„Maximale Alarmstufe“ in Paris

Corona in Europa: WHO sieht bedenkliche Entwicklung - Regeln der „maximalen Alarmstufe“ in Paris

Die Corona-Lage spitzt sich in vielen Ländern zu - auch in Nachbarstaaten Deutschlands. In Paris wurde nun die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen. Die WHO warnt nun.

  • Die Corona-Lage in Europa spitzt sich zu.
  • In Paris gilt die „maximale Alarmstufe“. Die strengeren Hygieneregeln gelten seit Dienstag. (Update vom 6. Oktober, 16.18 Uhr)
  • Polen will künftige Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen strenger ahnden. (Update vom 6. Oktober, 16:18 Uhr)
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Update vom 6. Oktober, 16.18 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in Pariser Restaurants ab sofort strengere Hygieneregeln. Seit Dienstag müssen Restaurants die Kontaktdaten ihrer Gäste ähnlich wie in Deutschland sammeln. Gastronomen müssen diese Informationen den Gesundheitsbehörden übermitteln, wie es im neuen Regelwerk des Gesundheitsministeriums heißt. Die Daten würden nach 14 Tagen vernichtet. Die Regeln schreiben außerdem vor, dass Gäste bis zum ersten Gang und zwischen den Mahlzeiten ihre Maske tragen müssen. An den Tischen sind maximal sechs Personen erlaubt.

Coronavirus: „Maximale Alarmstufe“ in Paris ausgerufen - Bars und Cafés dicht

Das Hygieneprotokoll schreibt außerdem vor, dass Rechnungen am Tisch und nicht am Tresen beglichen werden. Es ist weiterhin verboten, innerhalb oder außerhalb des Restaurants im Stehen Getränke zu konsumieren. Wegen der sehr ernsten Corona-Lage hatte Frankreichs Regierung die „maximale Alarmstufe“ in Paris und den inneren Vorstädten ausgerufen. Seit Dienstag haben dort daher zunächst für zwei Wochen Bars und Cafés geschlossen, es gelten weitere Einschränkungen. So sind Schwimm- oder Turnhallen weitestgehend geschlossen, Feste und Partys sind verboten. Restaurants dürfen geöffnet bleiben, müssen sich aber an die neuen Vorschriften halten.

Viele Café- und Barbetreiber fürchten um ihre Existenz. Der Hotel- und Gaststättenverband UMIH äußerte sich „extrem alarmiert“ über die neuen Corona-Maßnahmen. Laut einer Umfrage befürworten allerdings 61 Prozent der Bewohner des Pariser Großraums die Schließungen wegen der Ansteckungsgefahr.

Coronavirus in Europa: Polen will Verstöße gegen Corona-Maßnahmen härter bestrafen

Polen will bei Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen konsequenter vorgehen. Wer keine Maske trage, wo diese vorgeschrieben sei, muss künftig entweder ein ärztliches Attest über Befreiung von der Maskenpflicht vorzeigen oder mit einem Bußgeld rechnen, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Dienstag in Warschau. Eine entsprechende Verordnung habe sein Ministerium gemeinsam mit der Polizei ausgearbeitet. Ein Vertreter der Polizei sagte, bislang hätten es die Beamten bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in den meisten Fällen bei Ermahnungen belassen, künftig solle häufiger ein Bußgeld verhängt werden.

Ab kommenden Samstag soll zudem in den Regionen, die wegen eines hohen oder sehr hohen Infektionsgeschehens als gelbe oder rote Zonen ausgewiesen sind, die Maskenpflicht auch im Freien gelten. Die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern wird noch stärker eingeschränkt.

Corona in Europa: Tschechien verteilt Masken an Schulen und Kindergärten

Tschechien verteilt rund 2,9 Millionen Atemschutzmasken an die Schulen und Kindergärten des Landes. Die Berufsfeuerwehr begann am Dienstag mit der Auslieferung aus einem zentralen Lager bei Pardubice. Die Masken der Schutzklasse FFP2 sind für Lehrer und nicht-pädagogische Mitarbeiter gedacht. Nach Angaben des Gesundheitsministers Roman Prymula stecken sich derzeit in Tschechien jeden Tag mehr als 400 Schüler mit dem Coronavirus an. Auch knapp 1700 Lehrer hätten sich bereits infiziert.

Das neue Schuljahr hatte am 1. September mit Präsenzunterricht begonnen. In 10 der 14 Verwaltungsregionen wurden die weiterführenden Schulen ab der 10. Klasse inzwischen wieder geschlossen. Der Unterricht findet dort für zunächst zwei Wochen daheim am Computer statt. In Tschechien gilt seit Wochenbeginn wegen des rasanten Anstiegs der Corona-Zahlen der Notstand. Am Montag kamen knapp 3200 bestätigte Fälle hinzu, wie am Dienstag aus Behördendaten hervorging.

Corona in Europa: WHO sieht bedenkliche Entwicklung

Update vom 6. Oktober, 11.35 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in Europa eine wachsende Corona-Müdigkeit in der Bevölkerung. In einigen Ländern seien 60 Prozent der Bürger der wegen des Virus ergriffenen Schutzmaßnahmen „müde“, erklärte am Dienstag der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Er rief die Regierungen auf, gemeinsam mit der Öffentlichkeit nach „neuen und innovativen“ Wegen zu suchen, um den Kampf gegen das Virus neu zu beleben.

Kluge bescheinigte den Bürgern in Europa, in den vergangenen Monaten „große Opfer“ gebracht zu haben, um die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu bringen. Da sei es nur verständlich, dass sich inzwischen eine gewisse „Apathie“ breitgemacht habe.

Corona in Europa: Irland verschärft die Corona-Maßnahmen landesweit

Angesichts einer zweiten Corona-Infektionswelle hat die irische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Restaurants und Pubs dürften ab sofort keine Gäste mehr in Innenräumen bedienen, sagte Premierminister Micheal Martin am Montag in einer Fernsehansprache. Bereits geplante Veranstaltungen würden abgesagt. Zudem seien die Bürger aufgerufen, keine Inlandsreisen zu unternehmen. Angestellte sollten nur dann nicht von zu Hause arbeiten, wenn sie am Arbeitsplatz dringend benötigt würden, sagte Martin. Auch Gottesdienste müssten wieder online stattfinden.

„Die jüngsten Entwicklungen in den meisten Teilen des Landes sind sehr besorgniserregend“, sagte der Regierungschef. „Wenn wir diese Entwicklungen nicht umkehren, wird das ernste Folgen haben - daran besteht kein Zweifel.“ In der Hauptstadt Dublin und der Grafschaft Donegal im Nordwesten Irlands galten die schärferen Beschränkungen bereits. Eine Expertenkommission hatte der Regierung am Sonntag empfohlen, wegen des rapiden Wiederanstiegs bei den Neuinfektionen einen zweiten landesweiten Lockdown zu verhängen. Dies habe die Regierung mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen abgelehnt, sagte Martin.

Coronavirus in Europa: Zwei spanische Städte abgeriegelt - Zahl der Neuinfektionen immens hoch

Update vom 5. Oktober, 20.10 Uhr: Während in Frankreichs Hauptstadt Paris aufgrund alarmierender Corona-Infektionszahlen die „maximale Alarmstufe“ gilt, trifft nun auch Spanien angesichts der hohen Corona-Fallzahlen weitere Maßnahmen. So wurden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt.

Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124.000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palenca mit 78.000 Einwohnern. Die Maßnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, wie spanische Medien am Montag unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado berichteten. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

In León und Palenca lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei über 500. In Deutschland liegt sie vergleichsweise auf sieben Tage gerechnet nur bei 15,3. Ab der Marke von 500 müssen in Spanien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken, wenn zugleich mehr als zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und mehr als 35 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Diese Grenzwerte hatte das spanische Gesundheitsministerium am Donnerstag für alle Städte landesweit verbindlich festgelegt.

Coronavirus in Europa: „Maximale Alarmstufe“ in Paris ausgerufen

Update vom 5. Oktober, 15.40 Uhr: Paris tritt wegen der alarmierenden Corona-Lage auf die Bremse und schließt Bars und Cafés. „Die Epidemie schreitet zu schnell voran“, warnte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Man müsse verhindern, dass das Gesundheitssystem überlastet werde. In der Stadt und den Vorstädten gilt nun die „maximale Alarmstufe“. Das hat noch eine Reihe weiterer Einschränkungen zur Folge - Restaurants dürfen allerdings geöffnet bleiben. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst ab Dienstag für zwei Wochen.

Corona in Frankreich: In Paris gilt nun die „maximale Alarmstufe“

Die Lage in der französischen Hauptstadt ist sehr angespannt. Es gebe täglich mehr als 3500 bestätigte Corona-Neuinfektionen im Großraum Paris. In der Hauptstadt steckten sich in den vergangenen sieben Tagen mehr 260 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Unter Jüngeren sei diese Zahl sogar noch höher und liege bei rund 500, so die Gesundheitsbehörden. Mehr als ein Drittel der Intensivbetten sind demnach mit Covid-19-Patienten belegt.

Die „maximale Alarmstufe“ galt bisher nur in Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe. Danach kann noch der Gesundheitsnotstand ausgerufen werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betont immer wieder, dass man mit dem Virus leben müsse. Die Regierung hatte in den vergangenen Wochen allerdings einen Zickzack-Kurs mit widersprüchlichen Botschaften eingeschlagen. Zunächst hatte sie die regionalen Behörden in die Pflicht genommen - dann plötzlich selbst Vorschriften gemacht. In den betroffenen Regionen fühlte man sich bevormundet.

Corona in Paris: Restaurants weiterhin geöffnet - Turnhallen und Schwimmbäder geschlossen

Überraschend ist daher nun auch, dass Restaurants in der Hauptstadt geöffnet bleiben dürfen. Sie müssen strengere Hygienevorschriften erfüllen. In Marseille hingegen mussten alle Restaurants und Bars schließen, als in der südfranzösischen Hafenmetropole die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen wurde. Dagegen hatte es massiven Protest gegeben. Die Restaurants durften nun nach einer statt zwei Wochen wieder öffnen. Dafür hatten sich Regionalpolitikerinnen und -politiker stark gemacht.

Auch um erneuten Ärger zu vermeiden, hatte sich die Regierung am Sonntag mit Vertreterinnen und Vertretern aus Paris getroffen. „Die Stadt wird an der Seite des Staates stehen“, versicherte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und dankte der Regierung für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es werde Maßnahmen geben, um die wirtschaftlichen Schäden zu lindern. „Die Gesundheitskrise hat extrem harte Folgen“, mahnte sie mit Blick auf die Wirtschaft.

In Paris galten bereits verschärfte Regelungen - so mussten Bars etwa bisher um 22 Uhr schließen. Einschränkungen für den Alkoholverkauf zum Mitnehmen und den Konsum auf öffentlichen Plätzen bleiben bestehen. Künftig bleiben nun in Paris und den inneren Vorstädten auch Turnhallen und Schwimmbäder zu. Lediglich Minderjährige dürfen dort noch zum Beispiel im Rahmen ihres Vereins Sport machen.

Corona in Frankreich: Fast 17.000 Neuinfektionen - Grande Nation bricht nächsten Rekordwert

Erstmeldung vom 4. Oktober: München - Das Robert-Koch-Institut* meldete am Sonntagmorgen (4. Oktober) 2.279 neue Corona-Fälle in Deutschland. Weil an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter zuverlässig ihre Daten liefern, ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Zahlen sogar in einem etwas höheren Bereich liegen. Nichtsdestotrotz ist die Lage in der Bundesrepublik zwar angespannt, aber nicht vollends besorgniserregend. Das zeigt auch der Blick auf andere europäische Länder - wo die Situation deutlich prekärer ist.

In Deutschlands größtem Nachbarland, Frankreich, spitzt sich die Corona-Lage immer weiter zu. Mit 16.972 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden hat das EU-Land am Samstag einen neuen Tagesrekord erzielt. Die Regierung um Präsident Emmanuel Macron ist gefordert, ähnliche Zustände wie die zur Pandemie-Hochzeit im Frühjahr zu vermeiden. Doch, ob es der Politik gelingt, ist angesichts der steigenden Fallzahlen zumindest fraglich. Das unzureichende Gesundheitssystem kommt erschwerend hinzu.

Gesundheitsvertreter und Gewerkschaften meinen, Frankreichs Krankenhäuser seien schlecht auf eine zweite Welle* vorbereitet. Zu wenige Intensiv-Betten und zu wenig Personal würden Sorge bereiten. Es gebe zwar noch viele freie Plätze auf den Intensivstationen des Landes, die steigende Zahl der akut gefährdeten Notfall-Patienten könnte dieses vermeintliche Polster allerdings pulverisieren.

Corona in Spanien: Millionenmetropole zurück im Lockdown - ganz Madrid ist abgeschottet

Spanien war und ist schwer von Covid-19 betroffen. Die Hauptstadt Madrid avanciert dabei immer mehr zum Corona-Brennpunkt des Landes. Aufgrund enorm hoher Infektionszahlen befindet sich die Millionenmetropole seit Freitag (2. Oktober) daher im erneuten Lockdown. Madrid und die umliegenden Orte sind abgeriegelt. Man darf diese Städte nur noch mit triftigem Grund betreten oder verlassen - etwa, um zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen.

Dass die Lage bei den Iberern auch sonst alles andere als rosig aussieht, zeigt der Blick auf die täglichen Neuinfektionen. Am Samstag befand sich diese Zahl abermals im fünfstelligen Bereich. 11.325 neue Fälle sorgen neben einer angespannten politischen Lage vor Ort auch für eine Reisewarnung für das gesamte Land. Diese gilt neben dem Festland auch für die bei deutschen Urlaubern beliebten Balearen.

Kaum ein Mensch ist am Madrider Busbahnhof Süd am zweiten Tages der neuen Mobilitätsbeschränkungen unterwegs. Jesús Hellín/EUROPA PRESS/dpa

Corona in den Niederlanden

Die Corona-Zahlen in den Niederlanden waren zuletzt kontinuierlich in die Höhe geschnellt. Eine Grenzregion zu Deutschland nach der anderen wurde daher zum Corona-Risikogebiet erklärt. Lediglich Limburg und Zeeland an der Nordseeküste sind noch nicht betroffen. Bis vor kurzem waren erst drei von zwölf niederländischen Provinzen als Risikogebiete eingestuft.

Als Reaktion auf steigende Infektionszahlen reagierte die Politik bereits vorherige Woche und verschärfte die Maßnahmen. So gelten nun ein früherer Zapfenstreich in Bars und Kneipen sowie strengere Regeln für öffentliche Veranstaltungen wie Fußballspiele. Vom 23. bis 29. September kamen insgesamt 19.326 Neuinfektionen hinzu. Binnen der sieben Tage zuvor waren es laut Gesundheitsbehörde noch 13.471.

Corona in Tschechien: Vom Musterschüler zum Problemfall

Es überrascht tatsächlich etwas, dass Tschechien im Moment so schwer von Covid-19 gezeichnet ist. Die Regierung um Ministerpräsident Andrej Babis galt als Vorreiter in puncto Pandemie-Eindämmung, führte mit als erste eine allgemeine Maskenpflicht ein und fühlte sich dank niedriger Infektionszahlen bestätigt. Ein gutes halbes Jahr später hat sich das Blatt jedoch gewendet. Das Auswärtige Amt warnt „aufgrund hoher Infektionszahlen vor nicht notwendigen touristischen Reisen“ in die gesamte Tschechische Republik.

Die aktuellen Entwicklungen im 10-Millionen-Einwohner-Land geben der Bundesbehörde Recht. Denn Tschechien verzeichnete am Freitag 3.793 neue Corona-Fälle - und damit einen neuen Rekordwert. Laut der Weltgesundheitsorganisation hat das Land zudem eine 14-Tages-Inzidenz von 302. In Europa weisen nur Montenegro und Andorra schlechtere Werte auf.

Corona in der Slowakei: Neuer Tagesrekord - kippt die Stimmung?

In Tschechiens Nachbarland, der Slowakei, droht die zweite Welle derweil ebenso. Binnen 24 Stunden wurden am Samstag 704 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, was dem Höchststand seit Ausbruch der Pandemie entspricht. Bislang wird die Slowakei noch nicht als Risikogebiet eingestuft. Womöglich ändert sich das nun. Regionale Schwerpunkte sind bislang der Großraum Bratislava und der Bezirk Sillein/Žilina, wo die Infektionszahlen auf kritische Werte gestiegen sind.

Wie geht es weiter? Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (m) und der slowakischen Ministerpräsident Igor Matovic (l) sowie dessen tschechischer Amtskollegen Andrej Babis beraten sich über die Zusammenarbeit im Kampf gegen Covid-19.

Corona in Polen: Lage prekär - drei Tage in Serie neue Rekordwerte

Die Länder östlich von Deutschland stehen derzeit vor großen Problemen. Neben Tschechien und der Slowakei kämpft auch Polen mit einem rasanten Anstieg der Neuinfektionen. Am Samstag wurde den dritten Tag in Folge ein neuer Höchstwert neuer Fälle gemeldet. Die 2.367 neuen Fällen entsprechen grob der Statistik Deutschlands. Die Bundesrepublik zählt jedoch mehr als doppelt so viele Einwohner wie Polen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Fallzahlen zuletzt in einigen Gebieten in die Höhe geschnellt waren. Doch wie aussagekräftig sind diese Entwicklungen? Beim Blick auf die 14-Tages-Inzidenz der WHO fällt zumindest auf, dass die Lage in vielen der vorgestellten Länder höchst prekär ist.

Corona in Europa: 14-Tages-Inzidenz (Stand: 4. Oktober, Quelle: WHO)

1. Andorra: 708 Fälle pro 100.000 Einwohner

2. Montenegro: 517

3. Tschechien: 302

4. Frankreich: 252

5. Spanien: 238

7. Niederlande: 233

19. Slowakei: 106

32. Polen: 52

40. Deutschland: 40

Die meisten der aufgeführten Staaten stehen im europäischen Vergleich äußerst schlecht da. Geht die Entwicklung in Polen und der Slowakei nach den Rekordwerten so weiter, werden sie in dieser Statistik wohl noch den ein oder anderen Platz nach oben klettern. Aber auch Deutschland muss aufpassen, das Pandemiegeschehen nicht zu unterschätzen.

Die täglichen Neuinfektionen pro 1.000.000 Einwohner.**

Die abgebildete Grafik verdeutlicht die Inzidenzen der WHO. In den vorgestellten Ländern stiegen die Corona-Zahlen zuletzt stark an. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

**Anmerkung: Die Niederlande und Spanien befinden sich nahezu auf dem selben Niveau wie Tschechien und sind aus Platzgründen daher nicht abgebildet. 

Rubriklistenbild: © picture alliance/Julien Behal Photography/PA Media/dpa

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