Nach Werder-Sieg gegen Augsburg

Kohfeldts Psychotrick für Kainz: Schweigepflicht mal anders

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Florian Kainz hatte zuletzt bei Werder Bremen nur auf der Bank gesessen, in Augsburg war er wieder von Beginn an dabei - das ist der Grund.

Florian Kainz hatte zuletzt bei Werder Bremen nur auf der Bank gesessen, in Augsburg war er wieder von Beginn an dabei. Sein Coach Florian Kohfeldt verriet, dass das auch mit einem ganz speziellen Trick zu tun hatte.

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Bremen - Manchmal muss es eben ein Psychotrick sein. Im Idealfall ein besonders gut angelegter. Florian Kohfeldt hatte sich jedenfalls etwas ganz Besonderes für Florian Kainz überlegt. Er schwieg ihn an. „Ich wollte ihn ein bisschen sauer machen. Er sollte aggressiver werden, das war mir alles zu lieb“, sagte Kohfeldt.

Kruse über Kainz nach Werder-Sieg: "Weltklasse"

Kainz war nach einer guten Vorbereitung ordentlich in die Saison gestartet und hatte im Pokalspiel in Worms geglänzt. Doch danach kam nicht mehr viel, zuletzt schmorte der Österreicher auf der Bank. Bis jetzt. In Augsburg durfte der Linksaußen wieder von Beginn an ran. Und was Kainz dann zeigte, gefiel seinem Trainer. „Das war ein sehr gutes Spiel von Kainzi“, sagte Kohfeldt. Der 25-Jährige hatte unter anderem den Bremer Führungstreffer vorbereitet, was Torschütze Max Kruse glatt dazu veranlasste, die Flanke mit dem Prädikat „Weltklasse“ zu veredeln. Schließlich habe er selbst wirklich nur noch den Kopf hinhalten müssen.

Kohfeldt lobt Kainz-Reaktion bei Werder-Sieg in Augsburg

„Es war schön zu sehen, wie er sich verhält“ Es war genau die Reaktion, die sich Werders Cheftrainer erhofft hatte. Emotionales Fehlverhalten ist jedenfalls nicht so die Sache des Österreichers – ganz egal, ob er nun von Kohfeldt kommunikativ übergangen wird. „Er hat sich innerhalb der Mannschaft top verhalten“, sagte der Coach. „Ich kenne ihn ja sehr gut. Es war schön zu sehen, wie er sich verhält. Irgendwann wollte er dann nicht mehr so viel mit mir reden.“

Beispiel Kainz: Kohfeldt lässt bei Werder viel rotieren

Diese scherzhafte Anekdote, sie verfolgt einen viel tieferen Sinn. Bei Werder ist gerade auf den Außenpositionen viel Bewegung drin, Florian Kohfeldt lässt gern rotieren. „Wir müssen lernen, dass man auch mal eine Woche nicht spielt oder nur auf der Tribüne sitzt“, erklärte er. „Und dann ist man plötzlich doch wieder dabei.“

Die deutschen Fanszenen wollen in der englischen Woche mit einem Stimmungsverzicht protestieren. Es handelt sich um einen bundesweiten Aktionsspieltag, der auch beim Werder-Heimspiel im Weser-Stadion gegen Berlin zum Tragen kommt.

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