anhänger von Greenpeace und anderen Umweltschutzorganisationen vor dem Reichstag in Berlin und ließen symbolisch einen SUV Fahrräder überfahren. 

    „Statt jetzt Motoren aus dem letzten Jahrhundert zu retten, sollte Kanzlerin Merkel den klimafreundlichen Umbau der Autoindustrie ankurbeln", erklärte der Verkehrsexperte der Umweltorganisation, Benjamin Stephan.

    Bei dem telefonisch geführten Gipfel beraten Bundesregierung und Vertreter der Autobranche sowie von Gewerkschaften über die Zukunft der deutschen Autobranche nach der Corona-Krise. Bundeskanzlerin Merkel dämpfte allerdings im Vorfeld die Erwartung. Eine Entscheidung über mögliche Kaufprämien sei auf dem Gipfel nicht zu erwarten. 

    Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen und seine Amtskollegen aus Bayern und Baden-Württemberg schlugen am Montag Prämien für moderne Benziner, schadstoffarme Diesel sowie Elektro- und Hybrid-Autos vor. Demnach sollen Käufer von Dieselautos ab Schadstoffklasse 6d-Temp 3000 Euro erhalten. Für Plug-in-Hybride, Elektro- und Wasserstoffautos soll es 4000 Euro zusätzlich geben. Die Grünen kritisieren den Plan und warnen, dass es pauschale Prämien nicht geben dürfe.

    Corona in Niedersachsen: Fünf-Stufen-Plan für Lockerungen erntet Lob und Kritik

    Update vom Dienstag, 05.05.2020, 9.35 Uhr: Der Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung Niedersachsen zur weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen erntet Lob und Kritik gleichermaßen. 

    Weil die Gastronomie-Betriebe ab dem 11. Mai wieder ihre Arbeit aufnehmen dürfen, freut sich vor allem die Wirtschaft. "Wir freuen uns maßlos“, sagte Rainer Balke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). Im gleichen Atemzug kritisierte Balke aber die geplanten Einschränkungen. Das Restaurants nur jeden zweiten Platz vermieten dürfen, sei ein Wermutstropfen. Denn damit sei es für viele Betriebe äußerst schwierig, genug Umsatz zu machen, um sich wirtschaftlich zu erholen. 

    Lob gab es auch vom Tourismusverband Niedersachsen. Dessen Vorsitzender, Sven Ambrosy (SPD) - der auch Landrat in Friesland ist - betonte, dass die Lockerungen jetzt in kleinen Schritten vollzogen werden müssen. Die bisherigen Fortschritte in der Bekämpfung der Corona-Krise dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. Ein weiterer Ausbruch des Virus und ein damit erfolgender erneuter Lockdown der Gesellschaft sei auf jeden Fall zu vermeiden. 

    Auch die Industrie unterstützt den Fünf-Sufen-Plan: Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von Niedersachsenmetall, nannte den Fahrplan ein erfreuliches Signal für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen. Niedersachsenmetall e.v. ist der Verband der Metallindustrie in Niedersachsen und repräsentiert rund 300 Unternehmen mit über 110 000 Beschäftigten. 

    Kritik kommt dagegen aus Schleswig-Holstein: SPD-Landtagsfraktionschef Ralf Stegner kritisiere Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und dessen Amtskollegen in anderen Bundesländern scharf: Es herrsche zurzeit ein Wettbewerb von Landesregierungen sich mit Lockerungsmaßnahmen zu überbieten. Dies erschwere die Akzeptanz der Corona-Regelungen enorm.

    Corona in Niedersachsen: Gefälschten E-Mails zu Corona-Soforthilfen

    Update vom Dienstag, 05.05.2020, 8 Uhr: Während die Kriminalität in Zeiten von Coronavirus und Kontaktbeschränkungen in fast allen Bereichen deutlich gesunken ist, hat Betrug erheblich zugenommen. Das teilte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes in Hannover (Niedersachsen) mit. 

    Bei sogenannten Fakeshops im Internet sei ein Anstieg um mehr als 100 Prozent zu beobachten, wenn man den jetzigen April mit dem Vorjahresmonat vergleiche. Die Zahlen bei Straftaten nach dem Enkeltrick haben danach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte zugenommen.

    Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte schon im April vor Phishingmails und Fakeshops gewarnt. Gerade bei Geschäften im Internet oder Mails mit Angeboten riet er zur Vorsicht. Man solle nur dort kaufen, wo man sicher sein könne, dass das Angebot seriös ist. Opfer sollten die Taten auch zur Anzeige bringen.

    Corona in Niedersachsen: Betrüger versuchen, Soforthilfen zu erschleichen

    Update vom Montag, 04.05.2020, 20.30 Uhr: Mit gefälschten E-Mails im Namen der NBank in Niedersachsen versuchen Betrüger offenbar, Rückzahlungen von Corona - Soforthilfen zu erschleichen. Empfänger von Fördergeldern, aber auch NBank-Kunden, die nicht einmal einen Förderantrag gestellt haben, hätten entsprechende Mails erhalten, teilte die Bank am Montag (04.05.2020) in Hannover mit. Dabei wurde die Absenderadresse corona-zuschuss@nbank.de.com genutzt und um die Rücküberweisung von angeblich zu viel ausbezahlten Fördergeldern an ein angegebenes Konto gebeten. Kunden die solche Mails erhalten, sollten sie nicht öffnen, sondern sofort die Polizei informieren.

    Die Vorgehensweise falle auch in anderen Bundesländern auf, so die Förderbank. In Nordrhein-Westfalen waren die Auszahlungen von Corona-Soforthilfen Anfang April vorübergehend gestoppt worden, weil Betrüger Daten abgefischt hatten. 

    Corona in Niedersachsen: Fünf-Punkte-Plan veröffentlicht

    Update vom Montag, 04.05.2020, 18.50 Uhr: Fünf-Punkte-Plan in Niedersachsen nach der Corona-Krise: Für Hotels, Restaurants, Kitas und die Schulen wurden viele Lockerungen angekündigt. Auch für den Tourismus und Freizeitparks gibt neue Pläne. 

    Corona in Niedersachsen: Kaufprämien für Autos  

    Update vom Montag, 04.05.2020, 16.38 Uhr: Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg wollen mit Kaufprämien für Autos die Wirtschaft in ihren Bundesländern wieder ankurbeln. Die drei „Autoländer“ wollen nach der Corona-Krise Kunden 4000 Euro zusätzlich für den Kauf von Autos mit Elektro- Brennstoffzellen- oder Plug-in-Antrieben dazu geben. Käufer von modernen Verbrennern sollen 3000 Euro erhalten. 

    Ministerpräsident Stephan Weil verständigte sich mit seinen Amtskollegen Markus Söder aus Bayern und Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg auf diesen Forderungskatalog an die Bundesregierung. 

    Laut Markus Söder wollen die drei am kommenden Montag ihre Beratung telefonisch abschließen. Jemand, der sein Auto mit Euro-3- oder Euro-4-Norm abgibt solle nach Söders Meinung dafür auch eine Recycling-Prämie von 1000 Euro erhalten.

    Corona in Niedersachsen: Weitere 6 Corona-Patienten verstorben 

    Update vom Montag, 04.05.2020, 15.59 Uhr: Das Land hat neue Fallzahlen zu den Corona-Infektionen inNiedersachsen bekannt gegeben. Es verstarben am Wochenende 6 Menschen mit einer Corona-Infektion. Damit steigt die Zahl der Todesopfer in Niedersachsen auf 468. Die Zahl der Corona-Infektionen stieg seit Sonntag um 39 Fälle auf 10.452 bestätigte Corona-Infektionen. 

    641 Corona-Patienten werden derzeit stationär in Krankenhäusern in Niedersachsen behandelt. 137 Patienten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung, 89 müssen künstlich beatmet werden. Die geschätzte Zahl der genesenen Corona-Patienten liegt am Montag bei 7973, was 76,5 Prozent aller bisher gemeldeten Fälle in Niedersachsen beträgt.

    Corona in Niedersachsen: Restaurants und Hotels dürfen im Mai wieder öffnen

    Update vom Montag, 04.05.2020, 12.52 Uhr: Ab dem 11. Mai dürfen Restaurants, Gaststätten und Biergärten wieder öffnen. Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister von Niedersachsen, stellte am Montag einen Fünf-Stufen-Plan der Bundesregierung zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Bereich Gastronomie und Hotellerie vor. Ebenfalls am 11. Mai dürfen Ferienhäuser und Ferienwohnungen wieder vermietet werden. Hotels dürfen ab dem 25. Mai wieder ihr Geschäft aufnehmen. 

    Alle diese Branche unterliegen strenge Auflagen und Einschränkungen, um die Verbreitung des Corona-Virus zu minimieren. Demnach dürfen Restaurants nur eine maximale Auslastung von 50 Prozent ihrer Räume erreichen. Das betrifft sowohl Innen- als auch Außenbereiche. Auch Ferienwohnungen, Hotels und Jugendherbergen dürfen lediglich die Hälfte ihrer Auslastungskapazität erreichen.

    Corona in Niedersachsen: Industrie bricht ein

    Update vom Montag, 04.05.2020, 11.57 Uhr: Die Industrie in Niedersachsen ist im März vor dem Hintergrund der Corona-Krise stark eingebrochen. Die Unternehmen verzeichneten in dem Zeitraum 20 Prozent weniger Bestellungen im Vergleich zum Vormonat. Das teile das Landesamt für Statistik von Niedersachsen am Montag mit.  

    Den stärksten Einbruch gab es demnach bei der Auto- und Metallindustrie. Dort gab es sogar ein Minus von 33 beziehungsweise 28 Prozent. Unter andere der Autohersteller Volkswagen hat in Wolfsburg seinen Sitz. 

    Es gibt allerdings auch Profiteure der Krise. Die Pharma-Industrie erlebt auch in Niedersachsen einen Boom. Die Unternehmen verzeichneten 44 Prozent mehr Aufträge. Allerdings ist die Pharma-Branche in Niedersachsen sehr klein und trägt nur ein Prozent zum Gesamtumsatz der niedersächsischen Industrie bei. 

    Weitere Gewinner des Monats März sind die Hersteller von elektrischer Ausrüstung und die chemische Industrie. Erstere verzeichnete in Niedersachsen ein Plus von 7 Prozent, die chemische Industrie ein Plus von 2 Prozent.

    Corona in Niedersachsen: Friseure haben wieder geöffnet - Das sind die neuen Regeln

    Update vom Montag, 04.05.2020, 9.45 Uhr: Seit heute sind in Niedersachsen einige Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft getreten. Wer einen Haarschnitt braucht, hat jetzt Gelegenheit dazu. Bundesweit öffnen Friseur-Salons wieder ihre Pforten. Doch es gibt einige Regeln zu beachten. Der Friseur-Besuch wird nicht so werden wie vor der Corona-Krise

    So besteht eine Pflicht für Kunden und Salon-Mitarbeiter einen Mund-Schutz-Maske zu tragen. Auch wenn gerade die Haare geschnitten werden. Außerdem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden – außer natürlich wenn der Friseur gerade einen Kunden versorgt. Viele Salons können daher weniger Kunden auf einmal betreuen. 

    Auf den Termin in dem Salon zu warten, wird aufgrund der Corona-Krise oftmals nicht möglich sein. Obwohl nicht vorgeschrieben, sollten Kunden daher einen Termin vorab ausmachen. Das wird in den nächsten Tagen schwierig werden. Denn viele Salons erwarten einen Kundenansturm und berichten von ausgebuchten Terminkalendern.

    Corona in Niedersachsen: Friseure dürfen nicht den Bart schneiden

    Nicht alle Dienstleistungen werden von Friseuren in Niedersachsen angeboten. Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege sind laut den Vereinbarungen von Bund und Ländern tabu. Auch Barber dürfen nur Haare schneiden. 

    Haare waschen wird übrigens für alle Kunden zur Pflicht. Das soll Corona-Viren in den Haaren beseitigen und die Mitarbeiter schützen. Vor dem Besuch die Haare selbst zu waschen, reicht nicht aus. 

    Die Mitarbeiter müssen Handschuhe tragen und ihre Hände regelmäßig desinfizieren. Die durch die Maßnahmen entstehenden Kosten müssen die Friseure wohl auf ihre Preise draufschlagen. Außerdem öffnen nicht alle Friseure gleich am Montag ihre Pforten. Einige warten noch einige Tage. Kunden sollten sich also vorher informieren. 

    Corona in Niedersachsen: Kommunen haben viel Spielraum bei Lockerungen

    Update vom Sonntag, 03.05.2020, 21.04 Uhr: Für Niedersachsen sind weitere vorsichtige Lockerungen bei den Corona-Regeln* angekündigt. Dabei gibt es Spielraum für die Kommunen. Für Niedersachsen wichtig ist in Bezug auf eine von Kindern wie betreuenden Eltern herbeigesehnte Öffnung der Spielplätze, dass es landeseigene Regelungen geben wird.

    Diese will der Weil aber an die Kommunen weiterreichen. „Wir werden in Gespräche eintreten, darüber, wie diese Öffnung gelingen kann.“ Das solle zügig geschehen. Eine gute Nachricht für viele Menschen und den Bewegungsdrang der jungen Niedersachsen.

    Corona in Niedersachsen: Hoffnung auf Strandgenuss

    Update vom Sonntag, 03.05.2020, 18.18 Uhr: Verantwortliche in den Küstenorten in Niedersachsen hoffen auf eine Öffnung für Urlauber trotz der Corona-Krise.* Hört man sich bei den Verantwortlichen an Niedersachsens Stränden um, gibt es Hoffnung auf Strandurlaub in diesem Jahr.

    Mancherorts haben Besucher schon jetzt als Tagesausflügler die Möglichkeit, Corona-Sorgen zumindest für einen Tag von der Meeresbrise wegpusten zu lassen. Die Hoffnung: Noch im Mai könnten Ferienwohnungen und Hotels mit Einschränkungen genutzt werden. 

    Corona in Niedersachsen: Das sind die neuen Fallzahlen

    Update vom Sonntag, 03.05.2020, 15.57 Uhr: Das Land Niedersachsen hat neue Fallzahlen bekannt gegeben: Insgesamt sind in dieser Region sind 462 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben. Es gibt derzeit 10.386 bestätigte Covid-19-Fälle (+42 im Vergleich zu gestern) in Niedersachsen.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 613 mit dem Coronavirus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 475 Erwachsene und drei Kinder auf Normalstationen. 135 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 95 Erwachsene beatmet werden.

    Geschätzte Zahl der Genesenen*: 7.894 (76 % der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle.)

    *Die Tatsache, ob jemand von einer gemeldeten Infektionserkrankung genesen ist, kann nicht aus den Meldedaten ausgelesen werden. Es ist allerdings möglich, anhand der folgenden Kriterien eine Schätzung abzugeben: Meldedatum > 14 Tage, hospitalisiert: nein, Lungenentzündung: nein, verstorben: nein.

    Corona in Niedersachsen: Maßnahmen werden gelockert

    Update vom Sonntag, 03.05.2020, 13.00 Uhr: Am Montag werden in Niedersachsen einige Corona-Maßnahmen gelockert. Frisöre öffnen ihre Geschäfte und für viele Schüler beginnt wieder der Unterricht. Ein ganzer Katalog von Lockerungen. Auch die Spielplätze sind wieder nutzbar. Allerdings liegen allen diesen Lockerungen auch fortbestehende Vorsichtsmaßnahmen wie zum Beispiel der Mindestabstand zugrunde. 

    Corona in Niedersachsen: Einschulung wird Probleme bereiten

    Update vom Sonntag, 03.05.2020, 9.16 Uhr: Die Corona-Krise könnte für die Einschulung von Kindern in die Grundschule in einigen Monaten zu einem großen Problem werden. Im Sommer werden tausende Kinder in Niedersachsen vom Kindergarten in die Schule wechseln – ohne die üblichen Vorbereitungen in den Kitas. Denn wegen Corona gibt es derzeit nur eine Notbetreuung in Kitas und Grundschulen. 

    Das Problem: Die Projekte zwischen Kindergärten und Grundschulen, die den Übergang in die Grundschule erleichtern sollen, ruhen derzeit. Außerdem wurden an vielen Schulen die ärztlichen Eingangsuntersuchungen abgesagt, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Wochenende bestätigte. 

    Die Vorsitzende des Grundschulverbandes Niedersachsen, Eva-Maria Osterhues-Bruns, sieht darin eine große Herausforderung für die Grundschulen. Denn bei der medizinischen Voruntersuchung wird unter anderem das Hören und Sehen der Kinder getestet. Kinder mit Schwächen in diesen Bereichen werden jetzt nicht entdeckt und könnten Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen. Die Lehrer könnten verstärkt auf Symptome bei den neuen Schülern achten. Für medizinische Diagnosen seien die Lehrer laut Osterhues-Bruns nicht ausgebildet. 

    Ein weiteres Problem: Die Kinder können sich nicht vom Kindergarten verabschieden: „Für die Kindergartenkinder ist der Übergang etwas Besonderes", sagte Osterhues-Bruns. „Normalerweise besuchen Vorschulkinder die Schulen, es gibt bestimmte Rituale wie eine Übernachtung oder ein Schultütenfest." Auch für die Lehrer sei es von Vorteil, die neuen Schulkinder vorab kennenzulernen. „In den letzten Jahren hat sich das breit etabliert."

    Corona in Niedersachsen: Bilanz nach einer Woche Schule

    Update vom Sonntag, 03.05.2020, 6.51 Uhr: Am vergangenen Montag hat der Schulunterricht für viele Schüler in Niedersachsen trotz Corona-Krise wieder begonnen. Kinder aus der Klassenstufen 9, 10 und 13 und aus der vierten Klasse mussten wieder die Schulbank drücken. Nach einer Woche Unterricht in Niedersachsen trotz Corona zog Kultusminister Grant Hendrik Tonne Bilanz. Die erste Woche sei demnach „sehr ordentlich verlaufen", sagte Tonne am Wochenende. 

    „Die Schulen haben sich ausgezeichnet vorbereitet." Einige Schüler seien aber den Umständen entsprechend verunsichert. Viele Kinder durften in vergangenen Wochen kaum außer Haus gehen und hatten wenig Kontakt mit Gleichaltrigen. 

    Corona in Niedersachsen: Erstattung der Fahrtkosten für Eltern

    Update vom Samstag, 02.05.2020, 20.51 Uhr: Wegen Corona in Niedersachsen können Eltern, die ihre Kinder* selber zur Schule fahren, vorübergehend eine Erstattung ihrer Fahrkosten erhalten.

    Ab Montag (04.05.2020) müssen auch die Viertklässler in Niedersachsen wieder in die Schulen. Die Busunternehmen seien zwar vorbereitet, aber jeder Schüler, der aktuell nicht befördert werden muss, entspanne die Situation in den Bussen, heißt es zur Begründung.

    Corona in Niedersachsen: Masken richtig handhaben

    Update vom Samstag, 02.05.2020, 17.37 Uhr: Seit dieser Woche gilt die sogenannte Maskenpflicht wegen Corona in Niedersachsen.* Das heißt: In bestimmten Einrichtungen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung mit Tuch, Schal oder Stoffmaske obligatorisch.

    Jeder ist verpflichtet, selbst für die Ausstattung mit einer Maske zu sorgen. Einmal-Masken sind beispielsweise in Apotheken erhältlich. Welche Bereiche des öffentlichen Lebens in Niedersachsen während der Corona-Krise von der Maskenpflicht betroffen sind und was es bei der Handhabung der Masken zu beachten gilt, teilten sowohl das Land Niedersachsen als auch einzelne Landkreise mit.

    Corona in Niedersachsen: Neue Fallzahlen für die Region

    Update vom Samstag, 02.05.2020, 15.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen steigt über 10.300 Fälle an. Wie die Landesregierung mitteilt, gibt es derzeit 10.344 Fälle im Land, das sind 38 mehr als noch am Vortag (Stand 02.05.2020, 13 Uhr).

    Außerdem gibt es 459 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Land. Die Zahl der Genesenen schätzt die Landesregierung auf 7.784.

    Corona in Niedersachsen: Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

    Update vom Samstag, 02.05.2020, 13.04 Uhr: Aufgrund eines Corona-Falls ist ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Cuxhaven in Niedersachsen unter Quarantäne gestellt worden. 2899 Menschen müssen vorerst auf dem Schiff ausharren. Bisher wurde ein Mensch von dem Schiff positiv auf Corona getestet. Jetzt sollen weitere Test unternommen werden. 

    Das Schiff mit dem Namen „Mein Schiff 3“ wird derzeit von dem Reiseveranstalter Tui als Sammeltransporter für die knapp 3000 Mitarbeiter der Tui-Flotte genutzt. Seit vergangenen Dienstag sind keine Gäste mehr an Bord. Eigentlich sollten mit dem Schiff die Crewmitglieder in ihre Heimatländer gebracht werden. Momentan sind wegen der Corona-Krise die Häfen geschlossen und Tui-Reisen unterbrochen.

    Corona in Niedersachsen: Testergebnisse für das Coronavirus positiv

    Nach dem das Schiff allerdings in Cuxhaven in Niedersachsen angelegt hatte, meldeten sich 15 Besatzungsmitglieder mit leichten grippeähnlichen Symptomen. Das zuständige Gesundheitsamt ordnete umgehend Corona-Tests an. Ein Testergebnis fiel positiv aus. Daraufhin wurden alle 15 getesteten Besatzungsmitglieder auf ihren Kabinen isoliert und werden jetzt medizinisch betreut. Der Infizierte zeigte am Freitag leichte Krankheitssymptome. 

    Wie viele Menschen an Bord bisher getestet wurde, dazu machten die zuständigen Behörden bislang keine Aussage. Alle Kontaktpersonen des Infizierten auf dem Schiff seien aber identifiziert worden. Laut Landkreis hatten "einige Crewmitglieder" das Schiff jedoch bereits am Donnerstag verlassen und befinden sich auf der Heimreise. Zu ihnen sei Kontakt aufgenommen worden - sie seien angewiesen, sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Quarantäne zu begeben. Vor der Ankunft in Cuxhaven hatte das Schiff seit dem 23. März keinen Kontakt mehr mit der Außenwelt.

    Corona in Niedersachsen: Auto-Kino und Auto-Konzert - so wird in der Krise gefeiert

    Update vom Samstag, 02.05.2020, 12.04 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise ist die Freizeitgestaltung schwierig geworden. Konzerte sind abgesagt, Kinos und Theater geschlossen. Doch immer mehr Menschen finden einen Ausweg. Das Auto wird als Vehikel zur Freiheit und zur Party neu entdeckt. Ob Auto-Disco oder Auto-Kino - In Niedersachsen feiern die Menschen trotz Corona ganz ausgelassen und corona-konform. 

    Corona in Niedersachsen: Tonne fordert Entlastungen für Eltern 

    Update vom Samstag, 02.05.2020, 6.52 Uhr: Spürbare Entlastungen für Eltern und Kita-Kinder in der Corona-Krise: Das fordert Grand Hendrik Tonne, Kultusminister in Niedersachsen. Die Entscheidung über die mögliche Wiederaufnahme der Kinderbetreuung war auf den 6. Mai vertagt worden. Er versehe die Enttäuschung vieler Eltern darüber, sagte Tonne am Freitag. 

    Tonne hofft jetzt auf positive Entwicklungen bei den Beratungen von Bund und Ländern: Die Perspektive müssen Entlastung für Eltern und soziale Kontakte für Kinder sein", sagte er. „Da muss definitiv etwas passieren." Denn in der Corona-Krise gleichzeitig im Homeoffice zu arbeiten und kleine Kinder zu betreuen, sei kaum schaffbar. „Die Eltern sind derzeit richtig gebeutelt und unter Druck. Für die Kinder ist die anhaltende Isolation nicht förderlich. Das schmerzt Mütter und Väter.“ 

    Der Kultusminister von Niedersachsen betonte jedoch auch die Wichtigkeit der Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Die sei notwendig um eine weitere Infektionswelle zu vermeiden. 

    Corona in Niedersachsen: Wer bekommt einen Platz bei der Notbetreuung?

    Tonne entschuldigte sich bei den Eltern, über ursprünglich missverständliche Aussagen, dass die Kitas aufgrund der Corona-Pandemie möglicherweise bis zu den Sommerferien geschlossen werden müssen. „Die Tatsache, dass der Zeithorizont nicht in Stein gemeißelt ist, hätte man deutlicher herausstellen müssen. Diesen Vorwurf müssen sich Bund und Länder durchaus gefallen lassen", sagte er. 

    Viele Eltern sind derzeit verunsichert, welche Kinder Anspruch auf einen Platz bei der Kita-Notbetreuung haben. Tonne sieht bei der Auswahl der Kinder, die Kommunen in der Pflicht: 

    "Wir haben nach der ersten Lockerung der Notbetreuung gesagt: Hört auf, auf die Berufe zu schauen, sondern guckt, wie die soziale Lage ist", sagte Tonne. "Geht es den Kindern gut? Droht ein Verlust des Arbeitsplatzes? Kann der Partner betreuen oder sprechen wir über Alleinerziehende? Da haben die Kommunen ganz großen Spielraum, und dazu gehört auch, Entscheidungen zu treffen.“

    Corona in Niedersachsen: Über 10 000 Infizierte

    Update vom Freitag, 01.05.2020, 20.34 Uhr: Das Land Niedersachsen gibt bekannt, dass 457 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben sind. Es gibt derzeit 10.306 bestätigte Covid-19-Fälle (+107 im Vergleich zu gestern) in Niedersachsen.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 672 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 493 Erwachsene und fünf Kinder auf Normalstationen. 174 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 113 Erwachsene beatmet werden.

    Die geschätzte Zahl der Genesenen* liegt bei 7.554, 73,3% der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle.

    *Die Tatsache, ob jemand von einer gemeldeten Infektionserkrankung genesen ist, kann nicht aus den Meldedaten ausgelesen werden. Es ist allerdings möglich, anhand der folgenden Kriterien eine Schätzung abzugeben: Meldedatum > 14 Tage, hospitalisiert: nein, Lungenentzündung: nein, verstorben: nein.

    Corona in Niedersachsen: Viertklässler zurück in die Schule

    Update vom Freitag, 01.05.2020, 19.41 Uhr: Ab Montag (04.05.2020) müssen die Viertklässler in Niedersachsen trotz Corona-Krise wie vorgesehen wieder in die Schulen. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zum Präsenzunterricht entschieden, wie eine Sprecherin am Donnerstag (30.04.2020) mitteilte.

    Laut dpa habe 13. Senat den Antrag einer Schülerin abgeleht, bei dem es um die einstweilige Außervollzugsetzung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus geht. Der Beschluss ist unanfechtbar. Die mit der schrittweisen Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts verbundene vorübergehende Ungleichbehandlung sei sachlich gerechtfertigt, entschieden die Richter. 

    Das nach Jahrgängen abgestufte Vorgehen biete ausreichend Zeit für die Umsetzung und eine mögliche Anpassung der Konzepte. Zudem diene es der Vermeidung eines unkontrollierbaren Wiederanstiegs der Neuinfektionen. Den Antrag hatte eine Schülerin einer vierten Klasse gestellt. 

    Corona in Niedersachsen: Aktion der Gewerbetreibenden

    Update vom Freitag, 01.05.2020, 16.12 Uhr:  Hotellerie-, Gastronomie- und Veranstaltungsgewerbe in Niedersachsen leiden unter Corona* - Deshalb haben sich in Hann. Münden die Gewerbe zu einem stillen Protest zusammengeschlossen. Auf den wirtschaftlichen Schaden wollen sie mit der Aktion "Leere Stühle" aufmerksam machen.

    Mit diesem stillen Protest sollte auf den wirtschaftlichen Schaden aufmerksam gemacht werden, den die Unternehmen wegen der Corona-Schutzmaßnahmen erlitten haben und noch erleiden werden.

    „Bitte lassen Sie unsere Branche nicht im Stich. Geben Sie uns eine Perspektive, die uns das Überleben sichert. Was wird aus unserer Tourismusregion, wenn wir keine Gäste mehr beherbergen und verpflegen können?“, stand in dem Schreiben, das Guido Einecke im Namen des Mündener Gastgewerbes und der Dehoga Gerd Hujahn aushändigte.

    Corona in Niedersachsen: Probleme auf dem Arbeitsmarkt

    Update vom Freitag, 01.05.2020, 14.27 Uhr: Die Corona-Krise ist auf dem Arbeitsmarkt im Süden von Niedersachsen* angekommen. Innerhalb eines Monats stieg die Arbeitslosenquote um 0,7 auf 6,0 Prozent. Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit in Göttingen, macht deutlich: „Trotz vorsichtiger Lockerungen, beispielsweise für den Einzelhandel, kann in vielen Betrieben noch nicht wieder oder vorerst nur eingeschränkt gearbeitet werden.“

    Außerdem spiegeln sich die Probleme auf dem Arbeitsmarkt bei einem Blick auf die offenen Stellen wider. Die Nachfrage ist um etwa 50 Prozent zurückgegangen: Im April gingen weniger als 700 neue Stellenangebote bei Agentur ein.

    Corona in Niedersachsen: Weil ruft zur Solidarität in der Krise auf

    Update vom Freitag, 01.05.2020, 8.20 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise fallen in diesem Jahr die üblichen Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und vieler weiterer Arbeitnehmerorganisationen am Tag der Arbeit aus - zum ersten Mal seit 1949. Stattdessen organisiert der Gewerkschaftsbund digitale Kundgebungen. 

    Zum Tag der Arbeit am Freitag, 1. Mai, haben Stephan weil, Ministerpräsident von Niedersachsen (SPD) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) deshalb online zum Zusammenhalt aufgerufen. Besonders jetzt in der Corona-Krise werde sichtbar, wie viele Beschäftigte „unverzichtbar sind, um den Laden am Laufen zu halten", sagte der Weil in einer gemeinsamen Videoansprache mit DGB-Bezirkschef Mehrdad Payandeh. 

    Weil hob bei dem Aufruf besonders die Bedeutung von Lebensmittelhandel, Logistik, der Reinigungswesen und der Pflege hervor. „Ich hoffe sehr, dass das nach der Krise nicht in Vergessenheit gerät und wir uns alle dafür einsetzen, dass in diesen Berufsfeldern die Arbeitsbedingungen verbessert und die Löhne erhöht werden."

    „Solidarität verbindet, gibt dem einzelnen Wehrlosen die Kraft, wehrhaft zu werden ,“ sagte DGB-Bezirkschef Mehrdad Payandeh. Gute Bezahlung im Job könne nur gemeinsam erkämpft werden. Er forderte mehr Solidarität für Flüchtlinge, Obdachlose und mit Menschen, die für wenig Geld arbeiten. „Auch diese dürfen in der Krise nicht vergessen werden.“

    Corona in Niedersachsen: Wenige neue Infizierte in Northeim

    Update vom Donnerstag, 30.04.2020, 19.31 Uhr: Die Zahl der Neuinfizierten mit dem Coronavirus bleibt im Kreis Northeim in Niedersachsen* weiter gering. Zwei Personen haben sich aktuell neu angesteckt.

    Bei den Corona-Neufällen handelt es sich laut Kreisverwaltung um eine Frau mittleren Alters und einen Mann fortgeschrittenen Alters. Bei beiden bestand Kontakt zu Infizierten.

    Die Neuinfizierten klagen laut Landkreis über Symptome wie Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne.

    Corona in Niedersachsen: Das sind die neuen Fallzahlen für die Region

    Update vom Donnerstag, 30.04.2020, 15.16 Uhr: Das Land Niedersachsen gibt die neuen Infektionszahlen bekannt: Demnach gibt es derzeit 10.198 bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen. Das sind 98 Personen mehr als am Mittwoch. 435 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 695 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten behandelt. Davon liegen 527 Erwachsene und fünf Kinder auf Normalstationen. 163 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 103 Erwachsene beatmet werden.

    Die Zahl der Genesen kann anhand der Meldedaten nicht genau abgelesen, sondern nur geschätzt werden. Sie beläuft sich auf ungefähr 7.431* Personen. *Die Tatsache, ob jemand von einer gemeldeten Infektionserkrankung genesen ist, kann nicht aus den Meldedaten ausgelesen werden. Es ist allerdings möglich, anhand der folgenden Kriterien eine Schätzung abzugeben: Meldedatum > 14 Tage, hospitalisiert: nein, Lungenentzündung: nein, verstorben: nein.

    Corona in Niedersachsen: Hohe Arbeitslosenzahlen bei Arbeitsagentur

    Update vom Donnerstag, 30.04.2020, 12.20 Uhr: Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister von Niedersachsen, sieht den Neustart der Wirtschaft angesichts der Corona-Krise als den wichtigsten Politikschwerpunkt in der nächsten Zeit an. Laut dem CDU-Politiker müsse ein Nachtragshaushalt festgelegt werden. 

    Zudem müsse bestimmt werden, mit welchen Umfang der Wiederaufbau der Wirtschaft in Niedersachsen gestemmt werden soll. Die wegbrechenden Steuereinnahmen gefährdeten die politischen Gestaltungsmöglichkeiten der Landesregierung, viele Planungen seien eingefroren, sagte er gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

    Althusmann glaubt, dass die wirtschaftlichen Folgen für Niedersachsen mit bis zu minus 15 Prozent Konjunktureinbruch deutlich spürbar sein wird. Man werde nicht umhinkommen, mit entsprechenden Hilfspaketen die Wirtschaft in Niedersachsen wieder „anzukurbeln“. Es wird über Einsparungen diskutiert werden müssen.

    Corona in Niedersachsen: Zahl der Arbeitslosen nimmt stark zu

    Update vom Donnerstag, 30.04.2020, 10.12 Uhr: Die Corona-Krise hat die Kurzarbeit in Niedersachsen auf einen neuen Höchststand getrieben. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (30.04.2020) in Hannover mitteilte, zeigten die Unternehmen im März und April für bis zu eine Million Beschäftigte eine Verringerung der regulären Arbeitszeit an. 

    Das ist zehn Mal häufiger als in der Finanzkrise. Die Zahl der Arbeitslosen nahm zwischen März und April um rund zwölf Prozent zu und liegt jetzt bei fast 247.000 Betroffenen.

    Corona in Niedersachsen: Städte bieten Spielplatz-Alternativen an

    Update vom Donnerstag, 30.04.2020, 8.10 Uhr: Die Spielplätze in Niedersachsen sind wegen der Corona-Krise weiterhin geschlossen. Einige Städte haben daher Alternativen ins Leben gerufen. Mit dem Angebot wolle man Kindern und Eltern eine Art Flucht aus dem Alltag ermöglichen, hieß es bei den Stadtsprechern. Nach Lüneburg können Familien seit wenigen Tagen auch in Braunschweig und WolfsburgPlätze für einen begrenzten Zeitraum buchen.

    Das Angebot richte sich vor allem an Familien, die keinen Zugang zu einem Garten und zu Spielmöglichkeiten im Freien haben. Es wurde von Anfang an gut angenommen, sagt Lüneburgs Stadtsprecherin Suzanne Moenck auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

    Hoffnung auf ein baldiges Ende der Belastung für Familien ist derzeit nicht in Sicht.  In der aktuellen Corona-Verordnung des Landes heißt es weiterhin, dass alle Spielplätze einschließlich Indoor-Plätzen geschlossen sind.

    Corona in Niedersachsen: Firmen überschütten Land mit Flut von Klagen 

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 20.20 Uhr: Die Verwaltungsgerichte in Niedersachsen versinken unter einer Flut von Eilanträgen und Klagen gegen die Anordnungen und Verbote in der Corona-Krise. Seit Mitte März seien bereits 250 solcher Verfahren bei den Gerichten eingegangen. Das teilte der Oberverwaltungsgerichtshof (OVG) Niedersachsen am Mittwoch mit. 

    Besitzer von Möbelhäusern, Fitnessstudios, Waschanlagen und Co. wollen auf diese Weise Lockerungen in den Corona-Verordnungen in Niedersachsen erzwingen. Die Gerichte seien nur noch mit dem Thema beschäftigt, sagte der Präsident des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG), Thomas Smollich. In anderen Zeiten spiele der Infektionsschutz in den zuständigen Kammern kaum eine Rolle. 

    Im OGV Lüneburg ist der Fall ähnlich. Dort gehen besonders häufig sogenannte Normenkontrollklagen ein, die die Landesverordnung direkt angreifen. Dort sind 72 Corona-Verfahren laut Smollich eingegangen. Erst am Montag hatte das OVG Niedersachsen das Verkaufsverbot für Geschäfte über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bestätigt. 

    Bisher war nach OVG-Angaben noch keine Klage gegen die Landesverordnung erfolgreich. In anderen Verfahren seien die Klagen gegen Corona-Verordnungen bereits erfolgreich gewesen. So erhielt ein Betreuer nach Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover in einem Pflegeheim trotz generellen Besuchsverbots Zugang zu seinem Betreuten. 

    Auch wenn die meisten Eilverfahren scheitern, geben viele Kläger nicht auf. Da es häufig um Schadensersatz gehe, gehen die Verfahren auch nach dem Scheitern weiter. „Aufgrund der Corona-Verfahren gibt es noch keine Verzögerungen in anderen Verfahren“, betonte Smollich jedoch. 

    Die sieben Verwaltungsgerichte in Niedersachsen sowie das OVG wollen in den nächsten Wochen den regulären Sitzungsbetrieb nach und nach wieder hochfahren. Dann sollen vor allem Asylrechtsverfahren abgearbeitet werden.

    Corona in Niedersachsen: Flut der Schadensersatzklagen soll gebündelt werden

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 16.56 Uhr: Steht Niedersachsen eine Flut von Schadensersatzklagen ins Haus? Die ersten Schadensersatzklagen gegen den Staat aufgrund der Corona-Krise sind beim Landgericht Hannover eingetroffen. Landgerichtspräsident Ralph Guise-Rübe geht allerdings von einer stark wachsenden Zahl aus. Das sagte er am Mittwoch. 

    Guise-Rübe schlägt vor die Schadenersatzklagen bei einem Landgericht zu bündeln, um andere Gerichte zu entlasten. Er geht davon aus, das erst das Bundesverfassungsgericht endgültig über die Klagen entscheiden werde. Das oberste Gericht werde darüber entscheiden, ob Gesetze wie das Infektionsschutzgesetz für die derzeitigen weitgehenden Regeln als Grundlage ausreiche. 

    Momentan hat das Landgericht aufgrund der Corona-Krise seinen Betrieb auf 20 Prozent zurückgefahren. Jetzt soll im laufenden Jahr langsam wieder zu 70 Prozent der Kapazitäten zurückgekehrt werden. Das wird nicht einfach werden, denn nach wie vor müssen in Niedersachsen die Abstandsregeln aufgrund der Gefahr durch Corona eingehalten werden. Deshalb müsse das Gericht in einigen Fällen zum Beispiel in Hotels Verhandlungsräume aufbauen. 

    Das Landgericht Hannover in Niedersachsen leidet seit Jahren unter einer erheblichen Mehrbelastung. Landgerichtspräsident Ralph Guise-Rübe geht davon aus, dass dies auch so bleibe. Allerdings gehe in der Corona-Krise die Kriminalität zurück. 

    Corona in Niedersachsen: Fallzahlen am Mittwoch

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 14.10 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen liegt aktuell bei 10.100 Personen. Das gibt die Landesregierung auf ihrer Website bekannt (Stand 29.04.2020, 13 Uhr). Das sind 85 mehr als am Vortag. 

    Bisher sind 419 Personen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren, also 11 mehr als am Dienstag. Bisher gelten 7164 Personen in Niedersachsen als potenziell genesen.

    Corona in Niedersachsen: Plan zur Öffnung von Zoos, Gastronomie und Hotels vorgelegt

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 13.35 Uhr: Die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen legen einen Drei-Stufen-Plan vor, um schrittweise die Einschränkungen für Tourismus, Gastronomie und Hotellerie zurückzunehmen, die wegen der Corona-Krise verhängt werden mussten.

    Zuerst sollen touristische Outdoor-Angebote wie Zoos, Freizeitparks und Klettergärten öffnen, wie die Wirtschafts- und Tourismus-Minister der drei Länder am Mittwoch (29.04.2020) mitteilten.

    In der zweiten Phase sollen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels folgen. Dieses Konzept wollen die Länder in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. Wann genau die Maßnahmen umgesetzt werden sollen, werden die Länder in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen. Voraussetzung sei, dass die Lage in der Corona-Krise sich weiter stabilisiere.

    Corona in Niedersachsen: VW rechnet wegen Pandemie mit roten Zahlen

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 12.10 Uhr: VW rechnet wegen der Corona-Krise zwischen April und Ende Juni mit einem großen Verlust. „Das operative Ergebnis im zweiten Quartal wird negativ sein“, sagte VW-Finanzchef Frank Witter am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. 

    VW, das seinen Sitz in Wolfsburg in Niedersachsen hat, hatte im ersten Quartal bereits einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen, weil ab Mitte März die meisten Werke in Europa und Nordamerika heruntergefahren wurden und Händler kaum noch Autos verkaufen konnten. Das zweite Quartal dürfte das schwierigste im Jahresverlauf sein, sagte Witter. Auf Jahressicht rechnet VW nach Angaben zur Wochenmitte aber noch mit einem positiven Ergebnis, wenn auch wegen der Corona-Krise stark unter dem Vorjahreswert.

    Corona in Niedersachsen: Durchbruch in der Corona-Forschung

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 10 Uhr: Forscher des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen (Niedersachsen) haben die Erbgut-Kopiermaschine des Coronavirus entschlüsselt. Das bessere Verständnis darüber, wie die Vervielfachung der Erbinformationen und letztlich des gesamten Sars-CoV-2-Erregers funktioniert, könne sowohl die Wirksamkeit vorhandener Medikamente als auch die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen das Coronavirus verbessern und beschleunigen, sagt der MPI-Direktor und Forscher Prof. Dr. Patrick Cramer. 

    Im Sommer rechnet er mit aussagekräftigen Ergebnissen zu verwendeten Medikamenten wie Remdesivir. Sein Team untersucht nun, wie Medikamente die Virus-Vermehrung auf molekularer Ebene blockieren. Es gelte, weitere Angriffspunkte im Coronavirus für medizinische Wirkstoffe zu finden, so Cramer.

    Corona in Niedersachsen: Kitas könnten Mitte Mai wieder öffnen

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 8.45 Uhr: Ab Mitte Mai könnten die Kitas in Niedersachsen wieder öffnen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, es sollen zuerst Vorschulkinder und Kinder mit Unterstützungsbedarf in die Kitas zurückkehren dürfen. Sein Ministerium habe die Pläne für eine Wiederöffnung in der Schublade. Die Entscheidung soll am 6. Mai fallen. 

    Laut Tonne müsse die Öffnung nah der Corona-Pause mit den Trägern und den Kommunen abgestimmt werden. Ziel sei es, dass alle Kinder vor dem Sommer die Kita wieder besuchen können. Der konkrete Zeitpunkt dafür steht derzeit aber noch nicht fest. Einen Normalbetrieb werde es aber bis zur Sommerpause nicht geben, so Tonne.

    Tonnes Plänen zufolge sollten zunächst die Kinder in die Kitas gehen dürfen, die im Sommer zur Schule kommen, schrieb das Blatt. Ganz oben auf der Liste sollten auch Kinder stehen, die sprachliche Unterstützung brauchen oder auf engem Raum mit großen Familien leben. Voraussichtlich sollen die Gruppen zunächst verkleinert werden.

    Corona in Niedersachsen: Krise hat Auswirkungen auf Umweltbelastung

    Update vom Mittwoch, 29.04.2020, 7.10 Uhr: Der gesunkene Verkehr in der Corona-Krise hat Auswirkungen auf die Natur in Niedersachsen. Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid ist deutlich zurückgegangen, teilt das Umweltministerium unter Berufung auf das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim mit. Demnach wird an sechs von sieben Verkehrsmessstationen für April der jeweils niedrigste bislang gemessene Monatsmittelwert erwartet. 

    Je nach Station fällt der Rückgang allerdings unterschiedlich stark aus. Auch meteorologische Effekte wie die Windrichtung haben dem Ministerium zufolge Einfluss auf die Messergebnisse. Doch der Trend ist eindeutig: Die Belastung geht zurück.

    Umweltminister Olaf Lies will es dabei allerdings nicht belassen. Auch unabhängig vom Coronavirus müsse die Luftqualität verbessert werden. „Wir dürfen mit Blick auf die Gesundheit der Menschen an dieser Stelle nicht locker lassen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Lies will daher weiter Projekte fördern, die die Belastung der Luft verringern sollen.

    Corona in Niedersachsen: Land bewilligt nächste Riesensumme im Kampf gegen Corona

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 21.28 Uhr: Das Land Niedersachsen hat im vergangenen Jahr ein Haushaltsplus von 1.43 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Geld soll jetzt in die Bewältigung der Corona-Krise und in den Klima- und Naturschutz investiert werden. Das hat die Landesregierung unter Ministerpräsident Weil am Dienstag beschlossen. 

    Demnach wurden die bereits beschlossenen 400 Millionen Euro aus dem Haushaltsplus zum Kampf gegen die Corona-Krise in Niedersachsen um weitere 480 Millionen aufgestockt. 

    Insgesamt will Niedersachsen knapp fünf Milliarden Euro zur Unterstützung der Wirtschaft und des Gesundheitswesens bereit stellen, erläuterte Finanzminister Reinhold Hilbers. Laut Ministerpräsident Weil wolle die Landesregierung mit den neu bewilligten Finanzmitteln sicherstellen, im Ernstfall schnell reagieren zu können. 

    Corona in Niedersachsen: Spahn wirbt für neuen Alltag in der Krise

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 19.59 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt für einen neuen Alltag in der Corona-Krise. Bei einem Besuch Hannover, der Landeshauptstadt von Niedersachsen, sprach Spahn sich für eine schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens aus. Dafür spreche laut Spahn die überschaubare Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen. 

    Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems sei verhindert worden, sagte Ministerpräsident Stephan Weil bei dem Treffen in der Landeshauptstadt von Niedersachsen. Beide lobten die Zusammenarbeit von Bund und Land bei der Bewältigung der Corona-Krise. Jetzt gehe es darum, die richtige Balance zwischen Schutzmaßnahmen und Freiheit sowie Wirtschaft zu finden, mahnten die Politiker. 

    Die Folgen der eingeschränkten Öffnung der Geschäfte müssten genau untersucht werden. Die Politik sei sich der Lage der Gastronomie und Tourismusindustrie aber bewusst und arbeite an dem Problem. 

    Laut Gesundheitsminister Spahn sollen demnächst auch wieder wichtige Operationen in den Krankenhäusern nachgeholt werden. Er appellierte an die Bürger, ins Krankenhaus zu gehen, wenn es ihnen schlecht ginge. Besorgniserregend sei ein Rückgang der Behandlungen von Schlaganfällen und Herzinfarkten in den vergangenen Wochen.

    Corona in Niedersachsen: 81 Erntehelfer in Quarantäne

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 16.14 Uhr: Wegen Verstößen gegen die Corona-Hygieneauflagen sitzen 81 rumänische Erntehelfer eines Spargelbauern in Niedersachsen jetzt in Quarantäne. Der Landkreis Nienburg prüft, ob der Spargelbauer ein Bußgeld zahlen muss. Der Landwirt war verantwortlich für die Unterbringung der insgesamt 154 Saisonarbeitern aus Rumänien, die ihm bei der Spargelernte helfen sollten. 

    Das Gesundheitsamt hatte bereits vergangenen Woche nach Kontrollen Nachbesserungen in der Unterkunft der Erntehelfer gefordert. Die Behörde kritisierte, dass Unterkünfte für die Saisonarbeiter auf dem Hof überbelegt waren. Die Busse, die die Erntehelfer zu den Feldern brachten, seien ebenfalls viel zu voll gewesen. Mittlerweile habe der Landwirt aber den Großteil der Hygieneregeln weitestgehend umgesetzt.

    Einige Saisonarbeiter haben den Hof zwischenzeitlich verlassen, sagte Daniela Reim von der Beratungsstelle für mobile Beschäftigte in Oldenburg der dpa. Andere Erntehelfer wollen nach der Quarantäne umsatteln und in der Fleischindustrie arbeiten.

    Sowohl das Sozialministerium Niedersachsen als auch der Verband der Spargel und Beerenbauer in Niedersachsen sehen den Vorfall als einen Einzelfall an. „Im eigenen Interesse achten die Betriebe auf die Einhaltung der Regeln, denn bei einem Corona-Fall würden sie geschlossen“, sagte Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Spargel und Beerenbauer, gegenüber dpa. 

    Corona in Niedersachsen: Erhöhte Waldbrandgefahr durch Coronavirus

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 14 Uhr: Ein Waldspaziergang an der frischen Luft sorgt für Abwechslung im Alltag, entspannt die Nerven und ist gut für die Gesundheit. Doch gerade das wird jetzt zum Problem für den Wald. Die Corona-Pandemie sorgt nämlich für eine erhöhte Waldbrandgefahr. Davon geht der Waldbesitzerverband Niedersachsen aus. Der Grund: Aufgrund des Kontaktverbots verbringen mehr Menschen als sonst ihre Freizeit in den Wäldern in Niedersachsen. 

    Die momentan anhaltende Trockenheit verbunden mit der Fahrlässigkeit einiger Besucher berge ein erhöhtes Gefahrenpotential, sagte Petra Sorgenfrei, Geschäftsführerin des Waldbesitzerverbands. Deswegen betont Verbandspräsident Norbert Leben, dass Besucher im Wald immer willkommen seien, sich aber doch bitte an die Regeln und Gebote im Wald halten sollen. Denn ein Funke einer Zigarette reiche aus, um eine Katastrophe zu verursachen. 

    In den nächsten Tagen erwartet der Deutsche Wetterdienst zwar Regenschauer in Niedersachsen, dies mindere die Waldbrandgefahr allerdings nicht, warten die Meteorologen vom Wetterdienst. Denn schon bald werde es wieder trockenen werden. 

    Corona in Niedersachsen: Aktuelle Fallzahlen am Dienstag

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 14 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen steigt über 10 000 Fälle an. Wie die Landesregierung mitteilt, gibt es derzeit 10.015 Fälle im Land, das sind 56 mehr als noch am Vortag (Stand 28.04.2020, 13 Uhr).

    Außerdem gibt es zehn neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Land. Die Zahl steigt somit auf408 Personen an. Die Zahl der Genesenen schätzt die Landesregierung auf 7142.

    Corona in Niedersachsen: Region Hannover spricht sich für regionale Lösungen aus

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 13 Uhr: Die Region Hannover spricht sich im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für regionale Lösungen anstelle von Pauschalverboten aus. Bürger sollten nicht zu „Objekten des Staates“ gemacht werden, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Die sei für die Akzeptanz der Kontaktbeschränkungen und weiteren Corona-Regeln wichtig. 

    Die Akzeptanz in der Bevölkerung werde hoch bleiben, wenn Entscheidungen erkennbar rational seien - das Land müsse das Gespräch mit den Gesundheitsämtern suchen und individuelle, regionale Lösungen entwickeln, so Jagau.

    Corona in Niedersachsen: Krankenhäuser wollen so bald wie möglich geplante OPs nachholen

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 12.10 Uhr: Die Krankenhäuser in Niedersachsen wollen schon bald sämtliche wegen der Corona-Pandemie aufgeschobenen Operationen nachholen. Mit dem Krisenstab der Landesregierung sei am Montagabend (27.04.2020) vereinbart worden, dass die Rechtsverordnung geändert wird, die den Krankenhäusern im Moment noch die Durchführung von aufschiebbaren Operationen verbietet.

    Für Corona-Patienten sollen genügend Intensivbetten zur Verfügung stehen. Es soll darüber hinaus auch ein Puffer von 20 Prozent freigehalten werden. Ob der Rettungsschirm, mit dem die Bundesregierung die Kliniken für Corona-Patienten freigehaltene Betten kompensieren möchte, am Ende ausreichend ist, lasse sich noch nicht sagen. Problematisch könne es für Kliniken sein, die sich normalerweise um sehr behandlungsaufwendige Patienten kümmern, wofür entsprechend mehr Aufwand abgerechnet wird.

    Corona in Niedersachsen: Domfestspiele in Bad Gandersheim abgesagt

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 10.50 Uhr: Die Domfestspiele in Bad Gandersheim in Niedersachsen sind abgesagt. Die ursprünglich für die Zeit vom 21. Juni bis 16. August 2020 geplanten Domfestspiele sollen im kommenden Jahr nachgeholt werden, teilte ein Sprecher am Dienstag (28.04.2020) mit. Bei den Festspielen handelt es sich um das größte professionelle Freilichttheater in Niedersachsen

    Die Corona-Pandemie lasse keine andere Entscheidung zu, so der Sprecher. Die Produktionen, die für diesen Sommer vorgesehen waren, sollen nun 2021 Premiere haben. Genaue Termine gibt es derzeit noch nicht. Eventuell gibt es im zweiten Halbjahr ein kleines Programm, falls es rechtlich und organisatorisch möglich ist.

    Für das Ensemble sei die Absage wegen Corona mit großen Schwierigkeiten verbunden, sagt Festival-Geschäftsführer Thomas Groß. Auch für die Geschäfte und die Gastronomie in Bad Gandersheim sei die Absage eine Katastrophe. Denn die Domfestspiele seien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Im vergangenen Jahr hatte das Festival in Niedersachsen mehr als 60.000 Besucher.

    Corona in Niedersachsen: Fallzahlen im Kreis Northeim steigen an

    Update vom Dienstag, 28.04.2020, 07.09 Uhr: Im Verlauf des Wochenendes haben im Landkreis Northeim (Niedersachsen) mehr Personen ihre Corona-Infektion überstanden als Neuinfizierte hinzugekommen sind. 

    Laut Kreisverwaltung Northeim stieg die Zahl der Corona-Infizierten* von Freitag (24.04.2020) auf Montag (27.04.2020) um zwei auf 117. Gleichzeitig sind vier wieder genesen. Insgesamt haben damit 58 Menschen im Landkreis eine Corona-Infektion überstanden.

    Corona in Niedersachsen: Anlauf der Schulen gut gelungen 

    Update vom Montag, 27.04.2020, 21.10 Uhr: Nach der Corona-Pause ist der Unterricht in den Schulen in Niedersachsen heute wieder langsam angelaufen. Die Schulbehörden haben ein zufriedenstellendes Fazit gezogen. Der Start für die Abschlussklassen der Jahrgänge 13, 10 und 9 an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen scheine weitgehend gelungen. Das zeigten erste Rückmeldungen, wie das Kultusministerium am Montagabend mitteilte. Die Schulen hätten präzise geplant und umfangreich vorgedacht.

    Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) dankte Schulleitungen und Lehrkräften und betonte zugleich: "Weder Lehrkräfte noch Schülerinnen und Schüler können einfach den Schalter umlegen und alles läuft in gewohnten Bahnen mit Schule und Prüfungen. Das gilt es auf- und ernst zu nehmen." Und dies brauche seine Zeit.

    Corona in Niedersachsen: Gastgewerbe hofft auf Lockerungen im Mai

    Update vom Montag, 27.04.2020, 17.25 Uhr: Seit einigen Wochen sind Gaststätten in Niedersachsen wegen der aktuellen Corona-Pandemie geschlosssen. Das niedersächsische Gastgewerbe hält die Wiederaufnahme des Betriebs unter Auflagen noch im Mai für möglich. 

    Nötig seien dafür strikte Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen, teilte der Dehoga-Landesverband am Montag mit. "Die Ankündigung konkreter Lockerungen an Betriebe und Gäste muss so frühzeitig wie möglich erfolgen. Das verringert Unsicherheiten und Fehler", sagte Präsident Detlef Schröder.

    Zudem dürfe es "keine willkürlich gewählten Abgrenzungen wie Betriebsgrößen oder Öffnungszeiten" geben, weil diese die Akzeptanz minderten. Insbesondere eine Einschränkung der Öffnungszeiten stehe der Entzerrung der Gästenachfrage entgegen.

    Corona in Niedersachsen: Weil dämpft Hoffnung auf schnelle Lockerungen

    Update vom Montag, 27.04.2020, 15.04 Uhr: Die Regelungen zur Eindämmung von Corona wurden auch in Niedersachsen gelockert. In den Schulen wird der Unterricht ab heute schrittweise wieder fortgesetzt. Auch viele Geschäfte sind unter bestimmten Auflagen wieder offen. Dennoch gilt Maskenpflicht in Geschäften und dem ÖPNV.

    Die Erwartung auf weitere Lockerungen in der nächsten Zeit hat Ministerpräsident Stephan Weil jedoch gedämpft. "Für diese Woche würde ich den Erwartungshorizont nicht zu hoch knüpfen", sagte der SPD-Politiker am Montag nach einem Treffen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Hannover. 

    Die Maskenpflicht gilt in Niedersachsen ab dem heutigen Montag.

    Die Politik müsse sehr nüchtern abwägen, welchen Spielraum es für weitere Lockerungen gibt und dürfe diesen nicht überreizen. An diesem Donnerstag (30. April) wollen Bund und Länder wieder über die Corona-Krise beraten.

    Corona in Niedersachsen: Land veröffentlicht aktuelle Fallzahlen - 9959 bestätigte Coronavirus-Infektionen

    Update vom Montag, 27.04.2020, 13.52 Uhr:In Niedersachsen gibt es zurzeit 9959 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (+50 im Vergleich zu gestern). 398 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

    Das Land Niedersachsen gibt bekannt, das derzeit 839 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten in niedersächsischen Kliniken behandelt werden: Davon liegen 649 Erwachsene und zwei Kinder auf Normalstationen, 187 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 120 Erwachsene beatmet werden, davon fünf auf ECMO-Plätzen.

    Corona in Niedersachsen: VW-Chef plädiert für Wirtschafts-Hilfen

    Update vom Montag, 27.04.2020, 11.03 Uhr: VW-Chef Herbert Diess plädiert laut dpa für einen Kaufanreiz für Autos, um die Wirtschaft wieder in Bewegung zu bringen. Er appelliert an die Politik, eine möglichst schnelle Entscheidung diesbezüglich zu treffen. „Baldige kraftvolle Maßnahmen wären wichtig“, sagte der VW-Manager am Montag, den 27.04.2020, im Wolfsburger Stammwerk in Niedersachsen zum Wiederanlauf der Produktion.

    Die Frage nach staatlicher Hilfe während der Corona-Krise wird auch vom niedersächsischen Ministerpräsident Stephan Weil behandelt. Der Ministerpräsident und Volkswagen-Aufseher meinte, die Branche sei „von fundamentaler Bedeutung“. Am Mittwoch, den 29.04.2020, sollen Beratungen mit den Amtskollegen der beiden anderen Autoländer Bayern und Baden-Württemberg stattfinden.

    „Letztlich geht es darum, die Wirtschaft wieder in Bewegung zu bringen“, sagte VW-Chef Diess. „Wir würden uns freuen, wenn die Politik Konsumanreize setzt. Wir können gleichzeitig einen großen Schritt tun in Richtung Verbesserung der Umweltverträglichkeit.“

    Corona in Niedersachsen: Solidarität während der Krise

    Update vom Montag, 27.04.2020, 08.50 Uhr: Ab dem heutigen Montag ändert sich auch in Niedersachsen einiges im Hinblick auf das Coronavirus: Die zwei größten Änderungen betreffen die Schulöffnungen und die einsetzende Maskenpflicht.

    An letztere hat Ministerpräsident Stephan Weil in den Sozialen Netzwerken erinnert und bittet die Bürger in Niedersachsen darum, Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Unter dem Spruch „Zusammen gegen Corona!“ ruft er dazu auf, unter seinem Beitrag ein Bild mit Maske zu posten.

    Corona in Niedersachsen: Insgesamt 13 Millionen Atemschutzmasken erwartet

    Update vom Sonntag, 26.04.2020, 18.50 Uhr: Eine weitere Ladung mit Atemschutzmasken ist in Niedersachsen angekommen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), Volkswagen-Personalvorstand Gunnar Kilian und Betriebsratschef Bernd Osterloh nahmen am Sonntag auf dem Flughafen Hannover eine Maschine mit einer Lieferung aus China in Empfang. 

    Der Inhalt: Unter anderem Fieberscanner und Masken. Mittlerweile seien in mehreren Lieferungen rund fünf Millionen Atemschutzmasken eingetroffen, viele davon seien bereits weiterverteilt worden, teilte Volkswagen mit. Nach Konzernangaben stehen in den nächsten Tagen weitere Lieferungen bevor - insgesamt werden 13 Millionen Atemschutzmasken erwartet. Außerdem seien 750.000 Liter Desinfektionsmittel bestellt worden.

    Corona in Niedersachsen: Land veröffentlicht aktuelle Fallzaheln

    Update vom Sonntag, 26.04.2020, 16 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Laut Angaben der Landesregierung am Sonntag (26.04.2020) Stand 13 Uhr gibt es in Niedersachsen derzeit 9909 bestätigte Covid-19-Fälle, das sind 60 mehr im Vergleich zu gestern. 

    Auch die Zahl Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist um sieben Personen angestiegen. 397 Menschen in Niedersachsen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

    Corona in Niedersachsen: Das muss bei der Verwendung einer Corona-Maske beachtet werden

    Update vom Sonntag, 26.04.2020, 10.01 Uhr: Ab Montag (27.04.2020) gelten teilweise neue Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus. Zum einen gilt die Maskenpflicht, zu der sich die Landesregierung in Niedersachsen nun doch entschlossen hat. Das Tragen einer „einfachen Mund-und-Nasen-Bedeckung“ ist im Nahverkehr und beim Einkaufen Pflicht. Mit der Maskenpflicht ist „ausdrücklich auch das Tragen eines Schals oder eines Tuchs gemeint“, betonte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). 

    Wenn es um die Corona-Maskenpflicht in Niedersachsen geht, muss die ordnungsgemäße Verwendung der Masken bedacht werden.

    • Bevor die Corona-Maske angelegt wird, empfiehlt es sich, gründlich Hände zu waschen
    • Masken sollten nach Möglichkeit nur an den Bändern angefasst werden
    • Auch während man eine Maske trägt, sollte man sich nicht ins Gesicht fassen
    • Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen muss eingehalten werden
    • Weiterhin die Hygiene beim Husten & Niesen beachten 
    • Wenn die Maske, z. B. im Auto, abgelegt wird, nicht die Innenseite derselben anfassen
    • Zu Hause sollte die Maske in einer sauberen Dose oder einem Plastikbeutel aufbewahrt werden

    Darüber hinaus werden die Schulen in Niedersachsen teilweise wieder geöffnet: Für Abschlussklassen der Jahrgangsstufen 10 und 13 läuft ab Montag der Schulunterricht wieder an. Höchstens 16 Schülerinnen und Schüler sollen sich in einem Klassenzimmer aufhalten dürfen, wie aus einem Hygieneplan des Kultusministeriums hervorgeht. Im Unterricht müssen keine Masken getragen werden. In den Schulbussen gilt hingegen die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske im Nahverkehr.

    Corona in Niedersachsen: Erster Verkaufssamstag - Kein Kundenansturm

    Update vom Samstag, 25.04.2020, 18.33 Uhr: Am ersten Verkaufssamstag in Niedersachsen nach der Corona-Pause gab es keinen Kundenansturm auf die Geschäfte.

    „In den Innenstädten ist noch deutlich weniger los als an normalen Samstagen“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Mark Alexander Krack. Er hatte sich nach eigenen Angaben einen Eindruck in Hannover verschafft.

    Aus anderen Teilen des Landes erreichten ihn Rückmeldungen, dass etwa 40 bis 70 Prozent der Kunden im Vergleich zum selben Zeitpunkt 2019 in die Städte kämen. „Wir haben noch nicht das Gewusel, das wir von normalen Samstagen kennen“, sagte Krack. Positiv stimmte ihn, dass sich die Menschen überwiegend an die aktuellen Auflagen hielten.

    Diesen Eindruck teilt auch die Polizei. Es sei sehr ruhig und der Ansturm halte sich in Grenzen, sagte ein Polizeisprecher aus Hannover. Auch in Braunschweig halten sich die Menschen einem Sprecher der Polizei zufolge weitestgehend an die Regeln. In der Stadt gilt bereits seit diesem Samstag eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrmitteln. Die neue landesweite Corona-Verordnung der Landesregierung mit einer Maskenpflicht gilt dann ab Montag (27.04.2020).

    Corona in Niedersachsen: Land veröffentlicht neue Fallzahlen

    Update vom Samstag, 25.04.2020, 15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Wie die Landesregierung am Samstag (25.04.2020) mit Stand 13 Uhr mitteilte, ist die Zahl der Infektionen im Bundesland auf 9849 gestiegen. Das sind 129 mehr Corona-Fälle als am Tag zuvor. 

    Es wird geschätzt, dass 6845 Menschen und damit fast 70 Prozent der Betroffenen inzwischen wieder genesen seien. Bisher gab es in Niedersachsen 390 Todesfälle aufgrund des Coronavirus. 825 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, 178 von ihnen intensivmedizinisch, 119 Patienten werden künstlich beatmet.

    Corona in Niedersachsen: Nur mit Maske in Bus und Bahn

    Update vom Samstag, 25.04.2020, 10.54 Uhr: Aufgrund der Corona-Pandemie wird ab Montag, 27. April, in Niedersachsen* eine Maskenpflicht eingeführt. Diese gilt dann auch in allen Bussen und Bahnen im Verkehrsverbund Südniedersachsen: "Bei Bedarf werden die Fahrgäste durch das Fahrpersonal zunächst auf diese Pflicht hingewiesen, bei Nichtbeachtung wird der Einstieg bzw. die Weiterfahrt untersagt", macht Michael Frömming, Verbandsgeschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN), in der aktuellen Coronakrise deutlich.

    Corona in Niedersachsen: Schließung von Kirchen und Moscheen ist rechtens

    Update vom Freitag, 24.04.2020, 21.27 Uhr: Die Schließung von Kirchen und Moscheen sowie Tier- und Freizeitparks ist in der aktuellen Lage rechtens. Das hat das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen am Freitag entschieden. Demnach sei der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung in Zeiten der Corona-Krise dem Recht auf freie Religionsausübung übergeordnet. 

    Das Gericht lehnte ab, das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen und Synagogen einstweilig außer Vollzug zu setzen. Ein Verein der sich für die Rechte von Muslimen einsetzt hatte den Antrag gestellt. Ein weiterer Antrag, die Schließung von Tier- und Freizeitparks außer Vollzug zu setzen, wurde ebenfalls abgelehnt. Beide Entscheidungen sind unanfechtbar

    Corona in Niedersachsen: Wirtschaft wird wohl extrem einbrechen 

    Update vom Freitag, 24.04.2020, 15.23 Uhr:

    Die Wirtschaft in Niedersachsen wird durch die Corona-Krise in diesem Jahr wohl extrem Einbrechen. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer IHKN hervor. „Auf der Basis unserer Umfrage gehen wir für Niedersachsen 2020 von einem Rückgang von bis zu acht Prozent aus“, sagte Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHKN am Freitag. Demnach seien bisherige Einschätzungen des Wachstums in Niedersachsen deutlich zu optimistisch gewesen.

     Schrage sprach von einem „nie gesehenen Absturz“ in der Wirtschaft in Niedersachsen durch das Corona-Virus. Vor allem der Handel, das Gastgewerbe und die Dienstleistungsunternehmen seien in den vergangenen Wochen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber auch Industrieunternehmen seien hart getroffen worden. 

    „Jetzt geht es in den meisten Branchen langsam wieder los. Es gibt aber zahlreiche Faktoren, die ein normales Geschäft verhindern. Das gilt für nahezu alle Branchen“, so Schrage. 

    Corona in Niedersachsen: fast 10 000 Infizierte

    Update vom Freitag, 24.04.2020, 14.20 Uhr: Es gibt derzeit 9720 bestätigte Covid-19-Fälle (+121 im Vergleich zu gestern) in Niedersachsen. 376 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 867 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 671 Erwachsene und drei Kinder auf Normalstationen, 193 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 128 Erwachsene beatmet werden, davon sieben auf ECMO-Plätzen.

    Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident blickt auf Pandemie-Entwicklung

    Update vom Freitag, 24.04.2020, 09.30 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil meldet sich in einer weiteren Regierungserklärung zu Wort. Er bezeichnet den Kampf gegen Corona in Niedersachsen als erfolgreich, warnt aber gleichzeitig, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist.

    „In den wenigen Wochen seither ist es uns gemeinsam gelungen, das Blatt zu wenden. Heute haben wir das Infektionsgeschehen nicht beseitigt, aber vorerst unter Kontrolle – und das ist eine gewaltige Leistung“, sagt Weil in der Regierungserklärung vom 23.04.2020.

    Laut Weil lässt sich das Corona-Geschehen in Niedersachsen in der vergangenen Zeit auch in Zahlen fassen: „Der tägliche Anstieg von neuen Infektionen ist heute wesentlich geringer als vor einem Monat. Und noch ein Wert ist wichtig: Heute ist die Zahl der täglich Genesenen höher als die Zahl der Neuinfizierten.“

    Corona in Niedersachsen: Kultusminister gibt Details zu Schulöffnungen bekannt

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 21.30 Uhr: Kultusminister Grant Hendrik Tonne erläuterte in einer Rede im Landtag einige Details zur Schulöffnung in Niedersachsen: Darin beantwortete er Fragen, wie genau die Schulöffnung am Montag trotz Corona-Krise umgesetzt werden solle. Tonne beantwortete auch die Frage, wie die Landesregierung den Schulen helfen will, die Hygienemaßnamen zu gewährleisten. 

    Laut Tonne gebe das Land den Schulen einen „Rahmenhygieneplan an die Hand, der die schuleigenen Hygienepläne für die Zeit der Pandemie ergänzt“. Dieser Plan sei mit den Schulen abgestimmt. Eine der wichtigsten Maßnahmen in den Schulen sei die Halbierung der Klassenstärke. Dadurch solle es möglich sein, dass die Schüler den notwendigen Mindestabstand auch in den Klassenräumen einhalten können. 

    Die Hygienevorschriften werden in allen Schulen ausgeweitet. Eine generelle Maskenpflicht erachte die Landesregierung allerding nicht als notwendig. Es gibt allerdings Ausnahmen. Auf dem Weg zur Schule zum Beispiel im Schulbus und in der Bahn und auch in Fällen in der Schule, bei denen der notwenige Mindestabstand nicht mehr eingehalten werden kann, müssen die Schüler eine Maske tragen. 

    Eine weitere Frage lautete, in welcher Weise das Land Niedersachsen die Lehrer und Schulen unterstützt. Tonne führte aus, dass Schüler und Lehrer in Niedersachsen Zugriff auf das Online-Portal lernenzuhause.nibis.de des Niedersächsischen Bildungsservers NiBiS haben. Dort werden sowohl Lernmaterialen zum selbstorganisierten Lernen angeboten als auch Online-Materialien für Lehrer.

    Corona in Niedersachsen: Fridays for Future will wieder demonstrieren

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 20.30 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise gibt es zur Zeit keine Fridays for Future-Demonstrationen. Doch das könnte sich jetzt ändern. Am Freitag, 24.04.2020, will die Klimabewegung den Protest in Hannover in Niedersachsen wieder aufnehmen. Das bestätigte Lou Töllner, eine Sprecherin von Fridays for Future in Hannover. 

    Beim „Netzstreik fürs Klima“ sollen um die Mittagszeit ab 10 Uhr Schilder und Banner bei einer "Demonstration ohne Teilnehmende" am Trammplatz vor dem Neuen Rathaus in Hannover abgelegt werden. Töllner betont, dass die Protestschilder mit gebührendem Abstand voneinander abgelegt werden sollen. 

    Zusätzlich soll es einen Livestream ab 12.39 Uhr mit Redebeiträgen lokaler Bündnispartner und mit musikalischen Einlagen geben.

    Corona in Niedersachsen: Volkswagen nimmt Produktion wieder auf

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 17.02 Uhr: Die Bänder bei Volkswagen stehen nicht mehr still. Am Donnerstag nahmen die ersten Werke des Autoherstellers aus Niedersachsen trotz der Corona-Krise wieder ihre Produktion auf. Ein Werk in Zwickau nahm als erste VW-Produktions-Stätte in Deutschland wieder seinen Betrieb auf. 

    Um das Risiko einer Corona-Infektion für die Mitarbeiter gering zu halten, wird aber nur eine Schicht rund 50 Autos pro Tag fertigen. Das entspricht einem Drittel der üblichen Menge am Werk. In Zwickau wird der ID.3 und der Golf 8 gefertigt. Auch im VW-Motorenwerk in Chemnitz ist die Produktion am Donnerstag wieder angelaufen. 

    Der Stammsitz in Wolfsburg in Niedersachsen sowie die Fabriken in Hannover und Emden sollen am Montag, 27.04 wieder öffnen. Bei internen Zulieferern wird schon wieder gearbeitet. Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, setzt VW auf erweitertes Hygiene-Konzept im Kampf gegen Corona

    Die Mitarbeiter müssen 1.5 Meter Abstand halten und es gelten kürzere Reinigungsintervalle. 1500 Mitarbeiter wurden bereits wieder aus der Kurzarbeit geholt. Am Montag sollen noch 500 folgen.

    Corona in Niedersachsen: Polizei löst mehrere Veranstaltungen auf

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 14.55 Uhr: Ignoranz oder bewusste Provokation in Zeiten der Corona-Krise? In Niedersachsen musste die Polizei mehrere größere Versammlungen auflösen. In Hannover trafen sich am Mittwoch rund 100 Personen auf einem Spielplatz. Das meldete die Polizei Hannover. 

    Anwohner alarmierten die Behörden und die Polizei rückte zum Spielplatz im Stadtteil Ricklingen aus. Mit Lautsprechern forderten die Beamten die Jugendlichen und Erwachsenen auf, den Spielplatz zu räumen. Wie die Polizei berichtete, folgten die Personen den Anweisungen der Polizei. 

    Doch damit war der Einsatz der Polizei noch nicht beendet. Am Mittwochabend versammelten sich wieder rund 30 Menschen im gleichen Stadtteil nahe des Ricklinger Kreisels. Wieder rückte die Polizei aus. Als die Beamten am Versammlungsort eintrafen, flüchteten die versammelten Personen. Nur wenige Menschen konnten einer Kontrolle unterzogen werden. 

    Die Polizei leitete bei beiden Einsätzen insgesamt 15 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und sprach zwölf Platzverweise sowie 30 Verwarnungen aus. Der Grund für die Versammlungen ist bislang unklar. 

    Corona in Niedersachsen: Die neuesten Fallzahlen

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 13.55 Uhr: Das Land Niedersachsen gibt die neuen Corona-Fallzahlen bekannt. Die Zahl der Infizierten steigt auf 9599 Personen an, das sind 162 Fälle mehr als am Vortag (Stand 23.04.2020, 13 Uhr). Insgesamt sind bisher 363 mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben, also 20 mehr als am Mittwoch.

    Es müssen 891 Infizierte im Krankenhaus versorgt werden. Davon liegen 206 Patienten auf der Intensivstation. Die Landesregierung von Niedersachsen schätzt die Zahl der bisher Genesenen auf 6371 Personen.

    Corona in Niedersachsen: Maskenpflicht ab Montag beim Einkaufen und im ÖPNV

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 12.50 Uhr: Ab Montag gilt in Niedersachsen die Maskenpflicht. Im ÖPNV und beim Einkaufen müssen diese getragen werden. Die Regelung zur Maskenpflicht in Niedersachsen schreibt allerdings nicht vor, welche Art von Mundschutz getragen werden muss. Es ist auch möglich, selbstgemachte Stoffmasken oder Tücher zu benutzen.

    Corona in Niedersachsen: Abitur-Prüfungen finden wie geplant statt

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 12.20 Uhr: Trotz Kritik hält Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (CDU) an der Durchführung der Abitur-Prüfungen im Bundesland fest. Die Prüfungen sollen unter strenge Hygienebedingungen stattfinden, nämlich in kleineren Gruppen und in größeren Räumen. Die Schüler sollen untereinander ausreichend Abstand einhalten.

    Nach einer intensiven Vorbereitung sollten die Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Leistungen zu zeigen, sagt Tonne gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Die Abiturklausuren in Niedersachsen werden vom 11. bis 30. Mai geschrieben und damit rund drei Wochen später als geplant. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen beginnen am 20. Mai.

    Corona in Niedersachsen - Ministerpräsident Weil: Gefahr von neuer Infektionswelle besteht weiter

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 10.45 Uhr: Im Landtag in Niedersachsen fand heute eine Sondersitzung statt, auf der Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine Regierungserklärung zur aktuellen Situation abgab. 

    Er zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Eindämmung des Coronavirus. Seit Beginn der Einschränkungen sei es gelungen, „das Blatt zu wenden“. Weil sei „tief erleichtert“ über diese Entwicklung: „Heute haben wir das Infektionsgeschehen nicht beseitigt, aber vorerst unter Kontrolle.“

    Es bestehe laut Weil aber weiterhin die Gefahr einer neuen Corona-Infektionswelle. Lockerungen müssten daher vorsichtig vorgenommen und alle 14 Tage neu bewertet werden, sagte Weil. Es seien zum Beispiel Gespräche über eine Wiederaufnahme von Gottesdiensten auf einem guten Weg. Falls die Fallzahlen in Niedersachsen wieder steigen sollten, sei auch eine Rücknahme von Lockerungen nicht auszuschließen.

    Corona in Niedersachsen: Polizei verteidigt Weitergabe von Daten

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 8.35 Uhr: Der Landespolizeipräsident von Niedersachsen, Axel Brockmann, hat die Weitergabe der Daten von Coronavirus-Patienten an die Polizei verteidigt. Das diene der Eigensicherung der Beamten, die in einem Quarantäne-Haushalt im Einsatz sind, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung am Donnerstag (23.04.2020): „Stellen Sie sich vor, Sie müssen jemanden wegen aktuell verübter häuslicher Gewalt der Wohnung verweisen, und diese Person steht unter Quarantäne. Das muss man wissen und zum Beispiel ein besonderes Fahrzeug oder eine Quarantäneunterkunft besorgen.“

    Die Weitergabe der Daten aus dem Gesundheitsministerium war vielfach kritisiert worden. Die Angaben zu Corona-Patienten und Kontaktpersonen entbehrten der Notwendigkeit und verstießen gegen den Datenschutz, sagte etwa der Co-Landeschef der Grünen, Hanso Janßen, am Montag.  Zuvor hatte dies bereits die Landesdatenschutzbeauftragte Barbara Thiel gefordert. Eine Weitergabe an die Polizei sei nach dem Infektionsschutzgesetz nicht vorgesehen, sagte sie Anfang April.

    Corona in Niedersachsen: Ab Montag gilt die Maskenpflicht

    Update vom Donnerstag, 23.04.2020, 6.20 Uhr: Wie Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mitteilt, hält er die ab Montag geltende Maskenpflicht in Niedersachsen für sinnvoll, damit andere Menschen nicht angesteckt werden. Die Einhaltung von Abstandsregeln sei aber nach wie vor besonders wichtig. Auch Wirtshaftsminister Bernd Althusmann (CDU) und Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) unterstützen die Einführung der Maskenpflicht.

    Corona in Niedersachsen: Zahl der Infizierten im Kreis Northeim steigt weiter an

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 20.49 Uhr: Im Kreis Northeim ist die Zahl der infizierten auf 111 gestiegen. Das teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit. Im Vergleich zu Dienstag seien vier weitere Infektionen mit Corona im Kreis gemeldet worden. 

    Auch die Zahl der Genesen Patienten ist im Vergleich zu Dienstag um einen auf 49 gestiegen. Die Neu-Infizierten sollen laut Kreisverwaltung vier Frauen jüngeren, mittleren und fortgeschrittenen Alters sein. Es wird bei zwei Fällen vermutet, dass sich die Patienten im beruflichen Umwelt angesteckt haben. 

    Bei zwei Personen ist der Infektionsweg noch unbekannt. Zwei der Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden.

    Corona in Niedersachsen: Tausende Betriebe melden Kurzarbeit

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020,18.53 Uhr: Im Zuge der Corona-Krise haben in Niedersachsen und Bremen bereits über 9000 Betriebe Kurzarbeiter-Geld für den Monat März erhalten. Damit sei von den seit April eingegangenen Anträgen bereits jeder zweite Antrag bearbeitet und ausgezahlt worden, erläuterte Bärbel Höltzen-Schoh, Chefin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit.

     „Bisher haben vor allem kleine und mittlere Betriebe die Erstattung des Kurzarbeitergeldes für März in Anspruch genommen. Viele größere Unternehmen haben ihre Anträge noch nicht gestellt." Die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass eigentlich viel mehr Betriebe einen Bedarf für Kurzarbeit haben als bisher Anträge gestellt wurden. 

    Bislang haben 68 800 Betriebe in Niedersachsen und Bremen Beschäftigte in ganz oder teilweise in Kurzarbeit geschickt, teilte Hötzen-Schoh mit. Es werden aber vermutlich noch viel mehr werden.

    Corona in Niedersachsen: Details zur Maskenpflicht kommen erst am Donnerstag

    Update vom Mittwoch,22.04.2020, 16.36 Uhr: Details zur Einführung der Maskenpflicht werden erst am Donnerstag bekannt werden. Dann soll die ausformulierte Regelung in die bestehende Corona-Verordnung für Niedersachsen aufgenommen werden. Das kündigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch an. 

    Bisher ist es in vielen Bereichen unklar, wie genau die Maskenpflicht umgesetzt werden muss. So gibt es noch keine Klarheit über die Empfehlungen für Schulen und mögliche Ausnahmen der Maskenpflicht für den Schulverkehr. Auch wie Verstöße gegen die Maskenpflicht bestraft werden, steht noch nicht fest. 

    Gesundheitsministerin Reimann betonte in ihrer Ankündigung, dass auch ein Schal oder ein Tuch die Funktion einer Alltagsmaske erfüllen könne. „Es muss sich also niemand Sorgen machen, wenn er das bis Montag nicht schafft, noch eine Alltagsmaske zu kaufen oder zu nähen“, sagte Reimann. 

    Die Gesundheitsministerin stand der Maskenpflicht lange Zeit skeptisch gegenüber. Der Landesregierung Niedersachsen sei es laut Reimann aber um ein bundesweit einheitliches Vorgehen gegangen. Die Mehrheit der Bundesländer hat oder plant die Einführung einer Maskenpflicht. Die Masken sind laut Reimann in der Corona-Krise ein Zeichen der Solidarität gegenüber Mitmenschen. Die Pflicht werde ihrer Meinung nach „viele Wochen und Monate“ bestehen.

    Corona in Niedersachsen: Häusliche Gewalt tritt nicht häufiger auf

    Update vom Mittwoch,22.04.2020, 15.38 Uhr: In der Corona-Krise müssen die Menschen viel mehr Zeit daheim mit ihren Familien verbringen. Darunter haben Opfer von häuslicher Gewalt besonders zu leiden. In Niedersachsen haben die Behörden aber bislang keine Hinweise auf eine Zunahme von häuslicher Gewalt. Das bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Niedersachsen am Mittwoch der dpa. 

    Das Ministerium habe aber ein waches Auge auf die Entwicklung und tausche sich regelmäßig mit den Kommunen aus. "Insgesamt stellt sich die Situation zum aktuellen Zeitpunkt so dar, dass keine Steigerung von Inobhutnahmen oder anderen Kinderschutzeinsätzen zu beobachten ist“, so die Sprecherin. Auch Frauenhäuser vermelden in Niedersachsen keine Veränderung der Auslastungsquoten.

    Im Bundesland Bremen ist die Situation ähnlich. "Außer dass die Zahlen bei der Telefonseelsorge gestiegen sind, ist in Bremen zurzeit noch kein Effekt zu bemerken", sagte Anni Nottebaum von der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau. 

    Ob diese Beobachten die Realität in deutschen Familien wiedergibt, ist allerdings nicht gesichert. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass im Falle von Ausgangsbeschränkungen die Gewalt gegen Frauen und Kinder zunehme. „Es kann auch bedeuten, dass Frauen und Kinder sich einfach weniger Hilfe holen“, erläuterte, Bettina Wilhelm, die Bremer Landesbeauftragte für Frauen. 

    Die Dunkelziffer der Betroffen ist schwer einzuschätzen. Experten wie Lukas Fuhrmann, vom Bremer Gesundheitsressorts vermuten, dass Opfer zurzeit weniger Möglichkeiten haben, sich Hilfe zu holen. "Faktoren, die häusliche Gewalt begünstigen, sind enges Zusammenwohnen, (finanzielle) Sorgen, generelle Ängste, wenig Ablenkung, Gefühle des Kontrollverlustes, tatsächlicher Verlust der sozialen Kontrolle durch Außenstehende“, erläuterte Fuhrmann.

    Beim bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat in der Corona-Krise die Nachfrage zuletzt tatsächlich zugenommen. In der vergangenen Woche habe es eine Steigerung 17,5 Prozent im Vergleich zu der Woche davor gegeben, sagte eine Sprecherin von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Giffey hatte Anfang der Woche die gestiegene Nachfrage in Zusammenhang mit der Corona-Krise gestellt, weil Familien auf engem Raum unter besonderem Stress stünden.

    Corona in Niedersachsen über 9400 Infizierte in Niedersachsen

    Update vom Mittwoch,22.04.2020, 14 Uhr: Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen in Niedersachsen steigt an: Am Mittwoch, 22.04.2020, wurden in Niedersachsen 9.437 Corona-Infizierte gemeldet. Das sind 162 Fälle mehr als am Dienstag.

     Auch die Zahl der Todesopfer steigt weiter an. Bisher sind in Niedersachsen 343 Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Demgegenüber liegt die geschätzte Zahl der Genesenen bei 6096. Demnach haben 64,6 Prozent der in Niedersachsen Infizierten Menschen Corona überstanden. 

    Momentan werden noch 993 Patienten stationär in Kliniken in Niedersachsen behandelt. Davon benötigen 235 Patienten eine intensivmedizinische Behandlung. 165 Menschen müssen künstlich beatmet werden.

    Corona in Niedersachsen: Maskenpflicht ebnet Weg zur Normalität

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 13.54 Uhr: Die Maskenpflicht soll den Weg für die Rückkehr zur Normalität ebnen. Dies ist die Ansicht von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). In Niedersachsen gilt ab Montag eine Maskenpflicht bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und beim Einkaufen im Einzelhandel. 

    „Wir unterstützen damit auch zukünftige Lockerungen, die zu einer weiteren Belebung führen können", erklärte Weil am Mittwoch. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sieht die Maskenpflicht als wichtiges Mittel zur schnellen Zurückdrängung desCoronavirus „Je besser die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind, desto schneller können wir Fortschritte erzielen, die uns schrittweise wieder mehr Lockerungen im Alltag bringen können“, so Althusmann. 

    Weil warnte aber gleichzeitig vor falschen Erwartungen an die Masken. Diese schützen nicht den Träger vor einer Corona-Infektion. Die Maske mindere aber das Übertragungsrisiko von Coronaviren an andere Menschen. „Am wichtigsten ist und bleibt eine strikte Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienevorschriften“, betonte Weil. Niedersachsen habe sich bei der Einführung der Maskenpflicht mit den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland abgestimmt. Diese Bundesländer kündigten am Mittwoch ebenfalls eine Maskenpflicht an. 

    Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) bezeichnete das Tragen von Alltagsmasken als "ein sichtbares Zeichen der Solidarität untereinander". In engen Räumen könnten die Masken einen Beitrag zum Schutz vor Infektionen leisten.

    Corona in Niedersachsen: Opposition fordert mehr Mitspracherecht bei Corona-Maßnahmen

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 12.50 Uhr: Der Landtag von Niedersachsen wird auf Drängen der Opposition am morgigen Donnerstag (23.04.2020) um 10 Uhr eine Sondersitzung abhalten. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat dazu eine Regierungserklärung angekündigt. 

    Die Grünen bringen einen Gesetzentwurf ein, der vorsieht, dass die Regierung vor Inkrafttreten neuer Verordnungen das Parlament unterrichten muss. Das solle zu mehr Sorgfalt und Kontrolle bei den Corona-Maßnahmen führen. Die Anpassungen zu den Corona-Verordnung werden in Abstimmung mit Bund und Ländern immer wieder angepasst. Das soll laut der Grünen nicht nicht komplett ohne Beteiligung des Landtags passieren. Auch die FDP fordert eine stärkere Einbindung des Landtags. 

    Corona in Niedersachsen: Sondersitzung im Landtag geplant - FDP und Grüne stellen Anträge

    Die FDP möchte zudem einen Gesetzesentwurf vorlegen, in dem festgelegt werden soll, dass 75 Prozent des Schadens für kleine und mittlere Unternehmen wegen der Corona-Krise erstattet werden sollen, wenn diese Summe über 10.000 Euro liegt.

    Um die Arbeit des Parlaments an die neuen Gegebenheiten anzupassen, soll auch die Geschäftsordnung geändert werden. SPD, CDU, Grüne und FDP beantragen gemeinsam, dass öffentliche Ausschusssitzungen per Videokonferenz abgehalten werden können.

    Corona in Niedersachsen: Nächste reguläre Sitzung für Mai geplant

    FDP und Grüne haben ihren Antrag damit begründet, dass die Herausforderungen für das Gesundheitssystem, die Beschränkungen der Freiheit und die Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens in der Corona-Krise eine parlamentarische Befassung notwendig machten. 

    Auch die AfD befürwortete den Vorstoß. Die Koalition aus SPD und CDU unterstützte den Antrag, um die nötige Zahl an Abgeordneten zur Wahrung der Oppositionsrechte sicherzustellen. Die nächste reguläre Sitzung des Landtags in Niedersachsen ist für Anfang Mai geplant.

    Wegen Corona-Krise: Niedersachsen führt Maskenpflicht ein

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 11 Uhr: Auch in Niedersachsen soll nun eine landesweite Maskenpflicht gegen das Coronavirus eingeführt werden. Vom kommenden Montag an soll das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch, nachdem zuvor mehrere Medien darüber berichtet hatten.

    Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil kündigt landesweite Regelung für Maskenpflicht an

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 8.20 Uhr: Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen kündigte am Dienstagabend (21.04.2020) eine Regelung zur Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie an. In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ kritisierte er zudem das Vorpreschen einiger Länder.

    „Es nervt mich schon. Und zwar deswegen, weil wir eigentlich erst vor fünf Tagen beisammen gesessen haben“, sagte der SPD-Politiker in der Sendung, wie der NDR berichtet. Es gebe bezüglich der Maskenpflicht eigentlich keine neuen Erkenntnisse, außer, dass es einen gewissen öffentlichen Druck gebe, so Weil. Einzelne Städte wie Wolfsburg und Braunschweig haben bereits eine Maskenpflicht erlassen.

    Corona in Niedersachsen: Hohe Pleitegefahr in Gastronomie

    Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 6.45 Uhr: Das Gastrogewerbe in Niedersachsen steht wegen der Corona-Krise vor großen Problemen. Die Pleitegefahr wächst, da eigene Lieferangebote nur begrenzt Abhilfe schaffen. Die Branche setzt daher auf weitere Unterstützung der Politik. 

    Rainer Balke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Land, sagt gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa), dass sich ein Drittel der Betriebe im Nordwesten in einer akut existenzbedrohenden Lage befindet: „Viele schildern, dass trotz der Inanspruchnahme staatlicher Förderungen das Eigenkapital im Verlauf des März und April komplett aufgezehrt sein wird.“ 

    Corona in Niedersachsen: Gastrogewerbe in Schwierigkeiten

    Für Kooperationen mit Vermittlungsplattformen wie Lieferando zahlen Gastronomen zudem zum Teil zweistellige Provisionen. Es müsse bald Klarheit über Perspektiven zur Wiedereröffnung geben. Auch in der Tourismusbranche bestehe Unsicherheit, ob und wann wieder an das Anlaufen gedacht werden kann. 

    Eine Mehrwertsteuer-Senkung halten viele Betriebe in Niedersachsen in längerer Frist für sinnvoll - entsprechend niedrigere Belastungen könnten dann etwa das Abzahlen von Schulden erleichtern, die während der Schließungen aufliefen. Aktuell brächte das jedoch eher wenig, schätzt Balke. Nun benötige das Gastgewerbe vor allem „die von der Politik zugesagte Liquidität. Je länger die Betriebsschließungsphase andauert, desto größer werden die zu füllenden Finanzlöcher.“

    Corona in Niedersachsen: Hohe Nachfrage nach Kita-Notplätzen

    Update vom Dienstag, 21.04.2020, 15.49 Uhr: In Niedersachsen wurde die Kita-Notbetreuung ausgeweitet. Wie dpa berichtet, sorgte dies nach Ansicht großer Träger bei vielen Eltern zu Verunsicherung und Missverständnissen. Diese erhöhte Nachfrage kommt laut Hans-Joachim Lenke, dem Vorstandssprecher der Diakonie, davon, dass viele Eltern denken, sie hätten wegen wieder geöffneter Geschäfte ein Anrecht auf einen Betreuungsplatz. „Dem ist nicht so. Das führt natürlich zu Enttäuschungen und Ärger, den unsere Kita-Leitungen zu spüren bekommen.“

    Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hob hervor, dass die Dauer der Kita-Schließungen bis zu den Sommerferien „keineswegs in Stein gemeißelt“ sei. Etwa alle zwei Wochen solle anhand der Infektionslage neu entschieden werden.

    Voraussetzung für die Notbetreuung ist laut der neuen Corona-Verordnung der Landesregierung, dass mindestens ein Erziehungsberechtigter „in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse“ arbeitet. „Das ist für Eltern und Kita-Leitungen schwer verständlich und bedarf guter Erläuterungen, wenn nur wenige zusätzliche Plätze zu vergeben sind“, sagte Diakonie-Vorstandssprecher Lenke.

    Corona in Niedersachsen: Kuriose Regel zum Eisessen

    Update vom Dienstag, 21.04.2020, 15.49 Uhr: In Zeiten von Corona gibt es diverse Regelungen - auch zum Thema Eis essen. Niedersachsen hat nun eine kuriose Regel aufgestellt. Zwar durften nun die Geschäfte bis 800 Quadratmeter wieder öffnen, aber auch hier ist weiter der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Viele Bereiche, die von den Menschen in Niedersachsen gerne besucht werden, bleiben weiter geschlossen

    Zwar darf man sich nicht mit einem Eisbecher auf die Sonnenterrasse setzen, ein Eis-Lieferservice und ein Eis-Verkauf an der Scheibe (unter Einhaltung des Mindestabstands) ist weiterhin erlaubt. Die niedersächsische Landesregierung erinnert jedoch daran, dass der Verzehr von Speisen und Getränken innerhalb eines Umkreises von 50 m zu den Restaurationsbetrieben in Corona-Zeiten verboten bleibt.

    Corona in Niedersachsen: Verhandlungen per Videokonferenz

    Update vom Dienstag, 21.04.2020, 13.07 Uhr: In der Corona-Krise wollen die 48 Gerichte im Bezirk Celle (Niedersachsen) vermehrt auf Verhandlungen per Videokonferenz setzen. Das Ziel sei es, so in Zivil- und Familienverfahren "langsam wieder an ein Normalmaß" des Geschäftsbetriebs heranzukommen, sagte die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle, Stefanie Otte. 

    Verfahrensbeteiligte, Zeugen und Sachverständige müssten so nicht ins Gericht kommen, sondern können sich einfach dazuschalten. Die Richterin oder der Richter könnte somit die einzige Person im Sitzungssaal bleiben. 

    Corona in Niedersachsen: Wolfsburg mit Maskenpflicht - Braunschweig zieht nach

    Update vom Dienstag, 21.04.2020, 10.40 Uhr: Nachdem in Wolfsburg in Niedersachsen bereits eine Pflicht zum Tragen einer Maske eingeführt wurde, zieht nun auch das benachbarte Braunschweig nach. 

    Dort soll die Pflicht zum Tragen von Mundschutz ab Samstag (25.04.2020) greifen, eine zugehörige Verordnung werde derzeit vorbereitet, erklärte ein Stadtsprecher. Getragen werden sollen die Masken dann in Bussen, Bahnen und Geschäften. 

    Corona in Niedersachsen: Keine landesweite Pflicht zum Tragen einer Maske

    Eine landesweite Pflicht zum Tragen einer Maske gibt es nicht, die Kommunen in Niedersachsen halten es jedoch für sinnvoll, wenn viele Menschen freiwillig einen Mundschutz  tragen. Verpflichtende Regeln sollten aber nur unter speziellen Umständen erlassen werden, so der Städte- und Gemeindebund. Die FDP in Niedersachsen befürwortet jedoch in der aktuellen Corona-Krise eine Maskenpflicht in öffentlichen Bereichen "Sicherlich ist das schon eine Einschränkung der persönlichen Freiheit, ohne Frage. Doch sie hat einen guten Grund: Wir wollen wegkommen von den pauschalen Verboten und allen Bereichen mehr Lebensmöglichkeiten eröffnen", sagte Fraktionschef Stefan Birkner der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

    Corona in Niedersachsen: Telefonische Krankschreibung weiter möglich

    Update vom Dienstag, 21.04.2020, 06.47 Uhr: In Zeiten von Corona konnten sich auch Bürger aus Niedersachsen  bei einer Erkältung via Telefon krankschreiben lassen. Diese Ausnahmeregelung endete zunächst am Wochenende, was für viel Kritik sorgte.

    Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat sich nun für eine Verlängerung der telefonischen Krankschreibung ausgesprochen. "Das ist vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus eine klare Fehlentscheidung", sagte die SPD-Politikerin Reimann am Montag. Sie forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den Gemeinsamen Bundesausschuss auf, die Lockerung zurückzunehmen.

    Am Montagnachmittag teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, dann mit, dass die Sonderregelung noch einmal bis vorerst 4. Mai verlängert werde. Eingeführt worden war die Möglichkeit am 20. März. Auch der Hausärzteverband Niedersachsen hatte das Auslaufen der Regelung kritisiert. Der Landesvorsitzende Matthias Berndt bezeichnete es als "Irrsinn", die telefonische Krankschreibung als wirksame Maßnahme zur Vermeidung unnötiger Kontakte aufzugeben.

    Corona in Niedersachsen: Landtag verzichtet auf Diätenerhöhung

    Update vom Montag, 20.04.2020, 21.29 Uhr: Im Landtag in Niedersachsen ging es in den letzten Tagen wegen der Corona-Krise heiß her. Hinter den Kulissen hatten sich SPD, CDU, Grüne und FDP zum Verzicht auf die eigentlich am 1. Juli anstehende Diäten-Erhöhung um 2,8 Prozent von 7175 Euro auf monatlich 7376 Euro verständigt.

    Die Verkündigung der Opfer-Geste aus Anlass der Corona-Krise konnte am Mittwoch dann nicht schnell genug gehen: Die Liberalen waren um 15.04 Uhr die Ersten, gefolgt von Grünen um 15.10 Uhr und SPD um 15.12 Uhr. Nur die CDU ließ sich noch einen ganzen Tag Zeit. „Bei uns entscheidet jeder Abgeordnete immer noch selbstständig und für sich selbst“, erklärte ein Sprecher.

    Daher habe man die Fraktionssitzung abgewartet. Das Ergebnis: Geschlossen votierten die 50 CDU-Parlamentarier gegen den Aufschlag. „Für uns steht außer Frage, dass es in dieser Zeit Solidarität braucht“, betonte Fraktionschef Dirk Toepffer.

    Corona in Niedersachsen: Familien in der Krise

    Update vom Montag, 20.04.2020, 17.51 Uhr: Nach den Entscheidungen zur Wiederaufnahme des Schulunterrichts ist klar: Während der anhaltenden Corona-Pandemie in Niedersachsen wird es Normalität für Schüler und auch Kindergartenkinder vorerst nicht geben.

    „Möglicherweise lernen sie im Augenblick mehr für ihr späteres Leben, als wenn sie nur zur Schule gingen“, sagte Bildungsforscher und Neurobiologe Gerald Hüther. „Sich als Entdecker und Gestalter auf den Weg machen, schwierige Situationen meistern, Verantwortung für sich selbst und für andere übernehmen: Darauf kommt es für ein gelingendes Leben viel mehr an, als auf gute Schulnoten und Abschlusszeugnisse.“

    Corona in Niedersachsen: Neue Fallzahlen für die Region

    Erstmeldung vom Montag, 20.04.2020, 16 Uhr: Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Niedersachsen steigt: Am Montag (20.04.2020) wurden 9150 bestätigte Covid-19-Fälle (+183 im Vergleich zu Sonntag) in Niedersachsen gemeldet. 294 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

    In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 934 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt: Davon liegen 699 Erwachsene und drei Kinder auf Normalstationen, 232 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. 

    Corona in Niedersachsen: Geschäfte sind wieder geöffnet - unter Auflagen

    Ab heute treten die ersten Corona-Lockerungen in Niedersachsen in Kraft. Nach wochenlanger Zwangspause dürfen von diesem Montag an in Niedersachsen und Bremen Läden bis 800 Quadratmetern Verkaufsfläsche wieder öffnen. Auch größere Geschäfte können wieder Kunden empfangen, wenn sie ihre Verkaufsfläche entsprechend verringern. Dasselbe gilt für Läden in Einkaufszentren. Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen dürfen ungeachtet ihrer Größe öffnen.

    Corona in Niedersachsen: Wolfsburg führt Maskenpflicht ein

    Wolfsburg führt unterdessen als erste niedersächsische Stadt vom Montag an eine Maskenpflicht ein. Sie gilt in Geschäften, in öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, medizinischen Einrichtungen und in Bussen. Die Maskenpflicht gilt mit einer Übergangsfrist von einer Woche zunächst bis zum 6. Mai. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

    Corona in Niedersachsen: Wolfsburg - diese Masken werden akzeptiert

    Die Maskenpflicht gilt auch bei der Begleitung und Abholung von Kindern im Rahmen einer Notbetreuung von Schulen und Kitas sowie auf Schulhöfen und in Schülertransporten. In Schulgebäuden wird ein Tragen einer Alltagsmaske während der Corona-Krise von der Stadt Wolfsburg dringend empfohlen.

    Als Alltagsmaske akzeptiert die Stadt jeden Schutz vor Mund und Nase, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, das Verbreiten von Tröpfchen, etwa durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Eine zertifizierte Schutzkategorie ist nicht erforderlich. Ausreichend sind daher auch aus Baumwolle selbst geschneiderte Masken, Schals oder Tücher.

    dir/svw

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