Ex-Werder-Profis über Werders Trainerwechsel

Thomas Schaaf folgt auf Florian Kohfeldt: „Wenn er Hilfe braucht, soll er anrufen“ - Reaktionen zum Trainerwechsel beim SV Werder Bremen

Die DeichStube hat sich bei ehemaligen Spielern von Schaaf umgehört: So bewerten Tim Wiese, Ivan Klasnic, Ailton, Nils Petersen und Christian Schulz den Trainerwechsel bei Werder Bremen.
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Die DeichStube hat sich bei ehemaligen Spielern von Schaaf umgehört: So bewerten Tim Wiese, Ivan Klasnic, Ailton, Nils Petersen und Christian Schulz den Trainerwechsel bei Werder Bremen.

Bremen – Der SV Werder Bremen hat die Reißleine im Abstiegskampf gezogen und sich einen Spieltag vor dem Saisonende von Trainer Florian Kohfeldt getrennt. Club-Legende Thomas Schaaf übernimmt interimsweise – gelingt ihm die Rettung? Die DeichStube hat sich bei ehemaligen Spielern von Schaaf umgehört: so bewerten Tim Wiese, Ailton, Ivan Klasnic, Christian Schulz und Nils Petersen den Trainerwechsel beim SV Werder.

Tim Wiese (von 2005 bis 2012 Torwart bei Werder Bremen):

„Der Trainerwechsel kommt zu spät, den hätte Werder Bremen schon vor Monaten vollziehen sollen. Die Mannschaft hat sich nicht verbessert, ist im letzten Jahr schon fast abgestiegen und jetzt das gleiche Dilemma. Ich weiß nicht, was sich die Bosse dabei gedacht haben, aber es ist traurig, was aus so einem großen Verein geworden ist – es ist einfach nur noch bitter. Werder muss jetzt gewinnen, aber wer keine Tore schießt, gewinnt kein Spiel. Vielleicht klappt es mit Thomas Schaaf – wenn Gott mit ihm und mit Werder ist.“

Ivan Klasnic (von 2001 bis 2008 Stürmer beim SV Werder Bremen):

„Es bringt nichts, darüber zu philosophieren, ob der Zeitpunkt richtig ist. Werder Bremen muss jetzt gegen Gladbach gewinnen – das ist das Einzige, was zählt. Ich habe Thomas geschrieben. Wenn er Hilfe braucht, soll er Bescheid sagen – ich warte auf seinen Anruf. Aber die Spieler müssen das Ruder herumreißen. Thomas kann nicht mehr machen, als in die Köpfe der Spieler zu kommen und die positiven Dinge wiederzubeleben. Der Klassenerhalt muss einfach klappen!“

Ailton (Von 1998 bis 2004 Stürmer des SV Werder Bremen):

„Ich wünsche Thomas Schaaf ganz viel Glück! Er ist ein großer Name, ein großer Trainer, einer der größten, die Werder Bremen jemals gehabt hat. Aber anders als 1999, als er Werder schon einmal in einer dramatischen Lage übernommen hat, bleibt ihm diesmal nur eine Woche und nur ein Spiel. Das wird richtig schwer für ihn. So schlecht, wie Werder in den letzten Wochen gespielt hat, habe ich Werder in der Bundesliga noch nie gesehen. Und darauf muss jetzt vor allem die Mannschaft reagieren. Thomas alleine kann gar nichts erreichen. Die Mannschaft muss jetzt mit Herz spielen – und für Werder Bremen.“

Christian Schulz (Von 2002 bis 2007 Werder Bremen-Profi):

„Um noch inhaltlich etwas aufzubauen, ist es zu spät. Aber darum geht es vermutlich auch gar nicht. Thomas Schaaf wird eine andere Ansprache wählen, die Jungs noch mal anders anpacken. Nach einer Durststrecke von neun Spielen ohne Sieg ist das Selbstvertrauen bei den Spielern am Boden. Der Kopf ist jetzt entscheidend und auch deswegen wurde wohl der Entschluss gefasst, einen neuen Trainerimpuls zu setzen. Ich bleibe optimistisch, dass Werder gegen Gladbach gewinnt und den Klassenerhalt noch packt.“ 

Nils Petersen (von 2012 bis 2015 Stürmer des SV Werder Bremen):

„Der Trainerwechsel kommt für mich überraschend, das habe ich nicht mehr kommen sehen. Aber Werder hat sich entschieden, einen möglichen Effekt noch zu nutzen und ich bin sehr gespannt, ob mit Thomas Schaaf ein Ruck durch die Mannschaft geht. Ich freue mich für Schaaf, er ist ein großartiger Trainer und kann mit seiner Erfahrung vielleicht noch das eine oder andere Prozent herauskitzeln – gerade in den Köpfen der Mannschaft. Nur darum kann es in dieser einen Woche gehen.“ (tst) Auch interessant: Viel zu spät, aber legendär - ein Kommentar zum Trainerwechsel bei Werder Bremen. Und: So lief das erste Training von Thomas Schaaf als neuer Coach des SV Werder Bremen! Transfer-Gerücht: Verlässt Josh Sargent Werder Bremen? Angeblich vier Bundesligisten am Stürmer interessiert!

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