Krasser Fehler mit Folgen

Bier-Rückruf von deutscher Großbrauerei - Panne birgt Gefahr für Kunden

Eine große deutsche Brauerei warnt vor einem ihrer Produkte. Das entsprechende Bier ist falsch ausgezeichnet - und könnte so fatale Folgen auslösen.

  • Die Karlsberg-Brauerei muss bei einem eigenen Produkt einen Rückruf starten.
  • Ein Bier weist auf dem Flaschenetikett einen eklatanten Fehler auf.
  • Verlässt sich der Kunde darauf, drohen schlimme Folgen.

Homburg - Mit einem kühlen Bier im Sommer erfrischen sich viele Menschen gern. Wer noch sein Auto oder ein anderes Fahrzeug sicher nach Hause steuern muss, greift dabei auch gern auf die alkoholfreie Variante des Gerstensaftes zurück.

Biere ohne Alkohol sind in der Regel klar als solche gekennzeichnet. Auf die Kennzeichnung der eingekauften Lebensmittel will sich der Kunde immer verlassen können, auch wenn immer wieder Produkte mit gefährlichen Stoffen in Kontakt geraten, die nicht auf der Packung vermerkt sind. Allerdings muss die Karlsberg Brauerei GmbH nun ein alkoholfreies Weizenbier aus ihrem Sortiment zurückrufen, da dem Unternehmen ein krasser Etikettierungsfehler unterlaufen ist.

Karlsberg-Rückruf: Alkoholfrei gekennzeichnetes Weißbier enthält doch Alkohol

Laut Angaben der Brauerei wurde ein Bier als alkoholfrei gelabelt, obwohl die Flaschen alkoholhaltiges Bier enthalten. „Die Flaschen wurden irrtümlich mit einer Halsschleife versehen, die das alkoholhaltige Produkt als alkoholfrei ausweisen“, heißt es in einer Mitteilung der Karlsberg Brauerei.

Betroffen vom Rückruf* ist von der Marke „Karlsberg“ das Produkt „Helles Natur Weizen, alkoholhaltig“. Das Bier wurde in 0,5l-Mehrwegflaschen abgefüllt. Ob er ein falsch etikettiertes Bier erwischt hat, kann jeder Verbraucher an der sogenannten Loskennzeichnung ablesen.

Rot eingekreist: Die falsch etikettierten Bierflaschen. Der blaue Kreis zeigt die Loskennzeichnung.

Diese befindet sich auf der Rückseite der Flasche auf dem Etikett ganz unten. Wenn die Loskennzeichnungen zwischen den Werten „04.21 L16K7-2300“ und „04.21L17K7-0200“ liegen und zusätzlich das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 04.2021 aufweisen, sind die Biere betroffen.

Von dem folgenschweren Fehler, der gerade für Autofahrer oder auch alkoholkranke Menschen schlimme Folgen nach sich ziehen könnte, sind laut Unternehmensangaben drei Bundesländer betroffen. Demnach wurde die Ware im nördlichen Teil Baden-Württembergs sowie in Rheinland-Pfalz und im Saarland „in Verkehr gebracht“.

Karlsberg-Rückruf: Bierflaschen lassen sich kostenlos austauschen

Jeder Bierfreund, der eine solche Flasche gekauft hat, kann sich diese nun ersetzen lassen. Laut der Karlsberg Brauerei GmbH die Flaschen entweder gegen eine korrekt gekennzeichnete Ware ausgetauscht oder der Kaufpreis vom Händler erstattet werden. Dies funktioniert im Normalfall auch dann, wenn der Kunde den Kaufbeleg nicht mehr vorweisen kann.

Zusätzlich richtete die Brauerei für Verbraucherfragen noch eine Telefon-Hotline ein. Unter der Rufnummer 06821 - 9144228 soll besorgten Kunden jede Frage beantwortet werden. Auch schriftliche Verbraucheranfragen können an die E-Mail-Adresse info@karlsberg.de gerichtet werden. Die häufigsten Ursachen für einen Produkt-Rückruf erfahren Sie hier*. (kh)

Ein Rückruf für bestimmte Süßigkeiten sorgt derzeit ebenfalls für Aufregung - gleich drei Sorten sind betroffen. Kaufland ruft ein Nuss-Produkt zurück. Eine Routinekontrolle hat ergeben, dass nicht alles in Ordnung ist. Es besteht Salmonellengefahr. Der große deutsche Brauerei Krombacher ruft eines seiner Bier-Mischgetränke zurück, weil Gefahr für die Gesundheit droht.

Video: Bier auf Wein, das lass sein - Mythen um den Gerstensaft Bier

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance/Patrick Seeger

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