So können Sie sich schützen

Sorge wegen Black Friday: Vermehrte Hacker-Angriffe drohen - „das ist eine Hauptbedrohung in dieser Zeit“

Am Black Friday sind nicht nur billige Angebote möglich, sondern auch gefährliche Cyber-Angriffe. Sieben Tipps, wie sich vor Attacken schützen können.

  • Am 27. November findet der sogenannte Black Friday statt und Menschen gehen wieder auf Schnäppchenjagd.
  • Neben niedrigen Preisen werden aber auch vermehrte Hacker-Angriffe erwartet.
  • Sieben Tipps, wie Sie sich schützen können.

München - Black Friday. Als ob der Umsatz der großen Versand- und Einzelhandelsunternehmen nicht schon groß genug ist, brauchte es offenbar auch noch einen Tag, mit dem die Gewinnmaximierung noch einmal deutlich in die Höhe geschraubt werden kann. Am 27. November ist es wieder so weit.

Black Friday: 69 Prozent wollen an diesem Tag einkaufen

Am Black Friday, dem Freitag nach dem in den Vereinigten Staaten zelebrierten Thanksgiving-Fest, locken Unternehmen mit besonderen Angeboten. Der Black Friday gilt als Startschuss für die Weihnachtsgeschenkesaison und ist mittlerweile längst auch in Deutschland angekommen. Laut einer aktuellen Umfrage kennen 92 Prozent der Deutschen den Black Friday* und 69 Prozent planen an diesem Tag online einzukaufen“. Die Corona-Pandemie* sorge dafür, dass viele Menschen ihre Einkäufe dieses Jahr online erledigen.

Black Friday: Sorge vor Attacken wächst - Phishing im Fokus

Neben Schnäppchenangeboten birgt der Black Friday* aber auch negative Begleiterscheinungen. Die Sorge vor Cyber-Angriffen wächst. Das Antivirenprogramm Avira warnt in einer Stellungnahme bereits vor einem Anstieg gezielter Phishing-Attacken. Darunter versteht man die Beschaffung persönlicher Daten wie Passwörter oder Kontodaten mit Hilfe gefälschter E-Mails oder Websites.

In den vergangenen zehn Monaten hätte sich die Anzahl an Phishing-URLs im Vergleich zum Vorjahr bereits mehr als verdoppelt. Dabei beginne die Hauptsaison für gefälschte URLs eigentlich erst Ende Herbst. Kriminelle wüssten, dass immer mehr Menschen online Einkaufen und nutzten dies aus. Sie seien sich bewusst, dass viele Online-Shopper Internetsicherheit vernachlässigen.

Black Friday 2020: Amazon und Co. werben mit enormen Angeboten. (Symbolbild)

Black Friday: „Phishing ist nach wie vor eine Hauptbedrohung in der Feiertags-Einkaufszeit“

Auch in der Eile, das beste Angebot zu erzielen, würden manche Menschen weniger sorgsam mit ihren Daten umgehen und eher auf - auch dubiose - Links klicken. Das Problem: Durch einen Klick auf die falsche URL holen sich die Nutzer Malware, also gewisse Schadprogramme, auf ihren Computer oder ihr Smartphone, wodurch die Hacker Zugriff auf sensible Daten erlangen.

Laut Avira sei die Gefahr, Opfer einer Phishing-Attacke zu werden, Ende November am größten. Dann, wenn der Black Friday vor der Tür steht, gebe es bei bösartigen URLs einen Anstieg von mindestens 15 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt. „Phishing ist nach wie vor eine Hauptbedrohung in der Black Friday- und Feiertags-Einkaufszeit. Wir erwarten dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr eine noch größere Flut gefälschter Webshop-Werbung, die Amazon*, WalMart oder ebay imitiert, sowie gefälschte Bank- und Lieferhinweise von Kampagnen, die zum Beispiel PayPal oder DHL nachahmen“, erklärt Alexander Vukcevic, Leiter der Avira Protection Labs.

Black Friday: So schützen Sie sich vor Hacker-Attacken

Das Virenprogramm hat eine Liste zusammengestellt, wie Sie sich vor Cyber-Angriffen am Black Friday schützen können.

  • Beliebte Hashtags: Hacker nutzen in der Regel weit verbreitete Hashtags wie #blackfriday oder #discounts. Auf solche Nachrichten sollte verstärkt geachtet werden.
  • Direktnachrichten: Durch Erlangen von sensiblen Daten ist es nicht ausgeschlossen, dass Hacker ihre Fake-URLs auch über Direktnachrichten verbreiten. Klicken Sie nicht auf dubiose Links - auch wenn sie per Instant-Message kommen.
  • Antiviren-Programm: So könnten die Angriffe verhindern werden. In jedem Fall empfiehlt es sich, seine Geräte auf dem neusten Stand zu halten, sprich die aktuelle Version installiert zu haben.
  • Nur vertraute Websites verwenden: Falls Sie auch andere Seiten besuchen möchten, empfiehlt sich die Kontrolle, ob die URL der Website mit „https://“ beginnt. Das „s“ zeige an, dass die Webverbindung durch das SSL-Zertifikat verschlüsselt und geschützt wurde.
  • Phishing-Mails: Klicken Sie nicht auf Links, die ihnen nicht vertraut vorkommen. Rufen Sie stattdessen die vorgeschlagene Website im Browser auf, um zu checken, ob der Auftritt seriös wirkt.
  • Individuelle Passwörter: Es sei ratsam, einen Passwort-Manager zu verwenden, der sichere und einmalige Passwörter generiert und speichert.
  • Kreditkarten- und Kontoabrechnung: Überprüfen Sie ihre Kontobewegungen und schreiten Sie umgehend ein, wenn Sie Unregelmäßigkeiten feststellen.

Wenn diese Tipps beachtet werden, steht der Schnäppchenjagd am Black Friday nichts mehr im Wege. Darüber hinaus haben wir für Sie übrigens auch eine Übersicht über häufige Fehler beim Online-Shopping zusammengestellt. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Ray Tang/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare