0:3-Niederlage im Weserstadion

Werder in Noten: Davy Klaassen von der Rolle, Josh Sargent viel zu harmlos

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Josh Sargent zeigte bei der Niederlage von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim einen ganz schwachen Auftritt.

Bremen – Werder Bremen verliert mit 0:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim, leistete sich hinten Fehler und zeigte sich offensiv harmlos. Das ist unsere Einzelkritik mit Noten.

Jiri Pavlenka: Lange war es ein ruhiger Nachmittag für den Torhüter, dann wurde es ein ganz bitterer. Von Hoffenheim zunächst so gut wie gar nicht geprüft. Bei den Gegentreffern dann jeweils ohne Abwehrchance. Wirkte mit dem Ball am Fuß unsicher. Note 3,5

Ömer Toprak: Agierte wie schon in Düsseldorf als rechter Part der Dreierkette sehr aufmerksam und zweikampfstark. Probierte auch, sich und seine Kollegen offensiv in Szene zu setzten. Lange Zeit bester Bremer, dann setzte er vor dem 0:2 aber etwas zu früh zur Grätsche an und ließ sich dabei düpieren. Note 3

Kevin Vogt: Zwischen seiner Gehirnerschütterung in Düsseldorf und dem Hoffenheim-Spiel lagen gerade einmal acht Tage – Zeit, die Vogt zum Erholen genügte. Im Zentrum der Dreierkette lange Zeit sehr präsent und mit viel Übersicht, allerdings auch mit einem Hinfaller, der beinahe das frühe 0:1 gebracht hätte. Note 3,5

Milos Veljkovic: Der 24-Jährige rückte für den gesperrten Moisander in die Startelf und übernahm den linken Part in der Dreierkette. Zeigte dort eine unauffällige und zunächst ordentliche Vorstellung. Verlor dann aber viel zu einfach das entscheidende Kopfballduell vor dem 0:1. Wirkte auch beim 0:2 nicht entschlossen genug. Note 4

Werder Bremen: Marco Friedl traut sich zu selten nach vorne

Leonardo Bittencourt: War auf der rechten Halbposition viel unterwegs, hinten um keinen Zweikampf verlegen und trotzdem mit reichlich Offensivdrang ausgestattet. Entscheidendes Manko: Seine Flanken und Pässe vor dem gegnerischen Tor waren zu ungenau. Und seine unglückliche Grätsche führte zum 0:2. Note 3,5

Nuri Sahin (bis 66.): Eine sehr lauffreudige Vorstellung des 31-Jährigen. Allein im ersten Durchgang spulte er 6,35 Kilometer ab, mehr als jeder andere Bremer. Sah in seinen Zweikämpfen aber nicht immer glücklich aus. Auch seine Standards waren zu ungefährlich. Nach vorne ist das als Sechser zu wenig. Note 4,5

Marco Friedl: Der Österreicher ließ über den linken Flügel zwar nicht viel zu, traute sich aber viel zu selten nach vorne, was in einer Fünferkette aber enorm wichtig ist. Entschied sich zudem häufig für das riskante Zuspiel, was selten von Erfolg gekrönt war. Ärgerlich: Holte sich wegen Meckerns die fünfte Gelbe Karte ab und ist für das Auswärtsspiel in Augsburg gesperrt. Fälschte zudem vor dem 0:3 unhaltbar ab. Note 4,5

Maximilian Eggestein: Abgesehen von einem herrlichen Pass auf Bittencourt fiel er im ersten Durchgang kaum auf, hatte Mühe, Akzente zu setzen. Nach der Pause leicht verbessert, sorgte mit Distanzschüssen für ein ganz klein bisschen Gefahr und trieb seine Kollegen auch an. Nur Ertrag brachte das nicht. Note 5

Werder Bremen: Davy Klaassen mit haarsträubendem Fehler und Eigentor

Davy Klaassen: Sein haarsträubender Fehlpass in Hälfte eins hätte Hoffenheim beinahe die Führung beschert. Versuchte es häufig zu kompliziert, was zu Ballverlusten führte. Dass er den Gegner per Eigentor in Führung brachte, passte zur unglücklichen Vorstellung des Niederländers. Note 5,5

Josh Sargent (bis 66.): Torgefahr strahlte der US-Amerikaner nicht aus. Agierte in manchen Situationen fast körperlos und ließ sich zu leicht abkochen. In anderen dann zu ungestüm, was zu unnötigen Fouls und Freistößen für den Gegner führte. Ein ganz schwacher Auftritt. Note 5,5

Milot Rashica: War in seinem 50. Bundesliga-Spiel mal wieder der Aktivposten im Bremer Angriffsspiel. Schnell unterwegs, immer auf der Suche nach Überraschungsmomenten, die er dieses Mal aber nicht fand. Vergab in der 68. Minute eine große Chance zum 1:1. Note 3,5

Yuya Osako (ab 66.): Aus dem einstigen Stammspieler ist ein Joker geworden. Sollte die Bremer Offensive neu beleben, blieb aber ohne große Szenen. Note -

Fin Bartels (ab 66.): In Ansätzen war zu erkennen, dass er Werder mit seiner Dribbelstärke irgendwann wieder helfen kann. Note -

Claudio Pizarro (83.): Der Altmeister war kaum auf dem Platz, da fiel schon das 0:3 – womit der Effekt seiner Einwechslung schon hinfällig war. Note -

(dco)

Zur Aufstellungs-Meldung:

Werder-Aufstellung gegen Hoffenheim: Veljkovic ersetzt Moisander - Sargent bleibt in der Startelf

Update (26. Januar 2020, 14.30 Uhr): Die Startelf steht! So spielt Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim - im Live-Ticker gibt‘s alles zum Spiel!

Werder Bremen spielt am 19. Bundesliga-Spieltag im heimischen Weserstadion gegen die TSG 1899 Hoffenheim. So könnte die Aufstellung aussehen.

Never change a winning team – dass er es sich abschminken konnte, diesem Gesetz des Fußballs zu folgen, wusste Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, schon in Düsseldorf. In der Schlussphase des Bremer 1:0-Erfolgs flog sein Kapitän Niklas Moisander mit Gelb-Rot vom Platz, ist deshalb für das Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag (15.30 Uhr) gesperrt.

Dass Moisander in der Abwehr durch Milos Veljkovic ersetzt wird, ist ziemlich sicher. Möglicherweise bleibt das im Vergleich zum Rückrundenauftakt auch die einzige Veränderung in der Bremer Startelf. Einen Zweikampf gibt es allerdings im Angriff, wo sich Josh Sargent mit Yuya Osako um den Platz neben Milot Rashica duelliert.

Werder Bremen: Kevin Vogt spielt wohl gegen Ex-Club TSG 1899 Hoffenheim

Never change a winning team – dass Kohfeldt diesem Leitsatz dann doch auf immerhin zehn von elf Positionen folgen könnte, ist auch großes Glück. Kevin Vogt, in Düsseldorf mit einer Gehirnerschütterung ausgeschieden, ist offenbar und einigermaßen überraschend fit für Hoffenheim. Zum Abschlusstraining am Samstag kehrte der Innenverteidiger auf den Platz zurück, und ihm war im Trainingsspielchen nicht anzumerken, dass es noch irgendwelche Probleme geben könnte. 

Schon beim ersten Eckball für sein Team wollte Vogt sich ins Strafraumgetümmel stürzen, wurde von Davy Klaassen aber zurückbeordert. Bloß kein unnötiges Risiko! Das galt im Training, im Spiel darf und kann Vogt aber keinen Situationen ausweichen. Die endgültige Entscheidung, ob die Hoffenheim-Leihgabe gegen den Ex-Club aufläuft, fällt erst am Sonntag.

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Josh Sargent oder Yuya Osako?

Wenn Vogt spielen kann, wird Werder Bremen vermutlich wieder eine Dreierkette aufbieten. Mit Vogt in der Mitte, mit Ömer Toprak rechts und Veljkovic links von ihm. Auf den Flügeln werden erneut Marco Friedl und Leonardo Bittencourt Dienst tun. Im Mittelfeld gibt es auch keinen klar erkennbaren Grund, an der Düsseldorf-Formation etwas zu verändern. Heißt: Nuri Sahin bleibt auf der Sechs, Maximilian Eggestein und Davy Klaassen bekleiden die Halbpositionen.

Und vorne geht es darum, ob Kohfeldt Josh Sargent dessen schwache Leistung gegen Düsseldorf verzeiht und ihm eine weitere Chance gibt, oder ob er Yuya Osako den Vorzug gibt. Der Japaner war so etwas wie der Verlierer der Hinrunde, hat jetzt aber wieder Chancen, in die erste Elf zurückzukehren. Zur Erinnerung: Bei der 2:3-Niederlage im Hinspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim hatte er getroffen. Und im Training am Samstag hatte er – neben zwei schlechten Aktionen zu Beginn – auch gute Momente. (csa)

Wie die Aufstellung der TSG Hoffenheim gegen Werder Bremen aussehen könnte, lest Ihr bei den Kollegen von Heidelberg24.de*.

So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen die TSG 1899 Hoffenheim aussehen.

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Jetzt muss etwas passieren! Ein Kommentar zur 0:3-Pleite des SV Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.

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