Fischer: „Ich bin sehr traurig“

Wieder Ärger beim SV Werder Bremen: Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer fliegt aus der Loge

Werder Bremens Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Verein.
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Werder Bremens Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Verein.

Bremen - Was ist nur beim SV Werder Bremen los? Und das auch noch vor dem einstigen Nord-Süd-Gipfel gegen den FC Bayern München. Erst attackierte der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Willi Lemke die aktuelle Führung, nun sorgt Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer für große Aufruhr. Der 79-Jährige behauptet, dass er und seine Ehefrau von Werder aus der Ehrenloge geworfen wurden, weil er sich in einem Interview kritisch gegenüber den Verein geäußert habe.

„Ich bin sehr traurig über diese Situation. Es tut mir weh“, bestätigt Klaus-Dieter Fischer im Gespräch mit der DeichStube einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung und fügt noch an: „Ich werde trotzdem weiterhin ins Weserstadion gehen, wenn es nach der Coronazeit wieder möglich sein sollte. Und natürlich werde ich Werder die Daumen drücken, aber ich mache mir große Sorgen um Werder Bremen.“

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Seit 1955 ist Fischer Mitglied beim SV Werder, jahrzehntelang hat er die Geschicke des Vereins im Präsidium, als Präsident und Geschäftsführer mitbestimmt – und das als derart prägende Figur, dass er 2014 zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Nun ist Fischer aber überhaupt nicht mehr gut auf die Vereinsführung des SV Werder Bremen zu sprechen. „Man hat meine Frau und mich aus der Ehrenloge hinauskomplimentiert, die mir bei meinem Abschied auf Lebenszeit schriftlich zugesichert wurde“, klagt Fischer via „Bild-Zeitung“. Der gebürtige Bremer, der unweit des Weserstadions lebt, glaubt, dass ein kritisches Interview von ihm aus dem Sommer dafür verantwortlich ist. Mit Marco Bode, dem Vorsitzenden des Werder-Aufsichtsrats, soll es in der Folge zu einem Disput gekommen sein.

Was ist nur bei Werder Bremen los? Wieder Streit - Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer mit schweren Vorwürfen

Klaus-Dieter Fischer: „Ich wurde von Marco Bode zu einem Gespräch ins Weserstadion zitiert, sozusagen einbestellt. Da wurde mir gesagt, dass man es nicht ertragen könne, wenn ich die Verantwortlichen scharf öffentlich kritisiere.“ Am nächsten Morgen habe er, Fischer, dann bei Klaus Filbry, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung angerufen und gesagt: „Ich will gar nicht mehr bei euch sitzen. Gebt mir einen anderen Platz und lasst uns kein Theater machen.“ Künftig werden Fischer und seine Frau - sobald es die Corona-Auflagen wieder zulassen - auf der Nordtribüne nicht mehr in Höhe der Mittellinie sitzen, sondern etwas weiter Richtung Westkurve. Die Plätze seien gut, so Fischer, aber darum gehe es nicht, sondern um die Symbolik und den Umgang miteinander.

Werder Bremen sieht den Fall übrigens weniger aufgeregt. Aufsichtsratschef Bode sagte der „Bild“: „Es gab ein Gespräch zwischen ihm, Klaus Filbry und mir, bei dem es auch um die Plätze ging. Wir wollen, dass die Plätze vor der Geschäftsführer-Loge von den aktuellen Geschäftsführern und ihren Gästen genutzt werden können. Das Ganze basiert nicht auf einem persönlichen Konflikt.“

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