Transfers: Werder Bremen an Benjamin Henrichs dran

Werder Bremen wirbt um Benjamin Henrichs - Baumann hält sich bedeckt

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Werder Bremen ist an Benjamin Henrichs dran. Werder-Sportchef Frank Baumann will sich aber nicht in die Karten schauen lassen.

Bremen - Werder Bremen ist weiterhin an Benjamin Henrichs (22) von der AS Monaco dran, will den Abwehrspieler nach Informationen der DeichStube für zwei Jahre ausleihen. Jetzt hat sich offenbar auch Schalke 04 in das Werben eingeschaltet, Werder-Sportchef Frank Baumann lässt sich aber nicht in die Karten schauen.

Werder Bremen buhlt um Benjamin Henrichs. Wie die „Bild“ berichtet, hat nach Werder und dem FC Bayern aber auch Schalke 04 Interesse an einer Verpflichtung des Außenverteidigers angemeldet. 

Benjamin Henrichs war erst im vergangenen Sommer für 20 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zur AS Monaco gewechselt, hat dort einen Vertrag bis bis 2023. Angesichts dieser Zahlen dürfte Ein Kauf des Abwehrspielers auch für Schalke schwierig werden. Möglich, dass die Gelsenkirchener ähnlich wie Werder Bremen ein langfristiges Leihgeschäft anstreben. 

Werder Bremen hat hohe Ansprüche an Transfers - Abwehrspieler Benjamin Henrichs im Fokus

Und was sagt Frank Baumann zum Interesse der Bremer an Benjamin Henrichs? Der Sportchef von Werder Bremen will sich nicht in die Karten schauen lassen: „Ich möchte es weiter so handhaben, dass ich mich zu den Namen, die gehandelt werden, nicht äußere und deswegen möchte ich auch zu dem Namen nichts sagen.“ Baumann allgemein über die Transfer-Pläne von Werder Bremen: „Wir müssen realistisch sein, haben aber hohe Ansprüche an die Spieler, die wir verpflichten möchten - das muss übereinkommen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber wir arbeiten dran.“

Benjamin Henrichs war bei der AS Monaco in der Rückrunde der letzten Saison nur noch Ergänzungsspieler - eine Rolle, die dem ambitionierten Verteidiger nicht schmecken kann. Insofern liegt ein Transfer nahe. Werder Bremen befindet sich nach DeichStube-Informationen im Austausch mit Henrichs-Berater Christian Nerlinger. Die Gespräche sind allerdings noch nicht sehr weit fortgeschritten. 

Unterdessen gibt es Neuigkeiten von der TV-Rechte-Vergabe: Werder Bremen gibt's ab der neuen Saison live im TV auf DAZN. (tst)

Zur letzten Meldung vom 16. Juli 2019:

Wechselt Benjamin Henrichs? Die Chancen von Werder Bremen und Naldos Glaube

Werder Bremen hat sich an die Fersen von Benjamin Henrichs geheftet. Werder will den deutschen U21-Nationalspieler vom französischen Club AS Monaco ausleihen.

Um zu verstehen, warum Werder Bremen beim vor einem Jahr für eine Ablöse von 20 Millionen Euro ins Fürstentum gewechselten Außenverteidiger Benjamin Henrichs überhaupt eine Chance haben, hilft vielleicht diese Zahl. Es ist die Zahl 74, und sie beschreibt die Menge an Profis, die zum Trainingsstart Anfang Juli bei der AS Monaco unter Vertrag standen. Im gnadenlos aufgeblähten Kader des sportlich zuletzt ins Trudeln geratenen Clubs soll nun aufgeräumt werden. Mit Verkäufen, mit noch mehr Ausleihen. Das könnte die Chance von Werder Bremen sein. Doch ausgerechnet ein ehemaliger Bremer Pokalsieger meldet Zweifel an.

74 Spieler – das muss man sich mal vorstellen. Monaco könnte eine Mini-Meisterschaft ganz mit sich allein spielen, wenn aus diesem Kontingent einfach mal sechs Teams gebildet würden. Benjamin Henrichs ist einer dieser 74 Spieler – 22 Jahre alt, drei A-Länderspiele für die DFB-Auswahl, ein kleines Juwel auf beiden Außenverteidiger-Positionen. Aber weil die AS Monaco in der jüngeren Vergangenheit sehr üppig eingekauft hat, ist Henrichs dort nur einer von vielen. Das Überangebot ist so groß, dass die Zeitung „Le Parisien“ beklagte, dass im Club junge Spieler mit hohen Löhnen quasi „gestapelt“ würden.

Benjamin Henrichs zu Werder Bremen? AS Monaco muss Kader ausdünnen

Für Benjamin Henrichs hatte das im Abstiegskampf der vergangenen Saison folgende Auswirkung: Er spielte beim (während der Saison erst entlassenen, durch Thierry Henry ersetzten und dann doch zurückgeholten) Trainer Leonardo Jardim keine Hauptrolle mehr. Nur zwei Einsätze zwischen dem 23. und 36. Spieltag, als es um alles ging, belegen das. Diese Bilanz gepaart mit dem monegassischen Zwang, den 74er-Kader dringend ausdünnen zu müssen, erklärt, weshalb Henrichs überhaupt ein Thema ist auf dem Fußball-Sommerbasar 2019.

Werder Bremen will den Verteidiger leihen, will so neue Optionen auf der rechten und linken Abwehrseite schaffen. Angedacht ist ein Zeitraum von zwei Jahren – im Idealfall kombiniert mit einer Kaufoption. Dass die satt im zweistelligen Millionenbereich liegen würde, ist klar. Henrichs hat vor einem Jahr 20 Millionen gekostet, sehr viel billiger wird er nicht werden. Wenn überhaupt. Werder ist nach Informationen der DeichStube in Kontakt mit Henrichs Berater Christian Nerlinger, die Gespräche sind allerdings noch nicht sonderlich weit fortgeschritten. Vielleicht auch, weil der FC Bayern München bei Henrichs (Vertrag bis 2023) mitmischt. Die Münchner sollen bereits 25 Millionen Euro für den Sohn einer Ghanaerin und eines Deutschen geboten haben. Ob's stimmt? Man weiß es nicht.

Werder Bremen will Benjamin Henrichs - Naldo: Werders Chancen stehen nicht gut

Bei der AS Monaco spielt seit einem halben Jahr auch Naldo, eine Werder-Verteidiger-Legende. Von 2005 bis 2012 erlebte er in Bremen die großen Zeiten mit, gewann 2009 den DFB-Pokal. Weil sich dieser Erfolg gerade zum zehnten Mal jährt, ist Naldo von Werder zum Tag der Fans im August eingeladen worden. Feierstunde mit allen anderen Pokalhelden. „Ich würde gerne kommen, wenn es passt“, sagt er. Aber ob er dann auch Benjamin Henrichs, den aktuellen Monaco-Kollegen, im Werder-Trikot während des Testspiels gegen den FC Everton bestaunen kann? Naldo glaubt nicht daran. „Monaco versucht nach dem Beinahe-Abstieg der vergangenen Saison, eine neue erfolgreiche Mannschaft aufzubauen. Da gehört Benji in meinen Augen dazu. Er ist bei uns ein wichtiger Faktor für die neue Saison, kann Stammspieler werden. Ich denke nicht, dass Monaco ihn abgeben will“, erklärt der 36-Jährige gegenüber der DeichStube.

Naldo lässt es auch nicht stehen, dass Henrichs wegen der wenigen Einsätze in der Rückrunde in eine Sackgasse geraten sei: „Wo soll die schlechte Entwicklung sein? Benji hat mit der deutschen U21 eine super EM gespielt, er ist ein Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft. Ich finde, er hat eine tolle Entwicklung genommen.“

Naldo und Johannes Eggestein loben Werder-Transfer-Ziel Benjamin Henrichs

Dennoch bleibt auch dieser Fakt: Vor Benjamin Henrichs steht bei Monaco Weltmeister Djibril Sidibe, 26 Jahre, ein Einsatz bei der WM 2018. Er versperrt den Weg zum Stammplatz. Er hat all die Spiele absolviert, die Henrichs nicht gemacht hat. Nun ist auch noch Ruben Aguilar von HSC Montpellier als Neuzugang im Gespräch. Mehr statt weniger Konkurrenz – bleibt am Ende dann doch nur der Abgang? „Wenn Werder Benji bekommen sollte, dann hätten sie einen sehr guten Spieler“, meint Naldo.

Johannes Eggestein, Henrichs Teamkollege bei der U21-EM, kann das nur bestätigen. „In der U21 gibt es nur gute Jungs“, sagt der Werder-Profi, der sich bereits am Dienstag aus seinem verlängerten EM-Urlaub zurückgemeldet hat. Mit Benjamin Henrichs habe er zwar „über Werder nicht gesprochen“, aber wenn, dann würde er ihm einen Wechsel wohl ziemlich sicher nahelegen. Für Werder Bremen könne das nur gut sein – denn, so Eggestein über Henrichs: „Benjamin ist ein sehr dynamischer Spieler, mit gutem Tempo, der sich ein Eins-gegen-eins-Situationen durchsetzen und starke Flanken schlagen kann.“ Mit anderen Worten: Kann man gebrauchen.

(csa)

Unterdessen ist das Ergebnis einer neuen Umfrage von „11 Freunde“ da: Zwei Spieler von Werder Bremen stehen unter den Top 3 der größten Bundesliga-Transfer-Flops aller Zeiten.

Werder Bremen ist an Benjamin Henrichs dran. Werder-Sportchef Frank Baumann will sich aber nicht in die Karten schauen lassen.

Zur letzten Meldung vom 15. Juli 2019:

Außenseiterchance: Werder Bremen hofft auf Transfer von Benjamin Henrichs

Das Anforderungsprofil ist klar: Werder Bremen sucht nach einem neuen Außenverteidiger, nach einem Spieler, der möglichst auf beiden Seiten kicken kann – und der Werder sofort weiterhilft. Benjamin Henrichs von der AS Monaco ist so einer.

Das Anforderungsprofil für einen Neuzugang von Werder Bremen hatte Trainer Florian Kohfeldt zum Abschluss des Trainingslagers im Zillertal verraten, freilich ohne Namen zu nennen. Kohfeldt sprach lediglich von „Wunschkandidaten“, mit denen der Verein Gespräche führe – nach Informationen der DeichStube führt dabei eine Spur zu Benjamin Henrichs von der AS Monaco. Die Bremer Verantwortlichen um Sportchef Frank Baumann haben sich bereits vor Wochen mit der Personalie auseinandergesetzt.

Henrichs, so viel steht fest, wäre eine große Lösung für die vakante Stelle im Kader. Erst im vergangenen Sommer war der Nationalspieler (drei Einsätze im A-Nationalteam) für eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zur AS Monaco gewechselt, hat dort einen bis 2023 laufenden Vertrag unterschrieben. Ein Kauf des Spielers ist für Werder angesichts dieser Zahlen natürlich absolut unrealistisch – eine Leihe allerdings nicht. Schon bei Mittelfeldmann Marko Grujic, den der FC Liverpool letztlich weiter an Hertha BSC verlieh, schwebte den Bremern ein langfristiges Leihgeschäft über zwei Jahre vor. Ähnlich könnte der Plan mit Henrichs aussehen.

Transferziel von Werder Bremen: Benjamin Henrichs in Monaco nicht zufrieden

Fest steht: Der 22-Jährige ist im Fürstentum alles andere als glücklich und zählt im Club zu den Kandidaten, die im Sommer abgegeben werden sollen. In der Rückrunde der vergangenen Saison war Benjamin Henrichs kaum noch zum Einsatz gekommen, spielte von Februar bis Mai nur vier Mal in der französischen Liga. Monaco soll bereits mit der Verpflichtung von Ruben Aguilar (HSC Montpellier) liebäugeln, der Henrichs ersetzen könnte.

Für den Ex-Leverkusener dürfte eine Rückkehr in die Bundesliga vor diesem Hintergrund nicht die schlechteste Alternative sein – ob sein Weg am Ende aber tatsächlich nach Bremen führt, ist fraglich. Schließlich hat Werder beim Werben um Henrichs offenbar den größtmöglichen Konkurrenten innerhalb Deutschlands: den FC Bayern München.

Wechsel von Benjamin Henrichs: Werder Bremen hat gegen FC Bayern Außenseiterchancen

Laut Medienberichten soll der Rekordmeister mit Monaco sowie Henrichs Berater, dem Ex-Bayern-Profi Christian Nerlinger, über einen Kauf des Abwehrspielers verhandeln. Die 35 Millionen Euro, die die Monegassen dabei angeblich als Ablösesumme aufgerufen haben, sollen den Bayern aber zu viel sein, was wiederum die Außenseiterchance von Werder Bremen am Leben hält.

Die Aussichten auf Einsatzzeiten dürften für Benjamin Henrichs in Bremen in jedem Fall größer sein als in München. Dort wäre der Rechtsfuß ein reiner Back-up für die Außenverteidiger Joshua Kimmich (rechts) und David Alaba (links). Bei Werder würde er hingegen in den offenen Konkurrenzkampf mit Theodor Gebre Selassie (rechts) einsteigen und auch eine Alternative zu Ludwig Augustinsson (links) darstellen.

(dco/csa)

Zur letzten Meldung vom 13. Juli 2019:

Kohfeldt verrät Transfer-Pläne: Außenverteidiger soll kommen

Niclas Füllkrug ist von Hannover 96 geholt worden, Marco Friedl fest vom FC Bayern nach Bremen gewechselt – viel mehr hat sich bei den Neuzugängen im Profikader von Werder Bremen bisher nicht getan - das soll sich möglichst bald ändern.

Das wird sich ändern, definitiv. Zum Abschluss des Trainingslagers im Zillertal hat Coach Florian Kohfeldt am Samstag erklärt, welche Prioritäten Werder Bremen bei der Suche nach Verstärkungen setzt und weshalb es bis zu möglichen Abschlüssen noch etwas dauern kann.

„Wir haben unsere Wunschkandidaten und sind in Gesprächen“, sagte Kohfeldt, der den aktuellen Stand der Verhandlungen als „schon über das Scouting-Stadium hinweg“ umriss. Ganz oben auf dem Bremer Zettel steht dabei ein neuer Außenverteidiger, möglichst ein Mann, der rechts wie links spielen kann – und der sofort weiterhilft.

Werder Bremen will einen Abwehrspieler für rechts und links verpflichten

Vor allem auf der rechten Seite fehlt nach wie vor ein bundesligatauglicher Back-up für Theodor Gebre Selassie. Der Tscheche ist immerhin schon 32 Jahre alt, und „Theo hatte im letzten Jahr gegen Ende Probleme, die Belastungen wegzustecken“, erinnerte Kohfeldt. „Er wird in seinem Alter nicht nochmal 36 Pflichtspiele in einer Saison machen.“

Auch auf links würde eine Alternative zu Ludwig Augustinsson nicht schaden, zumal Kohfeldt Marco Friedl in Zukunft eher als Innenverteidiger sieht. „Klar ist, dass wir auf der Außenverteidigerposition nicht mit der aktuellen Besetzung in die Saison gehen wollen. Da müssen wir handeln“, sagte Kohfeldt, ehe er in den nächsten Mannschaftsteil sprang: das Mittelfeld.

Werder Bremen plant Mittelfeldspieler-Transfer

„Wir werden noch einen Mittelfeldspieler dazuholen“, kündigte Kohfeldt an und gewährte einen Einblick in seine Überlegungen: „Holst du einen, der auf jeden Fall gesetzt ist, oder einen, der uns besser macht, aber vielleicht nicht sofort?“, sagte der Coach, dessen Planungen natürlich nicht zuletzt durch Werders finanzielle Möglichkeiten bestimmt werden. „Wir müssen Lösungen finden. Und die heißen nicht: Okay, wir überzeugen euch jetzt mit 25 Millionen Ablöse.“ Deswegen könne es auch noch etwas dauern, bis die Neuen an der Weser landen.

Und deswegen muss Werder Bremen auch den erhofften Transfer von Wunschspieler Michael Gregoritsch hintenanstellen. Mit dem Stürmer, der auch aus dem offensiven Mittelfeld kommen kann, ist sich der Club zwar einig – mit dessen Verein FC Augsburg in der Ablösefrage aber noch sehr, sehr weit auseinander.

Unterdessen wird die Vertragsverlängerung von Niklas Moisander bei Werder Bremen zur Formsache. Werder-Sportchef Frank Baumann arbeitet außerdem an einem neuen Vertrag für Werder-Rakete Milot Rashica. Und dann ist da noch die Krake im Tor: Bei einem möglichen Wechsel von Jiri Pavlenka hat Werder Bremen das letzte Wort. Bei uns findet ihr außerdem alle aktuellen Transfer-Gerüchte und Meldungen rund um Werder Bremen im Ticker.

Ein Mann, dem eine feste Rolle in der Defensive des SV Werder Bremen zugedacht ist, ist Marco Friedl. Eine „immense Bedeutung“ hat auch ein Mittelfeldspieler. Wir erklären, warum Nuri Sahin für Trainer Florian Kohfeldt bei Werder Bremen so wichtig ist.

Unterdessen hegt Johannes Eggestein die bescheidene Hoffnung auf einen Stammplatz bei Werder Bremen.

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