Bremer mit 74 Torschüssen Ligaspitze

Kohfeldts Ballermänner: Keiner schießt so oft aufs Tor wie Werder 

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Getreu dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ suchen Yuya Osako und der SV Werder Bremen in dieser Spielzeit besonders oft den Abschluss.

Bremen - In einer Rubrik ist Werder Bremen unangefochtener Bundesliga-Spitzenreiter – mit 74 Schüssen ballerten die Grün-Weißen häufiger als jedes andere Team auf das gegnerische Tor.

Ein Geheimnis ist das schon lange nicht mehr – Florian Kohfeldt ist ein Freund des offensiven Spielstils. Das Resultat ist eindeutig: Mit 74 Torschüssen führt Werder Bremen die Bundesliga im Torschuss-Ranking an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Eintracht Frankfurt (65 Torschüsse) und Borussia Dortmund (60). Der Rekordmeister aus München landet auf dem vierten Rang (59), der kommende Gegner aus Leipzig belegt einen Platz im Mittelfeld (Rang elf, 52). 

Werder Bremen: Niclas Füllkrug mit den meisten Torschüssen

Vor allem Werder-Neuzugang Niclas Füllkrug (15 Schüsse) und Yuya Osako (14) suchen häufig den Abschluss – zusammen mit Johannes Eggestein (11 Versuche) sind sie für mehr als die Hälfte der Bremer Torschüsse verantwortlich.

Bei der hohen Anzahl an Torschüssen stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach der Effektivität – und da steht Werder Bremen nicht mehr an der Spitze, sondern sortiert sich auf Platz zehn im Mittelfeld ein. Von den 74 Versuchen landeten acht im gegnerischen Tor – eine durchaus ausbaufähige Bilanz (9,25 Versuche pro Tor). Vor allem der erste Spieltag der Saison dürfte den Werder-Fans in Erinnerung bleiben – bei der 1:3-Auftaktniederlage gegen Fortuna Düsseldorf gaben die Grün-Weißen 26 Schüsse in Richtung des Düsseldorfer Keepers ab, aber nur einer fand seinen Weg ins Tor. Am effektivsten ist übrigens der BVB – die Schwarz-Gelben brauchen nur 4,6 Versuche für einen Treffer.

Werder Bremen: Nuri Sahin legt die meisten Torschüsse der Bundesliga auf

Die zahlreichen Chancen wollen natürlich auch herausgespielt werden – werfen wir also noch einen Blick auf die Passstatistik. Werder liegt mit einer Passquote von 86 Prozent auf dem vierten Rang im Bundesliga-Ranking. Nur Dortmund (90 Prozent), der FC Bayern (89 Prozent) und Bayer Leverkusen (88 Prozent) liegen vor der Mannschaft von Florian Kohfeldt – das ist auf jeden Fall schon europareif.

Für den letzten Pass zeigt sich vor allem einer bei Werder verantwortlich: Nuri Sahin. Er bereitete bereits 19 Abschlüsse vor - das ist unangefochtener Topwert in der Bundesliga. Dahinter folgen Marcel Sabitzer (RB Leipzig) und Joshua Kimmich (Bayern München) mit je zwölf Torschussvorlagen. Beim Spiel gegen Tabellenführer RB Leipzig muss Werder Bremen am Samstag allerdings auf den „Sechser“ verzichten – gegen Union Berlin sah Sahin in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte. (msw)

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Derweil gehen dem SV Werder Bremen die „Sechser“ aus: Springt nun Philipp Bargfrede in die Bresche? Experte Rolf „Rollo“ Fuhrmann ärgert sich in seiner DeichBlick-Kolumne über den Videobeweis bei Werder Bremen: „Ich wollte mich eigentlich nicht mehr aufregen, aber...“. Unterdessen hat Neuzugang Michael Lang gestanden, dass er sich bei Werder Bremen nach Gründen für die Verletzungsmisere umgeschaut hat. „Sponsors.de“ hat die Preise für Tagestickets in der Bundesliga verglichen und festgestellt: Nur der BVB ist teurer als Werder Bremen.

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