Acht Werder-Profis verletzt

Rückkehrer beim SV Werder: Rashica macht den Anfang, Toprak folgt - und dann?

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Der SV Werder Bremen und das Verletzungspech: Die Grün-Weißen hoffen, dass sich das Lazarett bald lichtet - erster Rückkehrer wird Milot Rashica sein.

Bremen – Viel war nicht los am Weserstadion. „Individuelles Training“ war am Montag angesagt für die Profis des SV Werder Bremen – jedenfalls für die, die nicht verletzt ausfallen oder nicht für ein Nationalteam nominiert sind.

Was insgesamt eine überschaubare Schnittmenge bei Werder Bremen ergibt. Ab Dienstag versammelt sich diese Gruppe wieder auf dem Trainingsplatz – die Vorbereitung auf die Partie bei Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr) beginnt. Die Nationalspieler werden dann noch fehlen, aber vielleicht kehrt der erste Verletzte schon wieder ins Teamtraining zurück. Chefcoach Florian Kohfeldt hat jedenfalls die Hoffnung, dass sich das Lazarett nun nach und nach wieder lichtet.

SV Werder Bremen: Combackplan für Milot Rashica steht

Den Anfang wird wohl Milot Rashica machen. Nach seiner Adduktorenverletzung hat der Stürmer das Comeback ins Visier genommen. „Er kommt von allen am frühesten zurück“, bestätigt Kohfeldt, der bereits in dieser Woche mit Rashica auf dem Trainingsplatz des SV Werder Bremen rechnet. Was aber nicht gleichzusetzen ist mit einer uneingeschränkten Belastbarkeit. Der 23-Jährige soll zunächst Teile des Teamtrainings absolvieren und dann Schritt für Schritt das Programm steigern. „Auf keinen Fall werden wir ein Risiko eingehen“, sagt Florian Kohfeldt mit Blick auf die Partie bei Union Berlin. Nur wenn Rashica völlig wieder hergestellt ist, käme ein Einsatz in Frage. „Wir machen das vom Verlauf der Trainingseinheiten abhängig“, so Kohfeldt.

Wenn nicht gegen Union, dann aber eine Woche später gegen RB Leipzig – das ist der Comebackplan für Milot Rashica. Und das ist auch die Vision bei Ömer Toprak. Der Verteidiger, der mit einer Muskel- und Sehnenverletzung in der Wade seit dem zweiten Spieltag pausiert, wird der Nächste nach Rashica sein, mit dem Kohfeldt rechnet. „Bei Ömer sieht es schon deutlich verbessert aus“, erklärt der Coach und formuliert die Erwartungen an den Innenverteidiger: „Für Union ist er noch kein Thema, für die Woche danach vielleicht.“

Werder Bremen: Wann kehrt Philipp Bargfrede nach seiner Verletzung zurück?

Und wer wird Rückkehrer Nummer drei bei Werder Bremen? Wer die Nummer vier? Florian Kohfeldt wagt keine weiteren Prognosen, jedenfalls keine präzisen. Aber nach Rashica und Toprak „kommen wir langsam in den Bereich, über Basti Langkamp und Milos Veljkovic nachdenken zu können“. Beide fehlen seit dem Vorbereitungsstart. Langkamp zeigt sich schon seit Tagen wieder auf dem Trainingsplatz, arbeitete auch am Montag mit einem Physiotherapeuten.

Philipp Bargfrede schuftet ebenfalls seit geraumer Zeit mit einem Fitmacher. Doch für den Mann mit den gefühlt 99 Comebacks liegt der Zeitpunkt für die hundertste Rückkehr noch im Nebel. Ganz sicher wird er aber vor Fin Bartels, der erst in Kürze sein Aufbauprogramm auf dem Platz starten soll, wieder zur Verfügung stehen. Mit Ludwig Augustinsson (Knie-OP) ist frühestens in der Endphase der Hinrunde zu rechnen, mit Kevin Möhwald, der am Montag in Augsburg am Knie operiert wurde, nicht vor 2020. (csa)

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Zur letzten Meldung vom 7. September 2019:

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Milos Veljkovic (Zehenbruch): Im Training der serbischen Nationalmannschaft hatte sich der 23-Jährige einen Zeh gebrochen. Veljkovic wurde von den Ärzten dort konservativ behandelt, der Knochen im Zeh wuchs auch wieder zusammen, aber nicht gut. Schmerzen traten auf, der Verteidiger des SV Werder Bremen musste in Frankfurt operiert werden. „Im Nachgang muss man sagen, dass die konservative Behandlung ein Fehler war. Das ist aber kein Vorwurf an Milos. Er hat den Ärzten vertraut“, erklärte Werder-Coach Florian Kohfeldt.

Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss): Es passierte im ersten Training der Saisonvorbereitung; Muskelfaserriss im Oberschenkel aus. Nicht so schlimm, dachte man zunächst. Eine Rückkehr des 31-Jährigen ins Teamtraining war bereits im zweiten Trainingslager der Sommervorbereitung in Grassau erwartet worden. Doch Langkamp fehlt noch immer. Ein Rückschlag im Aufbautraining durchkreuzte die Erwartungen. Außerdem ist auch eine Sehne in Mitleidenschaft gezogen. „Es zieht sich alles sehr lange hin. Leider ist da noch kein Ende absehbar“, sagte Kohfeldt vor wenigen Wochen. Dabei ist es bis heute geblieben.

Werder Bremen: Soforthilfe Ömer Toprak direkt verletzt

Ömer Toprak (Sehnen-Muskelverletzung Wade): Als Soforthilfe für die durch Verletzungen dezimierte Innenverteidigung geholt, verletzte er sich gleich im zweiten Spiel für Werder Bremen. Ohne Fremdeinwirkung zog  sich Ömer Toprak gegen 1899 Hoffenheim einen Muskelfaserriss in der Wade zu, ebenfalls mit Beteiligung einer Sehne. Voraussichtlich sechs Wochen Pause für den 30-Jährigen. Erst zwei davon sind rum.

Ludwig Augustinsson (Knie-OP): Lange gab es keine Klarheit, wo das Problem bei dem Schweden liegt. Immer wieder Schmerzen im Knie – alle bildgebenden Verfahren ergaben keine Diagnose. Erst seit einer Arthroskopie des Knies wissen Ludwig Augustinsson und Werder Bremen, dass das Problem kein kleines ist. Drei Monate beträgt die Ausfallzeit. Was genau bei dem Linksverteidiger vorlag oder vorliegt, teilt der Club nicht mit. Ludwig Augustinsson wurde in Schweden operiert, hält sich derzeit auch noch dort auf.

Werder Bremen: das Warten auf den verletzten Sechser Philipp Bargfrede

Philipp Bargfrede (Knie-OP): Der Mittelfeldspieler hatte sich Mitte Mai am Knie operieren lassen. Während der Saisonvorbereitung sprach Coach Florian Kohfeldt davon, dass Bargfrede „nicht mehr endlos weit weg“ sei von einem Wiedereinstieg ins Teamtraining. Seither ist es ziemlich ruhig geworden, um den dienstältesten Profi des SV Werder Bremen. Er absolviert sein Aufbautraining und ist laut Werder zufrieden mit dem Verlauf.

Milot Rashica (Adduktoren-Verletzung): Ihn erwischte es im ersten Bundesliga-Spiel. Muskelfaserriss in den Adduktoren – zwei Spiele verpasste der Stürmer seither. Vermutlich kommt noch ein drittes hinzu, aber in zwei Wochen gegen RB Leipzig wird er wohl wieder zur Verfügung stehen.

Wird Fin Bartels beim SV Werder Bremen nach seinen Verletzungen wieder der alte?

Fin Bartels (Knie-OP): Die Leidensgeschichte von Fin Bartels will scheinbar einfach kein Ende nehmen. Der Stürmer hatte in der Saison-Vorbereitung abermals einen Rückschlag erlitten und musste Anfang August am Knie operiert werden. Bartels’ Knie hatte die hohe Belastung im Training nicht verkraftet, weswegen sich Flüssigkeit bildete, die entfernt werden musste. „Es ist nichts Schlimmes“, hatte Florian Kohfeldt über die Verletzung des 32-Jährigen gesagt, „es wird ihn nicht so weit zurückwerfen.” Von „maximal vier Wochen Ausfallzeit “ war die Rede. Diese vier Wochen sind mittlerweile rum, Bartels fehlt weiterhin. Wann er zurückkehrt? „Ich weiß es nicht“, sagt Kohfeldt.

Kevin Möhwald (Knieschaden): Der neueste Patient. Möhwald wird am Montag am Knie operiert, fällt danach bis zu sechs Monate aus. Das sind die bekannten Fakten. Über die Art der Verletzung teilt Werder Bremen – wie auch bei Augustinsson oder Bartels – nichts mit. Bei Kevin Möhwald war das Knie vor dem Spiel gegen den FC Augsburg plötzlich angeschwollen.

Derweil wird bei den Grün-Weißen gerätselt, warum Werder Bremen so viele verletzte Spieler hat - das sagt Cheftrainer Florian Kohfeldt. (mwi)

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