Nach vier Spieltagen zwei Platzverweise

Fairplay-Wertung: Werder Bremen ist Schlusslicht

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Und wieder ein Karton: Werder Bremen ist laut Statistik (sechs Gelbe Karten, zwei Gelb-Rote Karten) aktuell die „unfairste Mannschaft“ der Fußball-Bundesliga.

Bremen – Es war vor zwei Jahren, da war Werder Bremen ein echter Saubermann in der Fußball-Bundesliga. Kein einziger Platzverweis nach 34 Spieltagen – auch das ist eine Leistung. In der letzten Spielzeit sah es dann schon wieder ziemlich anders aus. Dreimal Gelb-Rot – nicht so schön. Und nun steuern die Bremer auf einem ziemlich bedrohlichen Kurs.

Nach vier Spieltagen der neuen Saison hat Werder Bremen bereits zwei Platzverweise auf dem Konto. Johannes Eggestein (gegen 1899 Hoffenheim) und Nuri Sahin (gegen Union Berlin) sahen jeweils die Ampelkarte. In Addition mit bislang sechs Gelben Karten rückt das die Bremer im Fairplay-Ranking des „kicker“ auf den letzten Platz. Außer Werder weist noch kein anderes Team mehr als eine Hinausstellung auf.

Dass so früh in der Saison schon zwei Spieler vom Platz geflogen sind, hat in der Bremer Bundesliga-Historie zudem großen Seltenheitswert. Lediglich die Spielzeiten 1994/95 und 2002/03 liefern Vergleichswerte. 1994 erwischte es Michael Schulz am dritten und Andreas Herzog am vierten Spieltag (jeweils Gelb-Rot). Noch schneller ging es 2002, als Razundara Tjikuzu (Rot) und Fabian Ernst (Gelb-Rot) gleich beim Auftaktspiel gegen Arminia Bielefeld (0:3) vom Platz gestellt wurden.

Werder Bremen:

Für Nuri Sahin war die Ampelkarte – an deren Berechtigung Zweifel absolut erlaubt sind – übrigens eine Premiere. Zwar hatte er schon einmal im DFB-Pokal und in der Regionalliga Gelb-Rote Karten kassiert, aber noch nie in der Bundesliga. Im 247. Spiel hat es ihn jedoch erwischt.

Und noch mehr Zahlenwerk als Nachlese eines extrem turbulenten Spiels: Die beiden von Bremens Davy Klaassen und Berlins Sebastian Andersson verwandelten Elfmeter verschaffen der Partie einen Top-Platz in der Bundesliga Rubrik „Frühester Elfmeter-Doppelpack“. Klaassen traf nach fünf und Andersson nach 14 Minuten. Nur zwischen dem VfL Bochum und Waldhof Mannheim wurden 1989 noch früher zwei Elfmeter verwandelt – damals in der fünften und achten Minute. (csa)

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