Verein klärt prominente Personalie

Boss verlängert bei Werder: Neuer Vertrag für Klaus Filbry

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Klaus Filbry, Clubchef des SV Werder Bremen, hat seinen Vertrag bei den Grün-Weißen verlängert. 

Bremen - Die sportliche Zukunft von Werder Bremen steht derzeit in den Sternen - bei einer prominenten Personalie hat der Verein aber trotzdem bereits Klarheit geschaffen: Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, hat seinen Vertrag langfristig verlängert.

Einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigte Aufsichtsratchef Marco Bode am Mittwochmittag gegenüber der DeichStube: „Wir haben uns auf eine Verlängerung geeinigt, der Vertrag ist unterschrieben. Er beginnt am 1. Juli 2020 und hat eine Laufzeit bis 2024.“

Bereits im vergangenen Herbst hatte der sechsköpfige Aufsichtsrat, dem neben dem Vorsitzenden Bode auch Marco Fuchs, Andreas Hoetzel, Thomas Krohne, Axel Plaat und Kurt Zech angehören, mit Klaus Filbry Gespräche über eine Vertragsverlängerung aufgenommen. Eine entsprechende Vereinbarung in Filbrys altem Kontrakt hatte festgelegt, dass seine Zukunft bei Werder Bremen 15 Monate vor Ende des alten Arbeitspapiers zum Thema wird. Das ist bei Geschäftsführerposten durchaus gängig, damit beide Seiten rechtzeitig planen können. Ende 2020 wäre Filbrys Vertrag ausgelaufen. Dazu kommt es nun nicht, weil zuvor der neue in Kraft tritt.

Werder Bremen: Filbrys Vertrag gilt für erste und zweite Liga

„Es gab während der Gespräche keine großen finanziellen Verhandlungen", berichtete Bode. Nach ein paar Wochen habe die Einigung Ende November 2019 festgestanden. „Es war eine einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrats. Uns ging es darum, Kontinuität auf dieser Position zu haben“, sagte Bode. Dazu passt, dass Filbrys neuer Vertrag sowohl für die erste als auch für die zweite Bundesliga gültig ist. Bei einem Bremer Abstieg, der angesichts der aktuellen sportlichen Situation des Tabellen-17. nicht unwahrscheinlich ist, würde sich das Gehalt des Finanzexperten allerdings „signifikant reduzieren“, teilte Bode mit.

Dass Werder Bremen die Vertragsverlängerung mit Filbry nicht direkt Ende November öffentlich gemacht hat, sondern das Thema mit ins neue Jahr nahm, erklärte Bode mit der brisanten sportlichen Lage des Vereins. „Wir wollten auf den richtigen Moment warten“, sagte der 50-Jährige. Angedacht war, die Nachricht eventuell während der Winterpause zu verkünden. Doch auch daraus wurde nichts. Bode: „Weil sich die sportliche Lage bis dahin noch weiter verschlechtert hatte, haben wir davon abgesehen.“

Werder Bremen: Klaus Filbry kam 2010 von Adidas

Mit der Arbeit von Marketing- und Finanzexperte Filbry, der 2010 von Adidas zu Werder Bremen kam und 2013 den Vorsitz der Geschäftsführung von Klaus Allofs übernahm, sei der Aufsichtsrat „sehr zufrieden“, wie Bode betonte. „Er trägt einen großen Anteil daran, dass wir gemeinsam die Anstrengung der Konsolidierung gemeistert haben", sagte Bode. Während der Mitgliederversammlung Ende 2019 hatte Filbry erfreuliche Zahlen präsentieren können. Der Vorsitzende der Geschäftsführung verkündete für die Saison 2018/2019 mit 157,1 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord für Werder Bremen und mit 3,5 Millionen Euro einen Gewinn, „der unser selbstgestecktes Ziel übertroffen hat“, wie er damals sagte.

Werder Bremen: Klaus Filbry hatte nicht immer volle Rückendeckung

Es waren Zahlen, die am Ende ausschlaggebend für Filbrys Zukunft bei Werder Bremen gewesen sein dürften und den Aufsichtsrat überzeugt haben. Im Gremium genießt der 53-Jährige volle Rückendeckung, was nicht immer so war. Bei seiner letzten Vertragsverlängerung im Sommer 2017 hatte es noch einige Zweifel im damals frisch zusammengestellten Aufsichtsrat gegeben. Am Ende einigten sich die Mitglieder allerdings auf eine Entscheidung pro Filbry. 

Nach der abermaligen Vertragsverlängerung wird der Vorsitzende der Geschäftsführung in einer Mitteilung des Vereins wie folgt zitiert: „Ich freue mich über die Wertschätzung und werde alles dafür tun, dass wir den SV Werder Bremen kurzfristig wieder in die Erfolgsspur bringen und langfristig unseren strategischen Weg beibehalten.“ Und weiter: „Es gilt, einen sehr besonderen Verein mit Mut und Weitsicht weiterzuentwickeln.“

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