Johnson & Johnson

Nach Astrazeneca: Dänemark nimmt wegen Blutgerinnsel-Risiko nächsten Impfstoff aus dem Programm

Dänemark nimmt den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson aus seinem Programm.
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Dänemark nimmt den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson aus seinem Programm.

Dänemark nimmt nach Astrazeneca nun auch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson aus seinem Impfplan. Hintergrund sind seltene Blutgerinnsel.

Kopenhagen - In Dänemark* soll nun auch der Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson aus dem Impfprogramm gestrichen werden. Das teilte die Gesundheitsbehörde des Landes am Montag mit. Hintergrund sind mögliche Nebenwirkungen durch das Vakzin in Form von schweren Blutgerinnseln. Die Vorteile einer Impfung könne dieses Risiko nicht ausgleichen, hieß es nun in einer Mitteilung der Behörde. Zuvor war bereits der Wirkstoff von Astrazeneca aus dem Impfprogramm gefallen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im April einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Johnson & Johnson-Präparat und seltenen, aber schweren Fällen von Blutgerinnseln festgestellt. Zuvor war so ein Zusammenhang auch bei der Vergabe des Astrazeneca-Impfstoffs Vaxzevria festgestellt worden. Obwohl die EMA den Einsatz beider Mittel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter empfiehlt, entschied sich Dänemark, den Astrazeneca*-Wirkstoff aus dem Impfprogramm zu nehmen.

Astrazeneca-Impfstoff darf in Dänemark an Freiwillige verimpft werden

Eine politische Mehrheit im Parlament hat sich am Montag dafür ausgesprochen, dass Vaxzevria an Freiwillige verabreicht werden kann. 

Die Entscheidung, nun auch den zweiten Impfstoff aus dem Programm zu nehmen, hat Folgen für die Corona*-Impf-Kampagne, wie die Behörde weiter mitteilte. Gerade von dem Vakzin von Johnson & Johnson hatte Dänemark nach Angaben der Agentur Ritzau besonders viel bestellt, da man von diesem Präparat nur eine Dosis benötigt. Die 25- bis 39-Jährigen müssten damit rechnen, vier Wochen später ihre erste Dosis zu bekommen. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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