Auch im Weser-Stadion

Bundesweiter Fan-Protest angekündigt: Stimmungsboykott in englischer Woche auch bei Werder

+

Sie haben es angekündigt, jetzt wird es umgesetzt: Die deutschen Fanszenen wollen in der englischen Woche mit einem Stimmungsverzicht protestieren. Es handelt sich um einen bundesweiten Aktionsspieltag, der auch beim Werder-Heimspiel im Weser-Stadion zum Tragen kommt.

11 Werder-Experten, eine Redaktion, alle Infos: Dafür steht das Team von MEIN WERDER. Damit Ihr immer informiert bleibt - holt Euch jetzt die MEIN-WERDER-App für iOS-Geräte oder Android-Smartphones.

Bremen - Wenn Werder am kommenden Dienstag Hertha BSC im Weser-Stadion empfängt, wird es in den ersten 20 Spielminuten wahrscheinlich nicht so laut sein wie gewohnt. Der Grund: Der Zusammenschluss der Fußball-Fanszenen in Deutschland hat für die kommende englische Woche einen "bundesweiten Aktionsspieltag" angekündigt. Das Bündnis rief für die Partien am kommenden Dienstag und Mittwoch in der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga zu einem Stimmungsboykott in den ersten 20 Minuten auf.

"Stattdessen werden wir unseren Protest in die Stadien tragen und zeigen, dass die große Masse an Fans nicht damit einverstanden ist, was einige wenige Funktionäre mit unserem geliebten Fußball veranstalten", hieß es in einem Statement am Donnerstagabend. Zentrale Forderung ist nach eigener Aussage, "dass der Fußball wieder die Interessen der Fans in den Mittelpunkt rückt und nicht die Interessen von Investoren oder Stakeholdern". Den aktuellen Aufruf der Fanszenen Deutschland haben laut dem Portal "Faszination Fankurve" bisher einige Ultragruppen veröffentlicht – unter anderem die Wanderers Bremen. 

Schon bei den Partien der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im August war es zu Protestaktionen unter dem Motto "DFB, DFL & Co. – Ihr werdet von uns hören!" gekommen. Wenige Tage später gab der Zusammenschluss bekannt, den Dialog mit dem DFB und der Deutschen Fußball-Liga aufzukündigen. Das Fanbündnis hatte den Schritt damals damit begründet, "dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen". Als Beispiele waren die Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga, der aus Sicht der Fans weiterhin willkürliche Strafenkatalog des DFB, mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung der WM-Affäre 2006 sowie die "vermeintliche Neuregelung der Regionalligen" genannt worden.

Werder-Verteidiger Sebastian Langkamp schwärmt vor dem Duell gegen Augsburg von seinem Ex-Verein. Von etwas anderem schwärmt Werder-Verteidiger Ludwig Augustinsson, nämlich von seinem schwedischen Landsmann Zlatan Ibrahimovic. Der Kult-Kicker erzielte kürzlich ein sensationelles Tor in den USA, das um die Welt ging. Afterburner-Sänger Tjalf Hoyer sagt über das Schreiben neuer Songs: „Werder ist ein Riesenthema – wie die Liebe“.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare