31-Jähriger soll künftig für Werders U23 spielen

Werder-Rückholaktion: Philipp Bargfrede kurz vor der Unterschrift

Philipp Bargfrede vom SV Werder Bremen grüßt mit zum Peace-Zeichen ausgestreckter Hand.
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Fast alles klar: Philipp Bargfrede steht vor der Rückkehr zum SV Werder Bremen.

Bremen – Am Mittwochabend war er noch nicht mit dabei. Als Werder Bremens U23 in der Regionalliga Nord gegen den FC Oberneuland zum Stadtderby auf „Platz 11“ antrat, musste die Mannschaft noch ohne ihren prominenten Neuzugang auskommen – im nächsten Spiel dürfte das aber schon anders sein, denn nach Informationen der DeichStube steht die Rückkehr von Philipp Bargfrede zu Werder Bremen unmittelbar bevor. Noch in dieser Woche soll der 31-Jährige seinen Vertrag unterschreiben und in der U23 künftig als erfahrener Führungsspieler die Talente fördern.

Vor zwei Monaten hatten sich die Wege von Werder Bremen und Philipp Bargfrede, einem echten Urgestein des Vereins, zunächst noch getrennt, weil der Mittelfeldspieler nach elf Jahren als Bremer Bundesliga-Profi keinen neuen Vertrag mehr erhalten hatte. Nun trägt Bargfrede bald doch wieder die Werder-Raute auf der Brust, wenn auch in gänzlich anderer Funktion.

Werder Bremen: Philipp Bargfrede soll U23 mit Klasse und Qualität weiterbringen

In der U23, die von Konrad Fünfstück trainiert wird, setzt Bargfrede die lange Tradition an Ex-Profis fort, die die Mannschaft mit ihrer Klasse und Qualität weiterbringen sollen. Unter anderem Uwe Harttgen, Björn Schierenbeck und Florian Bruns haben diesen Job in der Vergangenheit bei Werder Bremen schon übernommen. Klar ist allerdings auch: Für Bargfrede bedeutet der Schritt mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ende der großen Profi-Karriere.

In den vergangenen acht Wochen hatte sich der zweifache Vater, der mit seiner Familie in Bremen lebt, nach einem neuen Verein umgesehen, sogar Offerten aus Australien und den USA sollen dabei auf seinem Tisch gelandet sein. Philipp Bargfrede zieht es aber nicht hinaus in die Welt, sondern zurück zu jenem Verein, für den er insgesamt 205 Mal in der Bundesliga die Knochen hingehalten hat. Für Werders U23 hatte er einst 15 Spiele in der 3. Liga und vier in der Regionalliga absolviert. Völliges Neuland betritt er auf „Platz 11“ also nicht. (dco)

Zur letzten Meldung vom 16. Oktober 2020:

Große Überraschung! Der SV Werder Bremen will Philipp Bargfrede zurück!

Bremen – Gerade einmal zwei Monate ist es her, da verkündete Sportchef Frank Baumann, dass der SV Werder Bremen den ausgelaufenen Vertrag mit Philipp Bargfrede nicht verlängert, um die Mannschaft zu verjüngen. Nach 16 Jahren und 205 Bundesligaspielen für die Grün-Weißen stand Bargfrede plötzlich ohne Verein da. Eine große Enttäuschung. Seine Karriere wollte der 31-Jährige unbedingt fortsetzen, hat aber bislang keinen passenden Club gefunden. 

Nun hat er ein interessantes Angebot vorliegen: Nach Informationen der DeichStube will Werder Bremen Philipp Bargfrede zurückholen – allerdings nicht zu den Profis, sondern zur U23. Der Mittelfeldmann soll dort als erfahrener Führungsspieler die Talente fördern.

Werder Bremen will Philipp Bargfrede zurückholen: Der Plan

Diese Position hat auf Platz 11, der Heimat der zweiten Mannschaft, schon Tradition. Uwe Harttgen, der 1992 mit Werder Bremen den Europapokal gewann, kehrte 1996 nach einem Abstecher zu Hannover 96 an die Weser zurück und übernahm dann diesen speziellen Job in der Bundesliga-Reserve. Björn Schierenbeck, Sandro Stallbaum, Tobias Duffner, Florian Bruns, Rafael Kazior waren einige seiner Nachfolger. Auch Peter Niemeyer sollte mal zurückkehren, genauso wie Christian Schulz, der diese Rolle inzwischen auch mit 37 Jahren noch bei Hannover 96 einnimmt. Dabei könnte es am 31. Oktober in der Regionalliga Nord zum direkten Duell der beiden Werder-Eigengewächse kommen. Wenn sich denn Philipp Bargfrede tatsächlich für diesen Weg entscheidet.

Ganz einfach ist das für den 31-Jährigen, der mit seiner Familie in Bremen lebt, freilich nicht. Denn die ganz große Profi-Karriere wäre damit beendet, die Bundesliga für ihn Geschichte. Philipp Bargfrede ist schließlich für die U23 vorgesehen, soll nicht mit den Profis trainieren, sondern mit der U23. Ansonsten könnte er seiner neuen Aufgabe gar nicht gerecht werden. Dabei soll er auch selbst lernen – und zwar von Trainer Konrad Fünfstück und dessen Kollegen. Bargfrede besitzt bekanntlich einen Anschlussvertrag bei Werder Bremen für ein zweijähriges Trainee-Programm – entweder im Bereich Trainer oder Manager. Nun könnte er im Trainer-Bereich schon etwas reinschnuppern.

Philipp Bargfrede: Kein Werder Bremen-Comeback in der Bundesliga geplant

Der SV Werder Bremen erhofft sich, dass Philipp Bargfrede ein wichtiger Ansprechpartner für die Talente wird. Schließlich ist der ehemalige U21-Nationalspieler genau den Weg gegangen, von dem die vielen jungen Spieler am Osterdeich träumen. Er hat es von der Jugend bis in die Bundesliga geschafft. Dabei erlebte er auch zahlreiche Rückschläge – vor allem verletzungsbedingt. Mehrfach musste Bargfrede am Knie operiert werden, kehrte aber stets wieder zurück. Und er ist auch drei Monate nach seinem letzten Einsatz in der Relegation gegen Heidenheim immer noch fit, hat individuell für sich gearbeitet und mehrfach bei seinem Heimatverein, dem Oberligisten Heeslinger SC mittrainiert.

Bargfrede soll möglichst schnell bei der U23 des SV Werder Bremen einsteigen, denn dort herrscht ein großes Manko an Erfahrung. Bis auf Ersatzkeeper Ole Springer (28) sind alle Spieler blutjung – zwischen 18 und 21. Eigentlich war Christian Groß (31) zuletzt als Säule im Regionalliga-Team vorgesehen gewesen, doch der Defensiv-Allrounder hat sich im Herbst seiner Karriere bei den Profis festgebissen. Dass Philipp Bargfrede einen ähnlichen Weg geht und doch noch mal auf die große Bühne zurückkehrt, ist nicht vorgesehen. Reden möchten die Beteiligten darüber übrigens noch nicht, weil die Gespräche erst am Anfang seien, hieß es auf Nachfrage der „DeichStube“. (kni) Auch interessant: So könnte die Startelf des SV Werder Bremen beim SC Freiburg aussehen.

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