Was passierte nach Zeuges WM-Pleite?

Verwirrung um Flaschenwurf nach Boxkampf - Brähmer schaltet seinen Anwalt ein

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Lässt nicht nur die Fäuste fliegen: Jürgen Brähmer hat mit einem Flaschenwurf für Kontroversen gesorgt.

Tyron Zeuge hat seinen WM-Gürtel verloren - doch nach dem Kampf sprechen alle nur über eine Aktion seines Trainers Jürgen Brähmer. Dabei steht Aussage gegen Aussage.

Hamburg - Um den Flaschenwurf von Trainer Jürgen Brähmer nach der Box-WM in Offenburg gibt es Verwirrung. In der Nacht zum Sonntag hatte der Schweriner Coach von Ex-Weltmeister Tyron Zeuge eine mit Wasser gefüllte Kunststoffflasche Richtung Zuschauer geworfen. Unklar ist, ob der Wurf gezielt war und tatsächlich jemand getroffen wurde. Dazu gibt es widersprüchliche Angaben.

Manager Wilfried Sauerland sagte der Münchner Abendzeitung: „Er hatte die Flasche, es war eine volle Taxofit-Flasche, mit großer Wucht auf unseren bisherigen Geschäftsführer Freddy Ness geworfen, von ihm prallte sie ab, traf meine Frau, überschüttete sie mit Wasser, dann prallte die Flasche auf mich, hat sogar einen kleinen Cut am Schienbein verursacht.“

Keine TV-Aufnahmen vom Flaschenwurf

Andere Zeugen wollen beobachtet haben, dass die Flasche auf dem Boden vor den Zuschauern gelandet sei und diese beim Aufprall bespritzt habe. Fernsehaufnahmen gibt es von dem Vorfall nicht.

Brähmer bestreitet, die Flasche gezielt auf Zuschauer geschleudert zu haben. Er habe sie unmittelbar nach der Niederlage Zeuges gegen den Briten Rocky Fielding hinter sich „von der Ringecke auf den Hallenboden geworfen“.

Wie aus Brähmers Umfeld zu hören ist, lässt der ehemalige Weltmeister von seinem Anwalt eine Unterlassungserklärung prüfen, Anderes zu behaupten. Sauerland kündigte seinerseits an, mit seinen Anwälten über eine mögliche Strafanzeige zu beraten. Der 78 Jahre alte Manager verkündete, dass es mit Brähmer keine Zusammenarbeit mehr geben werde.

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dpa

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