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Pro & Contra: Was für Nouri spricht – und was gegen ihn

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Langsam aber sicher wackelt er, der Stuhl von Werder-Coach Alexander Nouri. Spätestens nach dem in weiten Teilen erschreckend schwachen Auftritt gegen Mönchengladbach und der völlig verdienten 0:2-Pleite muss etwas passieren. Nur was? Greifen die bekannten Mechanismen? Muss ein neuer Trainer her? Was für Nouri spricht – und was gegen ihn.

Pro Nouri

  • Die Mannschaft spricht dem Trainer das Vertrauen aus. Ob Zlatko Junuzovic, Lamine Sané, Philipp Bargfrede, Theo Gebre Selassie oder zuletzt Thomas Delaney – die Spieler loben ihren Coach in höchsten Tönen. Die interne Chemie scheint trotz aller Negativ-Ergebnisse also zu stimmen.
  • Die Abwehr steht (relativ) sicher. 9 Gegentore nach 8 Spielen, das ist völlig okay. Nur fünf Teams haben in der Bundesliga bislang weniger Treffer kassiert. Problem: siehe unten.
  • Nouri kann mit Druck umgehen. Es ist gar nicht lange her, da wurde schon einmal über die Position des Trainers diskutiert. Zu Jahresbeginn 2017 setzten sechs sieglose Spiele in Folge (vier Niederlagen, zwei Unentschieden) den Trainer gehörig unter Druck. Dann gelang ein 2:0 in Mainz – und Werder startete eine Erfolgsserie.

Contra Nouri

  • 3:4, 3:5, 3:4, 0:1, 0:2, 1:1, 1:2, 1:1, 0:0, 0:0, 0:2 – die Zahlen sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Der letzte Sieg der Werder-Elf war ein 2:0 gegen Berlin. Und das war am 29. April. Ein Aufwärtstrend sieht anders aus.
  • Die Abteilung Attacke lahmt gewaltig. Zwar ist die Zahl der Gegentore auf ein erträgliches Maß gesunken (siehe oben), im Sturm weht dagegen einzig das oft zitierte laue Lüftchen. 3 Tore nach 8 Spielen berechtigen leider nicht dazu, in der ersten Liga zu spielen.
  • Es ist immer gut, als Trainer einen Plan zu haben. Weniger gut ist es, wenn die Spieler diesen Plan nicht umsetzen (können). Das ist bei Werder im Moment aber genau der Fall.
  • Der Zeitfaktor. Je länger die Negativ-Serie anhält, desto verunsicherter agieren die Spieler. Beim Heimspiel gegen Mönchengladbach war das gut zu beobachten. Die Folge: Die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Allen Treue-Bekundungen zum Trotz: Irgendwann bleibt den Verantwortlichen gar keine andere Möglichkeit mehr, als zu reagieren, sprich: den Trainer zu wechseln.

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