Ex-Bremer Feldhoff übernimmt an der Bremer Brücke

Ex-Bremer folgt auf Ex-Bremer: Markus Feldhoff wird Chefcoach beim VfL Osnabrück

Markus Feldhoff, früher Co-Trainer bei Werder Bremen und zuletzt bei Hertha BSC, wird neuer Chef-Coach beim VfL Osnabrück.
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Markus Feldhoff, früher Co-Trainer bei Werder Bremen und zuletzt bei Hertha BSC, wird neuer Chef-Coach beim VfL Osnabrück.

Osnabrück/Bremen  - Er schien so etwas wie der ewige Co-Trainer zu sein, auch bei Werder Bremen bekleidete Markus Feldhoff von Oktober 2016 bis Oktober 2017 diese Position. Doch nun tritt der ehemalige Stürmer in die erste Reihe und wird Chefcoach beim Zweitligisten VfL Osnabrück. Dort übernimmt der 46-Jährige den Posten des vor 16 Tagen entlassenen Marco Grote. Ein Ex-Bremer folgt also auf einen Ex-Bremer.

Dass Markus Feldhoff wie auch Marco Grote (zwölf Jahre im Werder-Nachwuchleistungszentrum tätig) eine Vergangenheit bei Werder Bremen hat, ist gewiss nur Zufall. Und das eine Jahr in Bremen als Assistent von Cheftrainer Alexander Nouri gehört sicher auch nicht zu der prägendsten Zeit des neuen VfL-Coaches, der in seiner bisherigen Trainerlaufbahn bereits bei insgesamt sechs Vereinen gearbeitet hat – als „Co“ von insgesamt fünf Cheftrainern.

Markus Feldhoffs bis dato letzte Station war Hertha BSC, wo er zunächst Jürgen Klinsmann unterstützte, dann erneut der Assistent von Alex Nouri wurde. Nun soll Feldhoff den VfL vor dem Abstieg aus der Zweiten Liga bewahren. Unter dem erst vor Saisonbeginn als Nachfolger von Daniel Thioune verpflichteten Grote waren die Osnabrücker nach gutem Start immer tiefer abgesackt in der Tabelle, stehen aktuell auf Rang 15 – mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Ehemaliger Co-Trainer des SV Werder Bremen: Markus Feldhoff übernimmt Trainer-Posten beim VfL Osnabrück

Dass Markus Feldhoff ausgerechnet in Osnabrück seinen ersten Chefposten im Profi-Fußball übernimmt (nach einem kurzen Interimsjob bei Energie Cottbus), entbehrt nicht einer gewissen Logik. Denn bei den Lila-Weißen schaffte er 2009 als Assistent von Claus-Dieter Wollitz den Einstieg ins Trainergeschäft, nachdem er zuvor seine aktive Karriere als Spieler des VfL hatte ausklingen lassen. Nach Bundesliga-Stationen beim KFC Uerdingen, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg und Energie Cottbus (in der Summe 158 Erstliga-Einsätze, 25 Tore) absolvierte der Mittelstürmer noch 55 Regionalliga-Spiele für den VfL Osnabrück. „Ich kann nicht verhehlen, dass ich aufgrund meiner Vergangenheit unmittelbar nach dem Anruf von Benjamin Schmedes emotional gepackt war“, erklärte Feldhoff.

Für VfL-Geschäftsführer Schmedes war die Entscheidung aber keine emotionale, sondern eine rein rationale. „Dass Markus bereits eine VfL-Vergangenheit hat, spielte zwar keine Rolle, dennoch konnte ich direkt eine hohe Identifikation spüren“, sagte der 36-Jährige. Den Ausschlag habe gegeben, dass Feldhoff „über die notwendige Fachkompetenz“ verfüge, erklärte Schmedes: „Er bringt gleichzeitig die Energie und Leidenschaft mit, die es in dieser Situation braucht, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.“

Auch Feldhoff sprach von einer „großen Schnittmenge der jeweiligen Vorstellungen“. Er spüre die „absolute Überzeugung“, den Klassenerhalt schaffen zu können. Markus Feldhoff erhält in Osnabrück einen Vertrag bis 2022. Sein erstes Training soll er am Donnerstag leiten, die Premiere an der Seitenlinie muss aber noch bis zum 14. März beim Spiel beim 1. FC Nürnberg warten. Das für das Wochenende angesetzte Match gegen Jahn Regensburg steht wegen der Corona-Quarantäne im Team des Gegners vor der Absage. (csa)

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