„Kein Anlass, die Taktik zu ändern“

Nouri sieht Werder auf dem richtigen Weg: „Es geht um Details“

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Nouris Werderaner hängen momentan auf dem 17. Tabellenplatz fest.

Der SV Werder konnte in den ersten sieben Ligaspielen noch keinen Sieg einfahren, dennoch sieht Trainer Alexander Nouri seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. „Es besteht kein Anlass, die Taktik zu ändern“, versichert der 38-Jährige gegenüber dem „Weser-Kurier“. Nouri optimistisch: „Es geht um Details, und an denen arbeiten wir. Alle zusammen.“

Misere hin oder her: Dem Team fehle es nicht an Qualität und Selbstvertrauen. Die Spieler müssten stattdessen die „letzte Entschlossenheit bei der Chancenverwertung“ verbessern, sagt Nouri. Er betont: „Ich sehe keine Verzweiflung, und dazu besteht auch kein Anlass.“

„Bindung zur Mannschaft ist wichtiger Indikator“

Er spüre zudem das Vertrauen des Clubs und der Mannschaft in seine Arbeit. „Wir arbeiten transparent und tauschen uns aus. Die Bindung zur Mannschaft ist ein wichtiger Indikator“, sagt Nouri. Der 38-Jährige ist seit rund einem Jahr Trainer von Werder. In der vergangenen Saison wurde das Team Achter. Aktuell stehen die Grün-Weißen auf Platz 17 mit drei Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. 

Trotzdem: Für Nouri wird die Zeit knapp

Nach dem 0:0 gegen Freiburg pfiffen frustrierte Anhänger der Grün-Weißen laut durchs Weser-Stadion. Zu mutlos sei die Mannschaft eingestellt, hieß es. Und nach dem jüngsten 0:0 im Nordderby beim Hamburger SV kommentierte der „Weser-Kurier“ die Spielweise so: „Die vielen langen Bälle, die vielen Fehlpässe und der nicht erkennbare taktische Plan Werders erinnerten an die letzte Phase unter Robin Dutt im Herbst 2014.“

Doch noch hat Nouri den Job, den er Mitte September 2016 angetreten hatte. Auch damals war Bremen mit Dutt-Nachfolger Viktor Skripnik schlecht gestartet. Unter Nouri lief es dann zunächst nicht viel besser, zu Beginn des Jahres musste er bereits um seinen Job zittern, doch ab dem 21. Spieltag ging es bergauf. Bremen startete eine Serie von elf Partien ohne Niederlage und verpasste am Saisonende nur knapp den Einzug in den internationalen Wettbewerb. Doch diese Serie ist fast egalisiert. Bremen gewann seit ihrem Ende nicht mehr, saisonübergreifend summiert sich die Misere auf zehn Partien.

Cluboffizielle begegnen der Trainerfrage stoisch

Die Leistungen seien gut, es fehle das letzte „Quäntchen Glück“. Sportchef Frank Baumann hat bislang kein Erfolgsultimatum für Nouri öffentlich kommuniziert. Er verhandle nicht mit möglichen Nachfolgern, heißt es zudem. Baumann scheint vom Trainer überzeugt, hat an einem Wechsel aber auch kein Interesse, weil das seine eigene Arbeit infrage stellen würde. 

Die bisherigen Auftritte erlauben Baumanns Sichtweise. Die Mannschaft trat geschlossen und defensiv meist sicher auf, Chancen für mehr Tore wurden auch ohne den verletzten Topstürmer Max Kruse erspielt und alle Ergebnisse waren bislang äußerst eng. Nur gegen München verlor der Club mit mehr als einem Tor Unterschied: 0:2 durch späte Treffer.

Zu hohe Erwartungen?

Ein Problem Werders und damit Nouris sind die Erwartungen des Umfelds. Der Etat ist vergleichsweise klein, liegt im unteren Drittel der Bundesligisten. Vor der Saison bremste Nouri nicht gerade die Begeisterung. Mit Blick auf die Leistung in der Rückrunde sagte er dem "Kicker": "Wir wollen das Ganze weiter optimieren." Er gab zwar keinen Tabellenplatz als Ziel aus, der Club gehe aber "selbstbewusst und ambitioniert" in die Saison. Davon war bislang jedoch zu wenig zu sehen.

Mit Material von dpa

Im Stadion: Werder vs. Freiburg in Bildern

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