Werder 0:0 gegen Heidenheim

Werder Bremen in Noten gegen Heidenheim: Niklas Moisander foult sich raus, Milot Rashica total glücklos

Bitter für Werder Bremen: Kapitän Niklas Moisander holte sich im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim eine Ampelkarte ab und fehlt damit im Rückspiel.
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Bitter für Werder Bremen: Kapitän Niklas Moisander holte sich im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim eine Ampelkarte ab und fehlt damit im Rückspiel.

Bremen - Der SV Werder Bremen ist im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim nicht über ein 0:0 hinaus gekommen und hat dabei eine überwiegende schwache  Leistung abgeliefert. Die Werder-Spieler in Noten - mit Einzelkritik.

Update: Die Werder Bremen-Startelf-Aufstellung für das Relegations-Rückspiel in Heidenheim gibt es hier.

Jiri Pavlenka: Den Handschuh-Test beim Kracher von Kleindienst (24.) bestand er souverän, genauso aufmerksam agierte der Keeper bei den hohen Bällen. Ansonsten wenig gefordert. Note 3

Theodor Gebre Selassie: Ungewohnt zurückhaltend auf seiner rechten Seite, die er defensiv eigentlich ganz gut im Griff hatte. Note 3,5

Milos Veljkovic: Bevorzugte den sicheren Ball, was defensiv sinnvoll war, aber was oft eine mögliche Spieleröffnung unterband. Note 3,5

Niklas Moisander: Wo nur war die Souveränität des Kapitäns? Begann mit einem schlimmen Fehlpass im Aufbauspiel, es folgte eine frühe Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls (17.) und kurz vor Schluss für eine ähnliche Aktion die Ampelkarte. Er wird im Rückspiel nicht dabei sein. Note 5

Marco Friedl (bis 77.): Rückfall in alte Zeiten mit schlimmen Fehlpässen, damit hätte der Linksverteidiger vor der Pause fast für den Rückstand gesorgt. Note 5

Werder Bremen-Noten: Milot Rashica mit einem total glücklosem Auftritt

Philipp Bargfrede (bis 65.): Ersetzte den gesperrten Vogt als Sechser und Libero, doch ihm fehlte einfach die Fitness, um gegen diesen hartnäckigen Heidenheimer mitzuhalten. Überließ oft Eggestein den Spielaufbau und wurde dadurch fast unsichtbar. Immerhin funktionierte sein gutes Stellungsspiel. Note 4,5

Maximilian Eggestein: Der Achter bemühte sich um Spielstruktur, vor allem, als er für Bargfrede den Aufbau übernahm. Doch es blieb nur Stückwerk. Note 4

Davy Klaassen (bis 65.): Viel unterwegs, aber viel zu unkonzentriert – auch bei Attacken des Gegners. Nach vorne total wirkungslos. Note 5

Yuya Osako (bis 84.): Als Spielmacher zwar durchaus präsent, aber ohne Durchschlagskraft. Und setzte er sich mal durch, dann agierte der Japaner zu unpräzise. Wie auch bei seiner guten Kopfball-Chance, im Gegensatz zu seinen Kollegen hatte er aber wenigstens einen echten Abschluss. Note 4,5

Milot Rashica: Nach seiner Auferstehung gegen Köln blieb die Rakete diesmal am Boden oder besser gesagt, in den Beinen der Gegner hängen. Ein total glückloser Auftritt. Note 5

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim in Noten: Niclas Füllkrug mit Problemen am Ball

Niclas Füllkrug (bis 65.): Wieder in der Startelf, doch diesmal konnte er sich bei aller Galligkeit längst nicht so in Szene setzen. Das lag an starken Gegnern, aber auch an eigenen Problemen mit dem Ball. Note 4,5

Christian Groß (ab 65.): Übernahm Bargfredes Position und startete gleich mit zwei Fehlpässen. Note -

Leonardo Bittencourt (ab 65.): Ersetzte Klaassen im Mittelfeld, und sah gleich mal Gelb für überharten Einsatz. Aus guter Freistoß-Position traf er nur die Mauer. Note -

Fin Bartels (ab 65.): Als Rechtsaußen leitete er immerhin Werders erste Chance ein, die Osako per Kopf knapp vergab. Note -

Ludwig Augustinsson (ab 77.): Verwunderlich, dass der Schwede erst so spät für den schwachen Friedl kam. Note -

Josh Sargent (ab 84.): Sollte den Siegtreffer erzwingen, doch das gelang ihm nicht mehr. Note -

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Werder Bremen in der Bundesliga-Relegation gegen Heidenheim: So steigt Werder ab – ein Kommentar. Lest auch: Es brodelt bei Werder Bremen, Florian Kohfeldt ist um Ruhe bemüht - gab es sogar Streit mit Niclas Füllkrug?

Zur letzten Meldung vom 2. Juli 2020:

Werder-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Bargfrede in der Startelf

Update (2. Juli 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - Niclas Füllkrug spielt! Die Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Relegations-Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim.

Weiter zur bisherigen Meldung:

Rein sportlich betrachtet gibt es für Trainer Florian Kohfeldt vor dem Relegationshinspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim keinen Grund, etwas an seiner Startelf-Aufstellung zu verändern - dafür war dieser 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln einfach zu überzeugend. 

Es würde allerdings nicht zu der komplizierten Saison des SV Werder Bremen passen, wenn es am Ende plötzlich einfach werden würde. Also: Florian Kohfeldt muss seine Startelf-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim verändern, mindestens auf einer Position. Insgesamt gibt es vor dem Duell sogar gleich drei personelle Fragezeichen.

Werder Bremen: Relegation gegen den 1. FC Heidenheim - ist das die Startelf-Aufstellung?

Das erste natürlich deshalb, weil Kevin Vogt die Partie wegen einer Gelbsperre verpassen wird. Ein bitterer Ausfall für Werder Bremen in der Startelf-Aufstellung schließlich ist Vogt der Mann, der dem Team als Pendler zwischen Fünferkette und defensivem Mittelfeld die nötige Stabilität verleihen kann. Und jetzt? Alternativen zum 28-Jährigen hat Florian Kohfeldt jedenfalls genug. So könnte beispielsweise Christian Groß für Vogt beginnen, so wie er es bereits beim 1:3 in Mainz getan hatte, als Vogt mit Adduktorenproblemen ausgefallen war. Von Erfolg gekrönt war die Maßnahme freilich nicht. Auch Philipp Bargfrede kommt infrage, allerdings nur als Teilzeitkraft. „Für 90 Minuten reicht es nicht bei Philipp“, erklärte Kohfeldt. Eine weitere denkbare Variante ist es, Maximilian Eggestein auf die Sechserposition zurückzuziehen. Leonardo Bittencourt könnte dann für ihn in einem offensiv ausgerichteten Team neben Davy Klaassen auf der Acht spielen.

Fragezeichen Nummer zwei schwebt über der Abwehrreihe, denn offen ist, wer beim SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim hinten links verteidigen darf. Gegen Köln war Kohfeldts Wahl auf Marco Friedl gefallen, der erneut leichte Vorteile haben dürfte. Ein Automatismus für das Relegationsspiel lässt sich daraus aber nicht ableiten. „Ich würde ihn nicht als gesetzt bezeichnen“, sagte Florian Kohfeldt und erinnerte daran, dass auch Ludwig Augustinsson grundsätzlich in Form sei.

Werder Bremen-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim in der Relegation: Niclas Füllkrug in der Startelf?

Bleibt noch der Angriff und damit das Fragezeichen Nummer drei in der Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Heidenheim: Spielt Niclas Füllkrug wieder von Beginn an oder kommt er als wuchtiger Joker von der Bank? „Das habe ich wirklich noch nicht entschieden“, sagte Florian Kohfeldt am Mittwoch. Sollte Füllkrug auf der Bank Platz nehmen, ist Josh Sargent der erste Anwärter auf den Platz im Sturmzentrum an der Seite von Milot Rashica und des zuletzt überragenden Yuya Osako. (dco)

Die Werder Bremen-Aufstellung in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim: So könnte die Startelf aussehen.

Letzte Meldung vom 1. Juli 2020: Werder Bremen kann im so wichtigen Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim personell aus dem Vollen schöpfen.

Werder Bremen-Aufstellung: Mit voller Besetzung gegen den 1. FC Heidenheim - Kohfeldt gibt sich geheimnisvoll

Alle Spieler sind gesund aus dem letzten Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag und durch die bisherige Trainingswoche gekommen. Das eröffnet Florian Kohfeldt einige Optionen für das Relegationsspiel gegen den 1.FC Heidenheim, aber der Trainer des SV Werder Bremen gibt sich geheimnisvoll und lässt sich nicht in die Karten schauen.

Beispiel 1: Niclas Füllkrug. Der Stürmer stand beim 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln erstmals seit seinem Kreuzbandriss im vergangenen September wieder in der Startelf - und traf umgehend. Ob Niclas Füllkrug nun am Donnerstag gegen den 1. FC Heidenheim wieder von Anfang an spielt, beantwortete Kohfeldt bei der Pressekonferenz am Mittwochvormittag nicht: „Das weiß ich wirklich noch nicht.“

Beispiel 2: Kevin Vogt. Der zentrale Defensivspieler fehlt im Relegations-Hinspiel gelbgesperrt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wer ihn ersetzen könnte, etwa Christian Groß, Philipp Bargfrede oder ein defensiv ausgerichteter Maximilian Eggestein. Kohfeldt will Heidenheim allerdings keine Hinweise geben, wer wirklich spielt. Der Coach: „Das weiß ich, aber ich werde es nicht sagen.“

Werder Bremen-Aufstellung  gegen 1. FC Heidenheim: Rätsel um Philipp Bargfrede

Beispiel 3: Philipp Bargfrede. Der defensive Mittelfeldspieler ist weiterhin nicht fit genug für ein ganzes Spiel, könnte als Ersatz von Kevin Vogt aber ein Thema für die Aufstellung sein. „Er wird mit Sicherheit nicht 90 Minuten spielen können. Alles andere bewerten wir intern. Ich will noch nichts sagen.“

Beispiel 4: Marco Friedl. Überraschend stand der 22-Jährige gegen den 1. FC Köln in der Startelf. Hat er gegen Heidenheim wieder die Nase vor Ludwig Augustinsson? „Gesetzt würde ich ihn nicht nennen“, sagte Florian Kohfeldt über Friedl. Wer spielt, hängt wie zuletzt auch vom Gegner ab. Das Duell der Linksverteidiger sei „auch für die beiden Spiele gegen Heidenheim offen“. (han)

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