Viele Beobachter und Fans wunderten sich

Warum Werder-Trainer Florian Kohfeldt in Leipzig erst so spät gewechselt hat

Viele Fans wunderten sich darüber, warum der SV Werder Bremen gegen RB Leipzig erst so spät wechselte.
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Viele Fans wunderten sich darüber, warum der SV Werder Bremen gegen RB Leipzig erst so spät wechselte.

Leipzig – Leipzig – Es war eine Frage, die viele Beobachter und Fans des SV Werder Bremen während des Auswärtsspiels bei RB Leipzig umtrieb: Warum wechselte Trainer Florian Kohfeldt bloß erst so spät frisches Personal ein? Seine Mannschaft lag schließlich seit der 41. Minute mit 0:2 zurück und brachte im Spiel nach vorne so gut wie gar nichts zustande – Kohfeldt schichte aber trotzdem erst nach 72 Minuten frisches Personal auf den Platz. Nach der Partie erklärte der 38-Jährige seine Gründe dafür.

Nummer eins: Er selbst hatte den Auftritt seiner Mannschaft gar nicht so kritisch gesehen wie viele Beobachter. „Aus meiner Sicht war es nicht ganz schlecht, was wir in der zweiten Halbzeit auf den Platz gebracht haben“, sagte der Trainer des SV Werder Bremen. „Wir hatten Zugriff, Balleroberungen und haben hinten herausgespielt. Das Gefühl, dass wir unbedingt etwas verändern müssen, damit etwas explodiert, hatte ich nicht.“ Erst zu Beginn der Schlussphase entschied sich Kohfeldt, neue personelle Impulse zu setzen.

Zunächst kamen Tahith Chong (für Romano Schmid) und Niklas Moisander (für Ömer Toprak) ins Spiel. In der 81. Minute dann noch Jean-Manuel Mbom (für Kevin Möhwald) und Nick Woltemade (für Leonardo Bittencourt) sowie in der 89. Minute Yuya Osako (für Christian Groß). Ausrichten konnte keiner der Joker mehr etwas.

Werder Bremen stehen zwei Englische Wochen bevor

Grund Nummer zwei, warum Kohfeldt so lange mit seinen ersten Wechseln gewartet hat, ist die erhöhte Belastung der Mannschaft am Jahresende mit zwei Englischen Wochen am Stück, von denen Werder Bremen gerade mitten in der ersten steckt. „Es ging auch darum, Frische zu verteilen“, sagte der Coach. Deshalb hatte beispielsweise ein Offensivspieler wie Yuya Osako lange auf der Werder-Bank gesessen („Ich wollte ihn für den Rest der Woche etwas schonen“) oder hatte, andersherum, Ömer Toprak, obwohl in Leipzig der mit Abstand stabilste Bremer, nicht durchspielen dürfen. Kohfeldt: „Ich habe ihn rausgenommen, um kein Risiko einzugehen für Dienstag.“

Dann gastiert Borussia Dortmund ab 20.30 Uhr im Weserstadion, also ein Gegner, der nach seiner jüngsten 1:5-Pleite gegen den VfB Stuttgart ordentlich Wut im Bauch haben dürfte. Frische und möglichst ausgeruhte Spieler kann Werder Bremen vor der schweren Aufgabe durchaus gebrauchen. (dco)

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