Auch türkische Süper Lig ist gestoppt

Ehemaliger Werder-Kapitän Max Kruse steckt wegen des Coronavirus in der Türkei fest - und will helfen

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Max Kruse, der ehemalige Kapitän von Werder Bremen, kann wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell die Türkei nicht verlassen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie befinden sich schon länger fast alle europäischen Ligen im Stillstand, am Donnerstag zog auch die türkische Süper Lig nach. Wie Max Kruse, der ehemalige Kapitän von Werder Bremen, von der Krise in der Türkei betroffen ist und warum er Hilfe leisten will, verriet er jetzt in einem Interview bei Facebook.

Für Max Kruse und seinen aktuellen Club Fenerbahce Istanbul ist die Saison in der Türkei wegen der Coronavirus-Krise unterbrochen. Trotz des Saisonstopps darf der 32-jährige Offensivspieler, der vor seinem Wechsel in die Süper Lig drei Jahre lang für Werder Bremen auf Torejagd ging, nicht in seine Heimat Deutschland zurückkehren.

„Wir haben strikte Anordnung vom Verein, uns aus Istanbul für die nächsten Tage nicht rauszubewegen“, sagt Kruse Moderatorin Laura Wontorra in einem Video-Interview auf Facebook. Zwar könne er „theoretisch in Deutschland einreisen“, aber die Türkei habe ein Einreisestopp für alle europäischen Länder erlassen, weswegen er „erst einmal hier bleiben will und versuchen werde, das Beste aus der Situation zu machen.“

Coronavirus-Pandemie: Ex-Bremer Max Kruse „weit davon entfernt, Panikkäufe zu tätigen“

Das Leben am Bosporus ist komplett runtergefahren, mit Ausnahme von Supermärkten und Apotheken haben alle Geschäfte geschlossen. „Am Freitag wurden wir alle in Quarantäne geschickt und müssen jetzt zehn Tage zu Hause bleiben. Die Situation ist schwierig und für alle Neuland. Aber ich bin weit davon entfernt, Panikkäufe zu tätigen und die Läden leer zu kaufen“, sagt Kruse über seine Situation in der türkischen Metropole.

Auch mache er sich weniger Sorgen um sich als um älterere Personen wie seine Eltern. Deshalb hoffe er auf die rasche Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus und eine baldige Rückkehr zur Normalität. Kruse freue sich über „jeden, der sich in der aktuellen Lage engagiert“. Auch er selbst wolle Hilfe leisten: „Ich werde auf jeden Fall etwas tun, was ich genau mache, habe ich noch nicht entschieden, aber in Krisensituationen sind wir darauf angewiesen, dass jeder Hilfe bekommt. Da haben wir eine Vorbildfunktion und der werde ich nachkommen.“

Coronavirus-Krise in der Türkei: Ex-Werder-Kapitän Max Kruse steckt in der Reha

Kruse selbst kommt die sportliche Pause gar nicht mal so ungelegen, denn er laboriert seit knapp zwei Wochen an einem Bänderriss. Dass das Leben in Istanbul wegen der Pandemie lahmgelegt ist, kommt Kruse ebenfalls zugute: „Ich brauche zum Training normalerweise eine bis eineinhalb Stunden. Jetzt im Moment ist gar kein Verkehr. Zur Behandlung war ich in 20 Minuten durch.“ 

Trotzdem hofft der Ex-Nationalspieler für die Reha demnächst, „dass ich einen Physiotherapeuten bekomme, aber so weit sind wir noch nicht.“ So oder so findet Kruse, dass man sich aktuell in Geduld üben müsse: „Es sind außergewöhnliche Zeiten, wir müssen jetzt allen Menschen ein bisschen mehr Zeit geben.“

Max Kruse spielt seit Sommer 2019 für Fenerbahce Istanbul in der Süper Lig. Für die Türken sammelte der Spielgestalter in 20 Partien 14 Scorerpunkte (sieben Tore, sieben Assists). (mwi)

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