Zurück in Bremen

Der Erste im Werder-Training: Kevin Möhwald macht die nächsten Schritte zum Comeback

Kevin Möhwald (hier ein Bild aus dem Juni) trainiert wieder: Als erster Spieler des SV Werder Bremen ist er in die Sommer-Vorbereitung gestartet.
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Kevin Möhwald (hier ein Bild aus dem Juni) trainiert wieder: Als erster Spieler des SV Werder Bremen ist er in die Sommer-Vorbereitung gestartet.

Bremen - Es geht wieder los! Kevin Möhwald hat als erster Spieler von Werder Bremen wieder das Training am Weserstadion aufgenommen. Am Mittwoch und Freitag absolvierte der 27-Jährige individuelle Einheiten mit Rehatrainer Jens Beulke.

„Ich bin seit Montag wieder in Bremen und habe die ersten Kraft- und Laufeinheiten hinter mir. Das hat sich gut angefühlt, war aber auch ziemlich anstrengend“, sagt Kevin Möhwald auf der Internetseite des SV Werder Bremen. Für ihn muss es eine Erlösung sein. Wegen einer Knie-Verletzung und -Operation war er nahezu die komplette vergangene Saison ausgefallen, jetzt soll alles besser werden.

Kevin Möhwald schuftet er für sein Comeback - und ist daher schon vor allen anderen Spielern ins Training der Sommer-Vorbereitung eingestiegen. Das ist nötig, um den Rückstand aufzuholen. Wenn Trainer Florian Kohfeldt ab dem 3. August das gesamte Team zusammentrommelt, soll der Mittelfeldspieler wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. (han)

Zur letzten Meldung vom 22. Juli 2020:

Werder Bremen freut sich auf Kevin Möhwald, den Mundaufmacher

Bremen – Ende vergangener Woche hat er noch die letzten Urlaubsfotos via Instagram verschickt. „Enjoying the last day“, schrieb Kevin Möhwald dazu. Es war der Abschied von kurzen Ferien auf Ibiza, danach ging es für den Profi des SV Werder Bremen zurück an die Weser, wo er in diesen Tagen früher als alle anderen mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen wird.

Wieso? Weil es nötig ist. Nach seiner langen Verletzungspause muss und will sich Kevin Möhwald optimal für den Trainingsstart in Form bringen. „Er wird schon vor der Mannschaft da sein und sein Reha-Programm fortsetzen. Wir gehen dann davon aus, dass Kevin ab dem 3. August bei der Mannschaft sein wird und ab dann auch Teile des Teamtrainings absolvieren kann“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann gegenüber der DeichStube über den 27 Jahre alten Mittelfeldspieler.

Werder Bremen: Kevin Möhwald der Pechvogel der Saison

Möhwald war einer der großen Pechvögel der vergangenen Saison gewesen – ach was: Er war der Pechvogel schlechthin. Nach nur zwei Einsätzen – einer im DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst (6:1) und einer am zweiten Spieltag bei der TSG Hoffenheim (2:3) – fiel er mit einer Knieverletzung aus. Erst war es eine mysteriöse Schwellung, dann wurde eine OP nötig, schließlich fiel Möhwald für den Rest der Saison aus. Bitter für ihn, bitter aber auch für Werder Bremen. „Es hört sich immer doof an, aber es war ein verlorenes Jahr“, meint Baumann. Zwar kann immer nur mit einem theoretischen Wert beziffert werden, wie sehr der gebürtige Erfurter dem Team gefehlt hat, dass er nach seiner Rückkehr eine Verstärkung für die Mannschaft sein wird, steht für Baumann und erst recht für Trainer Florian Kohfeldt fest.

Werder Bremen holte Kevin Möhwald aus Nürnberg

Er platziert seine Wertschätzung für „Möh“, wie er im Team genannt wird, bei jeder Gelegenheit. Nicht nur wegen dessen fußballerischen Fähigkeiten, sondern auch weil er ein Leadertyp sei – einer, der seine Meinung sagt. Gegenüber den Kollegen, aber auch gegenüber dem Coach. Das, so hatte es Kohfeldt in seiner Saisonanalyse bemängelt, habe dem Team ohne den abgewanderten Max Kruse, ohne den ebenfalls lange verletzten und eben ohne Möhwald gefehlt.

Nun ist der Mundaufmacher nur noch wenige Schritte von der Rückkehr in den Mannschaftskreis entfernt. Ein bisschen fängt Kevin Möhwald dann aber auch von vorne an. Im Grunde ist er wieder an dem Punkt, an dem er schon vor zwei Jahren war, als Werder ihn vom 1. FC Nürnberg aus der zweiten Liga nach Bremen geholt hatte. „Er war der Herausforderer im Mittelfeld, aber er ist zu seinen Einsätzen gekommen, phasenweise auch in der Stammelf. Und es spricht nichts dagegen, dass er an diesem Punkt anknüpft“, meint Baumann.

Werder Bremen: Positionsfrage für Kevin Möhwald noch nicht final geklärt

Die Positionsfrage wird sich wahrscheinlich erst in der Praxis klären. Baumann sieht Möhwald „eher auf der Acht“, also auf der Halbposition, wo Defensive und Offensive miteinander verwebt werden. Alternativ hat Möhwald aber auch auf auf der Sechs gespielt, im defensiven Mittelfeld. Recht gut sogar. Und obwohl Werder Bremen auf dieser Position aktuell den größten Handlungsbedarf hat, mag Baumann den heimlichen Neuzugang nicht dort verorten und verplanen: „Sechser zu spielen ist nicht seine Fixposition.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 23. März 2020:

Werder-Profi Möhwald schuftet auswärts für sein Comeback

Donaustauf/Bremen – In der Coronavirus-Krise sind die Profis des SV Werder Bremen fast alle nur noch zu Hause, ab und zu kommen sie zum Einzeltraining ins Weserstadion. Einer allerdings nicht: Kevin Möhwald.

Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen schuftet in Donaustauf für sein Comeback. Dort absolviert er den letzten Teil der Reha nach seiner schweren Knieverletzung zu Beginn der Saison und hofft auf eine baldige Rückkehr auf den Platz.

„Ich bin kurz davor, wieder mit richtigem Fußballtraining zu starten. Wenn ich mein Level in Prozent einstufen müsste, würde ich sagen, dass ich ungefähr 70 Prozent des Reha-Programmes abgeschlossen habe“, berichtet Kevin Möhwald in einem Interview bei werder.de: „Eine genaue Prognose, wie viele Wochen es noch sind, kann ich nicht geben. Aber für mich ist klar, dass ich erst wieder nach Bremen komme, wenn ich bereit bin und wieder ohne Einschränkungen Gas geben kann.“

Werder Bremen: Kevin Möhwald hält sich in der Coronavirus-Krise natürlich an die Regeln

Unterstützt wird Möhwald in Bayern von seiner Freundin Olivia. „Es ist natürlich schön, wenn man die richtigen Menschen um sich hat“, sagt Möhwald. Und so hat er schon ein bisschen die Gegend für Spaziergänge erkundet und zum Beispiel die berühmte Gedenkstätte Walhalla besucht. Natürlich hält er sich dabei an die Regeln in der Coronavirus-Krise. In der Reha bleibt ohnehin nur wenig Zeit für die Freizeit. Von acht Uhr bis 17 Uhr wird bei den Spezialisten in Donaustauf, zu denen viele Profi-Sportler kommen, gearbeitet. „Der Fokus liegt zurzeit darauf, den Muskel, der das Knie stabilisiert, zu stärken. Ansonsten fühlt sich das Knie gut an. Daher bin ich guter Dinge, dass eine Rückkehr absehbar ist“, erzählt Möhwald. Natürlich erhöhe die Verschiebung der Saison seine Comeback-Chance, so der 26-Jährige: „Aber dennoch ist es keine Selbstverständlichkeit.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 19. März 2020

Kleine Chance auf Comeback von Kevin Möhwald in dieser Saison

Die Coronavirus-Pandemie legt den Fußball lahm, die Europameisterschaft im Sommer wird auf 2021 verschoben, die Bundesliga kann nun über das reguläre Saisonende hinaus verlängert werden. Für Werder Bremen kann das auch Vorteile mit sich bringen. Denn einige lange verletzte Spieler könnten so noch in dieser Saison zurückkehren. Das gilt zumindest für Ömer Toprak, vielleicht auch für Kevin Möhwald, nicht aber für Niclas Füllkrug.

„Bei Niclas würde ich keinerlei Hoffnung verbreiten“, erklärte Trainer Florian Kohfeldt in einem Interview mit „werder.de“. „Es geht bei ihm darum, dass er im Hinblick auf die neue Saison wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Ich sehe keine Möglichkeit, dass er vor dem 30. Juni bereits wieder in den Spielbetrieb einsteigt.“ Niclas Füllkrug hatte sich im September einen Kreuzbandriss zugezogen.

Werder Bremen: Comeback von Kevin Möhwald näher als von Niclas Füllkrug

Eine kleine Chance auf ein Comeback gibt es für Kevin Möhwald. „Bei ‚Möh‘ müssen wir abwarten, was im Mai passiert“, sagte Kohfeldt. „Bei ihm ist eine Rückkehr noch in dieser Saison nicht so unwahrscheinlich wie bei Niclas.“ Seit einer Knie-Operation im September kämpft der Mittelfeldspieler für seine Rückkehr, die für diese Saison schon als ausgeschlossen galt.

Durch eine Verlängerung der Saison dürfte derweil auch Ömer Toprak noch einige Spiele bekommen. Der Innenverteidiger, der sich im DFB-Pokal-Spiel von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt doch nicht nur wie bisher gedacht eine Riss-Quetschwunde zugezogen, sondern sich auch am Syndesmoseband verletzt hat, fällt wohl noch bis Mai aus.

Werder Bremen: Verletzung hätte Ömer Topraks Saison-Aus bedeuten können

„Es hat sich bestätigt, dass im Sprunggelenk noch ein paar andere Dinge betroffen sind, die aufgrund der Schwellung zunächst nicht zu sehen waren“, erklärte Kohfeldt die späte Diagnose der Verletzung. „Vom Zeitpunkt des Frankfurt-Spiels gehen wir von einer Ausfallzeit von acht bis zehn Wochen aus.“

Acht Wochen würde eine Rückkehr um den Monatswechsel April/Mai bedeuten, bei zehn Wochen kann man mit Mitte Mai kalkulieren – also in der bisher regulär letzten Woche der Bundesliga-Saison. Die Wadenverletzung hätte für Ömer Toprak also das Saison-Aus bedeuten können. Wenn die Spielzeit durch die Coronavirus-Krise verlängert wird, dürfte Toprak doch nochmal zum Zug kommen. (han)

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