Slowene Semenic siegt im Wetterchaos

Wellinger in Zakopane Zweiter - Freitag holt Weltcup-Führung zurück

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Andreas Wellinger.

Im Wetterchaos von Zakopane hat sich Richard Freitag die Führung im Gesamtweltcup durch einen zehnten Rang zurückgeholt. Kamil Stoch schied vorzeitig aus.

Zakopane - Skispringer Andreas Wellinger (Ruhpolding) ist im Windchaos von Zakopane auf das Podest geflogen. Der 22-Jährige kam beim Überraschungssieg des Slowenen Anze Semenic im polnischen Schanzen-Mekka nach einem starken zweiten Durchgang noch auf Platz zwei. Richard Freitag (Aue) eroberte mit Platz zehn die Führung im Gesamtweltcup zurück. Lokalheld Kamil Stoch verpasste vor 25.000 enttäuschten Fans bei eigentlich irregulären Verhältnissen als 38. den zweiten Durchgang.

"Mit dem Wind habe ich heute nicht das große Los gezogen, dafür waren die Sprünge gut. Platz zwei freut mich immens", sagte Wellinger in der ARD. Freitag meinte: "Ich nehme den Tag wie er ist. Andere wurden heute schlimmer bestraft." Wellinger hatte nach 119,5 m zur Halbzeit noch auf Platz neun gelegen, mit 136,5 m ging es dann aber noch überraschend weit nach vorne. Mit 242,0 Punkten musste sich der Oberbayer nur Semenic (245,6) geschlagen geben, der seinen ersten Weltcupsieg feierte. Dritter wurde Semenics Landsmann Peter Prevc.

Freitag, der gerade im ersten Durchgang Windpech hatte, übernahm das Gelbe Trikot, das er als Folge seines Sturzes bei der Vierschanzentournee in Innsbruck an Stoch verloren hatte. Mit 737 Punkten liegt Freitag nun vor Stoch (733), Wellinger ist weiter Dritter (665).

Richard Freitag.

Wie Stoch schied auch Markus Eisenbichler im ersten Durchgang aus. Der Siegsdorfer, am Freitag hinter Stoch noch Zweiter in der Qualifikation, landete nach einem völlig verkorksten Sprung auf 113,5 m nur auf Platz 33.

Stephan Leyhe (Willingen) kam auf Rang 13. Der 18 Jahre alte Constantin Schmid (Oberaudorf), als Sechster nach dem ersten Durchgang noch bester Deutscher, fiel auf Platz 17 zurück. Karl Geiger (Oberstdorf), der erst durch Stochs Absturz in den zweiten Durchgang gerutscht war, rückte noch von Platz 30 auf 21 vor.

Vor den Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) stehen am kommenden Wochenende im hessischen Willingen noch zwei Einzelwettbewerbe an.

SID

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