Nach Wechsel zu Holstein Kiel

Ex-Werder-Profi Bartels: „Ich bin noch nicht am Ende“

Fin Bartels hat nach sechs Jahren Werder Bremen verlassen. Sein neuer, alter Verein: Holstein Kiel.
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Fin Bartels hat nach sechs Jahren Werder Bremen verlassen. Sein neuer, alter Verein: Holstein Kiel.

Kiel - Den Ex-Profi des SV Werder Bremen, Fin Bartels, der künftig wieder für seinen Heimatverein Holstein Kiel aufläuft, haben die langen Zwangspausen nach Verletzungen nachdenklich gemacht.

„Du siehst viele Dinge von außen, siehst sie auf andere Weise. Man lernt, wie intensiv man arbeiten muss, um wieder zurückzukommen. Ich glaube, dass ich es umso mehr zu schätzen weiß, Fußball spielen zu können“, sagte der 33 Jahre alte Stürmer den „Kieler Nachrichten“.

Fin Bartels war bei Werder Bremen nach Achillessehnenriss, muskulären Problemen und Knie-OP von Dezember 2017 bis zum Ende der Corona-Pause im Mai 2020 bis auf wenige Ausnahmen ausgefallen. Es seien lehrreiche Jahre gewesen, aber auch sportlich verlorene. „Aber die will ich hinten ranhängen“, sagte der Profi, der in seiner Laufbahn auch schon für den FC St. Pauli und Hansa Rostock gespielt hat.

Werder Bremen: Ex-Profi Fin Bartels unterschreibt bei Holstein Kiel bis 2022

Bei Holstein Kiel hat Bartels einen Vertrag bis Sommer 2022 unterschrieben. „Ich habe eine lange Leidenszeit hinter mir, aber ich habe angedeutet, dass ich noch nicht am Ende bin. Ich fühle mich fit. Wenn das so bleibt, kann ich sagen: Ich kann der Mannschaft helfen“, betonte der gebürtige Kieler.

Bei Holstein Kiel, für das Bartels schon von 2004 bis 2007 in Regionalliga, Oberliga und U19-Bundesliga spielte, sieht er sich als Anführer: „Ich bin kein klassischer Lautsprecher, aber ich bin einer, der immer vorangehen will.“ (dco/dpa)

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Des einen Pech, des anderen Freud? Fin Bartels musste die Grün-Weißen verlassen, im Gegenzug könnte nun Linksaußen Kamil Jozwiak zum SV Werder Bremen wechseln.

Zur letzten Meldung vom 06. August 2020:

Kein Angebot von Werder Bremen: Fin Bartels geht zu Holstein Kiel

Bremen – Diesen 9. Dezember 2017 im Dortmunder Signal-Iduna-Park wird Fin Bartels gewiss nie vergessen – und vielen Fans des SV Werder Bremen dürfte es ähnlich ergehen.

Denn es tat schon beim Zusehen weh, als sich Fin Bartels bei einem Zweikampf die Achillessehne riss. Der Stürmer schrie vor Schmerzen. Werder Bremen war geschockt, konnte sich nur bedingt über den im Abstiegskampf so wichtigen 2:1-Sieg freuen. Und Bartels brauchte zwei Jahre, um wieder richtig einsatzfähig zu sein. Im Abstiegskrimi in Heidenheim bereitete er vor einem Monat sogar das so wichtige zweite Tor vor. Doch Werder bot dem 33-Jährigen nach sechs Jahren in Bremen trotzdem keinen neuen Vertrag an, nun wechselt er in seine Geburtsstadt zum Zweitligisten Holstein Kiel, wo seine Profi-Karriere einst begann.

Goodbye, Werder Bremen! Fin Bartels verlässt nach sechs Jahren den Club und wechselt zu Holstein Kiel.

„Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, zu meinem Heimatverein zurückzukehren. Der Kontakt zum Verein, aber vor allem zu der Stadt ist nie abgerissen“, wird Bartels auf der Internetseite seines neuen Clubs zitiert. Und dessen Geschäftsführer Klaus Stöver schwärmt: „Wir gewinnen mit Fin Bartels eine Persönlichkeit mit KSV-Vergangenheit. Mit seiner immensen Erfahrung von über 400 Profi-Einsätzen, davon 170 in der 1. Bundesliga, sowie seiner fußballerischen Qualität und Routine ist er eine Bereicherung für die Mannschaft und verleiht uns in der Offensive noch mehr Flexibilität.“

Werder Bremen: Fin Bartels überzeugte nach der Coronavirus-Pause

Ähnlich hatte sich oft auch Werder-Coach Florian Kohfeldt über Bartels geäußert. Und er war froh, ihn im Abstiegskampf dabei zu haben. Nach der Coronapause kam Bartels in zehn von zwölf möglichen Partien zum Einsatz, fast immer als Joker. Der 33-Jährige überzeugte zunächst vor allem mit Leidenschaft, am Ende dann auch mit Schnelligkeit und spielerischer Klasse. Da sah es so aus, als könnte der Außenstürmer trotz seines fortgeschrittenen Alters wieder ganz der Alte werden. Unvergessen ist seine Glanzzeit im ersten Halbjahr 2017, als er mit Max Kruse ein Traumduo bildete und nicht nur das Werder-Land, sondern ganz Fußball-Deutschland verzückte. Die beiden Angreifer verstanden sich fast blind. Der Achillessehnenriss einige Monate später beendete diese tolle Zeit.

Werder Bremen: Fin Bartels kam vom FC St. Pauli an die Weser

Aber Fin Bartels war nicht nur sportlich wichtig für Werder Bremen, sondern auch menschlich. Der nur 1,76 Meter große Außenstürmer war ein kluger, ein besonnener Kopf, der mit seiner Meinung intern aber nicht hinterm Berg hielt. Auch auf dem Platz konnte Bartels ganz schön giftig werden. Mit seiner bodenständigen Art passte der Norddeutsche, der 2014 ablösefrei vom Zweitligisten FC. St. Pauli an die Weser gewechselt war, bestens zu Werder. Den vom damaligen Manager Thomas Eichin eingefädelten Transfer hatten viele belächelt, doch Bartels zeigte nach einigen Jahren in der Zweitklassigkeit, dass er auch im Bundesliga-Oberhaus abliefern kann. Am Ende waren es 120 Spiele, 22 Tore und 18 Assists in der Bundesliga. Inzwischen ist Bartels zwar schon ein wenig ergraut, aber in Kiel setzten sie darauf, dass er immer noch wertvoll sein kann. (kni)

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