Kohfeldt plant Sieg ein

Endstation Werder? Bei einer Pleite gegen Bremen könnte es für BVB-Coach Bosz eng werden

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Peter Bosz bracuht dringend einen Sieg.

Trainer Peter Bosz steht bei Borussia Dortmund weiter unter Druck. Gegen Werder Bremen hilft dem Niederländer am Samstag, 15.30 Uhr, nur ein Sieg. Kurios: Für seinen Vorgänger Klopp und Tuchel waren die Heimspiele gegen Werder jeweils die letzten Bundesligaspiele mit dem BVB.

Das Heimspiel gegen Werder Bremen gilt für den umstrittenen Coach einmal mehr als richtungweisend. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel", sagte der 54 Jahre alte Niederländer. VWir warten ja immer noch auf die Wende. Gegen Bremen zu Hause müssen wir gewinnen."

Auch Sportdirektor Michael Zorc machte deutlich, was er nach zwölf Plichtspielen mit nur einem Erfolg nun erwartet. „Wir brauchen wieder einen Sieg, das ist zwingend notwendig. Damit wir wieder Selbstvertrauen und den Glauben kriegen, in den letzten Spielen der Vorrunde wieder entsprechend auftreten zu können."

Die Statistik sollte der Revierelf Mut machen. Bremen war in den vergangenen Jahren stets ein dankbarer Gegner. Die zurückliegenden zehn Heimspiele gewannen die Borussen allesamt. Der letzte Erfolg im Signal Iduna Park gelang Werder am 15. April 2007. „Jetzt liegt der Fokus auf der Bundesliga", sagte Kapitän Marcel Schmelzer nach dem glücklichen "Abstieg" in die Europa League: „Gegen Bremen zählen nur drei Punkte, da brauchen wir nicht drumherum zu reden."

Kohfeldt: „Wir fahren mit dem Gedanken nach Dortmund, dort zu gewinnen"

Ähnlich sieht es Nuri Sahin, der eindringlich ans Team appellierte: „Wir müssen uns jetzt den Arsch aufreißen und in den drei Bundesligaspielen vor der Winterpause am besten neun Punkte holen. Da nehme ich alle in die Pflicht", betonte der Mittelfeldstratege. Der erste Dreier seit dem spektakulären 6:1 am 7. Spieltag gegen Mönchengladbach wäre da ein guter Anfang. Sahin ist trotz aller Rückschläge optimistisch, dass das gelingt. „Ich weiß, das klingt blöd, wenn man so lange nicht gewonnen hat. Aber der Weg ist nicht mehr weit. Jetzt müssen drei Punkte her, ohne Wenn und Aber."

Letzte Heimspiele von Klopp und Tuchel gegen Werder

Dass Bremen in dieser Saison auswärts noch sieglos ist, trägt in Dortmund wenig zur Beruhigung bei. Immerhin zeigte Werder unter dem neuen Coach Florian Kohfeldt in Frankfurt (1:2) und Leipzig (0:2) ansteigende Form und gewann seine Heimspiele gegen Hannover (4:0) und Stuttgart (1:0). Entsprechend selbstbewusst will Werder beim angeschlagenen Gegner auftreten. „Dortmund hat im Moment eine schwere Zeit", verwies Thomas Delaney auf die BVB-Krise. Auch Kohfeldt sieht eine gute Chance auf den ersten Auswärtssieg: „Wir fahren mit dem Gedanken nach Dortmund, dort zu gewinnen."

Dass die Bosz-Vorgänger Jürgen Klopp (2015) und Thomas Tuchel (2017) gegen Bremen jeweils ihre letzten Bundesligaspiele als BVB-Trainer erlebten, ist womöglich nur ein kurioser Randaspekt - und kein böses Omen.

Mit Material von dpa

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