Kohfeldts Erkenntnisse aus dem Bundesliga-Re-Start

BVB-Star Hummels wird zum Vorbild für Werder

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BVB-Verteidiger Mats Hummels (li.) im Zweikampf mit Davie Selke. Trainer Florian Kohfeldt hat erklärt, warum Hummels für Werder Bremen bei Geisterspielen ein Vorbild ist.

Bremen – Natürlich hat Florian Kohfeldt den Re-Start der Fußball-Bundesliga am Samstag im Fernsehen live verfolgt. Und der Trainer des SV Werder hat schon einige Schlüsse für das erste Bremer Spiel am Montag gegen Bayer Leverkusen gezogen, dabei spielt Mats Hummels von Borussia Dortmund eine wichtige Rolle.

 „Es sind besondere Umstände, und das führt zu einem bisschen veränderten Fußballspiel“, sagt Florian Kohfeldt. Natürlich sei noch keine grundsätzliche Feststellung möglich, weil es in den Spielen Unterschiede gab. „Aber man konnte aus den Daten der Spiele erkennen, dass es weniger Intensität, weniger Sprints und weniger intensive Laufmeter gibt“, berichtet der Coach des SV Werder Bremen

Geisterspiele für Werder Bremen: Florian Kohfekdt erklärt, was jetzt anders ist

Die Netto-Spielzeit sei gestiegen, der Ball würde viel mehr laufen. Der Rückpass zum Torwart fiel offenbar leichter als sonst, möglicherweise, weil nun keine Pfiffe von den Zuschauern drohen. Denn bei Fans ist dieses Ballgeschiebe eher unbeliebt. Ein weiterer Punkt auf Kohfeldts Erkenntnis-Liste ist die Kommunikation auf dem Platz. „Im Revierderby waren immer wieder deutlich die Kommandos von Mats Hummels zu hören. Das ist ganz wichtig“, lobte  Florian Kohfeldt den Abwehrchef von Borussia Dortmund, der sich über einen 4:0-Sieg gegen den FC Schalke freuen durfte. Hummels sei schon so etwas wie ein Vorbild, so der Werder-Coach. Dabei gehe es auch um diese Emotionalität, die sonst oft von den Rängen kommt, die müsse nun auf dem Platz entstehen. 

Warum BVB-Spieler Mats Hummels ein Vorbild für Werder Bremen ist

Werder Bremen hätte mehrere Spieler, die diese Rolle gegen Bayer Leverkusen übernehmen könnten. Dabei blickt Kohfeldt nicht nur auf die üblichen Verdächtigen. „Man hat bei unserem internen Testspiel am Montag im Weserstadion einige gehört, die man sonst gar nicht so wahrnimmt – angefangen bei Jiri Pavlenka.“ Der Keeper wirkt sonst eher ruhig, ist nur selten brüllend zu sehen. „Gerade in Phasen, wo die anderen Spieler unter Stress sind und vielleicht beim Laufen nicht kommunizieren können, ist er sehr wichtig“, sagt Florian Kohfeldt. Ein Kevin Vogt würde aber auch sehr gut wortstark dirigieren und Leonardo Bittencourt viel Emotionalität ins Spiel bringen. „Andere machen es mehr über Körpersprache wie Maximilian Eggestein, Philipp Bargfrede oder auch Davie Selke“, nennt der Coach weitere Spieler und fordert von allen: „Wenn es zum Beispiel ins Pressing geht, dann muss man das auf dem Platz auch hören und spüren.“ 

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt über Geisterspiele: Partien können schneller kippen

Werder Bremen will Gegner wie Bayer Leverkusen lautstark jagen und damit beeindrucken, denn von den Rängen gibt es nun mal keine Unterstützung. Diese Stille habe übrigens noch eine Folge – eine durchaus gefährliche. Es sei schwierig, stets die Konzentration zu behalten und gerade auch Rückschläge gut zu verkraften. Es gibt nun mal keine Aufmunterung der Fans. Jeder müsse sich selbst sofort wieder fangen, so Florian Kohfeldt, der glaubt: „Die Spiele können schneller kippen.“ Das kann allerdings bei einem Rückstand auch ein Vorteil sein (kni)

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