Gesprächsstoff in Medien und Netzwerken

Zwischen „Rache“ und „ohne Groll“: Frings-Rückkehr sorgt für Verwirrung

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Torsten Frings kehrt nach 20 Jahren Werder mit seinem neuen Arbeitgeber Darmstadt nach Bremen zurück.

Am Samstag kehrt Werder-Legende Torsten Frings mit seinem neuen Arbeitgeber Darmstadt 98 als Chef-Coach ins Weser-Stadion zurück. Dessen Befinden vor der Partie sorgt für Gesprächsstoff in Medien und Netzwerken. So schreibt der „Kicker“ von „Freude über Rückkehr“, die „Kreiszeitung“ Frings hege „keinen Groll“ und die „Bild“, er wolle „Rache für seinen Rauswurf“.

Der 40-jährige Frings war insgesamt zwanzig Jahre für Werder im Einsatz und hat sich stets mit den Grün-Weißen identifiziert. Nach seiner aktiven Karriere waltete der „Lutscher“ als Co von Chef-Trainer und Ex-Mitspieler Viktor Skripnik an der Außenlinie. Mangels Erfolg entließ Sportchef Frank Baumann seine früheren Kompagnons Skripnik und Frings am 18. September 2016. Zur Winterpause heuerte Frings bei Werders Konkurrenten im Bundesliga-Abstiegskampf an, mit dem er nun zurück an die Weser kehrt.

„Bild“: „Frings will Rache für seinen Rauswurf“ 

Die „Bild“ titelt nun vor dem bedeutungsvollen Bundesliga-Spiel „Frings will Rache für seinen Rauswurf“. Wie die Zeitung erfahren haben will, geht es Frings dabei um mehr als nur drei wichtige Punkte. Die Boulevard-Zeitung schreibt zudem, Frings‘ Verhältnis zum ehemaligen Herzens-Klub sei deutlich abgekühlt und zitiert den ehemaligen Nationalspieler wie folgt: „Ich habe 20 Jahre in Bremen gelebt und habe dort viele Freunde. Aber im Verein weniger.“ Aus Sicht der „Bild“ sei gar die Verbindung zum Verein mit der beruflichen Trennung geendet.

„Kreiszeitung“: „Rauswurf bei Werder verarbeitet: Frings kehrt ohne Groll zurück“

Im „Kicker“ liest sich die Geschichte hingegen etwas anders. Das Fachmagazin überschreibt seinen Bericht mit „Frings und Werder: Freude über Rückkehr, aber kaum Kontakt“. Auch die „Kreiszeitung“, die sich auf den „Kicker“ bezieht, sieht das Verhältnis nicht angespannt. Sie titelt: „Rauswurf bei Werder verarbeitet: Frings kehrt ohne Groll zurück“. Im „Kicker“ sagt Frings: „Natürlich ist es etwas Besonderes, schließlich habe ich 20 Jahre für den Verein gespielt und sehr viele Erfolge gefeiert, auch als Mitglied des Trainerstabs. Ich komme gerne zurück. Trotzdem ist es wichtig für uns, dass wir dort etwas mitnehmen.“ Ist die Partie erst einmal gelaufen, wird Frings nach eigener Aussage wieder zum Werder-Fan: „Nach unserem Spiel drücke ich auch Bremen wieder die Daumen.“ 

Der 40-Jährige scheint die Trennung von Werder also tatsächlich gut verarbeitet zu haben. „Frank hat so entschieden, wir mussten das akzeptieren. An meinem guten Verhältnis zu ihm hat das aber nichts geändert“, sagt Frings mit Bezug auf Baumann im „Kicker“. Tatsächlich hätte der „Lutscher“ eine Zukunft in grün-weiß haben können. So erfolgte der Weggang vor einem halben Jahr auf eigenen Wunsch: „Allen Co-Trainern wurde eine Perspektive aufgezeigt, wir sollten uns bereitmachen für den nächsten Cheftrainer. Aber ich war sehr loyal Viktor Skripnik gegenüber und habe von Anfang an gesagt, dass ich für keine Position zur Verfügung stehe. Daraufhin bin ich freigestellt worden.“

„Ich bin schon jetzt auf die Stellungnahme vom Lutscher gespannt“

Bei Twitter wird die Behauptung Frings käme rachsüchtig zurück nach Bremen als „dreiste Falschmeldung“ oder „Blödsinn“ kommentiert. Auch meint ein Nutzer, Frings wolle „drei Punkte für seinen Arbeitgeber und anschließend den Klassenerhalt für seine Liebe“. Ein weiterer schreibt „Ich bin schon jetzt auf die Stellungnahme vom Lutscher gespannt, wenn er über seine Rachepläne liest ...“

nordbuzz versucht indes, Torsten Frings für eine Stellungnahme zu erreichen. 

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