Werder darf wieder hoffen!

Werder Bremen nach Sieg in Paderborn auf Tuchfühlung zur Rettung - selbst Mainz 05 ist noch zu schnappen!

Werder Bremen um Doppeltorschütze Davy Klaassen feiert einen 5:1-Sieg gegen den SC Paderborn und ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Jetzt ist sogar wieder Platz 15 drin!
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Werder Bremen um Doppeltorschütze Davy Klaassen feiert einen 5:1-Sieg gegen den SC Paderborn und ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Jetzt ist sogar wieder Platz 15 drin!

Die Sperrstunde verhängte Florian Kohfeldt noch in Paderborn. „Bis wir in Bremen aus dem Bus steigen“ seien Freude und Erleichterung erlaubt, sagte der Trainer des SV Werder Bremen.

Paderborn/Bremen –  Danach dürften die Gedanken nicht mehr an dem überaus bemerkenswerten 5:1 (3:0)-Sieg des SV Werder Bremen im Kellerduell beim SC Paderborn hängen, sondern müssten schon der nächsten Aufgabe gegen den FC Bayern München am Dienstag (20.30 Uhr, Weserstadion) gelten. Dann geht er schließlich weiter, der Abstiegskampf, in dem die Bremer mit dem klaren Erfolg über den nunmehr so gut wie sicher abgestiegenen Bundesliga-Letzten ein dickes Ausrufezeichen gesetzt haben. 

Werder Bremen setzt mit Sieg in Paderborn Ausrufezeichen im Bundesliga-Abstiegskampf

Beim Griff nach dem rettenden Strohhalm fehlt Werder Bremen drei Spieltage vor Saisonschluss nur noch ein Tor, um Fortuna Düsseldorf vom Relegationsrang zu verdrängen. Selbst Platz 15 ist bei drei Punkten Rückstand in Reichweite. Im Fokus ist zunächst aber das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Werder und der Fortuna - und es gilt: Es ist so knapp, wie es nur sein könnte zwischen den beiden Teams, die am Wochenende in völlig unterschiedlichen Gefühlswelten unterwegs waren. Hier die Düsseldorfer, die in der fünften Minute der Nachspielzeit das niederschmetternde 0:1 gegen Borussia Dortmund kassierten, dort die Bremer, die gegen einen überforderten Gegner nicht nur das Ende ihrer Torflut, sondern auch den höchsten Saisonsieg feierten. 

Aber was heißt schon feierten? In den zwei Stunden, die bis zur Ankunft der Werder-Teambusse in Bremen und damit bis zu Florian Kohfeldts Sperrstunde blieben, verhielten sich die Bremer ähnlich diszipliniert wie zuvor in der Paderborner Benteler Arena. „Da war nicht Voll-Party angesagt. Es waren alle gut gelaunt, aber seriös. Da sind keine Bierflaschen durch den Bus geflogen“, berichtete Stürmer Niclas Füllkrug, der mit seinem Comeback nach neun Monaten Verletzungspause und dem Treffer zum 5:1-Endstand (90.+2) die Hoffnung auf ein Happy End für den SV Werder Bremen zusätzlich nährte. Aber es ist halt nur Hoffnung, auf die sich die Bremer stützen können. In der Tabelle „sind wir weiter auf einem Abstiegsplatz. Wir haben noch nichts erreicht und noch nichts gewonnen“, mahnte Florian Kohfeldt, der gleichwohl mit der Leistung seiner Truppe rundum zufrieden sein konnte und ihr gegen den SC Paderborn einen „entschlossenen Auftritt“ bescheinigte. 

Werder Bremen gewinnt in Paderborn - jetzt kommt der FC Bayern

Bevor Rückkehrer Füllkrug dem Spiel mit seinem Treffer noch eine Herz-Schmerz-Note verpasste, hatten der überragende Davy Klaassen (20./39.) sowie Yuya Osako (34.) und Maximilian Eggestein (59.) getroffen. Für die Gastgeber sorgte Abdelhamid Sabiri zwischenzeitlich für ein wenig Linderung. Das Gegentor verhinderte letztlich, dass Werder Bremen am Samstag auf den Relegationsrang kletterte. Weshalb die Bremer weiter in der Rolle des Jägers bleiben, wenn am Dienstag und Mittwoch der drittletzte Spieltag der Saison ausgetragen wird. Werder empfängt den FC Bayern, Düsseldorf muss bei RB Leipzig ran und Mainz 05, das am Sonntag durch ein 0:1 gegen den FC Augsburg die eigenen Sorgen vergrößerte, tritt bei Borussia Dortmund an. Also dreimal Keller gegen Penthouse – und das mit einer möglichen Kuriosität: Werder Bremen könnte selbst bei einer Niederlage Platz 16 übernehmen, wenn Düsseldorf in Leipzig eine um mindestens ein Tor höhere Pleite kassiert. 

Wirklich entscheidend werden aber die Partien danach sein. Mainz 05 und 1. FC Köln heißen die letzten Gegner des SV Werder Bremen. „Wir brauchen dann noch Siege. Wir müssen weitermachen“, forderte Florian Kohfeldt, ehe er sich zur Heimfahrt in den Bus setzte. 

Abstiegskampf: Werder Bremen im Fernduell mit Fortuna Düsseldorf

Von umherfliegenden Bierflaschen wurde er dort ja verschont, und eine Sperrstunde für die Spieler hätte es offenbar auch nicht gebraucht. Denn dem Team sei nach dem erlösenden Torrausch auch gar nicht danach gewesen, sich irgendwelchen Triumphgefühlen hinzugeben, sagte Füllkrug: „Wir wissen schließlich alle genau, was Sache ist, wo wir hinwollen und was wir dafür noch leisten müssen.“ Im Fernduell mit Fortuna Düsseldorf zählt für Werder Bremen fortan nicht nur jeder Punkt, sondern auch jedes Tor. Ohne Dortmunds Last-Minute-Treffer wäre es nicht so. Florian Kohfeldt schickte deshalb ein gut gelauntes „Danke“ an die Borussia. Die muss allerdings auch am Mittwoch gegen Mainz noch einmal liefern – dann könnte Werder mit einem Sieg im direkten Duell mit den 05ern sogar noch auf Rang 15 schielen. (csa)

Letzte Meldung vom 13. Juni 2020:

Werder Bremen-Wahnsinn! Perfekter Tag mit Füllkrug-Krönung gegen den SC Paderborn

Werder Bremen hat gegen den SC Paderborn einen 5:1-Sieg und drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren. Der Spielbericht der DeichStube*.

Viele hatten den SV Werder Bremen im Abstiegskampf schon abgeschrieben, doch die Grün-Weißen haben sich nach zwei Pleiten in Folge mit einem 5:1 (3:0)-Sieg beim SC Paderborn eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Bremer hielten dem enormen Druck, beim Tabellenletzten unbedingt gewinnen zu müssen, absolut stand, boten eine endlich auch mal offensiv gute Leistung.

Für Werder trafen der bärenstarke Davy Klaassen (20. und 39), Yuya Osako (34.), Maximilian Eggestein (60.) und tatsächlich auch Niclas Füllkrug (90.+2) bei seinem Comeback nach neunmonatiger Verletzungspause. Milot Rashica hatte nach 19 Minuten einen Handelfmeter verschossen. Für Paderborn langte es nur zu Ergebniskosmetik durch Abdelhamid Sabiri (66.).

Werder Bremen nach Sieg gegen SC Paderborn nun punktgleich mit Fortuna Düsseldorf

Und nach dem Abpfiff wurde es ein perfekter Bremer Nachmittag: Konkurrent Fortuna Düsseldorf kassierte in der fünften Minute der Nachspielzeit das 0:1 gegen Borussia Dortmund. Werder Bremen ist nun punktgleich mit den Rheinländern auf dem Relegationsplatz und in der Tordifferenz nur noch um ein Tor schlechter.

Trainer Florian Kohfeldt hatte im Abstiegskampf auf Angriff gesetzt. Im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel (0:1) nahm er nur einen Wechsel vor – allerdings einen ziemlich offensiven: Für den Sechser Philipp Bargfrede stürmte Milot Rashica. Alles andere wäre in einem Spiel beim Tabellenletzten, das unbedingt gewonnen werden musste, auch eine Überraschung gewesen.

Werder Bremen: Milot Rashica verschießt Elfmeter gegen Paderborn - Davy Klaassen trifft per Kopf

Werder tat sich bei aller Dominanz allerdings schwer, Chancen zu kreieren. Ein altbekanntes Problem. Doch dann nahm sich Josh Sargent ein Herz, stürmte mit einem Doppel-Lupfer in den Strafraum, wo Jamilu Collins den Ball klar mit der Hand spielte. Schiedsrichter Christian Dingert entschied sofort auf Elfmeter.

Doch Milot Rashica scheiterte an Leopold Zingerle, der den halbhohen Versuch entschärfte (19.). Das passte in diese Bremer Pleiten-Pech-und-Pannen-Saison. Während Rashica noch haderte, gaben seine Kollegen aber sofort wieder Gas und wurden nur eine Minute später belohnt: Nach einer feinen Flanke von Theodor Gebre Selassie köpfte Davy Klaassen den Ball aus 14 Metern ins lange Eck. Ein tolles Tor! Die Erleichterung war dem Niederländer förmlich ins Gesicht geschrieben.

Werder Bremen: Yuya Osako trifft gegen SC Paderborn zum 2:0

Und was war mit Paderborn? Nicht viel. Klaus Gjasula sorgte für einen negativen Höhepunkt, als er für ein rüdes Foul gegen Sargent seine 17. Gelbe Karte in dieser Saison sah – so viele wie noch kein Bundesligaspieler vor ihm. Schon in der Anfangsphase hätte er nach einer Attacke gegen Sargent verwarnt gehört, doch da ließ Dingert noch Gnade vor Recht ergehen.

Es gab aber auch ein sportliches Lebenszeichen des SCP. Christian Strohdiek verpasste nach einer Ecke nur knapp den Ausgleich (34.). Werders Reaktion darauf hätte nicht besser sein können. Sargent tanzte im Strafraum Collins aus, beförderte die Kugel geschickt per Aufsetzer aufs Tor – und nach Zingerles Abwehr mit der Hand staubte Yuya Osako zum 2:0 ab (34.). Dieses Tor hatte sich der emsige Japaner absolut verdient.

Werder Bremen: Davy Klaassen und Maximilian Eggestein erhöhen gegen SC Paderborn

Und es kam noch besser für Werder Bremen: Eine Freistoß-Hereingabe von Rashica landete erst auf dem Kopf von Milos Veljkovic und dann per Direktabnahme von Klaassen im Tor (39.). Drei Treffer in einer Halbzeit, das hatte Werder in dieser Saison noch nicht geschafft. Es war ein mehr als beeindruckendes Zeichen im Abstiegskampf.

Aber dann: Nach der Pause machten sich die Bremer das Leben selbst schwer, agierten nicht mehr so aggressiv und konzentriert. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Paderborns Sven Michel nicht nur den Innenpfosten getroffen hätte (51.). Werder kam im nun strömenden Regen mächtig ins Schwimmen.

Kohfeldt reagierte, brachte Bargfrede für Rashica (59.). Und Maximilian Eggestein sorgte prompt mit seinem ersten Saisontor für große Erleichterung (60.). Osako hatte Klaassen perfekt auf die Reise geschickt, dessen präzise Hereingabe Sargent aber nicht an Zingerle vorbeigebracht. Diesmal staubte Maximilian Eggestein ab – 4:0. Sollte da neben den drei Punkten auch noch einiges für die Tordifferenz herausspringen?

Werder Bremen: Niclas Füllkrug feiert Comeback - und trifft

Wären da bloß nicht diese Probleme bei Standards. Nach einer Ecke köpfte Niklas Moisander Mitspieler Sargent den Ball auf den Körper – und der eingewechselte Abdelhamid Sabiri markierte das 1:4 (66.) für den SC Paderborn. Osako hätte den alten Abstand wieder herstellen können, brachte die Augustinsson-Hereingabe aber nicht im Kasten unter (74.).

Gänsehaut-Moment dann zwei Minuten später: Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss feierte Niclas Füllkrug sein Comeback. Mit ihm kamen auch Davie Selke und Marco Friedl, dafür gingen Sargent, Osako und Augustinsson vom Platz. Füllkrug war so heiß, dass er sich nach einem Foul von Sebastian Vasiliadis gleich mal mit dem Übeltäter anlegte und dafür Gelb sah. Und dann langte er auch mit dem Ball zu. Nach Friedl-Vorarbeit vollstreckte er in der Nachspielzeit gekonnt zum 5:1. Der Angreifer könnte im Abstiegskampf also noch ganz wichtig werden. Vielleicht schon am Dienstag im Heimspiel gegen den FC Bayern München. (kni)

Werder Bremen gewinnt gegen SC Paderborn: Der Live-Ticker zum Nachlesen

17:23 Uhr: Dortmund führt und Werder ist wieder gleich auf mit Fortuna!

17:21 Uhr: Dann ist Schluss in Paderborn! Werder gewinnt 5:1 bei den Ostwestfalen und sichert sich ganz wichtige drei Punkte im Abstiegskampf!

90. Min +2: Friedl zieht in die Mitte, steckt gut durch auf den Comebacker Lücke und der trifft gekonnt und nicht verlernt ins lange Eck!

90. Min +2: Füllkruuuug! Toooor!

90. Min +1: Drei Minuten gibt es obendrauf.

90. Min: Sabiri haut einen Freistoß aus 30 Metern auf den Kasten von Pavlenka - der lenkt den Ball über die Latte. Danach zieht Michel nochmal ab, wieder Pavlenka.

89. Min: Füllkrug wurde übrigens nach seinem Meckern verwarnt und muss jetzt aufpassen, nicht noch vom Platz zu fliegen.

86. Min: Noch fünf Minuten bis elementar wichtigen drei Punkten für Werder. Die Partie ist weiterhin umkämpft. Doppeltorschütze Klaassen geht jetzt vom Feld, Christian Groß kommt rein.

82. Min: Nächstes heftiges Foul von den Gastgeber: Sabiri rauscht in Bargfrede und sieht dafür ebenfalls den gelben Karton!

82. Min: Veljkovic mit einem gefährlichen Kopfball nach einer Ecke - aber Stürmerfoul.

79. Min: Füllkrug wird direkt gefoult von Vasiliadis, woraufhin der Comebacker den Paderborner angeht. Die Situation beruhigt sich schnell.

78. Min: Zolinski sieht gelb.

78. Min: Bis auf die Möglichkeit für Zolinski hat Werder die Partie wieder im Griff und lässt nicht viel zu. Gut zehn Minuten sind noch zu spielen.

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: Niclas Füllkrug feiert sein Comeback

76. Min: Dreierwechsel bei den Bremern: Osako, Augustinsson und Sargent gehen - Selke, Friedl und Füllkrug kommen! Comeback für den Werder-Stürmer nach neun Monaten!

75. Min: Zolinski ist durch, scheitert aber an Pavlenka. 

74. Min: Gute Chance für die Grün-Weißen: Eggestein steckt gut durch auf Augustinsson, der den linken Flügel für sich hat und scharf auf Osako hereingibt. Dessen Abschluss geht allerdings deutlich drüber!

72. Min: Holtmann kommt für Antwi-Adjei ins Spiel auf Seiten der Ostwestfalen.

70. Min: Torraumszenen gibt es seit dem Anschluss nicht - das ist erstmal nicht schlecht für Werder. Übrigens: Der Treffer für Dortmund in Düsseldorf hat leider nicht gezählt.

66. Min: Nach einer Ecke bekommt Werder den Ball nicht geklärt und plötzlich kugelt das Ding an Pavlenka vorbei ins Netz - der eben eingewechselte Sabiri trifft.

66. Min: Tor für Paderborn!

66. Min: Dortmund geht in Düsseldorf in Führung - Werder ist damit nur noch ein Tor hinter den Rheinländern!

64. Min: Klaassen und Michel kassieren gelb!

60. Min: Osako hat Klaassen über rechts perfekt geschickt. Der bedient Sargent in der Mitte - er vergibt, aber Maxi Eggestein läuft ein und trifft tatsächlich das erste Mal diese Saison!

60. Min: Toooor für Werder! Eggesteeein!

57. Min: Paderborn macht weiter Druck - das Wetter auch. Der Regen ist mittlerweile schon massiv und der Boden fängt an, tief zu werden.

55. Min: Klaassen schickt Sargent gut, aber der Pass kam etwas zu weit, sodass Zingerle den Ball abfängt.

54. Min: Michel will es wissen: Nächster Abschluss von ihm, allerdings dieses Mal aus der Distanz  - kein Problem für die Krake.

51. Min: Und wieder gefährlich! Diesmal darf Evans den Ball ganz ohne Bedrängnis reinflanken und Michel trifft den Pfosten - das war knapp!

50. Min: Michel wird geschickt, Veljkovic verpasst den Ball und so wird es gefährlich. Als Michel den Ball auch am letzten Bremer Hintermann vorbeispitzelt, kann Pavlenka aber rausstürmen und hat den Ball.

48. Min: Jetzt fängt es an, heftig zu regnen und gewittern. Bei der negativ verlaufenden Saison kann ja schon fast befürchten, dass das Spiel abgebrochen wird...Aber ganz so schlimm ist es noch nicht.

46. Min: Zolinski kommt für Srbeny und Ritter für Jans.

46. Min: Anpfiff zur zweiten Hälfte!

16:33 Uhr: Die Paderborner sind bereits zurück auf dem Feld. Jetzt kommen die Werderaner.

16:28 Uhr: Werder also mit besten Chancen auf die so wichtigen drei Punkte, um dem drohenden Abstieg noch entrinnen zu können. Hier geht es gleich weiter mit der zweiten Halbzeit.

16:24 Uhr: Werfen wir einen Blick auf die anderen Plätze: In Wolfsburg führen die Gastgeber mit 2:1 gegen den SC Freiburg. Beide Berliner Teams führen mit 1:0 - Union in Köln und Hertha gegen Frankfurt. Für Werder relevant ist die Partie zwischen Düsseldorf und Dortmund - dort ist noch kein Tor gefallen.

16:21 Uhr: Das hat man lange nicht gesehen! Werder führt erstmals in dieser Saison mit drei Toren Unterschied - und das auch noch zur Pause! Nach einer guten Anfangsphase und zerfahrenen Minuten, hatte Werder per Elfer die Chance auf 1:0, die Rashica nicht nutzen konnte. Direkt im Anschluss aber gelang Klaassen das wichtige 1:0, was der Beginn einer unerwarteten ersten Halbzeit war. Durch Osakos Abstauber und Klaassens Gewaltschuss-Tor geht Werder verdient mit 3:0 in die Kabine. Gleich geht es weiter!

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: Die Grün-Weißen gehen mit 3:0 in die Halbzeit

16:16 Uhr: Dann ist Halbzeit in Paderborn - Werder führt furios mit 3:0!

43. Min: Gleich ist Halbzeit. Kann Werder die hohe Führung in die Pause bringen - oder erhöhen sie sogar nochmal?

42. Min: Die Stimmung auf der Werder-Bank ist dem Spielstand entsprechend extrem gut! jede Aktion wird bejubelt.

39. Min: Unglaublich - was geht denn jetzt? Nach einer Freistoßflanke von Rashica, legt Veljkovic per Kopf in die Strafraummitte ab und Klaassen ballert Werder zum 3:0!

39. Min: Toooor für Werder! Wieder Klaassen! 3:0!

38. Min: Die Bremer bleiben dran und gehen auf das nächste Tor.

34. Min: Das ging Schlag auf Schlag! Erst Michel und Strohdiek mit einer Riesenchance nach Ecke - und dann kann Zingerle den Schuss von Sargent nur abprallen lassen. Osako steht richtig und kann einschieben zum 2:0!

34. Min: Tooor für Werder! Osako!

32. Min: Der Rekord ist da! Gjasula senst Sargent um und kassiert die 17. gelbe Karte in dieser Saison - und hält nun alleine den Rekord!

30. Min: Gute Konterchance für die Hanseaten, aber Klaassen misslingt der Doppelpass mit Gebre Selassie an der Grundlinie.

28. Min: Die Ostwestfalen haben jetzt deutlich häufiger den Ball und versuchen, das Spiel zu machen. Werder macht es aber ganz gut, sodass die Paderborner nicht oft Chancen kommen.

26. Min: Großchance für den SCP: Nach einer  Hereingabe, zieht Rumpf mal ab -  der Ball wird aber abgeblockt!

25. Min: Paderborn muss natürlich jetzt kommen, kommt aber noch nicht gefährlich vors Tor.

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: Davy Klaassen bringt Werder in Führung

20. Min: Nach dem Elfer ist Werder dran geblieben. Gebre Selassie mit der Flanke von rechts und Klaassen köpft aus gut elf Metern in den Winkel - stark!

20. Min: Toooor für Werder! Klaassen mit dem 1:0!

19. Min: Rashica verschießt- ist das bitter!

18. Min: Elfmeter für Werder!

16. Min: Der gefoulte Jans wird aktuell behandelt, die Partie geht aber weiter.

15. Min: Augustinsson kassiert die erste gelbe Karte des Spiels.

14. Min: Durch Fouls ist die Partie etwas ins Stocken geraten - Werder aber weiterhin vorne.

12. Min: Die Gastgeber können sich mal wieder befreien, kommen aber genauso wenig zu Chancen.

11. Min: Die Grün-Weißen setzten den SCP jetzt ziemlich unter Druck und bestimmen das Spiel - bislang allerdings ohne Torabschluss.

8. Min: Dann mal etwas Gefahr von Werder: Nach einer Ecke bekommt Paderborn den Ball zunächst nicht geklärt, aber keine klare Torchance. Werder macht jetzt mehr Druck und setzt sich in der gegnerischen Hälfte fest.

6. Min: Bisher ist das Spiel ziemlich zerfahren und ohne klare Aktionen.

4. Min: Die Auswechselspieler machen wieder ordentlich Alarm bisher! Werder hat sich jetzt etwas befreit.

2. Min: Nach Werders Anstoß setzt sich jetzt zunächst Paderborn an Bremens Strafraum fest.

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: Anpfiff

1. Min: Anpfiff - los geht es mit der unfassbar wichtigen Partie!

15:27 Uhr: Die Mannschaften, Trainer und Schiris stehen auf dem Feld - es geht gleich los!

15:21 Uhr: Zumindest die statistische Wahrscheinlichkeit für einen Sieg liegt heute bei den Grün-Weißen: Mit 19 Punkten hat Werder schon deutlich mehr Auswärtspunkte eingefahren als Paderborn mit acht Heimzählern.

15:18 Uhr: In gut zehn Minuten geht es los! Mit einem Sieg heute könnte der SVW punktemäßig zu Düssseldorf aufschließen, die mit Dortmund gleichzeitig einen schweren Gegner hat.

15:15 Uhr: Im Interview vor dem Spiel hebte Coach Kohfeldt heraus, dass er an die Einzelqualität der Spieler glaubt und auch deshalb froh ist, dass Rashica wieder von Beginn an spielen kann. Zudem ,,haben wir daran gearbeitet, im letzten Drittel bessere Entscheidungen zu treffen." Zum Pizarros Fehlen im Kader sagte Kohlfedt, dass er nicht mal ein komplettes Training mitgemacht hat, es deswegen zu früh gekommen wäre - ,,er aber bei so einem Druckspiel wie heute bei der Mannschaft sein wollte und sollte."

15:08 Uhr: Werder ist insgesamt in der Saison ohne eigenes Tor aus dem Stadion gegangen - auch deshalb haben sie die schlechteste Offensive. In gut 20 Minuten werden wir sehen, ob es heute besser klappt.

14:50 Uhr: Nur ein Wechsel, aber ein ziemlich offensiver: Florian Kohfeldt setzt im Abstiegskampf auf Angriff. Im Vergleich zur Startelf gegen Europa-League-Anwärter Wolfsburg (0:1) hat der Werder-Coach nur eine Veränderung vorgenommen. Für den Sechser Philipp Bargfrede stürmt Milot Rashica. Ganz ehrlich: Alles andere wäre in einem Spiel beim Tabellenletzten, das unbedingt gewonnen werden muss, auch eine Überraschung gewesen.

14:47 Uhr: Schiedsrichter der heutigen Partie ist Christian Dingert - er wird assistiert von Tobias Christ, Marcel Pelgrim und dem vierten Offiziellen Johann Pfeifer. Videoschiedsrichter in Köln ist Daniel Schlager.

14:44 Uhr: Mitgereist war er, aber Claudio Pizarro fehlt im 20er-Kader für das Spiel in Paderborn. Vielleicht ist er trotzdem ein wichtiger Motivator im Abstiegskampf - oder zumindest ein Glücksbringer. Mal schauen, welche Rolle er auf der Tribüne beim schon berühmten Bremer Anfeuern der Mannschaft durch die Ersatzspieler und Betreuer einnimmt. Möglicherweise schwingt Pizarro ja den Gummihammer...

14:39 Uhr: Ups: Was ist mit Leonardo Bittencourt? Der Matchwinner gegen Freiburg und Schalke sitzt schon wieder nur auf der Bank. Er hatte sich zwar auf Schalke eine Hüftprellung zugezogen, aber die sollte so langsam auskuriert sein. Gegen Wolfsburg war Bittencourt eingewechselt worden, hatte sich dann aber nicht nur den Ballverlust vor dem 0:1 geleistet, sondern war dann auch nur zurückgetrabt.

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: So sehen die Aufstellungen aus

14:36 Uhr: Auf der Bank nehmen Huth, Dräger, Fridjonsson, Ritter, Pröger, Sabiri, Holtmann, Zolinski, Jastrzembski

14:35 Uhr: Und so starten die Gastgeber heute ins so wichtige Spiel: Zingerle - Rumpf, Strohdiek, Jans, Collins - Gjasula, Antwi-Adjei, Evans, Vasiliadis - Michel, Srbeny

14:26 Uhr: Und damit Moin und herzlich Willkommen zum Liveticker für das Spiel vom SV Werder Bremen beim SC Paderborn.

14:24 Uhr: Die Aufstellung von Werder ist da:
Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Vogt, M. Eggestein, Klaassen - Osako, Sargent, Rashica

Vorbericht:

Werder Bremen gegen SC Paderborn: Schicksalsdrama in Ostwestfalen

Werder Bremen muss in einer Art vorgezogenem Abstiegskampf-Endspiel beim Tabellenletzten SC Paderborn unbedingt gewinnen - sonst droht der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte schon sehr bald bittere Realität zu werden. Der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen - Der SC Paderborn ist wahrlich alles andere als ein Hotspot in der Bundesliga-Historie. Der Club spielt aktuell überhaupt erst seine zweite Saison in der höchsten deutschen Spielklasse und wird diese aller Voraussicht nach wie schon 2015 nach nur einem Jahr der Zugehörigkeit wieder verlassen müssen. Umso trauriger wäre es, wenn ausgerechnet dieser SC Paderborn (im Vergleich ein absoluter Nobody) dem SV Werder Bremen (seines Zeichens vierfacher Deutscher Meister und in 56 Saisons ein Hauptdarsteller in der Bundesliga) so etwas wie den Todesstoß im Abstiegskampf versetzen sollte. 

Genau das kann am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) im großen Schicksalsdrama aber passieren. Der Letzte empfängt den Vorletzten, und wer verliert, ist weg vom Fenster – auf diese einfache Formel lässt sich das Duell im tiefen Tabellenkeller bringen.

Bei Florian Kohfeldt liest sich die Ausgangslage freilich etwas weniger plakativ, dennoch ist auch er deutlich. „Es ist ein unglaublich bedeutsames Spiel für uns“, sagt der Werder-Coach: „Es geht jetzt wirklich nackt um die Punkte, um die Tabelle. Es ist sehr dringend zu empfehlen, dieses Spiel zu gewinnen.“ Vier Spieltage vor Schluss liegt Werder Bremen zwar fünf Punkte vor Schlusslicht Paderborn, aber drei Zähler hinter Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsrang. Die Fortuna spielt parallel zum Abstiegsthriller in Ostwestfalen gegen Borussia Dortmund, wird gegen den Tabellenzweiten vermutlich nicht punkten. „Für uns ist es die Chance, unsere Situation zu verbessern“, meint Werder-Sportchef Frank Baumann

Werder Bremen gegen den SC Paderborn; „Das allerwichtigste Spiel!“

Nach Punkten könnte der SV Werder Bremen im Optimalfall gleichziehen mit der Fortuna. Lassen sie sich jedoch auch diese Chance entgehen, wäre rechnerisch zwar weiterhin alles möglich, aber wie soll nach einer Pleite in Paderborn noch eine Wiederauferstehung gegen Bayern München, Mainz 05 und den 1. FC Köln machbar sein? Oder anders gesagt: In Paderborn holt sich Werder die Perspektive für die letzten drei Partien. „Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen, und wir sollten es auch gewinnen“, fordert Kohfeldt, der nach dem Abpfiff entweder vor den Trümmern seiner Arbeit steht oder weiter an ein Happy End glauben darf.

„Es ist das allerwichtigste Spiel, das wir uns vorstellen können“, erklärt auch Baumann mit einem für seine Verhältnisse erstaunlich großen Pathos: „Alle wissen, worum es geht.“ Zwar steht das Spiel nicht auf einer Stufe mit dem legendären Match gegen Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag der Saison 2015/16, als sich Werder Bremen mit einem Tor in den Schlussminuten den Klassenerhalt sicherte, doch Baumann hat nichts dagegen, dass vor dem Paderborn-Match an jenen Tag erinnert wird. „Damals hat man gesehen, dass man sich auch in den letzten fünf Minuten einer Saison noch retten kann“, sagt er. Der Zusatz hätte allerdings sein müssen, dass die Mannschaft in Paderborn die Grundlage legen muss, damit es in den letzten fünf Minuten dieser Saison tatsächlich noch um etwas gehen kann für den SV Werder.

Werder Bremen gegen SC Paderborn: „Letzte Chance, auf Relegationsplatz zu schielen“

Florian Kohfeldt behauptet, dass sein Team diesen Druck vielleicht nicht gerade mag, dass es aber gut damit umgehen kann. „Bisher hat die Mannschaft auf diese Situationen immer mit kämpferisch-aggressiven Leistungen geantwortet. Ich habe die Überzeugung, dass wir wieder mit Leidenschaft, Aggressivität und 101 Prozent Einsatz antworten werden.“ Allerdings hat Werder in dieser Saison schon einmal gegen Paderborn gepatzt – im Hinspiel setzte es eine 0:1-Heimniederlage, nachdem zuvor mit dem 3:2 beim VfL Wolfsburg scheinbar die Wende eingeläutet worden war. „Ein Schlüsselspiel“ nennt Kohfeldt diese Partie im Rückblick.

Statt den Turnaround zum Guten zu schaffen, ging es weiter bergab. Mit der Konsequenz dass zwischen Werder Bremen und dem SC Paderborn im Rückspiel eine Patt-Situation in Sachen Gewinnenmüssen entstanden ist, die Kohfeldt so beschreibt und mit einem seine tatsächlichen Gedanken enthüllenden „Auch“ beginnt: „Auch Paderborn spielt um die wahrscheinlich letzte Chance, noch Richtung Relegationsplatz schielen zu können. Beide haben also den tabellarischen Druck.“ Und beide werden alles geben in dem großen Schicksalsdrama in Ostwestfalen, da ist sich der Bremer Trainer sicher: „Paderborn hat am vergangenen Wochenende mit dem 1:1 in Leipzig eindrucksvoll gezeigt, dass sie an alles denken, nur nicht ans Aufgeben. Und wir werden nicht an dem Druck zerbrechen. Es wird sehr umkämpft werden.“ (csa)

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