Abstiegskampf-Finale!

Werder Bremen in Noten gegen Köln: Yuya Osako überragend - und Milot Rashica ist wieder da!

Yuya Osako trifft zum 1:0 für Werder Bremen beim 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln - ein Highlight in einem starken Spiel des Japaners.
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Yuya Osako trifft zum 1:0 für Werder Bremen beim 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln - ein Highlight in einem starken Spiel des Japaners.

Was für ein Auftritt! Werder Bremen ballert sich mit einem 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln in die Relegation. Die Spieler in der Einzelkritik mit Noten: Yuya Osako überragend!

Jiri Pavlenka: Als Modeste schon früh ganz frei vor ihm auftauchte, stand der Keeper goldrichtig. Bei Rashicas Rückpass dann allerdings nicht, deswegen konnte er nicht gefahrlos rauskommen und das 1:5 verhindern. Note 3

Milos Veljkovic: Wirkte etwas vorsichtig, fast schon ängstlich, das legte sich aber im Laufe der Spielzeit. Erledigte seine Aufgaben dann ziemlich souverän. Note 2,5

Kevin Vogt (bis 81.): Nach Adduktorenproblemen zurück im Team und gleich wieder der Chef – sowohl in der Abwehr als auch im Spielaufbau. Versuchte durch mutige Pässe, den Ball nach vorne zu treiben. Ärgerlich: Weil er einen Fehler von Moisander ausbügeln musste, sah er Gelb und ist im ersten Relegationsspiel gesperrt. Note 2

Werder Bremen gegen 1. FC Köln in Noten: Theodor Gebre Selassie und Marco Friedl mit Vorlagen

Niklas Moisander: Vor der Pause sehr aufmerksam gegen Modeste und passsicher, dann aber etwas zu überheblich, was dem Kapitän sofort einen Rüffel vom Trainer einbrachte. Note 2,5

Theodor Gebre Selassie: Biss nach seiner Sprunggelenksverletzung in Mainz auf die Zähne und hielt auf der rechten Seite gut dagegen. Klasse, wie er das 5:0 vorbereitete. Note 2

Marco Friedl: Erhielt auf der linken Seite etwas überraschend den Vorzug vor Augustinsson. Begann sehr nervös, leistete sich unnötige Fouls. Dann aber wieder sehr kämpferisch und aufmerksam. Beim 2:0 mit einem klugen Pass mitbeteiligt, beim 3:0 dann mit einer starken Hereingabe sogar Vorbereiter. Note 2

Werder Bremen in Noten: Yuya Osako erzielt Doppelpack gegen 1. FC Köln

Maximilian Eggestein: War seine Vorarbeit vor Osakos 1:0 nur ein verunglückter Schuss oder gewollt? Letzteres ist wahrscheinlich, denn Eggestein bot so manchen cleveren, öffnenden Pass. Dazu als Achter extrem viel unterwegs. Ein ganz wichtiger Faktor im Bremer Spiel. Note 2

Davy Klaassen (bis 75.): Hatte Mühe, ins Spiel zu finden, musste sich in der Defensive lautstarke Kritik von Vogt gefallen lassen. Der Niederländer reagierte mit Kampfeswillen und belohnte sich mit seinem Abstauber zum 4:0. Note 2,5

Yuya Osako (bis 87.): Erst zwei harmlose Schüsschen, aber dann: Gekonnt schlenzte der Japaner zum so wichtigen 1:0 ein. Sehr präsent und spielfreudig. Humorlos hämmerte die Kugel zum 5:0 rein. Note 1

Werder Bremen gegen 1. FC Köln in Noten: Milot Rashica und Niclas Füllkrug überzeugen

Milot Rashica (bis 87.): Er ist wieder da! Und darf sich dafür bei Kölns Verteidiger Leistner und Keeper Horn bedanken, die ihm das 2:0 schenkten. Bis dahin hatte sich Rashica kaum durchsetzen können, danach wirkte er wie befreit. Siehe sein Solo vor dem 4:0, als er zwar am Pfosten scheiterte, aber Klaassen zur Stelle war. Auf der anderen Seite dann leider auch in Geberlaune, als er Köln mit einem schlechten Rückpass das 1:5 schenkte. Egal, weil er umgehend perfekt Sargents 6:1 vorbereitete. Deshalb gibt es die Note 1,5

Niclas Füllkrug (bis 46.): Ein Phänomen! Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss feierte er sein Startelf-Comeback und traf wie schon bei seiner Rückkehr als Joker. Nicht nur sein wuchtiger Abschluss zum 3:0 zeigte einmal mehr, wie sehr Werder so ein echter Mittelstürmer gefehlt hat. Schade, dass er aktuell nur Luft für eine Halbzeit hat. Note 2

Werder Bremen in Noten: Josh Sargent tritt - Claudio Pizarro nochmal gebraucht

Josh Sargent (ab 46.): Ersetzte den ausgelaugten Füllkrug und kämpfte nicht nur wie immer, sondern vollstreckte endlich auch mal wieder mit viel Durchsetzungsvermögen und einem feinen Lupfer zum 6:1-Endstand für Werder. Note 2

Fin Bartels (ab 75.): Kam für Klaassen und gab ordentlich Gas auf der linken Seite. Note -

Philipp Bargfrede (ab 81.): Wurde für Vogt gebracht, dessen Platz könnte er auch in der Relegation übernehmen. Note -

Leonardo Bittencourt (ab 87.): Durfte noch etwas Spielpraxis für die Relegation sammeln. Note -

Claudio Pizarro (ab 87.): Wurde auch noch gebracht – und das Schöne daran: Es war noch nicht seine Abschiedsvorstellung im Weserstadion. Note -

Verfolgt das Zweitliga-Fernduell um die Relegation gegen Werder Bremen live: HSV oder Heidenheim?

Zur letzten Meldung vom 26. Juni 2020:

Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Niclas Füllkrug in der Startelf

Update (27. Juni 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - Niclas Füllkrug spielt! Die Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln.

Bremen – Werder Bremen spielt am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Köln. Das ist die voraussichtliche Aufstellung: Steht Niclas Füllkrug in der Startelf?

Klar ist: Werder Bremen muss gegen den 1. FC Köln gewinnen. Klar ist auch: Dafür müssen Tore her. Am besten viele. Unklar ist allerdings, wie sehr Trainer Florian Kohfeldt dafür bereit ist, ins Risiko zu gehen. Denn der Bremer Coach hat in Niclas Füllkrug und Milot Rashica gleich zwei prominente Stürmer, die zwar grundsätzlich bereit sind für das Abstiegsfinale, irgendwie aber doch nicht so richtig fit sind für das Fernduell mit Fortuna Düsseldorf. Beide könnten in der Startelf-Aufstellung stehen, beiden könnte aber auch lediglich eine Jokerrolle zukommen.

Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Niclaf Füllkrug in der Startelf?

Milot Rashica ist wegen einer Sprunggelenksblessur leicht gehandicapt. Keine große Sache und auch keine wirkliche Verletzung, „aber schmerzhaft. Die Frage ist, wie sehr er den Schmerz tolerieren kann“, sagt Kohfeldt und strahlt eine gewisse Skepsis aus, dass der Kosovare gegen den 1. FC Köln tatsächlich spielfähig sein wird: „Es reicht ja nicht, dass er die Schmerzen aushält, er muss in der Lage sein, seine Leistung abzurufen.“

Letzteres würde Niclas Füllkrug können – doch für wie lange? Seit seinem Comeback hat er 13, sechs und zuletzt in Mainz 45 Minuten gespielt. „Für 55 bis 60 Minuten“ könnte es bei Füllkrug reichen, sagt Kohfeldt. Damit ist der Torjäger des SV Werder Bremen ein Kandidat für die Startaufstellung, doch der Coach tendiert dazu, ihn erneut nur einzuwechseln: „Der Aspekt, ihn bringen zu können, wenn wir noch Tore brauchen, ist nicht unwichtig.“

Werder Bremen-Aufstellung: Kevin Vogt gegen 1. FC Köln in der Startelf

Also bleibt es bei Werder gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr, Live-Ticker der DeichStube) wohl bei einer Offensive mit Yuya Osako, Josh Sargent und Leonardo Bittencourt. Im Mittelfeld wird Kohfeldt auf Davy Klaassen (wie immer) und Maximilian Eggestein (ebenfalls wie immer) setzen. Dahinter ist Kevin Vogt wieder einsatzbereit. Die Adduktorenprobleme, die ihn zuletzt zu einer Pause gezwungen hatten, sind ausgestanden, Vogt ist seit Mitte der Woche wieder im Teamtraining und damit fit für das Duell mit seinem Ex-Club, für den er zwischen 2014 und 2016 55 Bundesliga-Spiele absolvierte.

Hinter Vogt werden Theodor Gebre Selassie (trotz Stauchung im Sprunggelenk einsatzfähig), Milos Veljkovic, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson die Abwehrkette des SV Werder Bremen bilden. Ömer Toprak steht erstmals seit Anfang März wieder im Kader, ist aber nach der langen Pause keine echte Alternative. (kni)

So könnte die Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aussehen.

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