Werder-Quarantäne im Abstiegskampf

Quarantäne-Trainingslager: Flüchtet Werder Bremen in die Ferne?

Werder Bremen wird in den entscheidenden Wochen des Bundesliga-Abstiegskampfes ein Quarantäne-Trainingslager beziehen - womöglich fern des Weserstadions in Süddeutschland.
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Werder Bremen wird in den entscheidenden Wochen des Bundesliga-Abstiegskampfes ein Quarantäne-Trainingslager beziehen - womöglich fern des Weserstadions in Süddeutschland.

Bremen – Werder Bremen erwägt in der Zeit der Quarantäne eine Flucht in die Ferne. Ab dem 12. Mai muss sich jeder Bundesliga-Club auf Anordnung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) mit Team und Betreuerstab in ein Hotel zurückziehen und darf dieses nur für Trainingseinheiten und Spiele verlassen. Die Regelung gilt bis Saisonende am 22. Mai, umfasst also zehn lange Tage und soll das Risiko weiterer Corona-Infektionen in den Mannschaften so kurz vor dem Saisonende minimieren.

Der SV Werder Bremen denkt nun darüber nach, einen Teil dieser Zeit nicht in Bremen zu verbringen. Möglich ist sogar, dass der grün-weiße Tross nach dem Spiel beim FC Augsburg am 15. Mai in Süddeutschland bleibt und erst am Tag vor dem letzten Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach Bremen zurückkehrt. „Wir prüfen derzeit, welche Option für uns die beste ist. Wir halten uns das noch offen“, sagt Clemens Fritz als Leiter Profi-Fußball.

Bisher sieht der Bremer Quarantäne-Fahrplan so aus: Seit Montag gilt eine „Quasi-Quarantäne“, Spieler, Trainer und Betreuer dürfen nur noch zwischen Wohnung und Arbeitsplatz pendeln. „Alle Kontakte werden auf ein Minimum reduziert“, so Fritz. Ab dem 12. Mai, wenn die zweite Quarantäne-Stufe erreicht ist, zieht Werder Bremen ins Park-Hotel. Bis es am Freitag, 14. Mai, gen Augsburg geht. Danach gilt weiter der Kasernen-Modus – aber der Ort, wo sich Werder isolieren wird, wird noch gesucht. Fritz: „Das kann Süddeutschland sein oder Norddeutschland. Das kann das Bremer Umland sein oder auch Bremen direkt.“ Hauptsache keine Außenkontakte.

Werder Bremen muss im Abstiegskampf ins Quarantäne-Trainingslager - wohin geht die Reise?

Für einen Umzug spricht, dass zehn Tage in ein und dem selben Hotel extrem eintönig werden können. „Für die Spieler wird das schwierig. Ein bisschen rauszukommen – und wenn es nur ein anderes Hotel ist –, ist da schon ein guter Gedanke. Mehr Möglichkeiten bleiben ja nicht“, meint Fritz. Der wichtigste Faktor wird aber nicht die Abwechslung, sondern die Qualität der Trainingsplätze sein. Die ist in Bremen gegeben, müsste anderswo überhaupt erst gefunden werden. „Das ist die Herausforderung. Und wir müssen sehen, was wirtschaftlich für uns umsetzbar ist“, so der Ehrenspielführer des SV Werder Bremen: „In den nächsten Tagen wird es eine Entscheidung geben.“ (csa) Auch interessant: Werder Bremen wegen Milot Rashica-Wechsel im Austausch mit dem Berater - aber wo bleiben die Interessenten?

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