Werder-Trainer über Sturm-Oldie

Kohfeldt erklärt seine Entscheidung: Darum spielte Pizarro gegen Nürnberg nicht

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Claudio Pizarro blieb beim Spiel von Werder Bremen gegen Nürnberg 90 Minuten auf der Bank. Trainer Kohfeldt erklärt, warum der Stürmer nicht eingewechselt wurde.

Seine Einwechslung wird im Weser-Stadion immer ganz besonders bejubelt, doch gegen Nürnberg blieb Claudio Pizarro auf der Bank. Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat erklärt, warum er sich so entschied.

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Gegen Hannover ließ allein seine Einwechslung das Weserstadion beben, und Claudio Pizarro war am späten 1:1-Ausgleichstreffer beteiligt. In Frankfurt trug der 39-Jährige als Joker seinen Teil zum 2:1-Sieg bei. Beim 1:1 gegen Nürnberg warteten die Werder-Fans am Sonntag dagegen vergeblich auf den Einsatz des Bremer Rekordtorschützen.

Kohfeldt nach Werder-Spiel gegen Nürnberg: Es wäre schwierig gewesen, Pizarro einzubinden

„Ich habe natürlich darüber nachgedacht, aber mich dagegen entschieden“, sagte Trainer Florian Kohfeldt und lieferte die Begründung gleich mit: „Nürnberg hat sehr viel über die Flügel gespielt. Es wäre systematisch sehr schwierig gewesen, Claudio einzubinden.“

Kohfeldt wollte gegen Nürnberg nicht das Werder-System aufgeben - Pizarro blieb draußen

Der Coach wollte also das System nicht umstellen auf eine Grundordnung mit zwei Stürmern, um die Außenbahnen nicht preiszugeben. Pizarro kann als klassischer Mittelstürmer aber nur im Zentrum spielen. In Werders 4-3-3-System hätte der Peruaner gegen Nürnberg somit höchstens Max Kruse als zentralen Angreifer ersetzen können, doch Kohfeldt wollte seinen Kapitän offensichtlich nicht auswechseln.

Pizarro-Einsatz bringt Leben ins Weser-Stadion - gegen Nürnberg hat Kohfeldt darauf verzichtet

Der Coach hat schon mehrfach betont, dass eine Einwechslung Pizarros eine immense Wirkung erzielen könne – bei den Mitspielern, den Gegenspielern und den Fans. Gegen Nürnberg verzichtete Kohfeldt nun auf diese Wirkung und wechselte Milot Rashica, Nuri Sahin sowie Marco Friedl ein. Rashica hatte in den Spielen zuvor als Joker stets Akzente gesetzt, dieses Mal gelang ihm jedoch fast nichts. Sahin gab sein Werder-Debüt und sollte durch seine Pässe wieder Struktur ins Spiel bringen, was nur bedingt funktionierte. Und Friedl sollte als Abwehrspieler in den letzten Minuten dabei helfen, den 1:0-Vorsprung über die Zeit zu retten.

Bekanntlich erzielte Nürnberg allerdings noch spät den Ausgleich, und Kohfeldt war bewusst, dass dadurch auch seine Auswechslungen kritisch betrachtet werden könnten. „Es klappt halt nicht immer“, sagte er.

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