Werder Bremens Transfer-Sommer

Groß gedacht, gut gemacht - ein Kommentar zum  Transfer-Sommer des SV Werder

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Frank Baumann zeigte sich in diesem Sommer erneut kreativ bei Transfers - und hat einen schlagkräftigen Kader für Werder Bremen auf die Beine gestellt.

Alle Geschäfte sind abgewickelt, das Transferfenster ist geschlossen - auch für den SV Werder Bremen. Ein Kommentar zu Werders Transfer-Sommer von DeichStube-Reporter Daniel Cottäus.

Das war's, nichts geht mehr: Am Montagabend, um Punkt 18.00 Uhr, hat sich das Transferfenster in der Fußball-Bundesliga nach neun Wochen wieder geschlossen. Für Werder Bremen war es eine Zeit, in der zwar längst nicht alle Pläne aufgegangen sind (Grujic, Gregoritsch, Henrichs, Bentaleb), in der die finanzielle Not einmal mehr zur Kreativität gezwungen hat, aber dennoch ist es dem Verein gelungen, seinen Kader in der Gesamtbetrachtung deutlich zu verstärken – sowohl qualitativ als auch quantitativ.

In Kapitän Max Kruse ist nur ein einziger Stammspieler aus der Vorsaison gegangen. Klar, sportlich tat das weh, Kruse war schließlich Werders Topscorer, meist der beste Bremer auf dem Platz. Sein Fehlen dürfte die Mannschaft aber dennoch gut kompensieren können – und dazu musste Werder nicht einmal einen direkten Kruse-Ersatz verpflichten. Yuya Osako, schon seit 2018 im Verein, blüht in dieser Rolle regelrecht auf.

Kader des SV Werder Bremen liegt „weit über den finanziellen Möglichkeiten“

Auf der anderen Seite hat Sportchef Frank Baumann Profis mit reichlich Erfahrung und Qualität von einem Wechsel an die Weser überzeugen können: Vor allem die Namen Ömer Toprak, Niclas Füllkrug und Leonardo Bittencourt sind in der Bundesliga seit Jahren bestens bekannt. Dass sich Spieler dieser Kategorie inzwischen für Werder entscheiden, ist ein Ergebnis der guten Arbeit, für die Baumann und Cheftrainer Florian Kohfeldt innerhalb der Branche längst stehen. 

Werder hat wieder große Ambitionen, spielt erfrischenden Fußball – und verfügt eben über einen Coach, dem nachgesagt wird, dass er Profis besser machen kann. Direkt nach dem Augsburg-Spiel, als der Bittencourt-Wechsel zu Werder Bremen noch gar nicht fix war, hat dieser Kohfeldt einen interessanten Satz gesagt. Er lautete: „Wir haben jetzt schon einen Kader, der weit über unseren finanziellen Möglichkeiten liegt.“ 

Nächsten Sommer sind beim SV Werder Bremen wohl einige Spielerverkäufe nötig

Und das hat Werder in der Tat. Bittencourt, Toprak und auch der Gladbacher Michael Lang – sie alle sind zunächst für vergleichsweise kleines Geld per Leihe zu Werder Bremen gekommen. Bittencourt und Toprak allerdings mit einer verpflichtenden Kaufoption, die im kommenden Sommer greift. 

Heißt: Beide Spieler sind mit Blick aufs Budget bereits Vorgriffe auf den nächsten Transfersommer. Und das wiederum heißt: Um Toprak und Bittencourt bezahlen zu können, werden nach der laufenden Saison zwangsläufig Spieler mit einem hohen Marktwert gehen müssen. Maximilian Eggestein, Milot Rashica, Jiri Pavlenka – Kandidaten dafür gibt es im Kader genug. Der kommende Transfersommer – er dürfte die Bremer Stammelf also deutlich gravierender verändern als es dieser getan hat.

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